In meiner folgenden Arbeit möchte ich, ausgehend vom Buch „The Dred Scott Case“ vom Pulitzerpreisträger Don E. Fehrenbacher den Gerichtsfall Dred Scott vs. Sandford behandeln, von dem der amerikanische Präsident Abraham Lincoln einst sagte, er sei „an astonisher in legal history“ gewesen. Gleichzeitig möchte ich, neben dem eigentlichen Gerichtsverfahren vor dem Supreme Court, dessen „Vorgeschichte“ (= Dred Scott vs. Emerson), aber auch die Reaktionen zu diesem Urteil näher beleuchten.
Inhaltsverzeichnis
VORWORT:
KAPITEL 1:
ÜBER DIE PERSON DES DRED SCOTT:
KAPITEL 2:
DRED SCOTT VS. EMERSON:
KAPITEL 3:
DRED SCOTT VS. SANDFORD:
KAPITEL 4:
VOR DEM SUPREME COURT:
KAPITEL 5:
DAS URTEIL UND DIE REAKTIONEN:
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht den historischen Gerichtsfall Dred Scott vs. Sandford, beleuchtet dessen Vorgeschichte sowie die Auswirkungen des Urteils auf die politische Landschaft und die Rechtsstellung von Sklaven in den USA des 19. Jahrhunderts.
- Biografischer Hintergrund von Dred Scott und seine Verbindung zur Familie Blow
- Analyse des Prozesses Dred Scott vs. Emerson
- Untersuchung der Rolle des Supreme Court im Fall Dred Scott vs. Sandford
- Rechtliche und politische Bedeutung des Urteils hinsichtlich Staatsbürgerschaft und Sklaverei
- Der Einfluss des Urteils auf den aufkeimenden Konflikt zwischen Nord- und Südstaaten
Auszug aus dem Buch
KAPITEL 4: VOR DEM SUPREME COURT:
Der Ausgangspunkt und die eigentliche Hauptfrage, die nun vor dem Obersten Gericht der Vereinigten Staaten behandelt wurde, ist somit klar: Kann ein Schwarzer, dessen Vorfahren im Zustand der Sklaverei in die Vereinigten Staaten „importiert“ worden waren, ein vollwertiges Mitglied dieser politischen Gemeinschaft werden, die durch die Gesetze und Rechte der Verfassung der Vereinigten Staaten erst entstehen kann, und in Folge alle Rechte, Pflichten und Privilegien in Anspruch nehmen, wobei eines dieser Privilegien das Recht auf Klage vor einem Gericht der Vereinigten Staaten ist ?!
Da sich dieses nun in diesem Falle bloß auf jene Gruppe von Personen bezieht, deren Vorfahren Schwarze aus Afrika sind, nach Amerika gebracht worden waren und hier als Sklaven gehalten wurden, mußte nun vor Gericht geklärt werden, ob nun deren Nachfahren, falls sie „emancipated“ (d.h. frei geworden) wurden, oder durch die Tatsache, daß deren Eltern bereits freie Leute waren, freie Personen sind, auch Staatsbürger im Sinne der Verfassung der Vereinigten Staaten sind. Laut Verfassung sind nämlich die „people of the United States“ und „citizens“ (also Bürger) beides Synonyme für den „political body who[...] form the sovereignety, and who hold the power and conduct the government through their representative.“ Somit werden diese Personen auch „sovereign people“ genannt, und jeder Bürger ist Teil der Souveränität.
Zusammenfassung der Kapitel
VORWORT: Einführung in das Thema und Zielsetzung der Arbeit unter Bezugnahme auf Don E. Fehrenbacher.
KAPITEL 1: ÜBER DIE PERSON DES DRED SCOTT: Detaillierte Betrachtung der Herkunft und Lebensgeschichte von Dred Scott bis zu seinem Verkauf an Dr. John Emerson.
KAPITEL 2: DRED SCOTT VS. EMERSON: Darstellung des ersten rechtlichen Bemühens von Dred Scott, vor dem Missouri Circuit Court seine Freiheit einzuklagen.
KAPITEL 3: DRED SCOTT VS. SANDFORD: Analyse der komplexen Hintergründe und der Hürden, die zu dem entscheidenden Prozess vor dem Federal Court und schließlich dem Supreme Court führten.
KAPITEL 4: VOR DEM SUPREME COURT: Untersuchung der verfassungsrechtlichen Kernfragen zur Staatsbürgerschaft von Afroamerikanern und der Gültigkeit des Missouri Compromise.
KAPITEL 5: DAS URTEIL UND DIE REAKTIONEN: Einordnung des Urteilsspruchs in den politisch aufgeladenen Kontext der 1850er Jahre und dessen Rolle als Wegbereiter für den Sezessionskrieg.
Schlüsselwörter
Dred Scott, Sandford, Sklaverei, Supreme Court, US-Verfassung, Staatsbürgerschaft, Missouri Compromise, Sklavenbefreiung, Rassenkonflikt, Abolitionismus, Sezessionskrieg, Rechtsgeschichte, Menschenrechte, 19. Jahrhundert, Abraham Lincoln
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert den historischen Gerichtsfall Dred Scott vs. Sandford, seine juristischen Hintergründe und die tiefgreifenden politischen Auswirkungen auf die US-amerikanische Gesellschaft.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Zentrale Themen sind die Lebensgeschichte von Dred Scott, die rechtlichen Instanzenwege der Sklavereiprozesse und die verfassungsrechtliche Debatte über die Staatsbürgerschaft von ehemaligen Sklaven.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Ziel ist es, den Gerichtsfall sowie dessen Vorgeschichte und die Reaktionen auf das Urteil von 1857 zu beleuchten und den Einfluss des Falls auf den Amerikanischen Bürgerkrieg darzustellen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine historische Analyse unter Auswertung von Fachliteratur, Gerichtsprotokollen und zeitgenössischen juristischen Quellen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in fünf Kapitel, die den Weg von Dred Scott vom Sklaven zum Kläger, die Verfahren vor verschiedenen Gerichten und die abschließende Entscheidung des Supreme Court sowie deren Folgen behandeln.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Dred Scott, Sklaverei, Supreme Court, Staatsbürgerschaft, Missouri Compromise und Sezessionskrieg.
Wie bewertete das Gericht die Staatsbürgerschaft von Dred Scott?
Das Gericht entschied, dass Afroamerikaner, deren Vorfahren als Sklaven importiert wurden, keine Bürger der Vereinigten Staaten sein konnten und somit keine Klageberechtigung vor einem Bundesgericht besaßen.
Warum konnte das Urteil von 1857 den Konflikt im Land nicht lösen?
Anstatt die Sklavereifrage zu befrieden, verschärfte das Urteil den Konflikt zwischen Nord- und Südstaaten, da es die Befürworter der Sklaverei begünstigte und die Ideale der Republikaner sowie die Volkssouveränität herausforderte.
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- Andreas Georg Hilzensauer (Author), 1998, Der Gerichtsfall Dred Scott vs. Sandford und der Status von Sklaven in den USA, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/123643