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Heiliger Geist und Eucharistie

Ein vergessener Streitpunkt der Ökumene

Título: Heiliger Geist und Eucharistie

Trabajo Escrito , 2004 , 17 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Mark Bothe (Autor)

Teología - Teología práctica
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Die Spaltung der einen christlichen Kirche in viele Kirchen ist schon immer eines der größten Probleme der Christenheit gewesen. Es steht zweifellos fest, dass es das Ziel der ökumenischen Bewegung sein muss, mit diesen Einzelkirchen wieder eine Einheit zu bilden. Dieser Prozess der Einigung findet vor allem an einem Thema statt: Dem Verständnis der Eucharistie bzw. Abendmahls. Die stellt den Kern des christlichen Lebens dar. In ihr kommt alles zusammen: Das gesamte Leben Jesu Christi mündet in den Moment in dem er mit seinen Jüngern am Abendmahlstisch sitzt.
Gerade diese Tatsache macht es vielen so schwer, von ihrem Standpunkt in der Frage ihres Verständnisses der Eucharistie abzurücken oder auch nur andere Sichtweisen zuzulassen. Daher ist sie einer der größten Streitpunkt in der ökumenischen Diskussion.
Innerhalb der Eucharistiefrage gibt es wiederum verschiedene Punkte, über die gestritten wird: Realpräsenz, Opfer, Wandlung etc. um nur einige zu nennen.
Einer jener Punkte soll in dieser Arbeit näher betrachtet werden: Die Herabrufung des Heiligen Geistes auf die Gaben, oder Epiklese.
In einem katholischen Gottesdienst hat der Moment, in dem der Priester seine Hände über die Gaben hält und um die Geistsendung bittet, etwas durchaus Magisches an sich. Und schnell drängt sich einem der Eindruck auf, dass durch diese Handlung die Gaben in den Leib und das Blut Christi verwandelt würden.
Beschäftigt man sich jedoch eingehender mit der Thematik so fällt als erstes auf, dass das Thema Epiklese oft nur unzureichend, wenn überhaupt, behandelt wird. Dem Kirchenrecht scheint sie sogar recht unwichtig zu sein. Und ein Blick in das Neue Testament offenbart, dass Jesus im letzten Abendmahl den Geist nicht einmal erwähnt. Warum findet also überhaupt eine Epiklese statt? Was bewirkt sie? Und wie lässt sich diese Praxis der katholischen Kirche mit der anderer Kirchen vereinbaren? Diesen Fragen soll in dieser Arbeit nachgegangen werden. Dazu wird zunächst die Position der katholischen Kirche herausgearbeitet werden, um diese dann einer evangelischen Kritik gegenüber zu stellen.
Im Anschluss folgen dann zwei Versuche diese Positionen zu vereinen, gefolgt von einem persönlichen Ausblick.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

0 Einleitung

1 Was ist Epiklese?

1.1 Wortbedeutung

1.2 Der Ursprung der Epiklese

1.3 Geschichtsverlauf

1.4 Der Heilige Geist

1.5 Die Anrufung in der Praxis

2 Epikletische Theologien

2.1 Römisch Katholische Epiklese – Eine Bestandsaufnahme

2.1.1 Der Heilige Geist bei Theodor Schneider

2.1.2 Epiklese bei Franz-Josef Nocke

2.2 Kirchenrecht – Die Epiklese als Zusatz

2.3 Kritik an der Epiklese

2.3.1 Die Epiklese-Kritik von Karl-Hermann Kandler

2.4 Zwischenbilanz

3 Ökumene

3.1 Das Lima-Dokument

3.2 Lothar Lies – Ein Versuch der Einigung

3.2.1 Perichorese

4 Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die theologische Bedeutung und ökumenische Relevanz der Epiklese – der Herabrufung des Heiligen Geistes – im Kontext der Eucharistiefeier, um Wege zur Überwindung konfessioneller Differenzen im Verständnis der Wandlung aufzuzeigen.

  • Historische Herleitung und Begriffsbestimmung der Epiklese.
  • Analyse katholischer Sakramententheologien im Hinblick auf die Geist-Epiklese.
  • Darstellung der evangelischen Kritik an einer Konsekration durch den Heiligen Geist.
  • Untersuchung ökumenischer Lösungsansätze, insbesondere durch das Lima-Dokument und das Konzept der Perichorese.

Auszug aus dem Buch

3.1 Das Lima-Dokument

Die Kommission für Glauben und Kirchenverfassung des Ökumenischen Rates der Kirchen hat 1982 eine Konvergenzerklärung verfasst (das sog. Lima-Dokument) in der es in Abschnitt C auch um die Epiklese geht.

Dort heißt es unter Punkt 14: „Der Heilige Geist macht im eucharistischen Mahl den gekreuzigten und auferstandenen Christus für uns gegenwärtig, indem er die Verheißung der Einsetzungsworte erfüllt. (…) Es ist jedoch der Vater, der der primäre Ursprung und die letztliche Erfüllung des eucharistischen Geschehens ist. (…) Der Heilige Geist ist die unermeßliche Kraft der Liebe, die dieses Geschehen ermöglicht und es weiterhin wirksam macht.“39

Damit schließt sich Lima den bisherigen Feststellungen an. Der Heilige Geist ist die Kraft, die alles verbindet: Gott, Jesus und die Menschen.

„Das Band zwischen der eucharistischen Feier und dem Geheimnis des dreieinigen Gottes enthüllt die Rolle des Heiligen Geistes als die des Einen, der die historischen Worte Jesu gegenwärtig und lebendig werden läßt.“40

Zusammenfassung der Kapitel

0 Einleitung: Die Arbeit thematisiert die konfessionelle Spaltung im Eucharistieverständnis und stellt die Frage nach der Rolle des Heiligen Geistes bei der Wandlung als zentrales ökumenisches Hindernis vor.

1 Was ist Epiklese?: Dieses Kapitel bietet einen Abriss über die Wortbedeutung, den historischen Ursprung im Judentum sowie die Entwicklung der Geist-Epiklese in der frühen Kirche.

2 Epikletische Theologien: Hier werden unterschiedliche katholische Sakramentenlehren, kirchenrechtliche Einschätzungen und eine fundierte evangelische Kritik durch Karl-Hermann Kandler gegenübergestellt.

3 Ökumene: Das Kapitel befasst sich mit dem Lima-Dokument und dem Ansatz von Lothar Lies, um durch Konzepte wie die Perichorese eine ökumenische Annäherung im Verständnis der Epiklese zu ermöglichen.

4 Ausblick: Der Autor plädiert für eine weiterführende wissenschaftliche Reflexion, um die Epiklese nicht als Streitpunkt, sondern als verbindendes Element der christlichen Glaubenspraxis zu begreifen.

Schlüsselwörter

Epiklese, Eucharistie, Heiliger Geist, Ökumene, Konsekration, Abendmahl, Lima-Dokument, Perichorese, Realpräsenz, Wandlung, Theologie, Sakramentenlehre, Liturgie, christliche Einheit, Gabenbereitung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Thematik der Epiklese, also der Herabrufung des Heiligen Geistes in der Eucharistiefeier, und ihrem Einfluss auf das konfessionelle Verständnis der Wandlung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit deckt die historische Entwicklung der Epiklese, die katholische Sichtweise, die evangelische Kritik daran sowie ökumenische Einigungsversuche ab.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, die strittigen Punkte hinsichtlich der Rolle des Heiligen Geistes bei der Konsekration zu klären und zu prüfen, inwieweit ökumenische Dokumente eine Annäherung ermöglichen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine systematisch-theologische Analyse, die historische Quellen sowie zeitgenössische sakramententheologische Kompendien und ökumenische Texte auswertet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden katholische Positionen (Schneider, Nocke), das Kirchenrecht, die dezidierte Kritik von Karl-Hermann Kandler sowie ökumenische Lösungsansätze (Lima-Dokument, Perichorese-Modell) erörtert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist zentral durch Begriffe wie Epiklese, Eucharistie, Ökumene, Heiliger Geist und Konsekration gekennzeichnet.

Warum wird die Epiklese nach Ansicht von Karl-Hermann Kandler kritisch gesehen?

Kandler befürchtet, dass eine Betonung der Geist-Epiklese zur Wandlung der Gaben die Rolle Christi in den Hintergrund drängen könnte, da die Konsekration primär an den Einsetzungsworten festzumachen sei.

Wie trägt das Konzept der Perichorese zur Lösung bei?

Lothar Lies nutzt die Perichorese, um das gegenseitige Durchdringen von Gott, Geist und Mensch in Freiheit zu beschreiben, wodurch die Epiklese als Ausdruck gemeinsamer Teilhabe an Gott verständlich wird.

Welche Rolle spielt das Lima-Dokument in diesem Kontext?

Das Lima-Dokument dient als ökumenische Konvergenzerklärung, die den „epikletischen Charakter“ der gesamten Eucharistie betont und versucht, die unterschiedlichen Traditionen auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen.

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Detalles

Título
Heiliger Geist und Eucharistie
Subtítulo
Ein vergessener Streitpunkt der Ökumene
Universidad
University of Münster  (Ökumenisches Institut, Abteilung I)
Curso
Unterseminar: „Die Frage nach dem gemeinsamen Abendmahl“ Erfahrungen rund um den Ökumenischen Kirchentag 2003
Calificación
1,0
Autor
Mark Bothe (Autor)
Año de publicación
2004
Páginas
17
No. de catálogo
V123679
ISBN (Ebook)
9783640291670
ISBN (Libro)
9783640291731
Idioma
Alemán
Etiqueta
Eucharistie Epiklese Ökumene Abendmahl
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Mark Bothe (Autor), 2004, Heiliger Geist und Eucharistie, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/123679
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