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Hochschulbildung nach Bologna

Das Ende der humboldtschen Universitätsidee?

Titel: Hochschulbildung nach Bologna

Essay , 2009 , 7 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Thorsten Häußler (Autor:in)

Politik - Politische Theorie und Ideengeschichte
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„Die Bildung wird täglich geringer, weil die Hast größer wird.“ Angesichts der Reformwut der vergangenen Jahre im Bildungssektor scheint dieser Ausspruch von Friedrich Nietzsche eine bisher unerreichte Brisanz für den europäischen Hochschulraum zu bekommen. Die Reformbemühungen, welche ihren vorläufigen Gipfel im Bolognaprozess fanden, bedeuten für viele Verantwortungsträger an den Universitäten eine immer weiter voranschreitende Aufgabe des Bildungsideals, welches Wilhelm von Humboldt bereits im frühen 19. Jahrhundert für die deutsche Bildungslandschaft formuliert hatte und welches seitdem weltweit als angesehenes Modell von diversen Bildungsträgern adaptiert wurde. Es gilt also zu prüfen, ob dieser Prozess zur Schaffung eines einheitlichen europäischen Hochschulraumes tatsächlich das Ende der klassischen Universität in Europa bedeutet.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

  • Humboldts Universitätsidee
  • Der Bachelor als Abschied vom Bildungsideal
  • Akademische Unfreiheit
  • Aufbruch der Einheit von Forschung und Lehre

Zielsetzung und Themenschwerpunkte

Diese Arbeit untersucht die Auswirkungen des Bologna-Prozesses auf die klassische Universitätsidee nach Wilhelm von Humboldt. Es wird analysiert, inwieweit die Reformbemühungen zu einer Abkehr von Humboldts Bildungsideal geführt haben.

  • Humboldts Konzept der Allgemeinbildung und die Einheit von Forschung und Lehre
  • Der Einfluss des Bologna-Prozesses auf die universitäre Lehre und die akademische Freiheit
  • Die zunehmende Ökonomisierung der Wissenschaft und ihre Auswirkungen auf die Forschung
  • Die Entwicklung der universitären Karriere und die Abwertung der Lehre
  • Die Frage nach dem Fortbestand der Humboldt'schen Universität im europäischen Hochschulraum

Zusammenfassung der Kapitel

Das erste Kapitel beschreibt Humboldts Universitätsideal, charakterisiert durch Allgemeinbildung, die Einheit von Forschung und Lehre, und akademische Freiheit. Das zweite Kapitel analysiert den Bachelor-Abschluss im Kontext des Bologna-Prozesses und argumentiert, dass er eine Abkehr von Humboldts Bildungsideal darstellt. Das dritte Kapitel befasst sich mit dem Thema der akademischen Unfreiheit, hervorgerufen durch die zunehmende Ökonomisierung der Wissenschaft und die Modularisierung der Studienstrukturen. Das vierte Kapitel untersucht den Zerfall der Einheit von Forschung und Lehre, der durch die Priorisierung der Forschung und die Abwertung der Lehre entsteht.

Schlüsselwörter

Bologna-Prozess, Humboldt'sche Universitätsidee, Allgemeinbildung, Einheit von Forschung und Lehre, Akademische Freiheit, Ökonomisierung der Wissenschaft, Bachelor-Abschluss, Drittmittelforschung.

Häufig gestellte Fragen

Was war Wilhelm von Humboldts Universitätsideal?

Humboldts Ideal basierte auf der Einheit von Forschung und Lehre, der akademischen Freiheit und dem Ziel der allgemeinen Menschenbildung statt einer rein zweckorientierten Ausbildung.

Was ist der Bologna-Prozess?

Eine europäische Reform zur Schaffung eines einheitlichen Hochschulraums, die unter anderem das zweistufige System von Bachelor und Master sowie die Modularisierung von Studiengängen einführte.

Warum wird der Bachelor als „Abschied vom Bildungsideal“ kritisiert?

Kritiker bemängeln die Verschulung des Studiums, den Fokus auf reine Beschäftigungsfähigkeit (Employability) und den Zeitdruck, der tiefgehende Bildungsprozesse erschwert.

Was bedeutet die „Ökonomisierung der Wissenschaft“?

Damit ist gemeint, dass Universitäten zunehmend nach marktwirtschaftlichen Kriterien geführt werden, Drittmittel wichtiger werden als Grundlagenforschung und Lehre oft gegenüber der Forschung abgewertet wird.

Wie beeinflusst Bologna die akademische Freiheit?

Durch starre Modulpläne und Leistungspunktsysteme haben sowohl Lehrende als auch Studierende weniger Freiheit, eigenen Forschungsinteressen nachzugehen oder über den Tellerrand des Lehrplans hinauszublicken.

Bedeutet Bologna das Ende der klassischen Universität?

Die Arbeit prüft diese These kritisch. Während die Strukturen sich massiv geändert haben, bleibt die Frage offen, ob humboldtsche Werte in der modernen Massenuniversität noch Platz finden können.

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Details

Titel
Hochschulbildung nach Bologna
Untertitel
Das Ende der humboldtschen Universitätsidee?
Hochschule
Universität der Bundeswehr München, Neubiberg  (Institut für politische Theorie)
Veranstaltung
Seminar: Politische Ideen
Note
2,0
Autor
Thorsten Häußler (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
7
Katalognummer
V123700
ISBN (eBook)
9783640463404
ISBN (Buch)
9783640462636
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Bologna Prozess Humboldt Bildungsideal Humanismus Bildung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Thorsten Häußler (Autor:in), 2009, Hochschulbildung nach Bologna, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/123700
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Leseprobe aus  7  Seiten
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