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Cicero und das "bellum iustum". War der Dritte Punische Krieg nach Ciceros Theorie "gerecht"?

Title: Cicero und das "bellum iustum". War der Dritte Punische Krieg nach Ciceros Theorie "gerecht"?

Term Paper (Advanced seminar) , 2021 , 20 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Paul Hempfling (Author)

World History - Early and Ancient History
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Die vorliegende Hausarbeit beschäftigt sich mit Ciceros Auffassung des "gerechten Krieges", des "bellum iustum". Ebenfalls wird in der vorliegenden Hausarbeit auf den dritten Punischen Krieg eingegangen und versucht aufzuzeigen, ob es sich bei diesem um einen, nach Cicero, gerechten Krieg von Rom gegen Karthago gehandelt hat.

Wann und ob ein Krieg gerecht ist, haben sich die Menschen bereits im antiken Rom gefragt. Denn nach ihrem Glauben hatte man nur die Götter auf seiner Seite, wenn der Krieg aus einem gerechten Grund gefochten wurde. Aus diesem Grund war es den Römern besonders wichtig, den Krieg zu regulieren und zu verrechtlichen. Zu der Theorie des gerechten Kriegs in der Antike findet sich abseits der originalen Schriften Ciceros wenig weitere Quellen und Literatur. Diese Untersuchung arbeitete deshalb fast ausschließlich mit den Ausführungen von Andrea Keller zu diesem Thema. Anders verhält es sich mit der Literatur bezüglich der punischen Kriege. Aus der Vielzahl der Darstellungen beschränkt sich diese Arbeit auf die Ausführungen von Klaus Zimmermann und Gunnar Manz zu diesem Thema. Grundsätzlich ist sich die Forschung in den meisten Hergängen der punischen Kriege einig. Nur in Detailfragen herrscht Dissens, weshalb eine Beschränkung auf diese beiden Autoren kein Nachteil für die Arbeit darstellt. Die Hauptquelle für die Ausführungen dieser Untersuchung über den dritten punischen Krieg, sind die Berichte des Polybios, sowie in Teilen auch die des Livius.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Cicero und der gerechte Krieg

2.1 Cicero

2.2 Krieg und Gerechtigkeit nach Cicero

2.3 Der gerechte Krieg

3. Der dritte Punische Krieg

3.1 Polybios

3.2 Der römisch-karthagische Friedensvertrag von 201 v. Chr

3.3 Ausbruch des dritten Punischen Krieges

3.4 Der dritte Punische Krieg

4. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht, inwiefern die theoretischen Überlegungen Ciceros zum "bellum iustum" (gerechter Krieg) auf das römische Handeln gegenüber Karthago, insbesondere während des dritten Punischen Krieges, anwendbar sind. Dabei steht die Frage im Zentrum, ob das Vorgehen Roms nach damaligem Rechtsverständnis tatsächlich als gerecht eingestuft werden kann.

  • Ciceros Philosophie des "gerechten Krieges" (bellum iustum)
  • Die historische Rolle Roms und Karthagos im Mittelmeerraum
  • Analyse des Friedensvertrages von 201 v. Chr. als Ursprung des Konflikts
  • Die Darstellung des dritten Punischen Krieges in antiken Quellen (insb. Polybios)
  • Kritische Bewertung der römischen Expansionspolitik unter ethischen und rechtlichen Gesichtspunkten

Auszug aus dem Buch

2. Cicero und der gerechte Krieg

Eine dezidierte „Theorie des gerechten Krieges“ von Cicero existiert nicht. Zeit seines Lebens hingegen hat Cicero sich immer wieder im Hinblick auf dieses Thema in seinen Schriften und Reden geäußert. Aus diesen über sein Gesamtwerk verteilten Ausführungen bezüglich des „bellum iustum“ lässt sich jedoch ein durchaus konsistentes Konzept seines Verständnisses eines gerechten Krieges herausarbeiten. Ihm lag daran, konkrete Fragestellungen praxisbezogen zu beantworten und Handlungsempfehlung zu geben. Dabei ging er immer von seinen ethischen Grundsätzen aus. Auffällig erscheint, dass er Krieg zumeist als Ultima Ratio darstellt, also als letztes Mittel, wenn alle anderen Formen der Konfliktlösung versagen. Daraus lässt sich schließen, dass er Auffassung war, dass Krieg eingedämmt werden muss. Dafür spricht, dass er ausführlich darauf eingeht, wann ein Krieg ungerecht ist und nicht wann einer gerecht ist. Diese Auffassung wird nochmals deutlicher in seinen wiederholten Aussagen zu dem Fetialrecht, welches die Aufgabe hatte, Konflikte und Kriege in geregelten Bahnen zu halten. Eine Verrechtlichung des Krieges war für ihn Voraussetzung für einen gerechten Krieg. So war beispielsweise ein Krieg, welcher nicht angekündigt oder formell richtig erklärt wurde für ihn ein Verstoß nicht gegen weltliches, sondern auch gegen göttliches Recht.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die historische Relevanz des Themas ein und stellt die Forschungsfrage nach der Anwendung von Ciceros Theorie des gerechten Krieges auf das Vorgehen Roms im dritten Punischen Krieg.

2. Cicero und der gerechte Krieg: In diesem Kapitel werden Ciceros ethische Grundlagen und sein Konzept des "bellum iustum" erläutert, wobei insbesondere die Forderung nach der Verrechtlichung des Krieges hervorgehoben wird.

2.1 Cicero: Dieses Kapitel gibt einen kurzen Überblick über die Biografie Marc Tullius Ciceros und seinen Werdegang als Anwalt, Politiker und einflussreiche Persönlichkeit der späten römischen Republik.

2.2 Krieg und Gerechtigkeit nach Cicero: Der Schwerpunkt liegt hier auf der Analyse der Kardinaltugenden, insbesondere der Gerechtigkeit, und wie diese die Pflichten des Einzelnen sowie des Staates definieren.

2.3 Der gerechte Krieg: Hier werden die Kriterien für einen gerechten Krieg nach Cicero präzisiert, wobei er betont, dass dieser nur als Ultima Ratio begonnen werden darf und auf die Wiederherstellung des Friedens ohne Unrecht zielen muss.

3. Der dritte Punische Krieg: Dieses Kapitel liefert den historischen Kontext des letzten Konflikts zwischen der römischen Metropole und Karthago, der mit der vollständigen Zerstörung der Stadt endete.

3.1 Polybios: Hier wird der Historiker Polybios vorgestellt, dessen Werk die zentrale Quelle für die Untersuchung der Abläufe des dritten Punischen Krieges darstellt.

3.2 Der römisch-karthagische Friedensvertrag von 201 v. Chr: Dieses Kapitel analysiert die Bedingungen des Friedensvertrages, die Karthago nach dem zweiten Punischen Krieg auferlegt wurden und die den Keim für den späteren Konflikt legten.

3.3 Ausbruch des dritten Punischen Krieges: Hier werden die eskalierenden Ereignisse und die numidischen Übergriffe auf karthagisches Gebiet geschildert, die schließlich direkt zum Krieg führen.

3.4 Der dritte Punische Krieg: Dieses Kapitel beschreibt den unmittelbaren Kriegsausbruch und die verzweifelten Versuche Karthagos, sich durch Verhandlungen oder militärische Gegenwehr gegen Rom zu behaupten.

4. Schlussbetrachtung: Die Schlussbetrachtung reflektiert die Ergebnisse der Arbeit und bewertet das römische Handeln kritisch vor dem Hintergrund von Recht und Ethik sowie der antiken wie modernen Rezeption.

Schlüsselwörter

Cicero, bellum iustum, gerechter Krieg, dritter Punischer Krieg, Karthago, Rom, Polybios, Friedensvertrag von 201 v. Chr., Verrechtlichung des Krieges, politische Ethik, Antike, Utilitarismus, römische Republik, Machtpolitik, Fetialrecht.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der ethischen und rechtlichen Bewertung der römischen Kriegsführung gegenüber Karthago im dritten Punischen Krieg anhand der Schriften von Cicero.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die antike Philosophie des "gerechten Krieges" (bellum iustum), die römische Expansionspolitik und die historischen Ereignisse des dritten Punischen Krieges.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Arbeit untersucht, ob das Vorgehen Roms im dritten Punischen Krieg aus ciceronischer Perspektive und nach damaligem Rechtsverständnis als "gerecht" bezeichnet werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine historisch-analytische Untersuchung, die sich primär auf die Auswertung antiker Quellen (vor allem Polybios) und die philosophischen Schriften Ciceros sowie auf moderne Forschungsliteratur stützt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert Ciceros Theorie, identifiziert die historischen Ursachen im Friedensvertrag von 201 v. Chr. und zeichnet den Weg Karthagos in den Krieg sowie dessen Untergang nach.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Cicero, bellum iustum, dritter Punischer Krieg, Karthago, Rom, Polybios, gerechter Krieg und politische Ethik.

Welche Rolle spielt der Friedensvertrag von 201 v. Chr. im Kontext der Untersuchung?

Er wird als entscheidende rechtliche und politische Grundlage analysiert, die Rom immer wieder als Vorwand für Sanktionen gegen Karthago nutzte, um dessen Unabhängigkeit systematisch zu untergraben.

Kommt der Autor zu dem Schluss, dass der Krieg gegen Karthago gerecht war?

Die Arbeit argumentiert, dass das Vorgehen Roms zwar formaljuristisch mit dem Vertragsbruch begründet wurde, ethisch und im Sinne von Ciceros Theorie der Verhältnismäßigkeit jedoch kaum zu rechtfertigen war.

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Details

Title
Cicero und das "bellum iustum". War der Dritte Punische Krieg nach Ciceros Theorie "gerecht"?
College
Martin Luther University  (Geschichte)
Course
Einführungsmodul Antike
Grade
1,3
Author
Paul Hempfling (Author)
Publication Year
2021
Pages
20
Catalog Number
V1234951
ISBN (PDF)
9783346659835
ISBN (Book)
9783346659842
Language
German
Tags
Cicero Bellum iustum Punische Kriege Rom Karthago
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Paul Hempfling (Author), 2021, Cicero und das "bellum iustum". War der Dritte Punische Krieg nach Ciceros Theorie "gerecht"?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1234951
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