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Management von Reputationsrisiken in Banken

Risikomanagement

Title: Management von Reputationsrisiken in Banken

Seminar Paper , 2008 , 36 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Christian Berninger (Author)

Business economics - Business Management, Corporate Governance
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Summary Excerpt Details

Die vorliegende Seminararbeit behandelt das Thema
Reputationsrisikomanagement (RRM) in Kreditinstituten. Besondere Aktualität
gewinnt der Aspekt der Reputation im Risikomanagement der Banken vor allem
hinsichtlich der bis dato andauernden Finanzkrise1. Fraglich erscheint jedoch,
inwieweit in Banken bereits ein effektives Reputationsrisikomanagement
implementiert ist, da schlecht bzw. nicht quantifizierbare Risiken, wie z.B.
Reputationsrisiken im Gegensatz zu operationellen Risiken nicht der
aufsichtsrechtlichen Eigenkapitalunterlegung unterliegen. Dennoch sollten
insbesondere für börsennotierte Kreditinstitute insofern Anreize dazu bestehen ein
angemessenes Reputationsrisikomanagement zu entwickeln, dass die Reputation
ein wesentlicher immaterieller Bestandteil des Marktwertes bzw. Treiber der
Marktkapitalisierung ist2.
Ziel der Arbeit ist es, zunächst eine geeignete Definition für Reputation und eine
Abgrenzung von Reputationsrisiken zu finden und darauf aufbauend
bankspezifische Aspekte der Reputationsrisiken darzustellen.
Teil 3.1 gibt einen umfassenden Überblick über die klassischen Stufen des
Risikomanagements wie Risikoidentifikation, -Messung, -Controlling, etc. und
bezieht neuere komplementäre Konzepte zur Verknüpfung der Reputationsrisiken
mit anderen Unternehmenszielen in die Ausführungen mit ein. Teil 3.2 ist der
Behandlung von Reputationsrisiken in der Bankpraxis gewidmet und schließt mit
einer kurzen Analyse des externen Reportings ausgewählter deutscher Banken
zum Thema Best-Practice-Ansätze im Reputationsrisikomanagement ab.
Der letzte Teil fasst die Ergebnisse und identifizierten Problemfelder zusammen
und versucht einen kurzen Ausblick zur Weiterentwicklung des
Reputationsrisikomanagements in Banken zu skizzieren.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Definition und Abgrenzung der Begrifflichkeiten

2.1 Corporate Reputation

2.2 Das Reputationsrisiko und andere Risikokategorien

2.3 Quellen bankspezifischer Reputationsrisiken

2.4 Bedeutung von Reputationsrisiken für Kreditinstitute

3 Management von Reputationsrisiken

3.1 Synopse von Konzepten zum Management von Reputationsrisiken in Kreditinstituten

3.1.1 Identifikation von Reputationsrisiken

3.1.2 Messung und Bewertung von Reputationsrisiken

3.1.3 Controlling von Reputationsrisiken

3.2 Behandlung von Reputationsrisiken in der Bankpraxis

3.2.1 Deutsche Bank – Compliance

3.2.2 Dresdner Bank – Votierungsverfahren: Reputationsrisiken und CSR

3.2.3 Best Practices des Reputationsrisikomanagements in Banken

4 Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Management von Reputationsrisiken in Kreditinstituten. Das primäre Ziel ist es, den Stellenwert von Reputation als immateriellen Vermögenswert zu definieren, die Herausforderungen bei der Messung und Steuerung dieser Risiken aufzuzeigen und aktuelle Best-Practice-Ansätze führender Banken zu analysieren, um so Ansätze für ein effektives, integriertes Reputationsrisikomanagement abzuleiten.

  • Grundlagen und Definition der Corporate Reputation
  • Methoden der Risikoidentifikation, -messung und -steuerung
  • Implementierung von Compliance und CSR-Strategien
  • Best Practices im Risikomanagement deutscher Kreditinstitute

Auszug aus dem Buch

3.1.2 Messung und Bewertung von Reputationsrisiken

Eine Messung der inhärenten Reputationsrisiken kann anhand der non-medialen Kernrisikoindikatoren (KRI) und der medialen Wahrnehmungen erfolgen. Die Effekte non-medialer KRIs können empirisch mittels klassischer Regressionsverfahren ermittelt und quantifiziert werden. Ein weiteres empirisches Instrument ist die Messung der Sensitivität der Marktkapitalisierung (Aktienkurs) auf Veränderungen des Reputationsquotienten bzw. Reputationswertes.

In dem ex-post Verfahren Ereignisstudie dagegen, werden die indirekten Effekte reputationsrelevanter Ereignisse, in Form sogenannter «(cumulative) abnormal returns» von den direkten Kosten wie z.B. Gerichtsverfahren abgegrenzt und quantifiziert. Um die Risiken umfassend bewerten zu können eignen sich für quantitative Treiber u.a. Szenarioanalysen mit Value-at-Risk (VaR) - Kennzahlen und für qualitative Faktoren die zuvor erwähnten SAs.

Szenarioanalysen beinhalten historische (falls eine ausreichende Datenbasis existiert) sowie Monte-Carlo Simulationen, unterschätzen jedoch tendenziell die Reputationsverluste aufgrund der tatsächlich unsymmetrischen Verteilung (fat tails) der Ereignisse im Widerspruch zur Normalverteilungsannahme des Standard-VaR-Ansatzes. Daher kann die Quantifizierung und Bewertung der SAs durch die Definition von Konfidenzbändern komplementär und zielführender sein, da darauf aufbauend eine Priorisierung von Risiken und eine Ableitung von konkreten Handlungsfeldern und -maßnahmen erfolgen kann.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz des Reputationsrisikomanagements für Banken ein und erläutert die Zielsetzung sowie die methodische Vorgehensweise der Arbeit.

2 Definition und Abgrenzung der Begrifflichkeiten: In diesem Kapitel werden der Begriff der Corporate Reputation definiert und das Reputationsrisiko gegenüber anderen Risikokategorien sowie als Folgerisiko abgegrenzt.

3 Management von Reputationsrisiken: Dieser Hauptteil beleuchtet Methoden zur Identifikation, Messung und Steuerung von Reputationsrisiken und untersucht konkrete Best-Practice-Ansätze bei verschiedenen deutschen Banken.

4 Zusammenfassung: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und bewertet den aktuellen Handlungsbedarf sowie die Notwendigkeit einer regulatorischen Weiterentwicklung.

Schlüsselwörter

Reputationsrisikomanagement, Kreditinstitute, Corporate Reputation, Basel II, Risikoidentifikation, Risikomessung, Compliance, Corporate Social Responsibility, CSR, Best Practices, operative Risiken, Risikosteuerung, Marktkapitalisierung, Issue-Management, Bankenaufsicht.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Seminararbeit?

Die Arbeit analysiert den Umgang mit Reputationsrisiken in Kreditinstituten, insbesondere vor dem Hintergrund, dass diese Risiken zwar immens wichtig für den Marktwert sind, aber oft schwer quantifizierbar bleiben.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Arbeit konzentriert sich auf die Definition von Reputation, die Identifikation von Risikotreibern, die Messung durch verschiedene Instrumente sowie die organisatorische Einbettung in das Risikomanagement.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, einen Überblick über den aktuellen Stand des Reputationsrisikomanagements zu geben und durch die Analyse von Bankpraktiken Handlungsempfehlungen sowie Best Practices zu identifizieren.

Welche Methoden werden für das Management vorgeschlagen?

Es werden klassische quantitative Methoden wie Indikator-Modelle oder Value-at-Risk-Kennzahlen sowie qualitative Ansätze wie Self-Assessments und Reputationsworkshops diskutiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Synopse von Managementkonzepten und eine Praxisanalyse, in der untersucht wird, wie Institute wie die Deutsche Bank oder Dresdner Bank Compliance und CSR zur Steuerung nutzen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Reputationsrisikomanagement (RRM), Compliance, Corporate Social Responsibility (CSR), Risikokategorien und Best-Practice-Ansätze.

Wie unterscheiden sich die Best-Practice-Ansätze der untersuchten Banken?

Die Analyse zeigt ein heterogenes Bild: Während die Deutsche Bank und die Dresdner Bank das Reputationsmanagement tief in das ERM und die Governance integriert haben, weist die Postbank im Vergleich dazu noch einen deutlich höheren Implementierungsbedarf auf.

Warum ist das Reputationsrisikomanagement für Banken heute so wichtig?

Da Reputation ein wesentlicher Treiber der Marktkapitalisierung ist und Fehlentwicklungen – wie in der Finanzkrise zu sehen – massive negative Auswirkungen auf die Refinanzierung und den Unternehmenswert haben können.

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Details

Title
Management von Reputationsrisiken in Banken
Subtitle
Risikomanagement
College
University of Bayreuth
Course
Risikomanagement in Banken
Grade
1,7
Author
Christian Berninger (Author)
Publication Year
2008
Pages
36
Catalog Number
V123136
ISBN (eBook)
9783640276059
ISBN (Book)
9783640276271
Language
German
Tags
Reputationsrisiken Risikomanagement in Banken Best Practices Compliance Eskalationsverfahren Werttreiber Reputation Marktwert Reputation
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christian Berninger (Author), 2008, Management von Reputationsrisiken in Banken, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/123136
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