Ziel dieses Referats ist es, aufzuzeigen, wie sich soziale und ökologische Größen in bestehende Balanced Scorecards integrieren lassen und somit eine Sustainability Balanced Scorecard entsteht. Dafür werden zwei Integrationsmöglichkeiten vorgestellt. Nachhaltigkeit ist schon lange kein Modethema mehr. Große Unternehmen, aber auch immer mehr kleine und mittelständische Unternehmen beschäftigen sich mit Nachhaltigkeit. Nicht nur gesetzliche Vorschriften, sondern auch der globale Wettbewerbsdruck sorgen dafür, dass Unternehmen Nachhaltigkeit in ihren Unternehmen implementieren. Unternehmen verfolgen oftmals eine ganzheitliche Nachhaltigkeitsstrategie, um dem Thema gerecht zu werden. Mithilfe einer Sustainability Balanced Scorecard kann eine Nachhaltigkeitsstrategie erfolgreich umgesetzt werden. Dabei wird das bisherige Balanced-Scorecard-Konzept zusätzlich um ökologische und soziale Größen ergänzt. Um eine bestehende Balanced Scorecard durch soziale und ökologische Größen zu erweitern, gibt es verschiedene Möglichkeiten der Umsetzung.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Sustainability Balanced Scorecard
2.1 Konzept der Balanced Scorecard
2.2 Balanced Scorecard im Nachhaltigkeitscontrolling
3 Integration von Nachhaltigkeitszielen in Balanced Scorecards
3.1 Integration von Nachhaltigkeit in die vier Perspektiven
3.2 Erweiterung um eine außermarktliche Perspektive
4 Schlussbetrachtung
Zielsetzung & Themen
Das primäre Ziel dieser Arbeit ist es aufzuzeigen, wie soziale und ökologische Größen in bestehende Balanced Scorecards integriert werden können, um eine ganzheitliche Sustainability Balanced Scorecard als Steuerungsinstrument für Nachhaltigkeitsstrategien zu etablieren.
- Grundlagen und Konzepte der Balanced Scorecard
- Die Rolle des Nachhaltigkeitscontrollings im Drei-Säulen-Modell
- Methodische Ansätze zur Integration von Nachhaltigkeit in bestehende Strukturen
- Die vier klassischen Perspektiven im Vergleich zur außermarktlichen Perspektive
- Ursache-Wirkungs-Zusammenhänge und Erfolgsfaktoren bei der Implementierung
Auszug aus dem Buch
2.2 Balanced Scorecard im Nachhaltigkeitscontrolling
Der Begriff Nachhaltigkeit fand bereits im 18. Jahrhundert seinen Ursprung. Carlowitz, bekannt als der Schöpfer der Nachhaltigkeit besagt, „dass nur so viel Holz gerodet werden darf, wie durch planmäßige Aufforstung wieder nachwachsen kann.“ Später wurde der Grundgedanke als „[die] zukunftsfähige Entwicklung der Menschen und das nachhaltige Wirtschaften […], ohne dass sich die Lebenschancen künftiger Generationen schlechter darstellen, als die der gegenwärtigen Generation“, beschrieben.
Heute wird der Gedanke der Nachhaltigkeit oftmals mit dem Drei-Säulen-Modell aufgefasst. Dieses Modell besagt, dass Nachhaltigkeit von den drei Dimensionen Ökonomie, Ökologie und Soziales gestützt wird. Ökonomie befasst sich mit der Frage, inwiefern ein Wertezuwachs und somit ein wirtschaftlicher Wettbewerb durch unternehmerisches Handeln erreicht werden kann. Ökologie stützt sich auf den Grundgedanken von Carlowitz, bei dem es um den Erhalt der Natur geht. Soziales wird beschrieben als die Organisation der Gesellschaft und der Umgang mit den nachfolgenden Generationen.
Controlling wird in der allgemeingültigen Definition als ein System oder Bereich der Unternehmensführung beschrieben, welches die Aufgabe hat, dem Top-Management Entscheidungshilfen in Form von Planung, Steuerung und Kontrolle des betrieblichen Geschehens zur Verfügung zu stellen. Die Aufgaben des Controllings greifen ebenfalls für das Nachhaltigkeitscontrolling. Der wesentliche Unterschied zum klassischen Controlling liegt in der Herausforderung, die drei Dimensionen der Nachhaltigkeit – Ökologie, Ökonomie und Soziales – in das Controllingkonzept zu integrieren.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung thematisiert die zunehmende Bedeutung von Nachhaltigkeitsstrategien in Unternehmen und führt die Sustainability Balanced Scorecard als Instrument zur Umsetzung dieser Strategien ein.
2 Sustainability Balanced Scorecard: Dieses Kapitel erläutert das Grundkonzept der Balanced Scorecard nach Kaplan und Norton und ordnet dieses in den Kontext des Nachhaltigkeitscontrollings sowie des Drei-Säulen-Modells ein.
3 Integration von Nachhaltigkeitszielen in Balanced Scorecards: Hier werden zwei wesentliche Methoden – die Integration in die bestehenden Perspektiven sowie die Erweiterung um eine fünfte Perspektive – detailliert dargestellt und analysiert.
4 Schlussbetrachtung: Das Abschlusskapitel resümiert die Ansätze zur Integration von Nachhaltigkeit und betont das Potenzial sowie die Risiken bei der Anwendung in der Unternehmenspraxis.
Schlüsselwörter
Nachhaltigkeit, Sustainability Balanced Scorecard, Nachhaltigkeitscontrolling, Drei-Säulen-Modell, Unternehmensstrategie, Kennzahlensystem, Ökologie, Soziales, Ökonomie, Prozessperspektive, Integrationsmethoden, außermarktliche Perspektive, Ursache-Wirkungs-Zusammenhang, Unternehmensführung, Kosteneinsparungen.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die Integration von ökologischen und sozialen Zielen in das Managementsystem der Balanced Scorecard, um Unternehmen bei der Umsetzung ganzheitlicher Nachhaltigkeitsstrategien zu unterstützen.
Welche zentralen Themenfelder stehen im Mittelpunkt?
Zentrale Themen sind das Konzept der klassischen Balanced Scorecard, die Grundlagen des Nachhaltigkeitscontrollings und die methodischen Ansätze, wie ökologische und soziale Aspekte in der Unternehmenssteuerung abgebildet werden können.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Ziel ist es, zwei konkrete Integrationsmöglichkeiten aufzuzeigen, wie aus einer klassischen Balanced Scorecard eine Sustainability Balanced Scorecard zur effektiven Steuerung nachhaltiger Unternehmensziele entsteht.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine deskriptive und analysierende Methode, bei der bestehende Literatur und Modelle (wie das Drei-Säulen-Modell) herangezogen werden, um die Methoden der Integration von Nachhaltigkeitszielen kritisch darzustellen.
Welche Inhalte werden im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des Balanced Scorecard Konzepts sowie die praktische Gegenüberstellung der Integration in die vier klassischen Perspektiven versus der Erweiterung um eine zusätzliche außermarktliche Perspektive.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?
Wesentliche Begriffe sind Nachhaltigkeitscontrolling, Sustainability Balanced Scorecard, Drei-Säulen-Modell und strategische Unternehmensführung.
Was ist das Risiko bei der Integration von Nachhaltigkeit in die vier bestehenden Perspektiven?
Es besteht das Risiko, dass nur sehr wenige Nachhaltigkeitsindikatoren integriert werden, was zu einer zu geringen Gewichtung führt und somit die tatsächliche Nachhaltigkeitsleistung des Unternehmens nur minimal beeinflusst.
Wozu dient die Erweiterung um eine fünfte Perspektive (außermarktliche Perspektive)?
Diese Erweiterung dient dazu, strategisch relevante Umwelt- und Sozialaspekte, die nicht direkt marktintegriert sind, explizit zu erfassen und Nachhaltigkeit zu einem Schlüsselwert des Unternehmens zu machen.
- Citar trabajo
- Anonym (Autor), 2022, Sustainability Balanced Scorecard im Nachhaltigkeitscontrolling. Wie lassen sich soziale und ökologische Ansätze in bestehende Balanced Scorecards integrieren?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1235005