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"Übergangssysteme" für benachteiligte Jugendliche im Vergleich. Strukturen und Probleme in Deutschland und Dänemark

Titel: "Übergangssysteme" für benachteiligte Jugendliche im Vergleich. Strukturen und Probleme in Deutschland und Dänemark

Diplomarbeit , 2008 , 82 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Dipl.-Hdl. Erna Müller (Autor:in)

Pädagogik - Berufsbildung, Weiterbildung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Wir leben in einem Zeitalter des ständigen Wandels in der Gesellschaft, der sich vor allem in der Berufs- und Arbeitswelt zeigt. Diese wird verändert durch den wachsenden, durch die Globalisierung verursachten Konkurrenzdruck, die Internationalisierung der Wirtschaft mit ihren Forderungen nach Effizienzsteigerung und Flexibilität und die Zunahme wissensintensiver Dienstleistungstätigkeiten und technologischer Innovationen.
So sehen sich heutzutage Betriebe, Arbeitnehmer und mit ihnen auch Jugendliche beim Übergang von der Schule in die Berufsausbildung ständig neu gestellten Anforderungen ausgesetzt. Diesen werden sie nur mit einem Zuwachs an individueller Bildung, Selbstverantwortung, Eigeninitiative und Kreativität gewachsen sein. Aber auch Schule, Bildungs-, Übergangs- und Ausbildungssystem werden zunehmend durch diese Fortschritte beeinflusst und müssen auf die aktuellen Herausforderungen ihrer Zeit reagieren und dabei die Zukunft ihrer Klientel mit in den Blick nehmen. Trotz der großen Wertschätzung, die vor allem das "duale System" im deutschen Berufsbildungssystem genießt, ist es dringend notwendig, dort anzusetzen, wo verstärkt Probleme auftreten, nämlich bei der Integration der nachwachsenden Generation in die Berufswelt. Denn der Anspruch aller Bewerber/-innen, eine berufliche Ausbildung aufzunehmen, wird gegenwärtig
nicht mehr erfüllt. Gerade junge Menschen, vor allem benachteiligte Jugendliche, darunter auch Jugendliche mit Migrationshintergrund, die in den Startlöchern zu einer beruflichen Karriere stehen, sehen sich diesen kolossalen Hürden gegenüber.[...]

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Problemstellung

2 Bildung und Berufsbildung in Deutschland

2.1 Das Berufsbildungssystem in Deutschland

2.2 Das "duale System" als "Königsweg"

3 Das "Übergangssystem" in Deutschland – Generation in der Warteschleife

3.1 Definition des "Übergangssystems"

3.2 Struktur des "Übergangssystems"

3.2.1 Institutionelle Strukturen

3.2.2 Institutionelle Verteilungsmechanismen und riskante Hürden

3.2.3 Institutionen im "Übergangssystem"

3.2.4 Definition des "Benachteiligtenbegriffs"

3.2.5 Zielgruppen und deren Probleme

3.3 Die Benachteiligtenförderung – Maßnahmen und Probleme im "Übergangssystem"

3.3.1 Begriff, Ziele und Entwicklung

3.3.2 Fördermaßnahmen

3.3.2.1 Berufsschulische Vorbereitungsmaßnahme (BVJ)

3.3.2.2 Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme (BvB)

3.3.2.3 Einstiegsqualifizierung Jugendlicher (EQJ/EQ)

3.4 Von der Schule in den Beruf – Die Krise des "Übergangssystems"

4 Das dänische Bildungs- und Berufsbildungssystem

4.1 Ein Überblick über das dänische Bildungssystem

4.2 Das dänische Berufsbildungssystem

4.2.1 Ein kurzer historischer Abriss

4.2.2 Struktur des Berufsbildungssystems – VET-System

4.2.2.1 Klassische Merkmale der beruflichen Erstausbildung

4.2.2.2 Zahlen und Fakten

4.2.2.3 Akteure der Berufsbildung

4.2.3 Reformpädagogische Bewegungen in Dänemark – Überblick

5 Das "Übergangssystem" in Dänemark

5.1 Struktur des "Übergangssystems"

5.1.1 Produktionsschulen

5.1.2 Berufsgrundausbildung (EGU)

5.2 Probleme des "Übergangssystems"

6 Unterschiede und Gemeinsamkeiten im "Übergangssystem" – Deutschland – Dänemark

6.1 Vergleichskriterien

6.2 Vergleichsbetrachtung

6.2.1 Akzeptanz des "Übergangssystems"

6.2.2 Vergütung

6.2.3 Chancen auf Ausbildung

6.2.4 Optionen und Wege im "Übergangssystem"

6.2.5 Ursachen des "Übergangssystems"

7 Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit analysiert die Strukturen und Problematiken der sogenannten Übergangssysteme für benachteiligte Jugendliche in Deutschland und Dänemark. Ziel ist es, die Schwierigkeiten beim Übergang von der allgemeinbildenden Schule in die Berufsausbildung zu identifizieren und die Effektivität verschiedener Fördermaßnahmen in beiden Ländern kritisch zu vergleichen.

  • Strukturanalyse der Übergangssysteme für benachteiligte Jugendliche.
  • Gegenüberstellung der deutschen und dänischen Berufsbildungsansätze.
  • Kritische Bewertung von Fördermaßnahmen wie BVJ, BvB und Produktionsschulen.
  • Untersuchung der institutionellen Hürden und Selektionsmechanismen.
  • Ableitung von Ansätzen zur Verbesserung der Ausbildungsfähigkeit und Integration.

Auszug aus dem Buch

3.1 Definition des "Übergangssystems"

Unter dem Übergangssystem versteht man zunächst den Bereich zwischen Schule und Berufsausbildung, in dem Jugendliche zur Berufsvorbereitung verschiedene Möglichkeiten haben, sich für eine Ausbildung oder Arbeit zu qualifizieren.

Erkenntnisse der Übergangsforschung zeigen die Entstehung eines Übergangssystems zwischen Schule und Berufsausbildung. Auf der einen Seite bahnt es den Nutzern dieses Systems einen individuellen Weg in die Berufsausbildung und zum anderen zeigt die Übergangsforschung allerdings auch, dass einige von ihnen wiederum über sogenannte Warteschleifen vom Ausbildungssystem abgekoppelt sind. Jedoch kommt dem beruflichen Übergangssystem im kommunalen Handlungsfeld zunehmende Bedeutung zu. Es ist heute neben dem Schulberufssystem und dem dualen Ausbildungssystem ein dritter Bereich an der Schnittstelle zwischen Schule und Beruf, d.h. ein Teilsystem bzw. Subsystem des Berufsbildungssystems. Dieser dritte Bereich enthält arbeitsmarktpolitische und berufsvorbereitende Maßnahmen und dient vor allem Jugendlichen, denen beim Berufsstart Steine in den Weg gelegt werden, zu einer verbesserten beruflichen Eingliederung. Wesentliche Bereiche des Übergangs von der Schule in das Erwerbssystem werden durch arbeitsmarktpolitische Maßnahmen erfasst. Dabei handelt es sich um „(Aus-)Bildungsangebote, die unterhalb einer qualifizierten Berufsausbildung liegen bzw. zu keinem anerkannten Ausbildungsabschluss im Sinne des dualen oder des Schulberufssystems führen.“ Aufgrund dieser Tatsache spricht man auch vom „System of Schemes“ oder auch vom Maßnahmensystem. Man geht hierbei von einem integrativen Bestandteil des bestehenden Übergangssystems aus. In bestimmten Fällen allerdings wird dieses Maßnahmensystem auch als Parallelsystem interpretiert. Es handelt sich bei diesem Begriff um eine neue Wortschöpfung und „ist eine beschönigende Bezeichnung für den sozialpolitisch skandalösen Dschungel von 'Maßnahmen', in dem die Jugendlichen seit Jahren geparkt werden oder Warteschleifen drehen, die bei der Nachfrage nach betrieblichen Ausbildungsplätzen leer ausgingen.“

Zusammenfassung der Kapitel

1 Problemstellung: Diese Einleitung beleuchtet die prekäre Lage Jugendlicher ohne Ausbildungsplatz und begründet die Notwendigkeit, das Übergangssystem angesichts gesellschaftlicher Wandlungsprozesse zu analysieren.

2 Bildung und Berufsbildung in Deutschland: Es erfolgt ein Überblick über das deutsche Bildungswesen mit besonderem Fokus auf das duale System als zentrale Säule der beruflichen Erstausbildung.

3 Das "Übergangssystem" in Deutschland – Generation in der Warteschleife: Dieses Hauptkapitel definiert das Übergangssystem, analysiert die institutionellen Strukturen und Zielgruppen sowie die verschiedenen deutschen Fördermaßnahmen wie BVJ, BvB und EQJ.

4 Das dänische Bildungs- und Berufsbildungssystem: Das Kapitel erläutert das dezentrale dänische Schulsystem und das VET-Modell, das einen Brückenschlag zwischen dualer Lehre und schulbasierter Ausbildung darstellt.

5 Das "Übergangssystem" in Dänemark: Hier werden spezifisch dänische Ansätze wie Produktionsschulen und die Berufsgrundausbildung (EGU) vorgestellt, die sich durch hohe Flexibilität und arbeitsorientiertes Lernen auszeichnen.

6 Unterschiede und Gemeinsamkeiten im "Übergangssystem" – Deutschland – Dänemark: Ein systematischer Vergleich der beiden Länder anhand von Kriterien wie Akzeptanz, Vergütung und Chancen auf dem Ausbildungsmarkt.

7 Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse mit der Empfehlung, dass Deutschland verstärkt von den flexiblen dänischen Modellen lernen sollte, um Bildungsarmut zu vermeiden.

Schlüsselwörter

Übergangssystem, Berufsausbildung, benachteiligte Jugendliche, duales System, Deutschland, Dänemark, Produktionsschulen, Berufsvorbereitung, Ausbildungsmarkt, Bildungsförderung, Jugendarbeitslosigkeit, Integrationsförderung, Berufsbildung, Qualifizierung, Warteschleife.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert und vergleicht die Strukturen sowie die Probleme der Übergangssysteme für benachteiligte Jugendliche in Deutschland und Dänemark.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Felder umfassen die Definition von Benachteiligung, die Analyse institutioneller Strukturen, die Darstellung nationaler Fördermaßnahmen (wie BVJ, BvB, EQJ, Produktionsschulen) sowie den Vergleich der Erfolgsquoten.

Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsfrage?

Ziel ist es zu klären, warum Jugendliche nach der Schule ohne Ausbildungsplatz bleiben, wie sich ihre Chancen verschlechtert haben und welche Lehren das deutsche System aus den aktivierenden Ansätzen Dänemarks ziehen kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine analytische Vergleichsmethode, basierend auf einer umfassenden Literaturanalyse und der Auswertung statistischer Bildungsberichte beider Länder.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Beschreibung des deutschen Übergangssystems, den Überblick über das dänische VET-System sowie den abschließenden direkten Vergleich beider nationaler Modelle.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Wichtige Begriffe sind Übergangssystem, Berufsbildung, benachteiligte Jugendliche, Produktionsschulen, duales System, soziale Integration und Ausbildungsmarktknappheit.

Was unterscheidet das dänische Produktionsschul-Modell vom deutschen BVJ?

Während das BVJ oft als "Warteschleife" wahrgenommen wird, zeichnen sich dänische Produktionsschulen durch eine hohe gesellschaftliche Akzeptanz, einen realitätsnahen Praxisbezug und die Verknüpfung von Lernen und Produktion aus.

Welche Rolle spielt die Vergütung für die Jugendlichen in den Übergangssystemen?

Die Vergütung wirkt als Motivationsfaktor; während Teilnehmer im deutschen BVJ oft leer ausgehen, erhalten dänische Jugendliche in Produktionsschulen oder EGU-Programmen eine finanzielle Anerkennung, die ihnen eine Basis für ein eigenständiges Leben bietet.

Ende der Leseprobe aus 82 Seiten  - nach oben

Details

Titel
"Übergangssysteme" für benachteiligte Jugendliche im Vergleich. Strukturen und Probleme in Deutschland und Dänemark
Hochschule
Universität Konstanz
Note
2,0
Autor
Dipl.-Hdl. Erna Müller (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2008
Seiten
82
Katalognummer
V123623
ISBN (eBook)
9783640281534
ISBN (Buch)
9783640284429
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Jugendliche Vergleich Strukturen Probleme Deutschland Dänemark
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Dipl.-Hdl. Erna Müller (Autor:in), 2008, "Übergangssysteme" für benachteiligte Jugendliche im Vergleich. Strukturen und Probleme in Deutschland und Dänemark, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/123623
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Leseprobe aus  82  Seiten
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