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Abweichendes Verhalten nach Kai T. Erikson

Título: Abweichendes Verhalten nach Kai T. Erikson

Trabajo Escrito , 2008 , 8 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Anonym (Autor)

Sociología - Derecho y Delincuencia
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In dieser Arbeit werde ich mich mit der Schrift Kai T. Eriksons zu abweichendem Verhalten befassen. Seine Verweise auf andere Theorien abweichenden Verhaltens werde ich zum Anlass nehmen, diese genauer zu erläutern und mit anderen Ansätzen zu vergleichen. Zudem werde ich die Schnittmengen der Autoren zu anderen Themen, besonders das des Wandels, mit den Ansichten anderer Autoren ergänzen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Abweichendes Verhalten: Erläuterungen verschiedener Theorien

2.1 Abweichendes Verhalten im Wandel

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Das Hauptziel dieser Arbeit ist die Untersuchung des Phänomens abweichenden Verhaltens auf Basis der theoretischen Ausführungen von Kai T. Erikson. Dabei wird analysiert, inwiefern abweichendes Verhalten eine soziale Funktion erfüllt, wie gesellschaftliche Normen und Sanktionen wirken und welche Bedeutung der Wandel von Werten und sozialen Strukturen für die Definition von Abweichung hat.

  • Soziologische Betrachtung von abweichendem Verhalten
  • Funktionalität von Abweichung für den sozialen Zusammenhalt
  • Die Rolle von Sanktionen und gesellschaftlichen Normen
  • Einfluss des Wertewandels auf die Wahrnehmung von Abweichung
  • Theoretische Perspektiven von Erikson, Becker, Durkheim und Simmel

Auszug aus dem Buch

Abweichendes Verhalten: Erläuterungen verschiedener Theorien

Erikson wirft zunächst die Frage auf, ob „abweichende Verhaltensweisen ein normaler und sogar nützlicher Bestandteil des sozialen Lebens sind“ (Erikson 1978: 15). Ein Grund, warum abweichendes Verhalten sinnvoll sein könnte, ist „die Erregung, die das Verbrechen hervorruft, (sie) beschleunigt das Tempo der Interaktion in der Gruppe und schafft ein Klima, in dem die privaten Empfindungen vieler Einzelpersonen zu einem gemeinsamen Moralgefühl verschmelzen“ (Erikson 1978: 14). Man kann also sagen, dass durch eine gemeinsame Empörung über den Abweichler ein Wir-Gefühl geschaffen wird, das zudem der tieferen Verankerung der Normen dient. Er erklärt weiter, „daß Konfrontationen zwischen Abweichlern und Kontrollagenten immer viel Aufmerksamkeit auf sich gezogen haben“ (Erikson 1978: 21). Dies ist im Hinblick auf den oben genannten Aspekts des Wir-Gefühls logisch. Je größer die Gruppe, die diese Konfrontation beobachtet, desto größer ist auch das Gemeinschaftsgefühl und damit die Sicherheit der Zuschauer, aus der richtigen Seite zu stehen, wenn sie das Verhalten verurteilen.

Weiter geht Erikson auf die unter anderem von Howard S. Becker bekannte Definition abweichendes Verhalten ein: Becker deutet abweichendes Verhalten als „Verhalten, das Menschen so bezeichnen“ (Becker 1981: 8). Becker führt aus, „daß abweichendes Verhalten nicht einfach eine Qualität ist, die bei einigen Verhaltensweisen vorkommt, bei anderen nicht. Es ist vielmehr das Produkt eines Prozesses, der die Reaktionen anderer Menschen auf das Verhalten mit einschließt“ (Becker 1981: 12). Hier lässt sich erahnen, dass Mitglieder bestimmter Gruppen häufiger als Abweichler betitelt werden als andere. Diese Annahme wird durch die Feststellung bestätigt, „daß nichtaufgedeckte Verbrechen unter völlig ‚ehrbaren‘ Mitgliedern der Gesellschaft nichts Besonderes sind“ (Merton 1968: 295). Becker stellt außerdem fest, dass die oberen Schichten meist die Regeln für die unteren Schichten aufstellten (1981).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Auseinandersetzung mit Kai T. Eriksons Schrift über abweichendes Verhalten ein und skizziert das Ziel, dessen Theorien mit anderen soziologischen Ansätzen zu vergleichen.

2 Abweichendes Verhalten: Erläuterungen verschiedener Theorien: Dieses Kapitel diskutiert die soziale Funktionalität abweichenden Verhaltens, die Definition durch gesellschaftliche Prozesse sowie die Auswirkungen von Sanktionen und Normen auf das Individuum.

2.1 Abweichendes Verhalten im Wandel: Dieser Abschnitt untersucht, wie sich Richtlinien für abweichendes Verhalten durch gesellschaftliche Transformationsprozesse, Wertewandel und Pluralisierung verändern.

Schlüsselwörter

Abweichendes Verhalten, Soziologie, Kai T. Erikson, Howard S. Becker, soziale Normen, Sanktionen, Wertewandel, Gruppenzugehörigkeit, Wir-Gefühl, organische Solidarität, mechanische Solidarität, Konformität, Gemeinschaft, Gesellschaft, Sozialstruktur.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der soziologischen Analyse abweichenden Verhaltens, basierend auf den Thesen von Kai T. Erikson und weiteren theoretischen Ansätzen.

Welches sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die soziale Funktion von Abweichung, der Einfluss von Sanktionen und die Dynamik gesellschaftlicher Normen im Kontext eines fortlaufenden Wandels.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, Eriksons Perspektive auf abweichendes Verhalten mit anderen Autoren zu vergleichen und zu verdeutlichen, wie Abweichung zur Identitätsbildung und Grenzziehung in Gruppen beiträgt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Literaturarbeit, die verschiedene soziologische Ansätze und Schriften miteinander vergleicht und synthetisiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil wird analysiert, warum abweichendes Verhalten eine normale gesellschaftliche Erscheinung ist, wie es durch soziale Prozesse definiert wird und warum sich die Bewertung von Verhalten im Zeitverlauf ändert.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie soziale Normen, Abweichung, Sanktionierung, Wertewandel, Gemeinschaft und soziale Identität charakterisiert.

Welche Rolle spielt die „gemeinsame Empörung“ für das Wir-Gefühl?

Die Empörung über einen Abweichler fungiert als Mechanismus, der die Mitglieder einer Gruppe zusammenschweißt, die Normen bestätigt und ein Gemeinschaftsgefühl erzeugt.

Inwiefern beeinflusst die moderne Pluralität das abweichende Verhalten?

In einer pluralistischen Gesellschaft verlieren Normen ihre klare Orientierungsfunktion, was dazu führt, dass individuelles Handeln häufiger als abweichend wahrgenommen wird, da klare Vorgaben fehlen.

Warum können Sanktionen ihre Wirkung verlieren?

Sanktionen verlieren ihre Wirkung, wenn sie zu oft angewandt werden oder wenn ihre Bedeutung für das Individuum durch Gewöhnung oder Entwertung verloren geht.

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Detalles

Título
Abweichendes Verhalten nach Kai T. Erikson
Universidad
University of Kassel
Curso
Einführung in das Kasseler Profil
Calificación
1,0
Autor
Anonym (Autor)
Año de publicación
2008
Páginas
8
No. de catálogo
V123128
ISBN (Ebook)
9783640275809
ISBN (Libro)
9783656744917
Idioma
Alemán
Etiqueta
Abweichendes Verhalten Einführung Kasseler Profil
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Anonym (Autor), 2008, Abweichendes Verhalten nach Kai T. Erikson, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/123128
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