Grin logo
de en es fr
Boutique
GRIN Website
Publier des textes, profitez du service complet
Aller à la page d’accueil de la boutique › Sociologie - Individu, Groupe, Société

Pflege von Familienangehörigen

Auswirkungen der Pflege von Familienangehörigen auf das Leben der Pflegenden unter Beachtung geschlechtsspezifischer Unterschiede

Titre: Pflege von Familienangehörigen

Dossier / Travail de Séminaire , 2009 , 17 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Christian Franke (Auteur)

Sociologie - Individu, Groupe, Société
Extrait & Résumé des informations   Lire l'ebook
Résumé Extrait Résumé des informations

Abseits von Altenheimen und Pflegeheimen findet die Pflege und Betreuung von
pflegebedürftigen Familienangehörigen vielfach zuhause statt. Das Pflegen von
Familienangehörigen ist eine Tätigkeit, die zumeist unendgeldlich erfolgt. Zwar gibt es von staatlicher Seite im Rahmen der Pflegeversicherung Zuschüsse, allerdings sind diese meist auf basale Tätigkeiten beschränkt und decken den notwendigen Bedarf kaum ab (Mayer 2006, 12).
Da die Wahrscheinlichkeit der Pflegebedürftigkeit mit zunehmendem Alter steigt, sind vor allem Haushalte mit älteren Personen betroffen. Vor dem Hintergrund steigender Lebenserwartung wird sich der proportionale Anteil der betroffenen Haushalte in Zukunft erhöhen. Nach Mayer (2006) wird besonders in den Jahren zwischen 2030 und 2050 die Anzahl unterstützungsbedürftiger Menschen ansteigen. Dies bedeutet, dass bei der Tendenz hin zu sinkender sozialer Absicherung durch den Staat immer mehr Pflegetätigkeiten durch Familienangehörige geleistet werden müssen. Die Pflege von Familienangehörigen wird zunehmend zu einem gesamtgesellschaftlichen Phänomen. Die Hauptlast liegt dabei im Moment bei den Frauen. Diese Verteilung wurde in Zeiten traditioneller Rollenzuschreibungen ohne Weiteres hingenommen und auch in jüngerer Zeit dadurch legitimiert, dass Männern die notwendige Pflegekompetenz abgesprochen wurde. Eine derartige Legitimation scheint aber durchaus fragwürdig zu sein. Neuere Forschungen zeigen, dass Männer nicht schlechter, sondern schlicht anders mit der Pflegeaufgabe umgehen (Russel 2001, 2007). Vor diesem Hintergrund wird im Folgenden das Thema ‚Pflege von Familienangehörigen’ unter besonderer Berücksichtigung geschlechtsspezifischer Unterschiede aufgearbeitet. Nach einem kurzen Überblick über die Pflegesituation in Deutschland, werden anhand quantitativer Studien neben der unterschiedlichen Aufgabenverteilung von Frauen und Männern im Pflegealltag, zunächst kulturelle und strukturelle Parameter vorgestellt, die einen Einfluss auf die Pflegeleistung haben. Daran anschließend werden Studien aufgegriffen, die sich mit den Auswirkungen der Pflegetätigkeit auf die Gesundheit der Pflegenden beschäftigen. Außerdem
wird in einem Exkurs die Situation von männlichen Pflegepersonen von an Demenz
erkrankten Partnerinnen kurz beleuchtet. Ein besonderes Augenmerk liegt hier auf einer spezifisch männlichen Herangehensweise. Grundlage dieses letzten Abschnittes sind qualitative Studien.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

I. Einführung

II. Pflege von Familienangehörigen

1. Die Pflegesituation in Deutschland

2. Übergreifende Einflussfaktoren auf die Pflegepersonen

2.1 Kulturelle Einflüsse

2.2 Geographische Faktoren

3. Pflegetätigkeit und deren Auswirkung auf die Pflegepersonen unter Betrachtung geschlechtsspezifischer Differenzen

3.1 Geschlechtsunterschiede bei den Pflegetätigkeiten

3.2 Geschlechtsspezifisch unterschiedliche Auswirkungen der Erbringung von Pflegeleistungen

3.3 Copingstrategien der Pflegepersonen

4. Fokus: Der männliche Umgang mit der Pflege von an Demenz erkrankten Partnern

4.1 Der männliche Umgang mit den Herausforderungen der Pflege

4.2 Copingstrategien der Männer

III. Diskussion

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Auswirkungen der häuslichen Pflege von Familienangehörigen auf die Pflegenden, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf der Analyse geschlechtsspezifischer Unterschiede in den Pflegetätigkeiten, den Belastungsfaktoren und den Copingstrategien liegt.

  • Statistischer Überblick zur Pflegesituation in Deutschland
  • Einfluss kultureller und geographischer Faktoren auf Pflegepersonen
  • Geschlechtsspezifische Divergenzen bei der Bewältigung von Pflegeaufgaben
  • Mentale Belastungen und psychische Auswirkungen der Pflegetätigkeit
  • Qualitativer Fokus auf die spezifisch männliche Herangehensweise bei der Demenzpflege

Auszug aus dem Buch

4. Fokus: Der männliche Umgang mit der Pflege von an Demenz erkrankten Partnerinnen

Wie bereits erwähnt, machen in Deutschland Männer knapp 27% der Pflegepersonen über 65 Jahre aus. Allerdings ist über deren Pflegeverhaltensweisen wenig bekannt, da sie in der Forschung bisher kaum beachtet wurden. Um einen Einblick in den männlichen Pflegealltag zu geben, werden im Folgenden die Ergebnisse zweier amerikanischer, qualitativer Studien aufbereitet. Inwieweit die Beobachtungen auch für Deutschland gelten, müssen Untersuchungen mit einem deutschen Sample noch zeigen.

4.1 Der männliche Umgang mit den Herausforderungen der Pflege

Russel (2001) identifizierte bei einer qualitativen Befragung von 14 Männern im Alter von 68-90 Jahren in den USA Verhaltensweisen im Umgang mit ihren pflegebedürftigen Partnerinnen, die er als spezifisch männlich bezeichnet. Männer offenbaren einen Pflegestil, der sich als eine Kombination aus Management und Pflege beschreiben lässt, was wie Russel berichtet, schon in älteren Studien belegt ist: „especially elderly husbands, utilize a model of caregiving that blends managment and nurturing“ (Russel 2001, 360). Männer delegieren beispielsweise schneller Aufgaben an externe Dienstleister, kreieren neue Szenarien für ihre Frauen bzw. passen die Realität an ihre Vorstellungen an, so dass sich die Frauen wohlfühlen. Überdies koordinieren sie die verschiedenen Hilfsleistungen. Diese Organisationsformen führen dazu, dass Männer mehr Zeit abseits der Pflege für sich gewinnen. Dieses effiziente Zeitmanagement hat zur Folge, dass sie nicht permanent mit der Pflege ihrer Gattin beschäftigt sind, was es ihnen ermöglicht, ein konstant hohes Pflege-Engagement aufrecht zu erhalten (Russel 2001).

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einführung: Diese Einleitung erläutert die zunehmende gesellschaftliche Relevanz der häuslichen Pflege und steckt den Rahmen für die Analyse geschlechtsspezifischer Unterschiede ab.

II. Pflege von Familienangehörigen: Dieses Hauptkapitel bietet eine fundierte Analyse der Pflegesituation, der Einflussfaktoren wie Kultur und Geographie sowie der gesundheitlichen und psychischen Auswirkungen der Pflege auf Männer und Frauen.

III. Diskussion: Das Kapitel reflektiert die Ergebnisse der Arbeit und betont die Notwendigkeit, stärker auf männliche Pflegeformen einzugehen, um die künftige Stabilität der häuslichen Versorgung zu sichern.

Schlüsselwörter

Häusliche Pflege, Familienangehörige, geschlechtsspezifische Unterschiede, Pflegestatistik, Caregiving, Demenz, Copingstrategien, psychische Belastung, Pflegemanagement, Rollenverständnis, informelle Pflege, Gender, Gesundheitszustand, Pflegedienstleistungen, soziale Unterstützung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die Auswirkungen der häuslichen Pflege von Familienangehörigen unter Berücksichtigung von geschlechtsspezifischen Unterschieden.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind die Pflegesituation in Deutschland, kulturelle und geographische Einflussfaktoren, sowie Unterschiede im Pflegeverhalten und bei psychischen Belastungen zwischen den Geschlechtern.

Welches primäre Ziel verfolgt der Autor?

Das Ziel ist es, ein besseres Verständnis für die Unterschiede im Pflegealltag von Männern und Frauen zu entwickeln, insbesondere im Hinblick auf Bewältigungsstrategien und Arbeitsweisen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, die sowohl quantitative Studien (zur Häufigkeit und Belastung) als auch qualitative Studien (zur männlichen Herangehensweise) einbezieht.

Was wird im Hauptteil der Untersuchung behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Pflegesituation, die Analyse von Einflussfaktoren, die Untersuchung geschlechtsspezifischer Auswirkungen auf die Gesundheit und einen Exkurs zur männlichen Demenzpflege.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Zu den prägenden Begriffen zählen häusliche Pflege, geschlechtsspezifische Unterschiede, Copingstrategien, Caregiving und Rollenverständnis.

Was ist das „männliche Pflegemodell“, das im Text beschrieben wird?

Männer nutzen häufig einen Pflegestil, der Pflege mit Management kombiniert, indem sie Aufgaben stärker delegieren und effizientes Zeitmanagement betreiben.

Warum wird die „weibliche“ Perspektive in der Forschung häufiger abgebildet?

Die Rekrutierung von männlichen Pflegepersonen für Studien ist deutlich schwieriger, weshalb die Forschungslage zu weiblichen Pflegepersonen quantitativ stärker dominiert.

Fin de l'extrait de 17 pages  - haut de page

Résumé des informations

Titre
Pflege von Familienangehörigen
Sous-titre
Auswirkungen der Pflege von Familienangehörigen auf das Leben der Pflegenden unter Beachtung geschlechtsspezifischer Unterschiede
Université
University of Mannheim  (Sozialwissenschaftliche Fakultät)
Cours
Qualitative und Quantitative Perspektiven der Alter(n)sforschung
Note
1,0
Auteur
Christian Franke (Auteur)
Année de publication
2009
Pages
17
N° de catalogue
V123353
ISBN (ebook)
9783640280834
ISBN (Livre)
9783640336623
Langue
allemand
mots-clé
Pflege Familienangehörigen Qualitative Quantitative Perspektiven Alter(n)sforschung
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Christian Franke (Auteur), 2009, Pflege von Familienangehörigen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/123353
Lire l'ebook
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
Extrait de  17  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Expédition
  • Contact
  • Prot. des données
  • CGV
  • Imprint