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Der kommunale Finanzausgleich in Mecklenburg-Vorpommern

Struktur, Funktionsweise und Probleme

Title: Der kommunale Finanzausgleich in Mecklenburg-Vorpommern

Term Paper , 2009 , 12 Pages

Autor:in: Dr. Christian Schwießelmann (Author)

Politics - Political Systems - Germany
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Die Arbeit wirft einen Blick auf die Struktur und Funktionsweise des kommunalen Finanzausgleichs in Mecklenburg-Vorpommern. Sie streicht die Besonderheiten des Ausgleichssystems nach dem Gleichmäßigkeitsgrundsatz heraus und geht auf aktuelle Reformbestrebungen ein.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Struktur

3. Funktionsweise

3.1 Fiskalische Funktion

3.2 Redistributive Funktion

3.3 Allokative Funktion

4. Probleme

5. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die spezifischen Strukturen, Funktionsweisen und aktuellen Herausforderungen des kommunalen Finanzausgleichs in Mecklenburg-Vorpommern vor dem Hintergrund einer angespannten finanziellen Gesamtlage des Landes.

  • Verfassungsrechtliche Grundlagen des kommunalen Finanzausgleichs
  • Aufbau des Drei-Säulen-Modells und die Rolle der Schlüsselzuweisungen
  • Analyse der fiskalischen, redistributiven und allokativen Funktionen
  • Diskussion aktueller Probleme, wie der Stadt-Umland-Problematik
  • Ausblick auf Reformperspektiven und mögliche Systemwechsel

Auszug aus dem Buch

3. Funktionsweise

Anders als der Länderfinanzausgleich sieht der kommunale Finanzausgleich keine direkten Ausgleichsleistungen zwischen unterschiedlich finanzkräftigen Gebietskörperschaften vor, sondern zielt vor allem auf eine finanzkraftgerechte Verteilung der Finanzausgleichsmasse von oben nach unten ab. Seine Ausrichtung ist daher eindeutig vertikal, er hat lediglich einen horizontalen Effekt. Bei der Bestimmung der Finanzausgleichmasse unterscheidet man grundsätzlich zwischen Verbundquotensystemen und Systemen mit Gleichmäßigkeitsgrundsatz. Während erstere die Finanzausgleichsmasse durch festgelegte Beteiligungsquoten am Steuerverbund proportional bestimmen, stellen letztere sicher, dass die Entwicklung der kommunalen Gesamteinnahmen und der Landesnettoeinnahmen nach Abzug der Finanzausgleichsmittel parallel verläuft. Das Land M-V hat den Gleichmäßigkeitsgrundsatz aus Sachsen übernommen; der kommunale Finanzausgleich der meisten Bundesländer basiert auf dem Verbundquotensystem.

In der Literatur werden dem kommunalen Finanzausgleich ganz unterschiedliche Funktionen zugesprochen: als wichtigste gelten die fiskalische, die redistributive und die allokative Funktion; Nebenfunktionen sind raumordnungspolitische, Stabilisierungs- und Lenkungsfunktionen. Verfassungsrechtlich verbergen sich hinter diesen Funktionszuschreibungen einerseits ein Angleichungsgebot und andererseits ein Nivellierungsverbot. Der kommunale Finanzausgleich soll die unterschiedlich finanzkräftigen Kommunen bei ihrer Aufgabenerfüllung durch Teilumschichtung öffentlicher Finanzen unterstützen, ihre Finanzkraft aber nicht einebnen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Beschreibt die finanzpolitische Ausgangslage Mecklenburg-Vorpommerns, geprägt durch demografischen Wandel und sinkende Mittel aus dem Solidarpakt.

2. Struktur: Erläutert die verfassungsrechtliche Verankerung und den Aufbau des Finanzausgleichs, insbesondere den Übergang zum Drei-Säulen-Modell.

3. Funktionsweise: Analysiert die vertikale Ausrichtung des Systems sowie die zentralen Wirkungsmechanismen der fiskalischen, redistributiven und allokativen Funktionen.

3.1 Fiskalische Funktion: Detailliert die vertikale Ausgleichsebene zwischen Land und Kommunen zur Sicherung der Finanzausstattung.

3.2 Redistributive Funktion: Untersucht die horizontale Wirkung des Systems, bei der finanzschwache Kommunen durch Zuweisungen unterstützt werden.

3.3 Allokative Funktion: Behandelt die Problematik der Nutzen-Spillovers zwischen Städten und deren Umland.

4. Probleme: Identifiziert finanztechnische Intransparenz und die ungleiche Verteilung der Mittel als zentrale Kritikpunkte.

5. Fazit: Fasst den künftigen finanziellen Druck zusammen und bewertet die Reformdiskussion um alternative Modelle.

Schlüsselwörter

Kommunaler Finanzausgleich, Mecklenburg-Vorpommern, FAG, Schlüsselzuweisungen, Drei-Säulen-Modell, Gleichmäßigkeitsgrundsatz, Fiskalische Funktion, Redistributive Funktion, Allokative Funktion, Konnexitätsprinzip, Kommunalfinanzen, Verwaltungsreform, Finanzbedarf, Steuerkraft, Solidarpakt II.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert das System des kommunalen Finanzausgleichs in Mecklenburg-Vorpommern, um dessen Struktur, Funktionsweisen und bestehende Defizite aufzuzeigen.

Welches sind die zentralen Themenfelder?

Im Fokus stehen die gesetzlichen Rahmenbedingungen, die Berechnungsmethoden der Zuweisungen sowie die Auswirkungen auf die finanzielle Ausstattung von Gemeinden und Landkreisen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Besonderheiten der horizontalen und vertikalen Finanzverteilung in Mecklenburg-Vorpommern herauszuarbeiten und die Reformbedürftigkeit des Systems zu beleuchten.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine strukturorientierte Untersuchung, die rechtliche Bestimmungen, finanzwissenschaftliche Funktionsweisen und aktuelle Berichte von Landesrechnungshöfen analysiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der verfassungsrechtlichen Struktur, die Erklärung der fiskalischen, redistributiven und allokativen Funktionen sowie die Diskussion aktueller Problemfelder.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Wichtige Begriffe sind insbesondere der Gleichmäßigkeitsgrundsatz, die Schlüsselzuweisungen und das Drei-Säulen-Modell des Landes Mecklenburg-Vorpommern.

Warum wird das Drei-Säulen-Modell in der Arbeit thematisiert?

Dieses Modell ist entscheidend, da es den Ausgleich der Steuerkraft getrennt für kreisfreie Städte, kreisangehörige Gemeinden und Landkreise regelt und damit das Herzstück der Mittelverteilung darstellt.

Wie wirkt sich die Stadt-Umland-Problematik auf den Finanzausgleich aus?

Die Arbeit zeigt, dass Leistungen städtischer Zentren oft von Bewohnern des Umlands genutzt werden, was zu Spillover-Effekten führt, die das Finanzausgleichssystem nur teilweise internalisieren kann.

Welche Reformperspektiven werden für Mecklenburg-Vorpommern diskutiert?

Diskutiert wird unter anderem das sogenannte Zwei-Quellen-Modell, welches die Ausgabenseite stärker gewichten würde, jedoch bei der praktischen Umsetzung und der Wahrung der kommunalen Autonomie auf Bedenken stößt.

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Details

Title
Der kommunale Finanzausgleich in Mecklenburg-Vorpommern
Subtitle
Struktur, Funktionsweise und Probleme
College
German University of Administrative Sciences Speyer
Course
Grundlagen des kommunalen Finanzsystems in Deutschland
Author
Dr. Christian Schwießelmann (Author)
Publication Year
2009
Pages
12
Catalog Number
V123548
ISBN (eBook)
9783640281381
ISBN (Book)
9783640284313
Language
German
Tags
Finanzausgleich Mecklenburg-Vorpommern Grundlagen Finanzsystems Deutschland
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dr. Christian Schwießelmann (Author), 2009, Der kommunale Finanzausgleich in Mecklenburg-Vorpommern, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/123548
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