Unternehmen stehen fortwährend im Wettbewerb mit anderen Unternehmen. Um den hohen Anforderungen des Marktes gerecht zu werden, ist es notwendig, dass die Mitarbeiter in einem ausreichenden Maße motiviert und leistungsbereit sind. Doch wie erreicht man dieses Ziel? Kenntnisse über das Arbeits- und Leistungsverhalten von Menschen in Betrieben sind hierbei unabdingbare Voraussetzungen. Es ist notwendig konkrete Vorstellungen vom menschlichen Verhalten und seinen Einflussfaktoren zu haben. Nur wer sich mit dieser Thematik auseinandersetzt, wird in der Lage sein, durch eine bewusste Gestaltung der Arbeitsbedingungen die gewünschten Verhaltensweisen von Mitarbeitern zu fördern und die Wahrscheinlichkeit des Auftretens anderer zu verhindern (Wechsel eines „Talentes“ in ein anderes Unternehmen).
Ein Gestaltungselement stellt die Beförderung in Unternehmen dar. Die Hausarbeit rückt dieses Anreizinstrument in den Vordergrund. Zum Verständnis beschreibt der erste Abschnitt die motivationalen Grundlagen des Verhaltens. Anschließend soll näher auf die Anreizsysteme eingegangen werden. Denn mit ihrer Hilfe wird versucht die Mitarbeiter zu motivieren, dass sie zielgerichtetes Verhalten zeigen. In diesem Zusammenhang wird dann die Beförderung herausgestellt und genauer beleuchtet. Wie ist sie einzuordnen? Welche speziellen Ziele verfolgt die Karrierepolitik? Nach welchen Kriterien kann befördert werden?
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Motivationale Grundlagen des Verhaltens
3. Anreizsysteme
4. Beförderung als Anreizinstrument
4.1. Ziele der betrieblichen Karrierepolitik
4.2. Steuerung innerorganisatorischer Arbeitnehmerpolitik durch Karrierepolitik
4.2.1. Bewegungsraum
4.2.2. Bewegungsrichtung
4.2.3. Bewegungsgeschwindigkeit
4.2.4. Bewegungsprofile
4.2.5. Beförderungskriterien
4.2.5.1. Beförderungsturniere
4.2.5.2. Seniorität
5. Schlussbetrachtung
6. Literatur
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Beförderung von Mitarbeitern als zentrales Anreizinstrument in Unternehmen. Dabei wird analysiert, wie durch eine gezielte Karrierepolitik die Leistungsbereitschaft von Arbeitnehmern gefördert werden kann, welche strategischen Gestaltungsmöglichkeiten dem Arbeitgeber zur Verfügung stehen und welche Herausforderungen mit unterschiedlichen Beförderungskriterien verbunden sind.
- Motivationale Grundlagen des Arbeitsverhaltens
- Strukturierung von Anreizsystemen in Organisationen
- Ziele und Phasen der betrieblichen Karrierepolitik
- Steuerungsmöglichkeiten durch Bewegungsraum und Karrierepfade
- Vergleich von Beförderungsturnieren und dem Senioritätsprinzip
Auszug aus dem Buch
4.2.5.1. Beförderungsturniere
Entscheidet sich der Arbeitgeber für die Beförderungsturniere als Auswahlinstrument, gibt er den Mitarbeitern selbst die Chance sehr stark ihren Aufstieg zu beeinflussen. Dieses Beförderungssystem ist stark an die Leistung der Arbeitnehmer geknüpft. Es gibt eine Vielzahl von Leistungskriterien, die dabei beurteilt werden können, wie zum Beispiel die Arbeitsergebnisse, Pünktlichkeit sowie Kooperations- und Hilfsbereitschaft.
Die Aussicht auf eine Beförderung, die damit verbundene Option auf eine bessere Bezahlung und die Möglichkeit später an einem bedeutenderen Beförderungsturnier teilnehmen zu dürfen, stellt einen großen Anreiz für die Arbeitnehmer dar und führt zu einer Erhöhung der Leistungsintensität.
Die Anreizwirkung wird jedoch von mehreren Faktoren beeinflusst. Kräkel (1999) unterteilt insgesamt zehn Aspekte. Nachfolgend sollen einige erläutert werden, dabei wird auf mögliche Problemstellungen aufmerksam gemacht.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Wettbewerbssituation von Unternehmen ein und definiert die Beförderung als Instrument zur Motivation und Bindung von Talenten.
2. Motivationale Grundlagen des Verhaltens: Es werden psychologische Theorien vorgestellt, welche erklären, warum Mitarbeiter Energie für Aufgabenerfüllungen aufbringen und welche Rolle Bedürfnisse und Ziele dabei spielen.
3. Anreizsysteme: Das Kapitel bietet eine Übersicht über materielle und immaterielle Anreize, um die Rolle der Beförderung im Gesamtsystem einzuordnen.
4. Beförderung als Anreizinstrument: Der Hauptteil erläutert die Ziele der Karrierepolitik, wie etwa die Allokationseffizienz, und analysiert Steuerungsvariablen wie Bewegungsraum, Geschwindigkeit und spezifische Auswahlkriterien.
5. Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst zusammen, dass Beförderungen ein sinnvolles Instrument zur Steigerung der Arbeitsintensität sind, jedoch eine sorgfältige Abstimmung auf die jeweilige Unternehmenssituation erfordern.
6. Literatur: Verzeichnis der in der Arbeit zitierten Quellen.
Schlüsselwörter
Beförderung, Anreizinstrument, Karrierepolitik, Motivation, Arbeitnehmer, Leistungsbereitschaft, Beförderungsturniere, Seniorität, Humankapital, Personalwirtschaft, Arbeitsverhalten, Organisationsstruktur, Karrierepfade, Fluktuation, Wettbewerb.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht, wie Unternehmen Beförderungen als strategisches Instrument einsetzen können, um Mitarbeiter gezielt zu motivieren und ihre Leistung zu steigern.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen umfassen motivationale Grundlagen, die Gestaltung von Anreizsystemen sowie eine detaillierte Analyse der innerbetrieblichen Karrierepolitik.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Beförderungen als Anreizinstrument funktionieren, wie sie gestaltet werden können und welche Risiken bei verschiedenen Auswahlkriterien bestehen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine theoretisch orientierte Hausarbeit, die auf der Literaturanalyse ökonomischer und psychologischer Ansätze zur Personalführung basiert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden Ziele der Karrierepolitik definiert und Variablen wie Bewegungsraum, -richtung und -geschwindigkeit sowie die Auswahlkriterien Beförderungsturnier und Seniorität erörtert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den prägenden Begriffen zählen unter anderem Karrierepolitik, Beförderungsturniere, Senioritätsprinzip, Anreizsysteme und Leistungsbereitschaft.
Was sind die Vor- und Nachteile von Beförderungsturnieren?
Vorteile sind starke Leistungsanreize durch Wettbewerb; Nachteile können Sabotageaktivitäten, hohe Kontrollkosten oder eine Beeinträchtigung des kooperativen Verhaltens sein.
Warum wird das Senioritätsprinzip kritisch gesehen?
Obwohl es kooperatives Verhalten fördert und die Messkosten senkt, führt es zu einer Starrheit des Systems und kann überdurchschnittlich leistungsfähige Mitarbeiter frustrieren.
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- Alexander Böhm (Author), 2008, Beförderungen in Unternehmen als Anreizinstrument, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/123506