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Mini-Portfolios im Mathematikunterricht der Grundschule

Unterrichtsreihe: Einführung in den Größenbereich Gewichte unter besonderer Berücksichtigung des Aufbaus realistischer Größenvorstellungen

Title: Mini-Portfolios im Mathematikunterricht der Grundschule

Lesson Plan , 2004 , 66 Pages

Autor:in: M. A. Jutta Mahlke (Author)

Didactics - Mathematics
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Summary Excerpt Details

Diese Unterrichtsreihe plant und beschreibt eine Einführung in den Größenbereich Gewichte. Da bereits mit einigem Vorwissen gerechnet wird, strebt diese einerseits an, realistische Größenvorstellungen neu aufzubauen, andererseits dient sie dazu, das eher verzweigte Teilwissen zu ordnen.

Deshalb erhalten diese Kinder vielseitige Lernangebote und -gelegenheiten, um diese Größenvorstellungen anhand von Standardrepräsentanten als gedankliche Stützen im Bereich Gramm und Kilogramm aufzubauen und zu erweitern. Sie sollen Erfahrungen sammeln, entdecken und ihr eigenes Wissen und Lernen reflektieren. Sie erwerben jetzt die Verständnisgrundlage für das Sachrechnen mit Gewichtsangaben mit g (Gramm) und kg (Kilogramm).

Das Mathematik Portfolio, eine individuelle Begleitmappe, wird hier als alternatives Instrument zur Leistungsbeurteilung eingeführt, denn dieser Lern- bzw. Umlernprozess ist sehr individuell und Vorwissen aus verwandten Bereichen, Waagen und Gleichgewicht, soll integriert werden. Das dient der Erfüllung weiterer Teilanforderungen der Reihe, die schließlich eine Grundlage für das Sachrechnen mit Gewichten schaffen.

Die Unterrichtsform Werkstattunterricht wird vorgestellt, um den anspruchsvollen Zielen des handlungsorientierten, in weiten Teilen selbst gesteuerten Lernens in diesem Zusammenhang gerecht zu werden. Vorwissen und Lernfortschritt wird anhand von Lernbegleitbögen zu Beginn und Abschluss der Reihe festgestellt. Eine Lernbegleitmatrix dient mir neben dem Werkstattplan, der Klassenliste und dem Einblick in die „Mini-Portfolios“ dieser Reihe als weiteres Lernbegleitmaterial. Die Arbeit besteht aus zwei Teilen: Teil 1 (Kapitel 1, 2 und 3) befasst sich mit Thema, den Lernvoraussetzungen der Klasse bezogen auf das Thema der Unterrichtsreihe und den didaktischen und methodischen Vorüberlegungen, Teil 2 (Kapitel 4) mit der Darstellung der Reihe, einer Gesamtreflexion und einem Anhang mit einigen Dokumenten, Arbeitblättern und - proben.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

0 EINLEITUNG

1 THEMA DER REIHE

2 BEDINGUNGEN UND VORAUSSETZUNGEN

2.1 Schulische und organisatorische Voraussetzungen

2.2 Lernstand und Erfahrungen der Kinder

2.3 Interaktionsformen und Handlungsmuster

3 DIDAKTISCHE UND METHODISCHE STRUKTURIERUNG

3.1 Begründungszusammenhang

3.1.1 Einordnung der Reihe in Richtlinien und Lehrplan

3.1.1.1 Das Portfolio als alternatives Instrument zur Leistungsmessung

3.1.1.1.1 Rahmenbedingungen und Vorüberlegungen zum Einsatz

3.1.1.1.2 Empfehlungen der Bildungskommission NRW

3.1.1.1.3 Pädagogischer Leistungsbegriff und das Portfolio

3.1.1.1.4 Lernbegleitbögen zum Portfolio – Lernfortschritt vergleichbar machen

3.1.1.1.5 Zusammenfassung: Portfolio heißt eigenverantwortliches Lernen

3.1.1.2 Die Bewertung von Portfolios

3.1.2 Einordnung der Reihe in fachwissenschaftliche Aussagen

3.1.2.1 Sachanalyse

3.1.2.1.1 Historischer Aspekt

3.1.2.1.2 Physikalisch- technischer Aspekt

3.1.2.1.3 Mathematischer Aspekt

3.1.2.1.4 Waagen als Messgeräte

3.1.3 Einordnung der Reihe in fachdidaktische Aussagen

3.1.3.1 Entwicklungspsychologische Grundlagen

3.1.3.1.1 Konkret-operatives Denken in der Entwicklungspsychologie Piagets

3.1.3.1.2 Entwicklung von Größenvorstellungen: Schätzen, Messen und Erinnern

3.1.3.2 Inhaltliche Schwerpunkte bei der Entwicklung von Größenvorstellungen

3.1.3.2.1 Die didaktische Stufenfolge bei der Erarbeitung eines Größenbereichs

3.1.3.2.2. Wesentliches Handeln, um den Erkenntnis- bzw. Erwerbsprozess zu leiten

3.2 Thematische Strukturierung

3.2.1 Analyse des Inhalts

3.2.2 Bedeutung des Inhalts für die Kinder

3.2.3 Differenzierung als inhaltliche Entscheidung

3.3 Zielorientierung

3.4 Methodische Strukturierung

3.4.1 Übergeordnete methodische Überlegungen

3.4.1.1 Werkstattunterricht als methodische Großform in dieser Unterrichtsreihe

3.4.1.1.1 Allgemeiner Überblick

3.4.1.1.2 Umriss der Unterrichtsform

3.4.1.1.3 Lehrerrolle

3.4.1.1.4 Kontrolle

3.4.1.1.5 Lernangebote und Materialien

3.4.1.1.6 Verhaltensregeln

3.4.1.1.7 Sozialformen

3.4.1.1.8 Kompetenzdelegation

3.4.1.1.9 Transparenz

3.4.1.1.10 Organisation der Startphase

3.4.1.1.11 Phasen gemeinsamer Tätigkeiten

3.4.1.1.12 Abschluss der Werkstattphase

3.4.1.1.13 Allgemeine Lernchancen

3.4.1.1.14 Risiken

3.4.1.1.15 Arbeitsauftrag

3.4.1.2 Reflexion

3.4.2 Fachspezifische Überlegungen zur Methodenwahl

3.4.3 Aufbau der Unterrichtsreihe

3.4.3.1 Auflistung der Unterrichtsreihe

4 GESAMTREFLEXION

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, Kindern der Grundschule durch eine handlungsorientierte Werkstattreihe den Größenbereich Gewichte näherzubringen, realistische Größenvorstellungen aufzubauen und das mathematische Portfolio als alternatives Instrument zur individuellen Lernbegleitung und Leistungsmessung zu etablieren.

  • Einführung in den Größenbereich Gewichte (Gramm und Kilogramm)
  • Aufbau realistischer Größenvorstellungen und Stützpunktwissen
  • Einsatz von Werkstattunterricht zur Förderung selbstständigen Lernens
  • Integration mathematischer Portfolios zur individuellen Leistungsdokumentation
  • Vergleich von Gewichten durch Schätzen, Messen und Experimentieren

Auszug aus dem Buch

3.1.1.1 Das Portfolio als alternatives Instrument zur Leistungsmessung

Das Portfolio stammt aus dem Bankwesen, es ist auch in der angewandten Kunst und anderen universitären Fachbereichen zuhause, und wird als Methode seit etwa 10 Jahren für die Schule, auch Primarschule, genutzt. Die Idee des Mathematik Portfolios stammt aus der Grundschule im US-Bundesstaat Vermont. Es ist eine individuelle Sammlung von Material, die der Dokumentation des individuellen Lern- oder Arbeitsprozesses dient. Es wird in einer eigenen Mappe zur Präsentation gesammelt. Wesentlich ist, dass nicht nur das Material dort abgelegt ist, sondern auch ein Prozess anhand der Ordnung und der Kommentare ersichtlich wird. Es kann auch mit einem Inhaltsverzeichnis versehen werden (in dieser Reihe dient der Werkstattplan diesem Zweck), vor allem dann, wenn es das ganze Schulleben begleitet und daher viele Themen beinhaltet. Es wird oft mit offenem Unterricht verbunden. Werkstätten, auch Fachwerkstätten, in denen manchmal auch nur Dossiers erstellt werden, die anschließend zu einem neuen Portfoliokapitel geordnet werden können, sind eine beliebte Form. Auch andere Medien, beispielsweise Bilder, Kassetten, Videos, nicht nur Papier, gehören zu den Dokumenten.

Hier wird das Portfolio eingesetzt, um verschiedene Wege zu den (evtl. auch verschiedenen) Standardrepräsentanten zu dokumentieren und schon den Weg dorthin „schmackhaft“ zu machen. Das soll gerade die lernschwachen Schüler motivieren, denn sie geben sonst allzu schnell auf, weil sie meinen, es gibt doch Waagen, die einem das Üben und Vergleichen und Schätzen und Verschätzen abnehmen. Durch die kombinierte Form soll ein Weg gezeigt werden, der gar nicht erst das Ziel, sondern direkt den Weg dorthin zum lustvollen Erlebnis macht. Das gilt exemplarisch für viele Themen, in denen wir versuchen, den Lernprozess und auch darin die Lernleistung sichtbar zu machen. Ein Instrument wie das Portfolio kann da sehr reizvoll sein. Leistungsmessung darf sich nicht auf punktuelle Erhebungen beschränken, wenn sie dem ganzen Menschen bzw. seinem Lernen gerecht werden will.

Zusammenfassung der Kapitel

0 EINLEITUNG: Darstellung der Lernvoraussetzungen, der Unterrichtsform (Werkstattunterricht) und des didaktischen Ansatzes zur Einführung des Themas Gewichte.

1 THEMA DER REIHE: Überblick über den Inhalt der Unterrichtsreihe zur Einführung in den Größenbereich Gewichte unter dem Aspekt des Aufbaus realistischer Größenvorstellungen.

2 BEDINGUNGEN UND VORAUSSETZUNGEN: Analyse der schulischen Rahmenbedingungen, des Lernstands der Lerngruppe sowie der bestehenden Interaktionsformen und Handlungsmuster.

3 DIDAKTISCHE UND METHODISCHE STRUKTURIERUNG: Fundierte Begründung des Konzepts, Einordnung in fachwissenschaftliche und fachdidaktische Aussagen sowie Erläuterung der Werkstattstruktur und Zielsetzung.

4 GESAMTREFLEXION: Kritische Zusammenfassung des Lernerfolgs, Auswertung der Lernbegleitbögen und kritische Prüfung der Wirksamkeit der eingesetzten Methoden (Portfolio/Werkstatt).

Schlüsselwörter

Mathematikunterricht, Grundschule, Gewichte, Größen, Größenvorstellungen, Mathematik Portfolio, Werkstattunterricht, handlungsorientiertes Lernen, Leistungsbeurteilung, Waagen, Gleichgewicht, Sachrechnen, Lernbegleitbögen, entdeckendes Lernen, Standardrepräsentanten.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschreibt eine Unterrichtsreihe für die Grundschule, in der Kinder den Größenbereich "Gewichte" handlungsorientiert erschließen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind der Aufbau von realistischen Größenvorstellungen, der Umgang mit verschiedenen Waagen und das Sammeln von Gewichtsrepräsentanten.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist, dass Kinder ein Verständnis für Kilogramm und Gramm entwickeln und lernen, Gewichte durch Schätzen und Vergleichen einzuschätzen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine offene Werkstattunterrichtsform genutzt, kombiniert mit der Methode des mathematischen Portfolios zur individuellen Lernbegleitung.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in fachwissenschaftliche Hintergründe, didaktische Überlegungen sowie die konkrete Strukturierung und den Aufbau der Unterrichtseinheiten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Mathematikunterricht, Gewichte, Portfolio, Werkstattunterricht und Größenvorstellungen.

Welche Rolle spielt das Portfolio in dieser Reihe?

Das Portfolio dient als individueller Begleiter, um den Lernprozess sichtbar zu machen, Selbstreflexion zu fördern und alternative Leistungsmessung zu ermöglichen.

Warum wurde auf Digitalanzeigen bei Waagen bewusst verzichtet?

Der bewusste Verzicht soll die Kinder zum praktischen Handeln zwingen und ein tieferes Verständnis für den Messvorgang ohne vorgefertigte digitale Ergebnisse ermöglichen.

Wie wurde das Problem unterschiedlicher Lernvoraussetzungen gelöst?

Durch Differenzierung im Lernangebot und offene Lernformen, bei denen Kinder in eigenem Tempo und nach ihrem Lernstand arbeiten können.

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Details

Title
Mini-Portfolios im Mathematikunterricht der Grundschule
Subtitle
Unterrichtsreihe: Einführung in den Größenbereich Gewichte unter besonderer Berücksichtigung des Aufbaus realistischer Größenvorstellungen
Author
M. A. Jutta Mahlke (Author)
Publication Year
2004
Pages
66
Catalog Number
V123763
ISBN (eBook)
9783640288618
ISBN (Book)
9783640288717
Language
German
Tags
Mini-Portfolios Mathematikunterricht Grundschule
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
M. A. Jutta Mahlke (Author), 2004, Mini-Portfolios im Mathematikunterricht der Grundschule, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/123763
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