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Personen- und Klienten-zentrierte Pflege und Betreuung (Zusatzqualifizierung für Präsenz- und Betreuungskräfte gemäß §§43b, 53b SGB XI)

Band 3: Psychohygiene und allgemeine Gesundheitsfürsorge

Title: Personen- und Klienten-zentrierte Pflege und Betreuung (Zusatzqualifizierung für Präsenz- und Betreuungskräfte gemäß §§43b, 53b SGB XI)

Textbook , 2022 , 45 Pages

Autor:in: Sabine Schmidt (Author)

Nursing Science - Miscellaneous
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Mit der Klienten-zentrierten Therapie wird es dem Klientel ermöglicht, sich selbst zu erforschen und kennen- und verstehen zu lernen. Auf der Basis der Selbsterkenntnis kann der Klient anschließend seine persönliche Entwicklung selbst steuern. Das Wort Klient steht in diesem Fall für eine Behandlung, die weder manipulativ noch ärztlich verordnet ist. Mit Übertragung der Klienten-zentrierten Therapie in sämtliche außertherapeutischen Arbeitsfelder wie z.B. Bildung, Beratung, Erziehung, Politik, Wirtschaft u.a. ist durch die Begegnung von Mensch zu Mensch der Personen-zentrierte Ansatz entstanden. Die Aktualisierungstendenz (Wachstums- und Entwicklungskraft) entspricht dem positiven Menschenbild des Personen-zentrierten Ansatzes. Es wird hierbei davon ausgegangen, dass der Mensch von Natur aus bestrebt ist, sein eigenes Selbstkonzept zu erkennen und sich dem entsprechend konstruktiv zu verhalten (um sich selbst zu erhalten und persönlich zu reifen).

Gemäß dem gesunden Selbstkonzept von Carl R. Rogers sind die Menschen, die nach einem gesunden (fließenden) Selbstkonzept leben, dazu in der Lage, sich selbst und ihre tatsächlichen Bedürfnisse bewusst wahrzunehmen und dem entsprechend Verantwortung für sich selbst, aber auch für andere, die sich nicht selbst helfen können, zu übernehmen. Menschen, die sich selbst und andere so akzeptieren, wie sie sind, leben mental freier, unabhängiger, gesünder; haben nicht ständig den inneren Druck, etwas leisten, tun, haben zu wollen und machen (gemäß Carl Rogers) weder ihr Selbstwertgefühl noch ihre Zuwendung zu anderen von Leistungen und äußeren Eindrücken abhängig. Zusammenfassend betrachtet ist die Personenzentriertheit eine der wichtigsten Kompetenzen, einen (zu unterstützenden) Menschen als Person anzunehmen und seine Würde zu respektieren. Kommunikation und Interaktion sind so zu gestalten, dass die gegenseitigen Bedürfnisse nach Selbstachtung befriedigt sind und von allen Beteiligten als positiv und nicht bewertend wahrgenommen werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Grundbedürfnisse

1.1 Biologische Grundbedürfnisse

1.2 Zusammenhang zwischen Grundbedürfnissen und Stress

1.3 Stressmanagement

2. Selbstpflegefähigkeiten im privaten und beruflichen Kontext

2.1 Zeitmanagement

2.2 Work-Life-Balance

2.3 Konfliktmanagement

2.3.1 Grundprinzipien professioneller Kommunikation

2.3.2 Konflikte

Zielsetzung & Themen

Dieses Lehrmodul zielt darauf ab, Präsenz- und Betreuungskräften fundierte Konzepte zur Psychohygiene und allgemeinen Gesundheitsfürsorge zu vermitteln, um sowohl die Lebensqualität der Klienten als auch die eigene psychische Gesundheit durch fachliche Kompetenz und reflektierte Selbstpflege zu erhalten.

  • Analyse menschlicher Grundbedürfnisse und deren Einfluss auf das Stressempfinden.
  • Vermittlung von Methoden des Zeitmanagements und der Work-Life-Balance zur Burnout-Prävention.
  • Einführung in professionelle Kommunikationsprinzipien und konstruktive Konfliktbewältigung im Betreuungsalltag.
  • Vermittlung von medizinischen Grundlagen zu Vorsorgeuntersuchungen, Infektionsschutz und Immunität.

Auszug aus dem Buch

1. Grundbedürfnisse

►Als Grundbedürfnisse werden elementare, menschliche Bedürfnisse bezeichnet, die kurz- bis mittelfristig erfüllt werden sollten, damit der Mensch überleben bzw. zufrieden leben kann. Körperliche Grundbedürfnisse werden auch biologische Grundbedürfnisse genannt.

Abraham Harold Maslow, ein US-amerikanischer Psychologe unterscheidet in seiner Motivationstheorie:

→ Grundbedürfnisse (körperliches Wohlbefinden)

▪ Atmung (z.B. saubere Luft)

▪ Wärme (z.B. Kleidung)

▪ Wasser (z.B. sauberes Trinkwasser)

▪ Essen/Trinken (z.B. gesunde Ernährung)

▪ Schlaf (z.B. Ruhe und Entspannung)

▪ Sex

→ die Wachstumbedürfnisse

 nach Sicherheit

▪ Sicherheit (z.B. Unterkunft/Wohnung)

▪ Schutz vor Gefahren (z.B. Gesundheitsprävention)

▪ Ordnung (z.B. Gesetze, Rituale)

 nach sozialer Einbindung (Zusammensein mit anderen, akzeptiert sein)

▪ Freundschaft/Liebe/Zugehörigkeit

 Bedürfnisse nach Wissen und Verständnis (kognitive Orientierung), Ordnung, Schönheit und Symmetrie

 Selbstaktualisierungsbedürfnis nach Einfluss und Anerkennung (Wertschätzung, Achtung, Güte)

 Selbstverwirklichungsbedürfnis (persönliches Wachstum, Erfüllung)

 Selbstüberschreitungsbedürfnis Transzendenz (Sinnsuche u.a.).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Grundbedürfnisse: Dieses Kapitel erläutert elementare menschliche Bedürfnisse nach Maslow und ihre Bedeutung für das körperliche und psychische Wohlbefinden sowie deren enge Verknüpfung mit Stressfaktoren.

2. Selbstpflegefähigkeiten im privaten und beruflichen Kontext: Hier werden Strategien zum effektiven Zeitmanagement, zur Gestaltung einer gesunden Work-Life-Balance und zum professionellen Management von Konflikten in Betreuungssituationen dargelegt.

Schlüsselwörter

Grundbedürfnisse, Stressmanagement, Psychohygiene, Zeitmanagement, Work-Life-Balance, Konfliktmanagement, Kommunikation, Resilienz, Gesundheitsfürsorge, Vorsorgeuntersuchungen, Infektionsschutz, Selbstpflege, Motivation, Maslow, Copingstrategien.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in diesem Lehrmodul grundsätzlich?

Das Modul unterstützt Präsenz- und Betreuungskräfte dabei, fundiertes Wissen zur Psychohygiene und allgemeinen Gesundheitsfürsorge zu erlangen, um professionell und selbstfürsorglich zu arbeiten.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Zentrale Felder sind die Analyse von Grundbedürfnissen, Stressprävention, Zeit- und Selbstmanagement, Konfliktlösung sowie grundlegende Aspekte der medizinischen Vorsorge und Immunologie.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist die Befähigung der Fachkräfte, eine personenzentrierte Betreuung zu leisten, die sowohl die Ressourcen der Klienten stärkt als auch die eigene psychische Stabilität im anspruchsvollen Betreuungsalltag sichert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf humanistischen psychologischen Theorien (insbesondere Maslow und Rogers), medizinischen Standards zur Prävention sowie erprobten Methoden des Selbstmanagements wie dem Eisenhower-Prinzip.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die physiologischen und sicherheitsspezifischen Grundlagen menschlicher Bedürfnisse sowie in praktische Handlungsanweisungen für den beruflichen Alltag in der Betreuung.

Welche Merkmale kennzeichnen die Arbeit?

Die Arbeit zeichnet sich durch eine klare Struktur, die Verbindung von wissenschaftlicher Theorie und praktischer Anwendung sowie einen starken Fokus auf die Gesundheitserhaltung der Pflege- und Betreuungskräfte aus.

Welche Bedeutung haben die "ALPEN"-Methode und das Eisenhower-Prinzip?

Diese Werkzeuge dienen der Strukturierung des Arbeitstages, um Prioritäten präzise zu setzen und somit Stress durch Fehlplanung oder Überlastung im Betreuungskontext zu minimieren.

Wie definiert der Text einen "gesunden Umgang mit Konflikten"?

Ein gesunder Umgang umfasst die Unterbrechung von Belastungskreisläufen, klare emotionale Abgrenzung, konstruktive Ich-Botschaften und bei Bedarf die Einbindung von Supervision oder interdisziplinären Fallbesprechungen.

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Details

Title
Personen- und Klienten-zentrierte Pflege und Betreuung (Zusatzqualifizierung für Präsenz- und Betreuungskräfte gemäß §§43b, 53b SGB XI)
Subtitle
Band 3: Psychohygiene und allgemeine Gesundheitsfürsorge
Author
Sabine Schmidt (Author)
Publication Year
2022
Pages
45
Catalog Number
V1236500
ISBN (PDF)
9783346648112
Language
German
Tags
personen- klienten-zentrierte pflege betreuung zusatzqualifizierung präsenz- betreuungskräfte band psychohygiene gesundheitsfürsorge
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sabine Schmidt (Author), 2022, Personen- und Klienten-zentrierte Pflege und Betreuung (Zusatzqualifizierung für Präsenz- und Betreuungskräfte gemäß §§43b, 53b SGB XI), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1236500
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