Die Zeiten, in dem das Internet noch ein reines Informations- und Kommunikationsmedium war sind vorbei. Es entwickelt sich mehr und mehr zu einer Unterhaltungsplattform. Fester Bestandteil hierbei ist die Videotechnologie. Die Streaming-Technologien machen das Internet zu einer Werbeplattform für den Consumer-Bereich. Jedoch sind sie für die breite Masse noch nicht ausgereift, denn dafür fehlen derzeit noch die erforderlichen Bandbreiten und leistungsfähige Videoserver (Stand: 1999).
Man kann davon ausgehen, dass die Entwickler in den nächsten Jahren weitere Fortschritte bei den Komprimierungsverfahren machen.
Wollte man in der Vergangenheit über das Internet Musik-Tracks oder Video-Clips übertragen, so musste man erst die komplette Datei herunterladen, um sie anschließend mit einem Media Player abzuspielen. Das war zum einen sehr zeitaufwendig und zum anderen wusste man erst hinterher, ob sich der Aufwand gelohnt hat.
Mit Streaming-Verfahren ist es möglich, im World Wide Web Multimediadaten in Echtzeit zu übertragen. Derzeit haben sich drei Verfahren durchgesetzt ( RealMedia von RealNetworks; Windows Media von Microsoft; QuickTime von Appel).
Klickt man auf einen Streaming Media-Link innerhalb einer Website dauert es nur wenige Sekunden, bis der zugehörige Media Player startet und die ersten Töne und Bilder produziert. Während der Übertragung werden ständig neue Daten nachgeschoben. Damit sind auch Live-Übertragungen von Radio- und TV-Programmen möglich.
Inhaltsverzeichnis
1. Einführung
2. Die Grundlagen der Streaming - Technik
2.1 Websites für Streaming-Informationen
3. Die Datenübertragung
4. Die Verteilermechanismen für die Streaming-Technik
4.1 Unicast
4.2 Multicast
4.3 On –demand
5. Das Prinzip der Streaming-Technik
6. Die 4 Protokolle der Streaming-Technology
1. Protokoll: DAS NUTZDATENPROTOKOLL
1.2 Das Funktionsprinzip von RSVP
1.3 RSVP - Nachrichten
1.4 Das Soft State-Prinzip
1.5 Der Reservierungsmechanismus
1.6 Fazit: Zusammenfassung der Funktion von RSVP
2. Protokoll: DAS DATENTRANSFERPROTOKOLL
2.1 Wozu / Wofür wird das RTP benötigt ?
2.2 Aufgaben von RTP
2.3 Die Protokoll-Architektur
2.4 Anwendung: Einfache Audiokonferenz
2.5 Multiplexen mehrerer Medien
2.6 Mixer
2.7 Translator
2.8 Das RTCP Realtime Transport Control Protocol
2.9 Der Sender / Receiver Report ( SR / RR )
2.10 Die Source Description
2.11 Fazit: Zusammenfassung der Funktion von RTP
3. Protokoll: DAS STEUERUNGSPROTOKOLL
3.1 Verfahren von RTSP
3.2 Funktionsweise von RTSP
3.3 ASCII-Code zwischen Server und Client
3.4 Implementierung
4. Protokoll: DAS BESCHREIBUNGS- UND FORMATIERUNGSPROTOKOLL
4.1 Was ist SMIL im Vergleich zu HTML
4.2 SMIL und die Streamingtechnology
4.3 Wer hat SMIL entwickelt?
4.4 Welche Werkzeuge benötigt man für SMIL?
4.5 Welche Syntax besitzt SMIL?
4.6 Multimediaobjekte, Mediaelement und Formate
4.7 Integration von SMIL-Präsentationen in einer HTML-Seite
4.8 Weitere Informationen zur SMIL-Technologie
7. Hersteller von Streaming – Angeboten
7.1 Real Networks mit dem Real System
7.2 Microsoft mit der Windows-Media-Technologie
7.3 Appel mit QuickTime
8. Schlusswort
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die Arbeit analysiert die technischen Grundlagen und Protokolle, die eine Echtzeit-Übertragung von Multimedia-Daten (Internet-TV) ermöglichen. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Internet-Streaming als neue Unterhaltungsplattform fungiert und welche technologischen Hürden dabei überwunden werden.
- Funktionsweise und Herausforderungen der Streaming-Technik
- Bedeutung der vier zentralen Protokolle (RSVP, RTP, RTSP, SMIL)
- Vergleich und Einordnung der Marktführer Real Networks, Microsoft und Apple
- Integration von Multimedia-Inhalten mittels SMIL und HTML
Auszug aus dem Buch
4.2 SMIL und die Streamingtechnology
SMIL-Präsentationen können auf einer CD oder Platte eines PCs abgelegt sein und bei Bedarf abgerufen werden. Die Nutzung von SMIL ist also nicht an das Internet gebunden. Die Stärke von SMIL liegt aber eindeutig bei Multimediapräsentationen im Internet. Mit SMIL kann definiert werden, wann, wie, was, von wo und wohin übertragen wird. Im Zusammenspiel mit einem RealServer kann das Realtimestandardprotokoll (rtsp) benutzen werden. Dies bedeutet, dass das SMIL-Dokument sequentiell abgearbeitet und die dazugehörenden Multimediaobjekte kontinuierlich übertragen werden. Der Player, der die übertragenen Informationen auf dem Bildschirm sichtbar macht, regelt zudem den Übertragungsvorgang. Dies hat den entscheidenden Vorteil, dass eine Präsentation parallel zum Ladevorgang kontinuierlich betrachtet werden kann. Der RealServer erzeugt nach dem Realtimestreamingprotokoll einen kontinuierlichen Datenstrom, der von dem Realplayer auf der Nutzerseite kontinuierlich sichtbar und/oder hörbar gemacht wird.
SMIL ist eng mit der Streamingtechnologie verbunden. Bevor SMIL entwickelt wurde, diente die Streamingtechnologie lediglich zur kontinuierlichen Übertragung von Audio- und Videoclips. Internet Radiosender und später Internet-Fernsehsender bedienten sich dieser Technologie, um ihre Programme in Teilen oder vollständig über das Internet weltweit zu übertragen. Als nächstes nutzten Webmaster die Möglichkeit, Audio- und Videoinformationen als Teil ihrer Webpräsentation anzubieten. Mit SMIL wurde ein neues Kapitel in der Geschichte der Streamingtechnologie aufgeschlagen. Während früher ein Audio- oder Videoclip nach dem anderen abgespielt wurde, wurde es mit SMIL möglich, die Streamingtechnologie für eine integrierte Multimediapräsentation über das Internet zu nutzen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einführung: Beschreibt den Wandel des Internets von einem reinen Informationsmedium zu einer Unterhaltungsplattform durch Videotechnologie.
2. Die Grundlagen der Streaming - Technik: Erläutert die Notwendigkeit der Datenkompression durch Codecs und die Funktionsweise der Datenübertragung.
3. Die Datenübertragung: Differenziert das Streaming-Verfahren vom herkömmlichen Download und thematisiert die Herausforderung der Echtzeitübertragung.
4. Die Verteilermechanismen für die Streaming-Technik: Unterscheidet zwischen Unicast, Multicast und On-Demand-Übertragungen.
5. Das Prinzip der Streaming-Technik: Erklärt das Buffering als Methode zur kontinuierlichen Wiedergabe bei schwankenden Bandbreiten.
6. Die 4 Protokolle der Streaming-Technology: Analysiert die Kernprotokolle RSVP für Ressourcen, RTP für den Transport, RTSP für die Steuerung und SMIL für die Formatierung.
7. Hersteller von Streaming – Angeboten: Vergleicht die technologischen Ansätze von Real Networks, Microsoft und Apple.
8. Schlusswort: Fazit zur aktuellen Marktsituation und dem Potenzial des Online-Fernsehens bei steigenden Bandbreiten.
Schlüsselwörter
Streaming, Multimedia, Echtzeitübertragung, RSVP, RTP, RTSP, SMIL, Bandbreite, Codec, RealPlayer, Windows Media, QuickTime, Videostreaming, Datenübertragung, On-Demand.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit den technischen Aspekten und Protokollen, die das Streaming von Audio- und Videodaten über das Internet ermöglichen.
Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?
Die Arbeit behandelt die Grundlagen der Datenkompression, die Verteilermechanismen, die spezifischen Streaming-Protokolle sowie die Marktangebote von Unternehmen wie Real Networks, Microsoft und Apple.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist die Vermittlung eines fundierten Verständnisses darüber, wie Multimediadaten trotz Netzschwankungen in Echtzeit und synchronisiert beim Endanwender ausgegeben werden können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine technologische Analyse und deskriptive Zusammenfassung der relevanten Streaming-Standards und Protokollarchitekturen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Betrachtung der vier zentralen Streaming-Protokolle (RSVP, RTP, RTSP, SMIL) und einen Vergleich der gängigen Streaming-Technologien am Markt.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?
Streaming, Multimedia, Protokollarchitekturen, Echtzeitübertragung, Bandbreitenoptimierung und SMIL sind die zentralen Begriffe.
Warum ist das "Soft State-Prinzip" bei RSVP wichtig?
Es dient dazu, Reservierungen in Netzknoten dynamisch aufzufrischen, um bei Routing-Änderungen oder Knotenausfällen keine veralteten und damit ineffizienten Ressourcenbelegungen beizubehalten.
Welche Rolle spielt SMIL bei der Präsentation?
SMIL fungiert als XML-basierte Integrationssprache, die es ermöglicht, verschiedene Multimedia-Objekte (Text, Bild, Video, Ton) zeitlich präzise zu synchronisieren und ein einheitliches Layout für Webpräsentationen zu definieren.
- Quote paper
- Nicolas Glaser (Author), 2001, Internet-TV. Grundlagen des Streamings, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/12373