Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Politics - History of Political Systems

Zur Kanzlerdemokratie Konrad Adenauers. Die Installation der Macht durch die Regierungstechnik

Title: Zur Kanzlerdemokratie Konrad Adenauers. Die Installation der Macht durch die Regierungstechnik

Seminar Paper , 1999 , 23 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Christian Schwießelmann (Author)

Politics - History of Political Systems
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Die Proseminararbeit schält den Begriff der Kanzlerdemokratie nach der Studie von Karlheinz Niclauß am Beispiel der Regierung Konrad Adenauers heraus. Dazu werden die allgemeinen Merkmale der Kanzlerdemokratie herausgearbeitet, die Erscheinung und Benutzung des Begriffs knapp problematisiert. Im Anschluss rückt das Typische der Adenauerschen Regierungsweise unter fünf verschiedenen machtpolitischen Gesichtspunkten in das Zentrum der Betrachtung. Die Arbeit wagt einen Ausblick auf die Regierung unter Bundeskanzler Schröder und fragt, inwieweit die Kennzeichen der Kanzlerdemokratie auch heute noch für die Regierungspraxis von Bedeutung sind.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriff der Kanzlerdemokratie im Umriß

3. Installation der Macht durch die Regierungstechnik

3.1 Adenauer im Kabinett

3.2 Koalitionspolitik

3.3 Führung der Regierungspartei

3.4 Ausgrenzung der Opposition

3.5 Außenpolitik als Prärogative des Kanzlers

4. Schlußbemerkung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert die Regierungstechnik von Konrad Adenauer und untersucht, wie er seine Machtposition als erster Bundeskanzler festigte und den Begriff der Kanzlerdemokratie maßgeblich prägte. Dabei wird insbesondere beleuchtet, wie Adenauer verfassungsrechtliche Spielräume nutzte, um eine dominante Führungsrolle im politischen System der Bundesrepublik zu etablieren.

  • Grundlagen und Definition der Kanzlerdemokratie
  • Die Rolle des Bundeskanzleramtes als Steuerungsinstrument
  • Koalitionspolitik und interne Machtdurchsetzung
  • Führung der Regierungspartei und Personalunion
  • Außenpolitik als Machtmittel und Prärogative des Kanzlers

Auszug aus dem Buch

3.1 Adenauer im Kabinett

Bereits genannt wurden die verfassungsrechtlichen Bestimmungen, insbesondere Artikel 65 GG, die den Bundeskanzler zur zentralen Figur im deutschen Regierungssystem machen. Demnach ist der Bundeskanzler der Chef der Bundesregierung, er bestimmt die Richtlinien der Politik und trägt dafür Verantwortung (Kanzlerprinzip), er nimmt die Ressortverteilung vor, er leitet das Kabinett nach der Geschäftsordnung der Bundesregierung bei Eigenverantwortung der Bundesminister innerhalb ihres Geschäftsbereiches (Ressortprinzip). Bei Meinungsverschiedenheiten zwischen den Bundesministern entscheidet die Bundesregierung (Kollegialprinzip). Bereits verdeutlicht wurde auch, daß zur Kennzeichnung der Kanzlerdemokratie die „Dominanz des Kanzlerprinzips“ gehört. Im Kabinett Adenauers dominierte zweifelsohne das Kanzlerprinzip.

Hinsichtlich der Regierungstechnik muß aber nach den Steuerungsmöglichkeiten Konrad Adenauers gefragt werden. Reichlich berühmt sind seine Kabinettsberichte, die den Ministern die Orientierung erleichtern sollten und denen die Politikwissenschaft eine „Informations- und Steuerungsfunktion“ beigemessen hat. Freilich fühlten sich die Bundesminister nicht immer gut informiert. Als wirksamste Steuereinrichtung jedoch erwies sich das Bundeskanzleramt. Überhaupt ist das Bundeskanzleramt als die wichtigste Schnittstelle der Regierung Adenauer zu betrachten, weil dort die Fäden des Handelns zusammenliefen. Im Gegensatz zur Kabinettsbildung, bei der schon früh Koalitionsinteressen das Vorschlags- bzw. Präsentationsrecht des Bundeskanzlers überlagerten, konnte das Bundeskanzleramt auf den Bedarf Adenauers zugeschnitten werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik der Kanzlerdemokratie unter Adenauer ein und erläutert die Zielsetzung der Arbeit, die Machtinstallation Adenauers durch Regierungstechnik nachzuvollziehen.

2. Begriff der Kanzlerdemokratie im Umriß: Dieses Kapitel problematisiert die Definition und den Geltungszeitraum der Kanzlerdemokratie und ordnet den Regierungstypus in den wissenschaftlichen Diskurs ein.

3. Installation der Macht durch die Regierungstechnik: Der Hauptteil beschreibt die verschiedenen Instrumente Adenauers, wie Kabinettsführung, Koalitionsstrategien und Parteimanagement, um seine Macht zu sichern.

3.1 Adenauer im Kabinett: Hier wird die Dominanz des Kanzlerprinzips und die Rolle des Bundeskanzleramtes als zentrale Steuerungseinheit detailliert analysiert.

3.2 Koalitionspolitik: Dieses Kapitel behandelt Adenauers Strategien zur Koalitionsbildung und seinen Umgang mit den kleineren Partnern, um Koalitionskrisen zu seinen Gunsten zu beeinflussen.

3.3 Führung der Regierungspartei: Der Fokus liegt hier auf der Personalunion von Bundeskanzler und Parteivorsitzendem sowie der Art und Weise, wie Adenauer die CDU als Kanzlerpartei formte.

3.4 Ausgrenzung der Opposition: Dieses Kapitel untersucht die Polarisierung der Politik durch Adenauer und seinen Umgang mit der SPD als Gegenspieler.

3.5 Außenpolitik als Prärogative des Kanzlers: Es wird dargelegt, warum die Außenpolitik eine zentrale Machtstellung für Adenauer einnahm und wie er diese zur Durchsetzung seiner Ziele nutzte.

4. Schlußbemerkung: Die Zusammenfassung reflektiert die Stärke der Adenauerschen Regierungsweise und stellt einen Ausblick auf die Bedeutung der Kanzlerdemokratie für seine Nachfolger dar.

Schlüsselwörter

Kanzlerdemokratie, Konrad Adenauer, Regierungstechnik, Bundeskanzleramt, Richtlinienkompetenz, Koalitionspolitik, Machtkonzentration, Kanzlerprinzip, Parteivorsitz, Außenpolitik, Opposition, Regierungsstil, politische Führung, Machtinstanz, Bundesrepublik Deutschland.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Regierungsweise Konrad Adenauers und analysiert, wie er als erster Bundeskanzler eine starke Machtposition etablierte, die als Kanzlerdemokratie bekannt wurde.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Felder umfassen die Kabinettsführung, die Koalitionspolitik, die Führung der CDU, das Verhältnis zur Opposition sowie die Außenpolitik als Machtmittel.

Welches Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist es, die spezifische Regierungstechnik Adenauers nachzuvollziehen und zu zeigen, welche Merkmale seiner Amtsführung die Kanzlerdemokratie konstituiert haben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse und vergleicht verschiedene politikwissenschaftliche Positionen, um den Regierungstyp Adenauers einzuordnen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in fünf Aspekte: Adenauers Arbeit im Kabinett, seine Koalitionsstrategien, seine Parteiführung, die Abgrenzung zur Opposition und die Bedeutung der Außenpolitik.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Kanzlerdemokratie, Machtkonzentration, Kanzlerprinzip, Regierungsstil und der politische Einfluss von Konrad Adenauer.

Welche Rolle spielte das Bundeskanzleramt bei Adenauer?

Das Bundeskanzleramt fungierte als wichtigste Schnittstelle und Steuereinrichtung, in der alle Fäden des Regierungshandelns zusammenliefen und die direkt auf Adenauers Bedarf zugeschnitten war.

Inwiefern hat Adenauer die Koalitionspolitik beeinflusst?

Adenauer nutzte seine Macht, um Koalitionszwänge zu minimieren und setzte auf eine gezielte Taktik der "Zuckerbrot- und Peitschenbehandlung", um die kleineren Koalitionspartner zu disziplinieren.

Excerpt out of 23 pages  - scroll top

Details

Title
Zur Kanzlerdemokratie Konrad Adenauers. Die Installation der Macht durch die Regierungstechnik
College
University of Rostock  (Institut für Politik- und Verwaltungswissenschaften)
Course
Grundkurs: Von der Kanzlerdemokratie Konrad Adenauers zur Koordinationsdemokratie Gerhard Schröders
Grade
1,3
Author
Christian Schwießelmann (Author)
Publication Year
1999
Pages
23
Catalog Number
V12344
ISBN (eBook)
9783638182522
ISBN (Book)
9783638698498
Language
German
Tags
Kanzlerdemokratie/Konrad Adenauer
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christian Schwießelmann (Author), 1999, Zur Kanzlerdemokratie Konrad Adenauers. Die Installation der Macht durch die Regierungstechnik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/12344
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  23  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint