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Die Ermittlung des Factoringpreises – aus Sicht des Verkäufers

Titre: Die Ermittlung des Factoringpreises – aus Sicht des Verkäufers

Travail d'étude , 2007 , 19 Pages , Note: 1

Autor:in: Hans Schätzle (Auteur)

Gestion d'entreprise - Investissement et Financement
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Résumé Extrait Résumé des informations

Factoring, also der ständige Verkauf von Forderungen, wird mehr und mehr interessant als Finanzierungsform für Unternehmen. Mittelständische Unternehmen verkaufen zunehmend selbstbewusst ihre Forderungen als Assets (Begriff für eine Ware oder für ein Gut das einem Termingeschäft zugrunde liegt.) am Markt, um ihre Liquidität – bankenabhängig – sicherzustellen . Konnte das Factoringgeschäft bei führenden Instituten im vergangenen Jahr Umsatzsteigerungen von mehr als 30 Prozent verbuchen, so brachte es die Siemens Financial Services GmbH (SFS) auf eine Steigerung von mehr als 43 Prozent mit Ihrem Produkt „ABS-Light“ . ABS bedeutet in diesem Fall: Asset Backet-Securities. Damit ist die Refinanzierung der verkauften Forderungen über z. B. Wertpapiere an Geld- und Kapitalmärkten zu verstehen . Factoring gibt es in Deutschland seit über 30 Jahren. Richtig attraktiv ist der Forderungsverkauf aber erst, seit die neuen Eigenkapitalrichtlinien für Banken, kurz Basel II, auf die Unternehmen durchschlagen. Basel II wurde Anfang des Jahres in Europa verbindlich eingeführt. Diese neuen Regeln belasten Mittelständler sehr stark. Durch die Anwendung dieser Richtlinien bei Banken werden Kredite gerade für solche Unternehmen u. U. sehr teuer. Genau hier kommt Factoring zum Zug als echte Ausweichmöglichkeit zum klassischen Kredit bei der Bank. Diese Entwicklung wurde als Grundlage für das Thema dieser Semesterarbeit herangenommen. Ist der Verkauf von Forderungen tatsächlich so interessant? In dieser Semesterarbeit soll herausgearbeitet werden, inwieweit es sich aus finanzieller Sicht lohnt Factoringgesellschaften in Anspruch zu nehmen. Im speziellen soll die Ermittlung des Preises im eigenen Unternehmen eingegangen werden. Um dies zu beurteilen muss klar sein was diese Dienstleistung für ein Unternehmen Wert ist. Daher soll in dieser Arbeit die „Ermittlung des Factoringpreises – aus Sicht des Verkäufers“ also des Unternehmers, welcher den Verkauf seiner Forderungen als Finanzierungsform nutzen möchte erarbeitet werden. Es soll nicht auf die Platzierung der verkauften Forderungen an Geld- und Kapitalmärkten (ABS-Produkte) eingegangen werden. Schwerpunkt dieser Ausarbeitung soll nur die Ermittlung des Factoringpreises aus Unternehmer bzw. Verkäufersicht sein. Mit dem Begriff Factoringpreis werden erst mal alle Gebühren oder Entgelte zusammen gefasst, welche im Zusammenhang mit dem Forderungsverkauf entstehen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung:

2. Was versteht man unter Factoring?

2.1. Die verschiedenen Funktionen des Factoring

2.1.1. Finanzierungsfunktion

2.1.2. Delkrederefunktion

2.1.3. Service- und Dienstleistungsfunktion

2.2. Die Formen des Factoring

2.2.1. Echtes Factoring

2.2.2. Unechtes Factoring

2.2.3. Offenes / Stilles Factoring

2.2.4. Standardfactoring

2.2.5. Inhouse-Factoring (auch Bulk-Factoring)

2.3. Weitere Vorteile des Factoring

2.4. Ablauf des Factoring

3. Der Factoringpreis?

3.1. Factoringgebühr

3.2. Finanzierungskosten / Zinsen

3.3. Bonitätsprüfungskosten

3.5. Beispielrechnung

4. Lohnt sich Factoring nun?

5. Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die betriebswirtschaftliche Relevanz des Factorings als Finanzierungsform und konzentriert sich dabei spezifisch auf die Ermittlung des Factoringpreises aus der Perspektive des forderungsverkäufenden Unternehmers.

  • Grundlagen, Funktionen und Erscheinungsformen des Factoring
  • Analyse der Bestandteile des Factoringpreises (Gebühren, Zinsen, Kosten)
  • Durchführung einer modellhaften Beispielrechnung zur Kosten-Nutzen-Analyse
  • Beurteilung der Wirtschaftlichkeit und Voraussetzungen für ein Factoring-Engagement

Auszug aus dem Buch

3.1. Factoringgebühr

Zu aller erst gibt es die Factoringgebühr. Die Factoringgebühr ist der Teil des Preises der am stärksten schwanken kann. In der Fachliteratur werden Spannen von 0,5 % bis 5,0 % angegeben. Der genaue Prozentsatz hängt von mehren Faktoren ab. Hier kann die Debitorenstruktur, die Höhe des Umsatzes oder die Anbindung der EDV an das System des Factors eine Rolle spielen. Welche Bestandteile auch immer den Preis bestimmen, hier gilt wie so oft, dass der Preis Verhandlungssache ist. In der Factoringgebühr kommen im speziellen folgende Einflussfaktoren zum Tragen:

Jahresumsatz des Kunden,

Anzahl der jährlichen Rechnungen,

durchschnittliche Rechnungsgröße,

Branchen und Struktur der Debitoren,

Struktur des Forderungsbestandes,

vom Factor kalkuliertes Delkredererisiko,

Leistungsumfang des Factoringvertrages,

Möglichkeit der elektronischen Datenverarbeitung.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Bedeutung von Factoring als Finanzierungsalternative für mittelständische Unternehmen, insbesondere im Kontext der Eigenkapitalrichtlinien gemäß Basel II.

2. Was versteht man unter Factoring?: Dieses Kapitel definiert Factoring als Forderungsverkauf und erläutert dessen Funktionen, verschiedene Erscheinungsformen sowie die allgemeinen Vorteile für Unternehmen.

3. Der Factoringpreis?: Hier werden die einzelnen Kostenkomponenten wie Factoringgebühr, Zinsen und Bonitätsprüfungskosten analysiert und anhand einer detaillierten Beispielrechnung veranschaulicht.

4. Lohnt sich Factoring nun?: Dieses Kapitel bewertet die Wirtschaftlichkeit des Factorings unter Berücksichtigung individueller Unternehmensvoraussetzungen und definierter Mindestanforderungen der Factoringgesellschaften.

5. Ausblick: Der Ausblick diskutiert die zukünftige Entwicklung des Factoring-Marktes und betont die Rolle als strategische Alternative zur klassischen Bankfinanzierung für Unternehmen.

Schlüsselwörter

Factoring, Forderungsverkauf, Finanzierung, Factoringpreis, Liquidität, Basel II, Delkrederefunktion, Debitorenmanagement, Finanzierungskosten, Factoringgebühr, Mittelstand, Bonitätsprüfung, Skonto, Bilanzoptimierung, Finanzplanung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Semesterarbeit primär?

Die Arbeit befasst sich mit der ökonomischen Bewertung von Factoring als Finanzierungsform, mit einem besonderen Fokus auf die Berechnung und Zusammensetzung des sogenannten Factoringpreises aus Sicht des Unternehmers.

Welche Funktionen deckt Factoring typischerweise ab?

Factoring bietet klassischerweise drei Funktionen: die Finanzierungsfunktion (sofortige Liquidität), die Delkrederefunktion (Absicherung gegen Forderungsausfall) sowie die Dienstleistungsfunktion (Übernahme von Buchhaltung und Mahnwesen).

Was ist das zentrale Ziel der Untersuchung?

Das Hauptziel ist es, dem Unternehmer ein Werkzeug an die Hand zu geben, um durch eine präzise Preisermittlung und den Vergleich mit unternehmensinternen Daten die Rentabilität eines Factoring-Vertrages realistisch einschätzen zu können.

Welche methodische Herangehensweise wird gewählt?

Neben einer theoretischen Fundierung der Begriffe und Formen des Factoring nutzt der Autor eine konkrete, rechenbare Beispielkalkulation, um die theoretischen Preiskomponenten in die Praxis zu übertragen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die inhaltliche Definition von Factoring, die detaillierte Aufschlüsselung der Preiskomponenten wie Gebühren und Zinsen sowie die Durchführung und Erläuterung einer Beispielrechnung zur Einsparungsanalyse.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am stärksten?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Liquiditätssicherung, Forderungsverkauf, Factoringgebühr, Risikominimierung und Bilanzoptimierung bestimmt.

Warum spielt Basel II in dieser Arbeit eine Rolle?

Basel II hat die Kreditvergabepraxis von Banken verschärft, was Factoring für Mittelständler als bankenunabhängige Alternative zur klassischen Kreditfinanzierung attraktiver gemacht hat.

Welche Rolle spielt die "All-In" Gebühr in der Beispielrechnung?

Die "All-In" Gebühr vereinfacht die Kalkulation, da sie eine Mischkalkulation darstellt, mit der der Unternehmer eine feste Größe zur verlässlichen Finanzplanung zur Hand hat.

Welche Mindestanforderungen stellen Factoringgesellschaften an Unternehmen?

Typische Anforderungen umfassen einen gewissen Jahresumsatz, eine Mindestgröße pro Rechnung, das Vorhandensein regelmäßiger gewerblicher Kunden sowie begrenzte Zahlungsziele.

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Résumé des informations

Titre
Die Ermittlung des Factoringpreises – aus Sicht des Verkäufers
Université
University of Applied Sciences North Hesse; Friedrichshafen
Note
1
Auteur
Hans Schätzle (Auteur)
Année de publication
2007
Pages
19
N° de catalogue
V123061
ISBN (ebook)
9783640279906
ISBN (Livre)
9783640283521
Langue
allemand
mots-clé
Ermittlung Factoringpreises Sicht Verkäufers
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Hans Schätzle (Auteur), 2007, Die Ermittlung des Factoringpreises – aus Sicht des Verkäufers, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/123061
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Extrait de  19  pages
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