Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Pedagogy - School Pedagogics

Noten: terrible simplification?

Ihre Fragwürdigkeit, Berechtigung und Alternativen

Title: Noten: terrible simplification?

Seminar Paper , 2007 , 16 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Anonym (Author)

Pedagogy - School Pedagogics
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

„Ein Verfahren wird nicht dadurch „exakter“, dass es Zahlen anwendet, wo sie nicht hingehören. Die Anwendung eines exakten Verfahrens kann denkbar unexakt sein.- Wir haben es mit einer „terrible simplification“ zu tun.“

Dieser Beitrag Wagenscheins aus dem Jahre 1954 soll deutlich machen, dass die Diskussion gegen die
Anwendung von Noten als Maßstab schulischer Leistungsbeurteilung seit vielen Jahren engagiert
geführt wird und dass diesem Instrument kaum positive, eher negative Auswirkungen auf den Schüler2
und seine individuell unterschiedliche Lernbereitschaft und Lernentwicklung, sein Leistungsvermögen
und sein Verhalten zugeschrieben werden.
Im Rahmen meiner Modularbeit werde ich versuchen offen zu legen, was Noten in unserem heutigen
Schulsystem für eine Rolle spielen. Ich werde dabei auf die ursprünglichen Funktionen der Benotung
eingehen und anschließend zur Problematik der Zensierung kommen. Dazu werde ich mich auf Autoren
der Reformpädagogik und der empirischen Erziehungswissenschaft stützen und die allgemeinen
Nachteile, die Fragwürdigkeit von Noten, aber auch die Vorteile von Zensierung ausarbeiten. Ziel
meiner Modularbeit soll sein, festzustellen, inwiefern sich Wagenscheins Äußerung zur Note als
„terrible simplification“, also als „schreckliche Vereinfachung“ in unserem Schulsystem bewahrheitet,
bzw. ob Zensuren den Umfang über die erbrachten Leistungen von Schülern vermitteln.

[...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung und Problemstellung

1. Funktionen der Zensur

1.1 Orientierungs- und Berichtsfunktion

1.2 Die Berechtigungsfunktion

1.3 Die pädagogische Funktion

2. Zur Problematik der Zensierung

3. Der Mangel an Alternativen als „Bestandsgarantie“ für Zensuren

4. Was hält Mandana von Noten

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die wissenschaftliche und pädagogische Rechtfertigung von Schulnoten sowie deren problematische Auswirkungen auf die Lernentwicklung von Schülern. Das primäre Ziel besteht darin, festzustellen, ob Noten als „schreckliche Vereinfachung“ („terrible simplification“) zu bewerten sind oder ob sie als Instrumente zur Leistungsbewertung unverzichtbar bleiben.

  • Funktionen der Zensierung (Orientierung, Berechtigung, Pädagogik)
  • Kritik an der Objektivität, Reliabilität und Validität von Noten
  • Konflikt zwischen schulischer Alltagspraxis und wissenschaftlicher Forderung
  • Fallbeispiel einer Schülerin zur Verdeutlichung von Notenungerechtigkeit

Auszug aus dem Buch

Der Reformpädagoge WAGENSCHEIN kritisiert Noten als „schädliche Stimulanzien“

Der Reformpädagoge WAGENSCHEIN kritisiert Noten als „ schädliche Stimulanzien“, die nur deshalb notwendig werden, weil den Kindern ihre „angeborene Leidenschaft“ verleidet wurde.13Dieses Argument findet auch aktuell Beachtung, da mit einer frühen Fixierung auf symbolhafte Leistungsbewertung durch Noten befürchtet wird, dass diese die Motivation um das Lernen des Inhaltes wegen verdrängt und den Blick auf Lernfortschritte und weitere Lerninhalte versperrt.14Es wird die Gefahr gesehen, dass Schüler(innen) lediglich lernen, um eine gute Note zu erhalten, ihnen die Inhalte des Unterrichts aber relativ gleichgültig sind. Das Erlernen von Fähigkeiten, Fertigkeiten und Inhalten ist demnach lediglich extrinsisch motiviert, obwohl aus lerntheoretischer Sicht eine intrinsische Motivation, die sich aus den Inhalten selbst ergibt, wünschenswert wäre.

Zudem kritisiert WAGENSCHEIN, dass der Mangel an Hintergrundinformation über die Entstehung und Grundlagen der Vergebenen Note zur Folge hat, dass sich verschiedene Bedeutungen hinter ihr verbergen können. Beispielhaft erläutert er die Mehrdeutigkeit der Durchschnittsnote Drei, die gleichermaßen einen hochbegabten Faulen, einen fleißigen Durchschnittskopf, einen guten Denker, der aber flüchtig arbeitet, einen unselbstständigen Routinier und noch vieles andere kennzeichnen kann.15Diese mangelnde Aussagekraft der Noten wird auch in der aktuellen Diskussion aufgegriffen, da sie die Fähigkeiten und Kompetenzen der Betroffenen auf eine eindimensionale Rangskala verkürzen und keine differenzierte Beurteilung zulassen.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung und Problemstellung: Vorstellung der Forschungsfrage und der Kritik an Noten als „terrible simplification“ anhand der These von Wagenschein.

1. Funktionen der Zensur: Analyse der Aufgaben von Zensuren hinsichtlich Orientierung, Berichtsfunktion, Berechtigung und pädagogischer Steuerung.

2. Zur Problematik der Zensierung: Diskussion der Nachteile von Noten aus reformpädagogischer und empirischer Sicht, insbesondere hinsichtlich fehlender Objektivität und Validität.

3. Der Mangel an Alternativen als „Bestandsgarantie“ für Zensuren: Untersuchung der Diskrepanz zwischen wissenschaftlicher Kritik und der praktischen Unverzichtbarkeit des Notensystems im Schulalltag.

4. Was hält Mandana von Noten: Transkription eines Interviews mit einer Schülerin, das die wahrgenommene Ungerechtigkeit und mangelnde Vergleichbarkeit von Noten verdeutlicht.

5. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Notengebung als pädagogisch fragwürdige, grobmaschige Vereinfachung, die alternative Beurteilungsformen erfordert.

Schlüsselwörter

Schulnoten, Zensuren, Leistungsbeurteilung, Pädagogische Diagnostik, Reformpädagogik, Objektivität, Validität, Reliabilität, Lernentwicklung, Extrinsische Motivation, Schulsystem, Leistungsbewertung, Lernberichte, Bildungsungerechtigkeit, Schulalltag

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Seminararbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der kritischen Hinterfragung des schulischen Notensystems und untersucht, ob Zensuren den Anforderungen an eine gerechte und aussagekräftige Leistungsbeurteilung gerecht werden.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Themen sind die Funktionen von Noten, ihre methodischen Mängel in der Leistungsmessung sowie der gesellschaftliche Zwang, trotz wissenschaftlicher Kritik am bestehenden System festzuhalten.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, die These der „schrecklichen Vereinfachung“ von Noten zu prüfen und aufzuzeigen, inwieweit diese die tatsächliche Lernentwicklung und Leistung von Schülern abbilden oder verzerren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin stützt sich auf eine Literaturanalyse reformpädagogischer und empirischer erziehungswissenschaftlicher Quellen sowie auf eine qualitative Fallstudie in Form eines Interviews mit einer Schülerin.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Funktionen der Zensur, eine methodisch-kritische Auseinandersetzung mit der Leistungsmessung, die Analyse von Hindernissen für Alternativen und eine empirische Bestätigung durch das Fallbeispiel Mandana.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Schulnoten, pädagogische Diagnostik, Reformpädagogik, Objektivität, Validität und die Problematik der Leistungsbewertung.

Welche spezifische Erkenntnis liefert das Interview mit der Schülerin Mandana?

Das Interview verdeutlicht, dass Schüler die mangelnde Vergleichbarkeit von Noten selbst wahrnehmen und sich durch subjektive oder individuell begründete Notengebung ungerecht behandelt fühlen.

Warum hält das Notensystem laut Arbeit trotz Kritik an seiner Position fest?

Das Notensystem gilt als „einfachster und bequemster Ausdruck“ für Leistungen, dient als schnelles Auslesekriterium für Berechtigungen und bietet Lehrern eine Schutzfunktion, weshalb echte Alternativen im Regelschulwesen kaum Fuß fassen.

Excerpt out of 16 pages  - scroll top

Details

Title
Noten: terrible simplification?
Subtitle
Ihre Fragwürdigkeit, Berechtigung und Alternativen
College
Humboldt-University of Berlin
Course
Schule als Ort der Leistungsbewertung
Grade
1,3
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2007
Pages
16
Catalog Number
V123785
ISBN (eBook)
9783640329083
ISBN (Book)
9783640330959
Language
German
Tags
Noten Ihre Fragwürdigkeit Berechtigung Alternativen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2007, Noten: terrible simplification?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/123785
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  16  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint