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Die Investitionsstandorte Ungarn und Rumänien im Vergleich

Eine Analyse der Direktinvestitionstätigkeit internationaler Unternehmen

Title: Die Investitionsstandorte Ungarn und Rumänien im Vergleich

Diploma Thesis , 2006 , 112 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Diplom-Kaufmann Robert Sebastian Kovacs (Author)

Business economics - Investment and Finance
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Summary Excerpt Details

Die Bedeutung von ausländischen Direktinvestitionen (FDI) in der globalen Wirtschaftsentwicklung und -integration ist seit den 1990er Jahren stark gestiegen. Als wichtige treibende Kräfte für diese Entwicklung können der weltweite Trend zur Liberalisierung, Deregulierung und Privatisierung, die Zunahme des Wettbewerbs zwischen Ländern als Wirtschaftsstandorte sowie die Intensivierung des Wettbewerbs zwischen Unternehmen identifiziert werden. Dabei stellen insbesondere die Staaten Mittel- und Osteuropas (MOE) attraktive Zielländer für FDI dar. Beispielsweise hatten Expertenmeinungen zufolge Ende des Jahres 2004 bereits 44% aller deutschen Unternehmen Betriebsteile nach Osteuropa verlagert. Immer mehr internationale Unternehmen gründen Tochterunternehmen oder Zweigniederlassungen bzw. akquirieren andere Unternehmen in dieser Region. Der Bedeutungszuwachs der MOE-Region kann zum einen auf die Öffnung der Länder nach dem Fall des Eisernen Vorhangs, zum anderen auf die Erweiterung des Binnenmarktes in der Europäischen Union sowie anderer Wirtschaftsgemeinschaften zurückgeführt werden. Am 1. Mai 2004 wurde die Europäische Union um zehn Staaten erweitert, am 1. Januar 2007 werden mit Bulgarien und Rumänien höchstwahrscheinlich zwei weitere Länder aus der mittel- und osteuropäischen Region hinzukommen. Während Ungarn mitunter als Reformvorreiter unter den Ländern Mittel- und Osteuropas angesehen werden kann und schon früh erste Direktinvestitionszuflüsse verzeichnen konnte, galt Rumänien lange Zeit als Nachzügler unter den Transformationsstaaten. Vor diesem Hintergrund besteht das Hauptziel der nachfolgenden Arbeit darin, die beiden Investitionsstandorte Ungarn und Rumänien hinsichtlich ihrer Ausgangsbedingungen, Transformationsprozesse sowie aktuellen ökonomischen, politisch-rechtlichen und sozio-kulturellen Standortfaktoren zu vergleichen und ihre Auswirkungen auf die Entwicklung der Direktinvestitionstätigkeit internationaler Unternehmen zu untersuchen. Im Rahmen einer Analyse der aktuellen und zukünftigen Chancen und Risiken von Direktinvestitionen sollen dabei Potenziale, aber auch Barrieren aufgezeigt werden, die internationale Unternehmen bei einer Direktinvestition in dieser Region in ihre Überlegungen einbeziehen sollten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 PROBLEMSTELLUNG UND ZIELE DER ARBEIT

1.2 GANG DER UNTERSUCHUNG

2 Theoretische Grundlagen

2.1 DER DIREKTINVESTITIONSBEGRIFF

2.2 EINORDNUNG IN DAS KLASSIFIZIERUNGSKONZEPT VON AUSLANDSAKTIVITÄTEN

2.3 FORMEN DER DIREKTINVESTITIONSTÄTIGKEIT IM AUSLAND

2.4 BETRACHTUNGSEBENEN FÜR DIREKTINVESTITIONEN

2.5 DIE THEORIE DER DIREKTINVESTITION

2.5.1 Die Klassische Kapital-Theorie

2.5.2 Die Theorie des monopolistischen Vorteils nach Hymer/Kindleberger

2.5.3 Die Theorie der oligopolistischen Reaktion nach Knickerbocker

2.5.4 Die Produktlebenszyklus-Theorie nach Vernon

2.5.5 Die Behavioristische Theorie nach Aharoni

2.5.6 Der Handelschrankenansatz

2.5.7 Die Standort-Theorie

2.5.8 Das Eklektische Paradigma von Dunning

3 Der ungarische und rumänische Transformationsprozess

3.1 GRUNDZÜGE DER TRANSFORMATIONSTHEORIE

3.2 UNGARN UND RUMÄNIEN VOR DEM SYSTEMWECHSEL

3.3 POSTSOZIALISTISCHER TRANSFORMATIONSPROZESS UND AKTUELLER REFORMSTAND

4 Die Standorte Ungarn und Rumänien im Vergleich

4.1 GEOGRAPHISCHE LAGE

4.2 BEVÖLKERUNG UND HUMANKAPITAL

4.3 MAKROÖKONOMISCHE INDIKATOREN

4.3.1 Bruttoinlandsprodukt

4.3.2 Geldpolitik: Inflation, Leitzins und Wechselkurs

4.3.3 Arbeitslosenquote

4.3.4 Fiskalpolitik: Staatshaushalt und Staatsverschuldung

4.3.5 Außenwirtschaft: Handelsbilanz, Leistungsbilanz und Auslandsverschuldung

4.4 POLITISCHE SITUATION

4.5 SOZIO-KULTURELLE ASPEKTE

4.5.1 Kulturdimensionen nach Hofstede

4.6 NATÜRLICHE RESSOURCEN

4.7 RECHTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN FÜR INVESTITIONEN

4.7.1 Steuerrecht und steuerliche Investitionsanreize

4.7.2 Arbeitsrecht

4.7.3 Grundzüge des Gesellschaftsrechts

5 Ausländische Direktinvestitionen in Ungarn und Rumänien

5.1 ENTWICKLUNG UND STRUKTUR DER DIREKTINVESTITIONEN

5.1.1 Postsozialistische Entwicklung der Direktinvestitionsaktivitäten

5.1.2 Direktinvestitionsbestände nach Sektoren und Ursprungsländern

5.2 CHANCEN UND RISIKEN DER DIREKTINVESTITIONSTÄTIGKEIT

5.2.1 Chancen der Direktinvestitionstätigkeit in Ungarn

5.2.2 Risiken der Direktinvestitionstätigkeit in Ungarn

5.2.3 Chancen der Direktinvestitionstätigkeit in Rumänien

5.2.4 Risiken der Direktinvestitionstätigkeit in Rumänien

5.3 EXPERTENMEINUNGEN ZUR ATTRAKTIVITÄT DER INVESTITIONSSTANDORTE

5.3.1 Der FDI Confidence Index

5.3.2 Konjunkturbericht Mittel- und Osteuropa 2006

6 Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Diplomarbeit vergleicht die Investitionsstandorte Ungarn und Rumänien, um die Auswirkungen unterschiedlicher Rahmenbedingungen auf die Direktinvestitionstätigkeit internationaler Unternehmen zu analysieren. Dabei steht die Frage im Vordergrund, wie die Ausgangslage, der Transformationsprozess sowie aktuelle ökonomische und politische Faktoren die Attraktivität der beiden Länder als Ziel für ausländische Direktinvestitionen beeinflussen.

  • Vergleichende Analyse der Transformationsprozesse von der Plan- zur Marktwirtschaft
  • Untersuchung von Standortfaktoren wie Humankapital, Infrastruktur und Rechtsrahmen
  • Evaluierung der Entwicklung ausländischer Direktinvestitionen seit dem Systemwechsel
  • Identifikation spezifischer Chancen und Risiken für ausländische Investoren
  • Gegenüberstellung von Expertenmeinungen zur Attraktivität der Standorte

Auszug aus dem Buch

2.1 Der Direktinvestitionsbegriff

Der Ausdruck „direct foreign investment“ tauchte in der angelsächsischen Literatur bereits 1914 im wegbereitenden Werk von Hobson auf. Dieser definierte den alternativ zu Direktinvestitionen verwendeten Begriff „Auslandsinvestition“ wie folgt:

„...we may say that foreign investments consist of that part of a country and its inhabitants, situated abroad, from which its owners expect to derive income.”

Während bei Hobson also das Ertragsmotiv im Vordergrund stand, wurde das Kontrollmotiv ebenfalls recht früh in den amerikanischen Statistiken des „Department of Commerce“ angesprochen. In diesen werden Direktinvestitionen definiert als

„...the foreign security holdings of United States industrial and commercial corporations which, in so fart hey possess a majority interest thereby exert control over foreign subsidiaries.”

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz ausländischer Direktinvestitionen (FDI) in Mittel- und Osteuropa ein und definiert das Ziel der Arbeit, die Standorte Ungarn und Rumänien vergleichend zu untersuchen.

2 Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel erarbeitet allgemeine Theorien zu Direktinvestitionen, definiert FDI, grenzt sie von anderen Markteintrittsformen ab und erläutert verschiedene Erklärungsansätze für Investitionsentscheidungen.

3 Der ungarische und rumänische Transformationsprozess: Der Abschnitt beleuchtet die unterschiedliche Ausgangslage beider Länder vor dem Systemwechsel sowie die anschließende Transformationsgeschichte, die Ungarn als Reformvorreiter und Rumänien als Nachzügler positioniert.

4 Die Standorte Ungarn und Rumänien im Vergleich: Eine detaillierte Standortanalyse vergleicht geographische Lage, Bevölkerungsstruktur, makroökonomische Indikatoren, politische Situation sowie rechtliche und soziokulturelle Rahmenbedingungen.

5 Ausländische Direktinvestitionen in Ungarn und Rumänien: Dieses Kapitel analysiert die Entwicklung, Struktur, Chancen und Risiken ausländischer Direktinvestitionen in beiden Ländern und zieht Expertenmeinungen zur Attraktivität der Standorte hinzu.

6 Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Ergebnisse, die den Wandel der Attraktivität Ungarns und Rumäniens im Zeitverlauf bewertet und Empfehlungen für weiterführende Analysen gibt.

Schlüsselwörter

Direktinvestitionen, FDI, Ungarn, Rumänien, Transformation, Standortanalyse, Markteintritt, Transformationsprozess, Investitionsklima, Wirtschaftswachstum, Standortvorteile, Reformprozess, Wettbewerbsfähigkeit, Osteuropa, Unternehmensstrategie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Diplomarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit einem detaillierten Vergleich der Investitionsstandorte Ungarn und Rumänien, insbesondere im Hinblick auf die Aktivitäten internationaler Unternehmen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Felder umfassen die theoretischen Hintergründe von Direktinvestitionen, den systemischen Transformationsprozess beider Länder, eine umfassende Standortanalyse sowie die Bewertung der FDI-Dynamik.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Hauptziel ist es, die Investitionsstandorte Ungarn und Rumänien hinsichtlich ihrer Ausgangsbedingungen, ihrer Transformationspfade und ihrer aktuellen ökonomisch-politischen Situation zu vergleichen, um Potenziale und Barrieren für Investoren aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Die Arbeit basiert auf einer vergleichenden Analyse unter Einbeziehung ökonomischer Kennzahlen, theoretischer Modelle der Internationalisierung sowie empirischer Expertenmeinungen und Berichte internationaler Institutionen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung, die Aufarbeitung der Transformationsgeschichte, eine detaillierte Standortanalyse und die Untersuchung ausländischer Direktinvestitionen inklusive Chancen- und Risikoabwägung.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Begriffe wie Transformationsprozess, FDI, Wettbewerbsfähigkeit, Standortattraktivität sowie die länderspezifische Analyse von Wirtschaftsindikatoren stehen im Mittelpunkt.

Warum unterscheidet sich die Transformationsgeschichte von Ungarn und Rumänien so deutlich?

Ungarn begann bereits in den 1960er Jahren mit marktwirtschaftlichen Reformen, während Rumänien unter einer autoritären Diktatur und Isolationspolitik litt, was zu einer deutlich schwierigeren Ausgangslage nach 1989 führte.

Welche Bedeutung kommt der Korruption bei der Bewertung Rumäniens zu?

Die Korruption wird als eines der größten Risiken identifiziert, das Investitionsentscheidungen negativ beeinflussen kann und vom Autor als ein strukturelles Hindernis beschrieben wird, das auch die EU-Beitrittsverhandlungen belastete.

Wie hat sich die Attraktivität Ungarns im Zeitverlauf verändert?

Während Ungarn lange als Reformvorreiter galt, hat es laut Arbeit durch interne Probleme, wie das hohe Haushaltsdefizit und die Politik der letzten Jahre, an relativer Attraktivität eingebüßt, während Rumänien durch dynamisches Wachstum aufgeholt hat.

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Details

Title
Die Investitionsstandorte Ungarn und Rumänien im Vergleich
Subtitle
Eine Analyse der Direktinvestitionstätigkeit internationaler Unternehmen
College
University of Mannheim
Grade
1,3
Author
Diplom-Kaufmann Robert Sebastian Kovacs (Author)
Publication Year
2006
Pages
112
Catalog Number
V123316
ISBN (eBook)
9783640280599
ISBN (Book)
9783640283941
Language
German
Tags
Investitionsstandorte Ungarn Rumänien Vergleich
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Diplom-Kaufmann Robert Sebastian Kovacs (Author), 2006, Die Investitionsstandorte Ungarn und Rumänien im Vergleich, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/123316
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