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Die Situation und Rolle des Spanischen in Marokko und der Westsahara

Ein kontrastiver Vergleich

Title: Die Situation und Rolle des Spanischen in Marokko und der Westsahara

Seminar Paper , 2022 , 18 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Michael Stecher (Author)

Romance Studies - Spanish Studies
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Ziel dieser Arbeit ist es, exemplarisch anhand ausgewählter Standorte kulturhistorisch und (sozio)linguistisch einen Vergleich herzustellen, der Aussagen über die gesellschaftliche Relevanz des Spanischen in Nordafrika zulassen und den Forschungsstand kritisch auf den Prüfstand stellen soll.

Für die meisten hispanophonen Regionen gilt, dass sie linguistisch bereits hochqualitativ erschlossen sind. Dennoch gibt es heute noch Ausnahmen, von denen dies nicht behauptet werden kann. Häufig sind äußere, nicht zu beeinflussende Umstände der Grund für diese Tatsache. Exemplarisch hierfür soll die Situation und Rolle des Spanischen in Marokko und der Westsahara Gegenstand dieser Seminararbeit sein.

Dabei soll die Frage nach den Forschungsdefiziten und deren Ursachen – besonders auf Seiten der Westsahara – im Zentrum des Interesses stehen, indem bisherige Erkenntnisse kontrastiv an der Situation des benachbarten Marokko verglichen werden. Zur kulturhistorischen Einordnung wird ein Überblick über den Ursprung und die Entstehung des Sprachkontakts beider Regionen im Rahmen der externen Sprachgeschichte gegeben.

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Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Externe Sprachgeschichte

2.1 Die Regionen in Marokko und der Westsahara mit spanischer Kolonialvergangenheit

2.2 Spanisch-Marokko und Spanisch-Westsahara in Entstehung und Zerfall

3 Soziale Relevanz des Spanischen in Marokko und der Westsahara

3.1 Ceuta und Melilla

3.2 Marokko – Tétouan und Sidi Ifni

3.3 Westsahara

4 Sprachliche Charakteristika

4.1 Ceuta und Melilla

4.2 Marokko – Tétouan und Sidi Ifni

4.3 Westsahara

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht kontrastiv die Situation und Rolle der spanischen Sprache in Marokko und der Westsahara. Ziel ist es, Forschungsdefizite aufzudecken, die historischen Hintergründe der Sprachenkontakte zu beleuchten und soziolinguistische Unterschiede sowie sprachliche Besonderheiten der jeweiligen Regionen zu analysieren.

  • Historische Entwicklung der spanischen Kolonialverwaltung
  • Soziolinguistischer Status des Spanischen in den Enklaven Ceuta und Melilla
  • Sprachkontaktsituation in Tétouan und Sidi Ifni
  • Formierung einer Identität durch die spanische Sprache in der Westsahara
  • Analyse von Defiziten und Forschungslücken in der aktuellen Hispanistik

Auszug aus dem Buch

2.2 Spanisch-Marokko und Spanisch-Westsahara in Entstehung und Zerfall

Über das gesamte Gebiet der Westsahara und partiell Marokkos ist (sprach-)historisch bis weit in das Spätmittelalter nur wenig bekannt. Als Grund hierfür wird häufig angeführt, dass “die Quellenlage […] problematisch“ sei (Doppelbauer 2014: 36), was sich nach eigenen Recherchebemühungen – besonders im Hinblick auf die heutigen Sprachkontakte – auch mit der persönlichen Einschätzung deckt. In der Antike ließ sich mit den Phöniziern zwar eine semitischsprachige Bevölkerung nieder, jedoch existieren von diesen “kaum kulturelle Spuren“ (Morgenthaler García 2013: 274). Dabei muss ergänzt werden, dass sich besonders die Wüstengebiete aufgrund der geographischen Begebenheiten – was für die Westsahara ausnahmslos zutrifft – für Völker in Bezug auf eine Niederlassung als wenig lukrativ erwiesen.

Demnach kann auch diese Tatsache als Grund für eine mangelnde kulturhistorische Forschungsrelevanz angesehen werden. Lediglich eine potenzielle Fischerkultur entlang der im Westen gelegenen Atlantikküste könnte denkbar gewesen sein. WissenschaftlerInnen tendieren daher zu der These, dass die Region “erst mit der Einführung des Kamels im dritten Jahrhundert [n. Chr., Anm. d. Verf.] […] als Karawanendurchgang bedeutend“ geworden sei (Morgenthaler García 2013: 274). Trotzdem soll sich dort erst weitere fünf Jahrhunderte später ein für Wüsten typisches Nomadenvolk islamisch-berberischer Herkunft etabliert haben.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die plurizentrische Natur des Spanischen ein und begründet die Wahl von Marokko und der Westsahara als Untersuchungsgegenstand zur Aufdeckung von Forschungsdefiziten.

2 Externe Sprachgeschichte: Das Kapitel bietet einen historischen Überblick über die spanischen Protektorate in Nordwestafrika und erläutert die Entstehung der kolonialen Sprachkontakte.

3 Soziale Relevanz des Spanischen in Marokko und der Westsahara: Hier wird der aktuelle Status des Spanischen unter soziolinguistischem Fokus betrachtet, wobei zwischen den Enklaven und den übrigen Regionen differenziert wird.

4 Sprachliche Charakteristika: In diesem Kapitel werden phonetische und lexikalische Besonderheiten des lokalen Spanisch im Kontext regionaler Sprachkontakte analysiert.

5 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, betont die identitätsstiftende Rolle des Spanischen bei anti-frankophonen Bevölkerungsgruppen und weist auf die bestehenden Forschungslücken hin.

Schlüsselwörter

Spanisch, Nordafrika, Westsahara, Marokko, Ceuta, Melilla, Sprachkontakt, Soziolinguistik, Kolonialgeschichte, Identität, Zweitsprache, Diglossie, Hispanistik, Forschungslücke, Protektorat

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert kontrastiv die Situation und die soziolinguistische Rolle der spanischen Sprache in spezifischen Regionen Marokkos sowie der Westsahara.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Schwerpunkte liegen auf der externen Sprachgeschichte, dem sozialen Status der Sprache in verschiedenen Städten sowie den sprachlichen Besonderheiten im aktuellen Sprachgebrauch.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel besteht darin, ein genaueres Verständnis für die heutige Rolle des Spanischen in diesen politisch sensiblen Gebieten zu entwickeln und identifizierbare Forschungslücken aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt eine kontrastive Analyse auf Basis bestehender wissenschaftlicher Literatur, um soziolinguistische Aspekte und Sprachkontakte zwischen den untersuchten Gebieten zu vergleichen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Aufarbeitung der historischen Entstehung der Sprachkontakte, die Untersuchung der sozialen Relevanz des Spanischen in verschiedenen städtischen Kontexten sowie eine detaillierte Betrachtung phonetischer und lexikalischer Merkmale.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Publikation?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Sprachkontakt, koloniales Erbe, Identität, Hispanistik, Soziolinguistik und die Spezifika der Regionen Ceuta, Melilla sowie der Westsahara.

Welche Rolle spielt das Spanische für die junge Generation in den Konfliktgebieten der Westsahara?

Laut der Studie konstruiert die jüngere Generation auf Basis des Spanischen eine Form der Widerstandsidentität, um sich vom offiziellen Marokko abzugrenzen.

Wie unterscheidet sich die Sprachsituation in Ceuta und Melilla von der in der Westsahara?

In den Enklaven Ceuta und Melilla ist Spanisch die dominante Verwaltungssprache und Bildungssprache, während es in der Westsahara eher als eine Minderheitensprache oder "Zweitsprache" fungiert, die zur kulturellen Abgrenzung dient.

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Details

Title
Die Situation und Rolle des Spanischen in Marokko und der Westsahara
Subtitle
Ein kontrastiver Vergleich
College
LMU Munich  (Institut für Romanische Philologie)
Course
Seminar Linguistik "Romanische Sprachen in Afrika"
Grade
1,3
Author
Michael Stecher (Author)
Publication Year
2022
Pages
18
Catalog Number
V1236745
ISBN (PDF)
9783346656445
ISBN (Book)
9783346656452
Language
German
Tags
situation rolle spanischen marokko westsahara vergleich
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Michael Stecher (Author), 2022, Die Situation und Rolle des Spanischen in Marokko und der Westsahara, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1236745
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