Nachhaltigkeit als Thema kirchlicher Sozialverkündigung


Hausarbeit, 2008

6 Seiten, Note: 1,7

Martin Riggler (Autor)


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis:

I.Einführung zur Ökologie in der katholischen Lehre

1. Die Problematik des Klimawandels
1.1 Darstellung der Situation
1.2 Die Folgen

2. Nachhaltigkeit als Kernkonzept
2.1 Zum Begriff der Nachhaltigkeit
2.2 Anwendung des Konzepts in der theologischen Ethik
2.3 Standpunkt der katholischen Kirche in Deutschland

3. Schlussfolgerungen für das Handeln
3.1 Reaktionen und Optionen

III. Literaturverzeichnis

I. Einführung zur Ökologie in der katholischen Lehre
1. Die Problematik des Klimawandels

Die katholische Kirche Deutschlands ist sich der Problematik des Klimawandels durch die Erderwärmung und den damit einhergehenden Folgen bewusst. Mit der Erkenntnis, dass diese Erwärmung vom Menschen zumindest mit verantwortet ist, man spricht hier vom anthropogenen Treibhauseffekt1, liegt dieser Verantwortungszusammenhang im Bereich der christlichen Ethik und fällt somit in die Verantwortung der Kirche, welche diese mit dem Konzept der Nachhaltigkeit wahrzunehmen sucht.

1.1 Darstellung der Situation

Die Wahrnehmung des negativen Einflusses des Menschen auf die Umwelt besteht schon seit der Antike, wurde aber nie in dem Maße als Gefährdung für den Fortbestand der Menschheit wahrgenommen, wie es heute geschieht.

Die vom Menschen verursachten Emissionen in Form von Treibhausgasen führen, wie bereits erwähnt, zu einer Erwärmung des Klimas. Damit ist allerdings nicht die eine kurz− beziehungsweise mittelfristige Veränderung der durchschnittlichen Wetterlage gemeint, sondern die langfristige Veränderung der Oberflächentemperatur der Erde, wobei sich durch die komplexen globalen Zusammenhänge der Ökosysteme die Auswirkungen auf verschiedene Weisen zeigen: Extreme Wetterlagen, Artenschwund, und die Ausbreitung von Krankheiten, um nur ein paar aufzuzeigen, gehen dabei Hand in Hand2.

1.2 Die Folgen

Letzen Endes würde ein Fortschreiten des eben beschriebenen Prozesses die Schöpfung für Mensch und Tier über kurz oder lang unbewohnbar machen. Die katholische Kirche ist sich dessen bewusst und setzt sich mit der Thematik auseinander; die Art und Weise in der das in Deutschland geschieht, soll im Punkt 2. dargestellt werden.

2. Nachhaltigkeit als Kernkonzept

Um der Bedrohung durch den Klimawandel angemessen zu begegnen und umfassende Lösungsansätze zu liefern hat die katholische Kirche Deutschlands sich, wie bereits erwähnt, dem Konzept der Nachhaltigkeit zugewandt.

2.1 Zum Begriff der Nachhaltigkeit

Die Begrifflichkeit existiert seit dem frühen f8. Jahrhundert und entstammt der Forstwirtschaft; gemeint war die nachhaltende Nutzung der Wälder dadurch, dass man nur soviel Holz schlug, als dass sich der Wald erholen und nachwachsen konnte. In der Neuzeit kam der Begriff zu weitergehender Bedeutung als sich die Endlichkeit natürlicher Ressourcen umfassend und weltweit immer deutlicher abzeichnete; allgemein bezeichnet Nachhaltigkeit die Nutzung eines regenerierbaren natürlichen Systems in einer Weise, in der die grundlegenden Eigenschaften des Systems erhalten bleiben und sein Bestand sich auf natürliche Weise wiederherstellt.

2.2 Anwendung des Konzepts in der theologischen Ethik

Nachhaltigkeit zeichnet sich als Konzept dadurch aus, dass es sich nicht nur auf den ökologischen Bereich, sondern auch auf ökonomische und soziale Betrachtungsebenen anwenden lässt, beziehungsweise mit jenen verwoben ist; somit findet man die Anknüpfungspunkte an die klassischen Felder der theologischen Ethik mit ihren normativen Ansprüchen an den Menschen3.

2.3 Standpunkt der katholischen Kirche in Deutschland

Die Problematik der Klimaerwärmung wird durch die katholische Kirche Deutschlands auf eine besondere Weise perzipiert, sie führt als zusätzliches Kriterium der Nachhaltigkeit die Gerechtigkeit ein, welche so in der allgemeinen Diskussion vernachlässigt wird: Sie nimmt zur Kenntnis, dass die Umweltveränderungen mit ihren Folgen zumeist zum Leidwesen derer auftritt, auf deren Kosten sie nicht stattfand, den Menschen der armen Länder der 3. Welt. Ein besonderes Augenmerk ist also auf die gegenwärtigen, wohl auch auf die künftigen Opfer des Klimawandels gerichtet. Allerdings fordert die Kirche diese armen Länder ebenso wie die Industrienationen auf, ihr Verhalten umweltfreundlicher zu gestalten; wobei die stärker industrialisierten Länder als Hauptverursacher ihr umweltbelastendes Verhalten im Verhältnis stärker einschränken sollen.

Ziel der katholischen Kirche in Deutschland ist es, dass mittels globaler Strategien, gestaltet durch globale Institutionen, dem Klimawandel begegnet wird und seine negativen Folgen gemildert werden, in einem gerechten Ausgleich zwischen den Armen und Reichen der Welt und mit vorsorgendem Blick auf künJtige Generationen. Die Argumentation folgt hierbei, unter Orientierung an einem verantwortungsethischem Grundsatz und Betonung der Menschenrechte, den Leitlinien christlichen Handelns sowie der Imago− dei − Lehre.4

3. Schlussfolgerungen für das Handeln

Natürlich kann die Kirche nicht schlichtweg mit Forderungen an den Tag treten, sie selbst zeigt sich als Vorbild hinsichtlich der Nachhaltigkeit, so etwa durch die Verwendung regenerativer Energieträger zum Betreiben von Kircheneinrichtung oder Aktionen wie das „ AutoJasten” und will durch ihr Beispiel das bereits vorbildliche Handeln vieler Menschen unterstützen5.

3.1 Reaktionen und Optionen

Kurzfristig gesehen kann die Menschheit nur auf die stattfindenden klimatischen Veränderungen reagieren, z.B. durch Verbesserung des Hochwasserschutzes in Form von Dämmen und Deichen6, langfristig müssen allerdings die unter anderem von der Kirche geforderten Maßnahmen umgesetzt werden, um die Zukunft folgender Generationen zu sichern, der nun folgende zweite Teil des Textes wird sich damit eingehender befassen.

III. Literaturverzeichnis

Die deutschen BischöJe, Handeln für die Zukunft der Schöpfung, Bonn f998, hrsg. vom Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz.

Die deutschen BischöJe, Der Klimawandel: Brennpunkt globaler, intergenerationeller und ökologischer Gerechtigkeit, Bonn 2006, hrsg. vom Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz.

[...]


1 Die deutschen BischöJe, Der Klimawandel: Brennpunkt globaler, intergenerationeller und ökologischer Gerechtigkeit, Bonn 2006, hrsg. vom Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz, S. f8−24

2 Ebd., S. 24−33

3 Ebd., S. 34−35

4 Ebd., S. 37−43

5 Ebd., S. 6f−66

6 Ebd., S. 58−60

Ende der Leseprobe aus 6 Seiten

Details

Titel
Nachhaltigkeit als Thema kirchlicher Sozialverkündigung
Hochschule
Universität der Bundeswehr München, Neubiberg  (Institut für Theologie)
Veranstaltung
Christliche Sozialethik
Note
1,7
Autor
Jahr
2008
Seiten
6
Katalognummer
V123056
ISBN (eBook)
9783640274079
Dateigröße
376 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Nachhaltigkeit, Thema, Sozialverkündigung, Christliche, Sozialethik
Arbeit zitieren
Martin Riggler (Autor), 2008, Nachhaltigkeit als Thema kirchlicher Sozialverkündigung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/123056

Kommentare

  • Noch keine Kommentare.
Im eBook lesen
Titel: Nachhaltigkeit als Thema kirchlicher Sozialverkündigung



Ihre Arbeit hochladen

Ihre Hausarbeit / Abschlussarbeit:

- Publikation als eBook und Buch
- Hohes Honorar auf die Verkäufe
- Für Sie komplett kostenlos – mit ISBN
- Es dauert nur 5 Minuten
- Jede Arbeit findet Leser

Kostenlos Autor werden