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Die Fortsetzung der bonifatianischen Reform

Der heilige Bonifatius und die Grundlegung des christlichen Europas

Título: Die Fortsetzung der bonifatianischen Reform

Trabajo de Seminario , 2006 , 27 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Claudia Curcuruto (Autor)

Teología - Teología histórica, historia eclesiástica
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Ende des 7. Jahrhunderts erlangte die Tatsache, dass die „römisch“ geprägte angelsächsische Kirche auf das Frankenreich einzuwirken begann, zunächst missionarisch in den nördlichen und östlichen Grenzlanden und dann kirchenreformerisch im Reichsinnern, eine epochale kirchengeschichtliche Bedeutung. Besonders bedeutsam unter all den angelsächsischen Missionaren, welche nach Deutschland hinübergekommen sind, wurde Winfrid, der seit 719 den Ehrentitel Bonifatius trug.
Das Ergebnis seiner Reformtätigkeit waren blühende Kirchenprovinzen in straffer Abhängigkeit von Rom, Klosterneugründungen als Mittelpunkte christlichen Lebens und Stützpunkte der Mission, ein nach Möglichkeit gereinigter Klerus und die Gesinnung des Christenvolkes voll neuen christlichen Geistes.
[...]
Das Interesse dieser Seminararbeit richtet sich in einem kurzen Abriss auf die geschichtliche Darstellung des Lebensganges des Bonifatius, sowie seiner Wirksamkeit und seine Reformtätigkeit. Anschließend hat die Studie die Aufgabe, die Fortsetzung der bonifatianischen Reform mit besonderem Blick auf die Synoden darzustellen und am Schluss die Ergebnisse zusammenzufassen und die Bedeutung der Reformtätigkeit des Bonifatius, wie die Fortsetzung seiner Reformthemen, herauszustellen.

Die Arbeit ist in die folgenden vier Hauptkapitel gegliedert:

I.EINLEITUNG

II.WINFRID – BONIFATIUS. SEIN LEBEN UND WIRKEN
[...]

III. FORTSETZUNG DER BONIFATIANISCHEN REFORM
[...]

IV. SCHLUSSBEMERKUNG

V. ANHANG
[...]

Extracto


Inhaltsverzeichnis

I. EINLEITUNG

II. WINFRID – BONIFATIUS. SEIN LEBEN UND WIRKEN

2.1 Das Leben des Winfrid – Bonifatius

2.2 Reformtätigkeit des Bonifatius

2.3 Verdrängung und Märtyrertod des Bonifatius

III. FORTSETZUNG DER BONIFATIANISCHEN REFORM

3.1 Nachwirken des Bonifatius

3.2 Die Synoden unter König Pippin

3.2.1 Die Synode von Ver 755 – Mönche und Kanoniker

3.2.2 Die Synoden von Verberie 756 und Compiègne 757 – Regelung der Ehefragen

3.2.2.1 Verberie 756

3.2.2.2 Compiègne 757

3.2.3 Die Synode von Attigny 762 – Der Gebetsbund

3.3 Ergebnis der bonifatianischen Reform

IV. SCHLUSSBEMERKUNG

V. ANHANG

5.1 Karten

5.1.1 Karte I: England in der ersten Hälfte des 8. Jahrhunderts

5.1.2 Karte II: Das Frankenreich unter Karl dem Großen

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die kirchengeschichtliche Bedeutung des heiligen Bonifatius und analysiert insbesondere die Fortsetzung und Präzisierung seiner Reformbemühungen durch die fränkische Kirche unter König Pippin und Chrodegang von Metz.

  • Lebensweg und missionarische Tätigkeit des heiligen Bonifatius
  • Die bonifatianische Reform des fränkischen Klerus und der Kirche
  • Synodale Aktivitäten unter König Pippin als Fortführung der Reformen
  • Entwicklung kirchenrechtlicher Standards, insbesondere im Eherecht
  • Bedeutung von Gebetsbünden für die kirchliche Organisation im Frankenreich

Auszug aus dem Buch

3.2.1 Die Synode von Ver 755 – Mönche und Kanoniker

Das königliche Kapitular, mit dem Pippin die Beschlüsse des Konzils von Ver verkündigte, trägt das Datum des 11. Juli 755; zu diesem Zeitpunkt war die Versammlung also bereits beendet. Als Versammlungsort hatte der König eine Pfalz gewählt, die in der Nähe der alten Römerstraße von Beauvais nach Sens gelegen war. Über Zahl und Namen der teilnehmenden Bischöfe wissen wir nichts Genaues; auch über eine Teilnahe von Laien wird nichts erwähnt, aber sie dürfte wahrscheinlich sein.

In der Praefatio des Kapitulars heißt es, dass die alten Kanones eigentlich ausreichten; sie seien aber vergessen worden und müssten erneuert werden. Mit dieser Entschlossenheit, die alten Kanones wieder einzuschärfen und durchzusetzen, knüpfte man an die Absichten der Reformen des Bonifatius an. Die treibende Kraft war Chrodegang; er hatte den Vorsitz auf der Synode inne und er hatte auch in seiner Kanonikerregel die Erneuerung der alten Vorschriften geordert.

Pippin und seine Bischöfe bekannten in der Praefatio, dass sie sich nicht dazu imstande sähen, eine umfassende Reform einzuleiten; sie wollten sich auf die Korrektur der gröbsten Fehler beschränkten. Das ganze Kapitular ist aber entgegen dieser bescheidenen Vorbemerkung sehr systematisch aufgebaut und stellt eine geradezu grundsätzliche Regelung der kirchlichen Verhältnisse dar.

Zusammenfassung der Kapitel

I. EINLEITUNG: Darstellung der historischen Ausgangslage und der Zielsetzung der Arbeit bezüglich der bonifatianischen Reform und ihrer Fortsetzung.

II. WINFRID – BONIFATIUS. SEIN LEBEN UND WIRKEN: Biografischer Abriss und Analyse der missionarischen und reformatorischen Tätigkeit des Bonifatius.

III. FORTSETZUNG DER BONIFATIANISCHEN REFORM: Untersuchung der Nachwirkung des Bonifatius und der konkreten Synoden unter König Pippin zur weiteren Ausgestaltung der kirchlichen Ordnung.

IV. SCHLUSSBEMERKUNG: Zusammenfassende Einordnung der Bedeutung des Bonifatius als Akteur der Kirchenreform und als Mitbegründer der christlichen Kultur Europas.

V. ANHANG: Enthält ergänzende Karten, das Abbildungsverzeichnis und das Literaturverzeichnis zur Studie.

Schlüsselwörter

Bonifatius, Kirchenreform, Frankenreich, Synoden, Pippin, Chrodegang, Klerus, Eherecht, Mission, Gebetsbund, Kanoniker, Karolinger, Christentum, Mittelalter, Rom-Verbundenheit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die Kirchenreform des heiligen Bonifatius und zeigt auf, wie diese unter König Pippin und Chrodegang von Metz weitergeführt und strukturell gefestigt wurde.

Was sind die zentralen Themenfelder der Studie?

Zu den Schwerpunkten gehören das Leben und Wirken des Bonifatius, die kirchliche Organisation im Frankenreich, die Bedeutung der Synoden des 8. Jahrhunderts sowie die Entwicklung des Eherechts.

Was ist das primäre Ziel oder die zentrale Forschungsfrage?

Ziel ist es, den Lebensweg und die Reformtätigkeit des Bonifatius darzustellen und insbesondere den Prozess der Fortführung und Präzisierung seiner Reformthemen durch die nachfolgenden Synoden zu analysieren.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt die kirchengeschichtliche Analyse, indem sie zeitgenössische Dokumente, Kapitularien und historische Quellen zur karolingischen Kirchenreform auswertet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung des Lebensweges des Bonifatius, die Analyse seiner Reformtätigkeit sowie die detaillierte Untersuchung der Synoden unter König Pippin.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich diese Arbeit charakterisieren?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Bonifatius, Kirchenreform, Frankenreich, Synoden, Pippin, Klerus und Christliche Grundlegung Europas charakterisieren.

Welche Rolle spielte der Gebetsbund von Attigny?

Er markiert den ersten Gebetsbund im Frankenreich auf einer Synode, der eine neue, enge Bindung zwischen den höchsten kirchlichen Amtsträgern schuf und die kirchliche Einheit stärkte.

Warum war das Eherecht ein so zentraler Punkt der Synoden?

Es ging um die Durchsetzung kirchlicher Normen gegenüber den Heiratsgewohnheiten des Adels und um die Klärung von Ehehindernissen, was eine stärkere Unterordnung unter christliche Prinzipien bedeutete.

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Detalles

Título
Die Fortsetzung der bonifatianischen Reform
Subtítulo
Der heilige Bonifatius und die Grundlegung des christlichen Europas
Universidad
University of Koblenz-Landau  (Katholische Theologie)
Curso
Seminar in Kirchengeschichte
Calificación
1,0
Autor
Claudia Curcuruto (Autor)
Año de publicación
2006
Páginas
27
No. de catálogo
V123482
ISBN (Ebook)
9783640290833
ISBN (Libro)
9783656536253
Idioma
Alemán
Etiqueta
Bonifatius Kirchengeschichte Kirchenreform Reform Fortsetzung Synode Ehefrage Gebetsbund Verberie Compiègne
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Claudia Curcuruto (Autor), 2006, Die Fortsetzung der bonifatianischen Reform, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/123482
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