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Ermittlung und Bilanzierung drohender Verluste aus schwebenden Geschäften nach HGB, IFRS und BilMoG (Regierungsentwurf)

Title: Ermittlung und Bilanzierung drohender Verluste aus schwebenden Geschäften nach HGB, IFRS und BilMoG (Regierungsentwurf)

Seminar Paper , 2008 , 18 Pages , Grade: 2,1

Autor:in: Sylvia von Pich Lipinski (Author)

Business economics - Accounting and Taxes
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Summary Excerpt Details

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit den Drohverlustrückstellungen nach dem
deutschen Handelsrecht des HGB, den internationalen Rechnungslegungsstandards IFRS und
den geplanten Veränderungen durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz, welches noch in
diesem Jahr verabschiedet werden soll. Es handelt sich dabei um eine der umfassendsten
Reformen seit Jahren. Ziel ist unter anderem das HGB an die internationalen
Rechnungslegungsstandards anzunähern bzw. zu diesen eine gleichwertige, aber
kostengünstigere und einfachere Alternative zu schaffen.
Im § 249 HGB werden die handelsrechtlich zulässigen Rückstellungen aufgezählt. Die
Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften werden explizit in § 249
Abs. 1 Satz 1 HGB genannt. Daraus ergibt sich eine Pflicht zur Passivierung. Aufgabe der
Drohverlustrückstellungen ist die Vorwegnahme künftiger negativer Erfolgsbeiträge. Es gilt
der Grundsatz der Vorsicht und das Imparitätsprinzip nach § 252 Abs. 1 Nr. 4 HGB. Damit
soll gewährleistet werden, dass Verluste bereits mit ihrer Entstehung erfasst und damit
Gewinne im Sinne des Gläubigerschutzes nicht zu hoch ausgewiesen werden.
Unter schwebenden Geschäften werden gegenseitig verpflichtende Verträge über Lieferungen
und Leistungen verstanden, die rechtsverbindlich geschlossen, aber noch von keinem
Vertragspartner erfüllt wurden. Bereits ein bindendes Angebot durch den Bilanzierenden ist
ausreichend, wenn mit der Annahme gerechnet werden kann. Solange schwebende Geschäfte
ausgeglichen sind, dürfen sie nicht bilanziert werden. Das entspricht dem sog. Realisationsprinzip.
Schwebende Geschäfte werden in einmalige Leistungen und Dauerschuldverhältnisse
unterschieden und können weiter unterteilt werden in Absatz- und
Beschaffungsgeschäfte. Sie enden mit der Erfüllung der Sachleistung.
Als drohender Verlust wird ein Verpflichtungsüberschuss bezeichnet. Maßgeblich hierfür ist,
dass am Bilanzstichtag ernsthaft damit gerechnet werden muss, dass der Wert der eigenen
Leistungsverpflichtung größer ist als der Wert des Gegenleistungsanspruchs.8 In Höhe dieser Differenz ist eine Drohverlustrückstellung zu bilden. Bleibt der erwartete Verlust jedoch aus,
so ist diese vollständig aufzulösen. Folgend werden Unterschiede und Gemeinsamkeiten in
der Behandlung von Drohverlustrückstellung aufgezeigt. Dabei gliedert sich die Arbeit in
Absatz-, Beschaffungsgeschäfte und Dauerschuldverhältnisse.

[...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Bilanzielle Behandlung drohender Verluste aus schwebenden Absatzgeschäft

2.1 Betrachtung nach HGB

2.2 Betrachtung nach IFRS

2.3 Betrachtung nach BilMoG

3 Bilanzielle Behandlung drohender Verluste aus schwebenden Beschaffungsgeschäften

3.1 Betrachtung nach HGB

3.2 Betrachtung nach IFRS

4 Bilanzielle Behandlung drohender Verluste aus schwebenden Dauerschuldverhältnissen am Beispiel von Miet- und Pachtverträgen

5 Resümee und Ausblick

6 Anhang

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die bilanzielle Behandlung von Drohverlustrückstellungen unter Berücksichtigung des deutschen Handelsrechts (HGB), der internationalen Rechnungslegungsstandards (IFRS) sowie der geplanten Reformen durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG), um die unterschiedlichen Anforderungen an die Passivierungspflicht bei schwebenden Geschäften zu analysieren.

  • Vergleich der Bewertungsgrundsätze für Rückstellungen im HGB und IFRS
  • Analyse der Auswirkungen des BilMoG auf die Bilanzierungspraxis
  • Unterscheidung zwischen Absatz- und Beschaffungsgeschäften
  • Behandlung von Dauerschuldverhältnissen (Miet- und Pachtverträge)
  • Diskussion von Bewertungsspielräumen und Kostenaspekten

Auszug aus dem Buch

1 Einleitung

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit den Drohverlustrückstellungen nach dem deutschen Handelsrecht des HGB, den internationalen Rechnungslegungsstandards IFRS und den geplanten Veränderungen durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz, welches noch in diesem Jahr verabschiedet werden soll. Es handelt sich dabei um eine der umfassendsten Reformen seit Jahren. Ziel ist unter anderem das HGB an die internationalen Rechnungslegungsstandards anzunähern bzw. zu diesen eine gleichwertige, aber kostengünstigere und einfachere Alternative zu schaffen.

Im § 249 HGB werden die handelsrechtlich zulässigen Rückstellungen aufgezählt. Die Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften werden explizit in § 249 Abs. 1 Satz 1 HGB genannt. Daraus ergibt sich eine Pflicht zur Passivierung. Aufgabe der Drohverlustrückstellungen ist die Vorwegnahme künftiger negativer Erfolgsbeiträge. Es gilt der Grundsatz der Vorsicht und das Imparitätsprinzip nach § 252 Abs. 1 Nr. 4 HGB. Damit soll gewährleistet werden, dass Verluste bereits mit ihrer Entstehung erfasst und damit Gewinne im Sinne des Gläubigerschutzes nicht zu hoch ausgewiesen werden.

Unter schwebenden Geschäften werden gegenseitig verpflichtende Verträge über Lieferungen und Leistungen verstanden, die rechtsverbindlich geschlossen, aber noch von keinem Vertragspartner erfüllt wurden. Bereits ein bindendes Angebot durch den Bilanzierenden ist ausreichend, wenn mit der Annahme gerechnet werden kann. Solange schwebende Geschäfte ausgeglichen sind, dürfen sie nicht bilanziert werden. Das entspricht dem sog. Realisationsprinzip. Schwebende Geschäfte werden in einmalige Leistungen und Dauerschuldverhältnisse unterschieden und können weiter unterteilt werden in Absatz- und Beschaffungsgeschäfte. Sie enden mit der Erfüllung der Sachleistung.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik der Drohverlustrückstellungen ein und erläutert die gesetzlichen Rahmenbedingungen sowie das Ziel der Arbeit im Kontext des HGB, IFRS und BilMoG.

2 Bilanzielle Behandlung drohender Verluste aus schwebenden Absatzgeschäft: Dieses Kapitel analysiert die spezifischen Anforderungen an die Rückstellungsbildung bei Absatzgeschäften unter den verschiedenen Rechnungslegungssystemen.

3 Bilanzielle Behandlung drohender Verluste aus schwebenden Beschaffungsgeschäften: Hier wird die Behandlung von Verlustrisiken bei Einkaufsvorgängen beleuchtet und zwischen bilanzierungsfähigen und nicht bilanzierungsfähigen Leistungen unterschieden.

4 Bilanzielle Behandlung drohender Verluste aus schwebenden Dauerschuldverhältnissen am Beispiel von Miet- und Pachtverträgen: Dieses Kapitel widmet sich der besonderen Problematik bei Dauerschuldverhältnissen, bei denen eine Restwertbetrachtung für die Rückstellungsbildung im Fokus steht.

5 Resümee und Ausblick: Das Kapitel fasst die Ergebnisse der Untersuchung zusammen und bewertet die Auswirkungen der geplanten BilMoG-Reformen auf die künftige Rechnungslegungspraxis.

6 Anhang: Der Anhang enthält ergänzende Grundsätze zur Zeitwertableitung bei verschiedenen Vermögensarten sowie Thesen zur Zusammenfassung der zentralen Erkenntnisse.

Schlüsselwörter

Drohverlustrückstellungen, HGB, IFRS, BilMoG, Schwebende Geschäfte, Absatzgeschäfte, Beschaffungsgeschäfte, Dauerschuldverhältnisse, Realisationsprinzip, Imparitätsprinzip, Erfüllungsbetrag, Abzinsungspflicht, Bilanzrecht, Rückstellungsbildung, Wirtschaftliche Vorteile

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den Vorschriften und Methoden zur Bildung von Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften unter HGB, IFRS und dem geplanten BilMoG.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die Schwerpunkte liegen auf der bilanziellen Behandlung von Absatz-, Beschaffungs- und Dauerschuldverhältnissen im Kontext der nationalen und internationalen Rechnungslegung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist die systematische Darstellung und der Vergleich der Bilanzierungspraxis für Drohverlustrückstellungen, insbesondere im Hinblick auf die Annäherung des HGB an internationale Standards.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Es handelt sich um eine deskriptive und analytische Arbeit, die auf Literaturrecherche und dem Vergleich geltender sowie geplanter gesetzlicher Bilanzierungsvorschriften basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Untersuchung der drei genannten Geschäftstypen sowie deren Behandlung nach HGB, IFRS und den Änderungen durch das BilMoG.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Drohverlustrückstellungen, Bilanzrechtsmodernisierung, Imparitätsprinzip und Rechnungslegungsstandards definiert.

Wie unterscheidet sich die Bewertung bei Absatzgeschäften im HGB und IFRS?

Die Arbeit stellt dar, dass trotz vieler Gemeinsamkeiten Unterschiede in der Bewertung, insbesondere bei der Abzinsung von Rückstellungen und dem Umgang mit langfristigen Verpflichtungen, bestehen.

Warum sind Drohverlustrückstellungen bei Dauerschuldverhältnissen problematisch?

Die Problematik liegt darin, dass für zukünftige Leistungen oft kein klarer wirtschaftlicher Wert der Gegenleistung ermittelbar ist, was die Rückstellungsbildung rechtlich und rechnerisch komplex macht.

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Details

Title
Ermittlung und Bilanzierung drohender Verluste aus schwebenden Geschäften nach HGB, IFRS und BilMoG (Regierungsentwurf)
College
University of Rostock  (Lehrstuhl für ABWL: Unternehmensrechnung und Controlling)
Course
Seminar
Grade
2,1
Author
Sylvia von Pich Lipinski (Author)
Publication Year
2008
Pages
18
Catalog Number
V123121
ISBN (eBook)
9783640275335
ISBN (Book)
9783640275373
Language
German
Tags
Ermittlung Bilanzierung Verluste Geschäften IFRS BilMoG Seminar
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sylvia von Pich Lipinski (Author), 2008, Ermittlung und Bilanzierung drohender Verluste aus schwebenden Geschäften nach HGB, IFRS und BilMoG (Regierungsentwurf), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/123121
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