In der Arbeit werden die genetischen Verfahren der Präimplantationsdiagnostik, der Klonierung und der genetischen Programmierung mit den drei philosophischen Argumentationstypen "kategorischer, pragmatischer und geselllschaftspolitischer Argumentationstyp" gegeneinander abgewägt.
Die genetischen Verfahren werden zunächst vorgestellt und im Anschluss mit den drei Argumentationstypen diskutiert.
Auf diese Weise können die Verfahren aus verschiedenen Perspektiven betrachtet werden.
Der kategorische Argumentationstyp geht von der Annahme aus, dass bestimmte menschliche Handlungen in sich verwerflich sind.
Der pragmatische Argumentationstyp sucht Bedingungen unter denen die Anwendung von Gentherapien auf den Menschen zulässig sind. Das individuelle Leiden des Menschen, dass durch eine Therapie verhindert werden kann, ist dabei erkenntnisleitend.
Der gesellschaftspolitische Argumentationstyp beschäftigt sich mit den sozialen Folgen genetischer Verfahren.
Inhaltsverzeichnis
- 1 Relevanz der Eugenik
- 2 Grundlagen
- 2.1 Definitorische Abgrenzung des Untersuchungsgegenstands
- 2.2 Verfahren der genetischen Therapie
- 2.3 Arten philosophischer Argumentationstypen
- 3 Ethische Diskussion zur Eugenik
- 3.1 Präimplantationsdiagnostik in der Diskussion
- 3.2 Diskussion zur Klonierung
- 3.3 Diskussion zur genetischen Programmierung
- 4 Zusammenfassung der Ergebnisse
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Hausarbeit befasst sich mit der ethischen Bewertung genetischer Verfahren. Ziel ist eine ganzheitliche Betrachtung der gängigen Methoden anhand verschiedener Argumentationstypen. Die Arbeit analysiert die ethischen Implikationen verschiedener Verfahren und untersucht diese aus verschiedenen philosophischen Perspektiven.
- Ethische Bewertung genetischer Verfahren
- Analyse der Präimplantationsdiagnostik (PID)
- Untersuchung der Klonierung (therapeutisch und reproduktiv)
- Beurteilung der genetischen Programmierung
- Anwendung verschiedener philosophischer Argumentationstypen
Zusammenfassung der Kapitel
Kapitel 1 erläutert die wachsende Bedeutung der Eugenik angesichts des Fortschritts in der Gentechnologie und die damit verbundenen ethischen Fragen. Kapitel 2 legt die Grundlagen der Arbeit dar, indem es die Ethik, die Eugenik und drei genetische Verfahren (Präimplantationsdiagnostik, Klonierung und genetische Programmierung) definiert und drei verschiedene philosophische Argumentationstypen (kategorisch, pragmatisch, gesellschaftspolitisch) vorstellt. Kapitel 3 untersucht die drei vorgestellten genetischen Verfahren jeweils unter dem Aspekt der drei Argumentationstypen. Es werden Argumente für und wider den Einsatz der Verfahren diskutiert, ohne jedoch vorläufige Schlussfolgerungen zu ziehen.
Schlüsselwörter
Eugenik, Gentechnik, Präimplantationsdiagnostik (PID), Klonierung (therapeutisch, reproduktiv), genetische Programmierung, ethische Bewertung, kategorischer Argumentationstyp, pragmatischer Argumentationstyp, gesellschaftspolitischer Argumentationstyp, Humangenetik, moralische Grenzen, Selbstbestimmung, gesellschaftliche Risiken.
Häufig gestellte Fragen
Welche genetischen Verfahren werden ethisch untersucht?
Die Arbeit analysiert die Präimplantationsdiagnostik (PID), die Klonierung sowie die genetische Programmierung.
Was ist der „kategorische Argumentationstyp“?
Dieser Ansatz geht davon aus, dass bestimmte Handlungen an sich moralisch verwerflich sind, unabhängig von ihren Folgen oder nützlichen Ergebnissen.
Was besagt der „pragmatische Argumentationstyp“?
Hierbei wird untersucht, unter welchen Bedingungen Gentherapien zulässig sind, wobei die Linderung von individuellem menschlichem Leiden das Hauptkriterium ist.
Worauf fokussiert der „gesellschaftspolitische Argumentationstyp“?
Dieser Typ befasst sich mit den langfristigen sozialen Folgen genetischer Verfahren für die Gemeinschaft und die gesellschaftliche Struktur.
Warum ist die Diskussion über Eugenik heute wieder relevant?
Durch den rasanten Fortschritt der Gentechnologie entstehen neue Möglichkeiten der Selektion und Manipulation, die grundlegende moralische Fragen aufwerfen.
Gibt es einen Unterschied zwischen therapeutischem und reproduktivem Klonen?
Ja, die Arbeit diskutiert beide Formen der Klonierung unter Berücksichtigung der verschiedenen ethischen Perspektiven und Argumentationslinien.
- Quote paper
- Christine Wieching (Author), 2007, "Ethische Betrachtung genetischer Verfahren", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/123539