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Die Eheproblematik bei Ibsen und Fontane

Title: Die Eheproblematik bei Ibsen und Fontane

Seminar Paper , 2006 , 19 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Magister Artium Björn Kohlhepp (Author)

German Studies - Modern German Literature
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Ziel dieser Arbeit ist ein Vergleich der Eheproblematik in der Literatur Henrik Ibsens und Theodor Fontanes. Beschränkt werden soll die Untersuchung auf Ibsens Schauspiele Ein Puppenheim und Gespenster und auf Fontanes Romane Unwiederbringlich und Effi Briest. Als Hintergrundinformation wird jedoch zunächst einleitend beleuchtet, wie mit den Themen Ehe, Familie und Liebe in der Realität des Bürgertums im 19. Jahrhundert umgegangen wurde und wie das bürgerliche Ideal diesbezüglich aussah. Die wichtigen Ehen in den zwei zu behandelnden Werken Fontanes spielen sich zwar nicht im Bürgertum, sondern im Landadel ab, der sicher noch Standesvorurteile kannte, aber in Sachen Ehemoral kann man den Landadel sicherlich mit dem Bürgertum vergleichen. Allenfalls die ideale Ehe sah wohl etwas anders aus.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. ZIEL DIESER ARBEIT

2. EHE, FAMILIE UND LIEBE IM BÜRGERTUM DES 19. JAHRHUNDERTS

2.1 DIE ENTSTEHUNG DER BÜRGERLICHEN FAMILIE

2.2 DAS BÜRGERLICHE IDEAL DER LIEBESHEIRAT

2.3 DAS ROLLENKONZEPT IN DER BÜRGERLICHEN FAMILIE

2.4 EHE UND SEXUALITÄT

2.5 EHESCHEIDUNG

2.6 DIE SITUATION IN NORWEGEN

3. DIE EHEPROBLEMATIK BEI IBSEN

3.1 EIN PUPPENHEIM

3.2 GESPENSTER

4. DIE EHEPROBLEMATIK BEI FONTANE

4.1 UNWIEDERBRINGLICH

4.2 EFFI BRIEST

5. FAZIT

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit verfolgt das Ziel, die Darstellung der Eheproblematik in ausgewählten Werken von Henrik Ibsen und Theodor Fontane vergleichend gegenüberzustellen. Dabei wird untersucht, wie das Spannungsfeld zwischen dem bürgerlichen Eheideal des 19. Jahrhunderts und der sozialen Realität in Ibsens Schauspielen sowie Fontanes Romanen literarisch verarbeitet wird.

  • Historischer Kontext der bürgerlichen Ehe, Familie und Liebe im 19. Jahrhundert
  • Analyse der Eheproblematik und Frauenrolle in Ibsens Stücken "Ein Puppenheim" und "Gespenster"
  • Untersuchung des Scheiterns und der moralischen Konflikte in Fontanes "Unwiederbringlich" und "Effi Briest"
  • Vergleich der unterschiedlichen Lösungsansätze und gesellschaftlichen Einflüsse in den behandelten Werken

Auszug aus dem Buch

3.1 Ein Puppenheim

Ein Puppenheim (Et dukkehjem), das zum Teil auf einer wahren Begebenheit beruht, ist im Jahre 1879 erschienen und wurde in der unmittelbar folgenden Zeit vor vollen Häusern in Skandinavien und im übrigen Europa aufgeführt und bald darauf in alle Kultursprachen übersetzt. Das Stück begründete endgültig Ibsens Weltruhm. An dem Stück soll gezeigt werden, dass sich eine Frau in der männlich geprägten modernen Gesellschaft nicht verwirklichen kann.

In Sachen Eheproblematik ist zu sagen, dass Ibsen die im Stück erwähnten ehelichen Verbindungen nicht im allerbesten Licht erscheinen lässt. Neben der zerbrochenen Ehe der Helmers, die später noch unter die Lupe genommen werden soll, gab es noch drei offensichtlich nicht sehr glücklich verlaufene Ehen und eine unglückliche Partnerschaft, deren Status nicht ganz klar wird.

Die erste weitere Ehe neben der der Helmers ist die der Jugendfreundin Noras, Frau Linde. Zunächst erwähnt Frau Linde, dass sie weder Kummer noch ein Gefühl des Verlusts beim Gedanken an ihren verstorbenen Gatten empfinde (Ibsen: Nora, S. 12) und führt dann weiter aus, dass sie aus Pflichtbewusstsein gegenüber ihrer Familie den Antrag eines recht wohlhabenden Mannes angenommen habe (S. 15). Damit handelte sie auch gegen ihr Herz, das damals eigentlich dem mittellosen Herrn Krogstad gehörte (S. 69). Vernunftehe also vor Liebesheirat.

Zusammenfassung der Kapitel

1. ZIEL DIESER ARBEIT: Einführung in die vergleichende Untersuchung der Eheproblematik bei Henrik Ibsen und Theodor Fontane.

2. EHE, FAMILIE UND LIEBE IM BÜRGERTUM DES 19. JAHRHUNDERTS: Darstellung der historischen Grundlagen bürgerlicher Familienstrukturen, Ideale und rechtlicher sowie sozialer Rahmenbedingungen.

3. DIE EHEPROBLEMATIK BEI IBSEN: Analyse der dramatischen Darstellung von Ehekonflikten und Frauenrollen in den Stücken "Ein Puppenheim" und "Gespenster".

4. DIE EHEPROBLEMATIK BEI FONTANE: Untersuchung der Thematisierung von Ehebruch, gesellschaftlichem Druck und persönlichem Glück in den Romanen "Unwiederbringlich" und "Effi Briest".

5. FAZIT: Zusammenfassender Vergleich der unterschiedlichen Herangehensweisen der Autoren an die Eheproblematik und die jeweilige Rolle der Auflösung der Ehe.

Schlüsselwörter

Eheproblematik, 19. Jahrhundert, Henrik Ibsen, Theodor Fontane, bürgerliche Familie, Liebesheirat, Frauenrolle, Ehescheidung, gesellschaftliche Normen, Ein Puppenheim, Gespenster, Unwiederbringlich, Effi Briest, Ehebruch, Doppelmoral.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Darstellung und Kritik von Ehekrisen und gesellschaftlichen Normen im 19. Jahrhundert anhand literarischer Werke von Henrik Ibsen und Theodor Fontane.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den zentralen Themen gehören das bürgerliche Eheideal, die Rolle der Frau in der Ehe, ökonomische Abhängigkeiten, gesellschaftliche Doppelmoral sowie die Diskrepanz zwischen Wunsch und Wirklichkeit.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist ein literarischer Vergleich, der aufzeigt, wie Ibsen und Fontane die Eheproblematik ihrer Zeit kritisch hinterfragen und welche Konsequenzen ihre Protagonisten daraus ziehen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer textnahen literaturwissenschaftlichen Analyse der Primärquellen (Dramen und Romane) unter Einbeziehung des historischen Kontextes.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die Werke "Ein Puppenheim" und "Gespenster" von Ibsen sowie "Unwiederbringlich" und "Effi Briest" von Fontane detailliert auf ihre ehethematischen Aspekte hin untersucht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselwörter sind unter anderem Eheproblematik, bürgerliche Ehe, Frauenrolle, Gesellschaftskritik, Ibsen und Fontane.

Wie unterscheidet sich Ibsens Herangehensweise von der Fontanes bei der Eheauflösung?

Bei Ibsen erscheint die Auflösung der Ehe oder das Vermeiden von Zweckehen als Lösungsansatz, während in den behandelten Werken Fontanes die Eheauflösung für die Protagonisten meist kein gangbarer Weg ist.

Welche Rolle spielt der gesellschaftliche Druck in "Effi Briest"?

Der gesellschaftliche Druck, im Werk als "tyrannisierendes Gesellschafts-Etwas" bezeichnet, fungiert als treibende Kraft für das Duell und den sozialen Ausschluss von Effi Briest.

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Details

Title
Die Eheproblematik bei Ibsen und Fontane
College
Friedrich-Alexander University Erlangen-Nuremberg
Course
Deutsch-skandinavische Begegnungen
Grade
2,0
Author
Magister Artium Björn Kohlhepp (Author)
Publication Year
2006
Pages
19
Catalog Number
V123855
ISBN (eBook)
9783640294213
ISBN (Book)
9783656447498
Language
German
Tags
Eheproblematik Ibsen Fontane Deutsch-skandinavische Begegnungen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Magister Artium Björn Kohlhepp (Author), 2006, Die Eheproblematik bei Ibsen und Fontane, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/123855
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