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Welche Form der Suchtprävention ist für die Hochrisikogruppe ´Kinder aus alkoholbelasteten Familien´ ziehlführend?

Titel: Welche Form der Suchtprävention ist für die Hochrisikogruppe ´Kinder aus alkoholbelasteten Familien´ ziehlführend?

Magisterarbeit , 2008 , 107 Seiten , Note: 1

Autor:in: Magistra Iris Adele Pedross (Autor:in)

Pädagogik - Sonstiges
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Kinder aus alkoholbelasteten Familien gelten als Hochrisikogruppe in Bezug
auf die Entwicklung einer Abhängigkeitserkrankung. Es besteht zudem ein
erhöhtes Risiko, eine psychische, soziale und/oder somatische Störung im
Kindes-, und Jugend- sowie im Erwachsenenalter zu entwickeln. Mit der Frage,
welche Unterstützung im Rahmen der Suchtprävention angemessen erscheint
bzw. für die Zielgruppe „Kinder und Jugendliche aus alkoholbelasteten
Familien“ am wirksamsten ist, beschäftigt sich die gegenständliche
Diplomarbeit. Mit Hilfe einer ExpertInnenbefragung bei MitarbeiterInnen einer
Fachstelle für Prävention- und Gesundheitsförderung wird beleuchtet, ob
generalpräventive Maßnahmen für die Risikogruppe ausreichend sind oder ob
es zielgenaue selektive Präventionsmaßnahmen benötigt. Mit der Darstellung
und Diskussion der Ergebnisse sollen Impulse für die suchtpräventive Arbeit mit
der Zielgruppe: „Kinder aus alkoholbelasteten Familien“ beigesteuert werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 EINFÜHRUNG

1.1 Forschungsinteresse und Einschränkung des Themenfeldes

1.2 Fragestellung

1.3 Forschungsverlauf

1.4 Gliederung der Arbeit

2 THEORETISCHER TEIL

2.1 Inhalte und Strategien der Suchtprävention

2.1.1 Definition Suchtprävention

2.1.2 Entwicklung der modernen Suchtprävention

2.1.3 Präventionstypen

2.1.4 Zielgruppe der Suchtprävention

2.1.5 Ziele der Suchtprävention

2.1.6 Ansätze und Strategien der modernen Suchtprävention

2.2 Suchtprävention für die Risikogruppe „Kinder aus alkoholbelasteten Familien“

2.2.1 „Encare“(European Network for Children Affected by Risky Environments)

2.2.2 Kurzbeschreibung des Forschungsprojekts: „Kinder aus suchtbelasteten Familien – Theorie und Praxis der Prävention“

2.2.3 MultiplikatorInnenschulung - Curriculum

2.2.4 Direkte Angebote für Kinder aus alkoholbelasteten Familien

2.3 Theoretisches Hintergrundwissen zum spezifischen Thema

2.3.1 Alkohol im Kontext Familie

2.3.2 Psychopathologische Auswirkungen der elterlichen Alkoholabhängigkeit

2.3.3 Transmission der Alkoholabhängigkeit

2.3.4 Resilienz

3 PRAKTISCHER TEIL

3.1 Grounded Theory

3.1.1 Kurz zur Grounded Theory

3.1.2 Vertiefung zur Grounded Theory

3.2 Datenerhebung

3.2.1 ExpertInneninterviews

3.2.2 Interviewleitfaden

3.2.3 Zugang zum Feld

3.2.4 Durchführung der Interviews

3.2.5 Transkription

3.3 Präzisierung der Fragestellungen

3.4 Datenauswertung - Anwendung der Grounded Theory

3.4.1 Kodieren

3.4.2 Eingrenzung der Zielsetzung

3.4.3 Theoretisches Sampling/Kontrastieren

3.4.4 Identifikation der zentralen Kernkategorie (selektives Kodieren)

3.4.5 Integration der Theorie

4 ZUSAMMENFASSUNG DER ERGEBNISSE

5 DARSTELLUNG DER ERGEBNISSE

5.1 Kategorie: Bewertung eines spezifischen Präventionsansatzes

5.1.1 Gefahr der Stigmatisierung

5.1.2 Berücksichtigung von Resilienzfaktoren

5.2 Kategorie: Erreichbarkeit der Zielgruppe durch ein direktes Angebot

5.2.1 Direktes generalpräventives Angebot

5.2.2 Direktes spezifisches Angebot bei gleichzeitiger therapeutischer Unterstützung der Eltern

5.3 Kategorie: Sinnhaftigkeit einer themen-spezifischen Fortbildung für MultiplikatorInnen

5.3.1 Sinnvoll - im Sinne von Sensibilisierungsarbeit jedoch bei gleichzeitiger Bedenken

5.3.2 Ein spezifisches Angebot wird als nicht sinnvoll erachtet

6 THEORETISCHES KONTRASTIEREN

7 INTERPRETATION UND DISKUSSION DER ERGEBNISSE

8 LITERATURVERZEICHNIS

Zielsetzung & Themen

Die Diplomarbeit untersucht, welche Formen der Suchtprävention für die Hochrisikogruppe „Kinder aus alkoholbelasteten Familien“ zielführend sind, indem sie theoretische Ansätze mit der Praxis von Experten einer Fachstelle für Prävention und Gesundheitsförderung vergleicht.

  • Analyse moderner Suchtpräventionsstrategien
  • Untersuchung von direkten vs. indirekten Präventionsangeboten
  • Diskussion von Resilienzfaktoren in suchtbelasteten Familiensystemen
  • Evaluation der Notwendigkeit spezifischer Fortbildungen für MultiplikatorInnen
  • Theoretisches Kontrastieren mittels Grounded Theory

Auszug aus dem Buch

2.3.1.5 Regeln

In einer suchtbelasteten Familie entwickeln sich über die Jahre unausgesprochene Familienregeln, welche dazu dienen die persönlichen Interessen des abhängigen Elternteils zu befriedigen. Diese Regeln werden, wie die soeben genannten Rollenmodelle, unbewusst durch Blicke und Gesten an die Familienmitglieder weitergegeben und von den Kindern sehr früh internalisiert. Häufig wirken diese Regeln noch bis ins Erwachsenenalter hinein und werden von den Betroffenen als deutlich belastend erlebt (vgl. Zobel 2006, S. 23f). Wegscheider (1988) und auch Zobel (2006) beschreiben für die Mitglieder einer suchtbelasteten Familie folgende Regeln:

Unausgesprochene Familienregeln in Suchtfamilien

„Das Wichtigste im Familienleben ist der Alkohol.

Der Alkohol ist nicht die Ursache von Problemen.

Der abhängige Elternteil ist nicht für seine Abhängigkeit verantwortlich, Schuld sind die anderen oder die Umstände.

Der Status quo muss unbedingt erhalten bleiben, koste es, was es wolle.

Jeder in der Familie ist ein „enabler“ (Zuhelfer).

Niemand darf darüber reden, was „wirklich“ los ist.

Niemand darf sagen, wie er sich wirklich fühlt.“ (Zobel 2006, S. 23)

Die häusliche Atmosphäre sowie die Stimmung innerhalb der Familie werden dadurch bestimmt, ob der Abhängige getrunken hat oder nicht. Die Familienmitglieder organisieren ihr Leben nach dem Trinkverhalten des Abhängigen, somit wird der Alkohol zum lebensbestimmenden Faktor innerhalb des familiären Systems. Gleichzeitig darf es jedoch das Problem Alkohol in der Familie „offiziell“ gar nicht geben und somit ist der Alkohol niemals die Ursache für ein Problem, sondern die Abhängigkeit wird entschuldigt durch ungünstige Gegebenheiten wie Stress am Arbeitsplatz, familiäre Streitigkeiten und dergleichen. Jedes einzelne Familienmitglied weiß sehr wohl, dass es in der Familie ein Alkoholproblem gibt, jedoch darf niemand darüber reden, da sich ansonsten die familiäre Situation noch mehr zuspitzen könnte. Diese Reaktion von Seiten der Familienmitglieder führt zum Beibehalten des Status quo.

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINFÜHRUNG: Die Einleitung definiert die Zielgruppe als Hochrisikogruppe, stellt das Forschungsinteresse sowie die zentrale Fragestellung vor und erläutert den qualitativen Forschungsverlauf mittels Grounded Theory.

2 THEORETISCHER TEIL: Dieses Kapitel vermittelt grundlegende Definitionen, Präventionstypen und Strategien der Suchtprävention, spezifiziert die Situation für betroffene Kinder und diskutiert psychologische Rollenmodelle, Regelsysteme sowie Resilienzfaktoren.

3 PRAKTISCHER TEIL: Hier wird der methodische Ansatz der Grounded Theory dargelegt, das Vorgehen bei der Datenerhebung durch Experteninterviews beschrieben und der Prozess der Datenauswertung sowie Kategorienbildung detailliert erläutert.

4 ZUSAMMENFASSUNG DER ERGEBNISSE: Dieser Abschnitt bietet einen kompakten Überblick über die zentralen Erkenntnisse bezüglich der Wirksamkeit von Präventionsansätzen und der Erreichbarkeit der Zielgruppe.

5 DARSTELLUNG DER ERGEBNISSE: Detaillierte Ausarbeitung der Interviewergebnisse, kategorisiert nach der Bewertung von Präventionsansätzen, der direkten Erreichbarkeit der Zielgruppe und der Sinnhaftigkeit von Fortbildungen.

6 THEORETISCHES KONTRASTIEREN: Die Ergebnisse aus den Experteninterviews werden hier den theoretischen Positionen und den „10 Eckpunkten“ der Fachliteratur gegenübergestellt, um Konsens und Diskrepanzen aufzuzeigen.

7 INTERPRETATION UND DISKUSSION DER ERGEBNISSE: Abschließende Reflexion der Kluft zwischen Theorie und Praxis, Diskussion der Ergebnisse unter Berücksichtigung verschiedener Settings und Implikationen für die zukünftige Arbeit.

8 LITERATURVERZEICHNIS: Umfassendes Verzeichnis der verwendeten Fachliteratur und Quellen.

Schlüsselwörter

Suchtprävention, Kinder aus alkoholbelasteten Familien, Suchtfamilie, Grounded Theory, Resilienz, Präventionsstrategien, Stigmatisierung, MultiplikatorInnen, Gesundheitsförderung, Psychopathologie, Transmission, Familienatmosphäre, ExpertInneninterviews, Kindeswohl, Risikofaktoren.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Diplomarbeit befasst sich mit der Frage, welche Suchtpräventionsmaßnahmen für Kinder, die in Familien mit einem Alkoholproblem aufwachsen, am wirksamsten und zielführend sind.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit fokussiert sich auf die Suchtprävention, den Umgang mit Kindern in alkoholbelasteten Familien, die Rolle von MultiplikatorInnen sowie die theoretische Fundierung mittels Resilienzforschung und Grounded Theory.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu untersuchen, ob generalpräventive Angebote für die Hochrisikogruppe der Kinder aus alkoholbelasteten Familien ausreichen oder ob spezifische, selektive Maßnahmen benötigt werden.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Autorin verwendete einen qualitativen Forschungsansatz basierend auf der „Grounded Theory“, wobei Experteninterviews mit Mitarbeitern einer Suchtpräventionsfachstelle geführt und ausgewertet wurden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt sowohl theoretische Grundlagen (z.B. Sucht- und Familienmodelle) als auch die empirischen Ergebnisse der Expertenbefragung sowie deren Kontrastierung mit aktueller Fachliteratur.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den Kernbegriffen gehören Suchtprävention, Resilienz, Stigmatisierung, Transmission von Sucht, Familienregeln und die Zielgruppe der Kinder aus alkoholbelasteten Familien.

Wie bewerten die befragten Experten ein direktes spezifisches Angebot?

Die Mehrheit der Experten steht direkten spezifischen Angeboten kritisch gegenüber, da sie eine Stigmatisierung der Kinder befürchten und den Fokus auf ressourcenorientierte, generalpräventive Ansätze legen.

Welche Rolle spielt die Resilienzforschung in der Argumentation der Autorin?

Die Resilienzforschung dient dazu, die Heterogenität der Zielgruppe zu unterstreichen und zu erklären, warum viele Kinder trotz widriger Umstände keine psychischen Störungen entwickeln, was gegen rein defizitorientierte Maßnahmen spricht.

Ende der Leseprobe aus 107 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Welche Form der Suchtprävention ist für die Hochrisikogruppe ´Kinder aus alkoholbelasteten Familien´ ziehlführend?
Hochschule
Universität Wien
Note
1
Autor
Magistra Iris Adele Pedross (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2008
Seiten
107
Katalognummer
V123421
ISBN (eBook)
9783640281213
ISBN (Buch)
9783640284214
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Welche Form Suchtprävention Hochrisikogruppe Familien´
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Magistra Iris Adele Pedross (Autor:in), 2008, Welche Form der Suchtprävention ist für die Hochrisikogruppe ´Kinder aus alkoholbelasteten Familien´ ziehlführend?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/123421
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Leseprobe aus  107  Seiten
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