Die Arbeit geht zunächst auf die Grundlagen von Hedgefonds ein. Anschliessend werden die Portfoliotheorie nach Markowitz und das CAPM dargestellt. Die verschiedenen Hedgefond-Strategien werden beschrieben und anschliessend die Chancen und Risiken von Hedgefonds behandelt. Risikomaße und die sich daraus ergebenden Chance-Risiko Ratios wie z.B. das Sharpe Ratio werden besprochen. Den Abschluss der Arbeit bilden die Biases (Verzerrungen) von Hedgefonds-Datenbankrenditen.
Inhaltsverzeichnis
1 Hedgefonds im Portfoliokontext
1.1 Grundlagen zu Hedgefonds
1.1.1 Definition von Hedgefonds
1.1.2 Hegefonds-Charakteristika
1.1.3 Marktteilnehmer
1.1.4 Marktentwicklung
1.2 Portfolio-Modelle
1.2.1 Portfolio-Selection-Model nach Markowitz
1.2.1.1 Prämissen
1.2.1.2 Zentrale Aussage
1.2.1.3 Rendite- bzw. Risikokennzahlen (Erwartungswert, Standardabweichung, Kovarianz und Korrelationskoeffizient)
1.2.1.4 Systematisches und unsystematisches Risiko
1.2.1.5 Effiziente Portfolios
1.2.1.6 Risikobereitschaft der verschiedenen Anlegertypen und Bildung von optimalen Portfolios
1.2.1.7 Kritik an der Portfoliotheorie
1.2.2 Capital Asset Pricing Model (CAPM)
1.2.2.1 Prämissen
1.2.2.2 Zentrale Aussage des CAPM
1.2.2.3 Die Kapitalmarktlinie
1.2.2.4 Die Wertpapiermarktlinie
1.2.2.5 Kritik am CAPM
1.2.3 Einsatzmöglichkeit und Nutzen von Hedgefonds in traditionellen Portfolios
1.3 Hedgefonds-Strategien
1.3.1 Relative Value (marktneutrale)-Strategien
1.3.1.1 Anleihen-Arbitrage (Fixed Income Arbitrage)
1.3.1.2 Wandelanleihen-Arbitrage (Convertible Bond Arbitrage)
1.3.1.3 Equity Market Neutral
1.3.2 Event-Driven (ereignisorientierte)-Strategien
1.3.2.1 Merger Arbitrage / Risk Arbitrage (Übernahme-Arbitrage)
1.3.2.2 Distressed Securities
1.3.3 Opportunisitische (gelegenheitsorientierte)-Strategien
1.3.3.1 Global-Macro-Strategie
1.3.3.2 Long/Short Equity
1.3.3.3 Emerging Markets
1.3.4 Managed Futures
1.3.4.1 Diskretionäre Managed Futures Fonds
1.3.4.2 Systematische Managed Futures Fonds
1.3.5 Multi-Strategy
1.4 Chancen und Risiken von traditionellen Investments und Hedgefonds
1.4.1 Allgemeine Risiken von Hedgefonds
1.4.1.1 Marktrisiko
1.4.1.2 Leverage-Risiko
1.4.1.3 Liquiditäts-Risiko
1.4.1.4 Währungsrisiko
1.4.1.5 Strategiewechsel-Risiko
1.4.1.6 Schlüsselpersonen-Risiko
1.4.1.7 Marktzugangs-Risiko
1.4.2 Risikomaße von traditionellen Fonds bzw. Absolute-Return-Investments
1.4.2.1 Standardabweichung
1.4.2.2 Semivarianz
1.4.2.3 Value at Risk
1.4.2.4 Schiefe (Skewness)
1.4.2.5 Wölbung (Kurtosis)
1.4.2.6 Maximaler Drawdown
1.4.3 Chance-Risiko-Ratios traditioneller Fonds bzw. von Absolute-Return-Investments
1.4.3.1 Sharpe-Ratio
1.4.3.2 Sortino-Ratio
1.4.3.3 Calmar-Ratio
1.5 Biases (Verzerrungen) durchschnittlicher Renditen von Indexfonds der Hedgefond-Datenbanken
1.5.1 Begriffsklärung Biases
1.5.2 Biases-Arten der Hedgefond-Datenbanken
1.5.2.1 Survivorship Bias
1.5.2.2 Self-Selection Bias
1.5.2.3 Liquidation Bias
1.5.2.4 Double Counting Bias
1.5.2.5 Minimum History Bias
1.5.2.6 Size Bias
1.5.2.7 Geographical Bias
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle von Hedgefonds im Portfoliokontext, mit dem Ziel aufzuzeigen, wie diese durch ihre spezifischen Eigenschaften und Strategien zur Optimierung traditioneller Portfolios beitragen können, unter Berücksichtigung der damit verbundenen Risiken und Verzerrungen in Performance-Daten.
- Grundlagen und Charakteristika von Hedgefonds
- Anwendung moderner Portfolio-Modelle (Markowitz, CAPM)
- Kategorisierung und Funktionsweise verschiedener Hedgefonds-Strategien
- Risikoanalyse durch verschiedene Kennzahlen und Ratios
- Problematik von Biases in Hedgefonds-Datenbanken
Auszug aus dem Buch
1.1.2 Hedgefonds-Charakteristika
Anlagerichtlinien geben den traditionellen Fonds dagegen enge Bandbreiten vor, innerhalb deren ihre Manager handeln dürfen, wobei von ihnen in der Regel nur auf steigende Kurse am Kassamarkt gesetzt wird (vgl. SIEVERS 2007, S. 14). Hedgefonds hingegen besitzen mehr Freiheiten in ihren Handlungsweisen als traditionelle Investmentfonds. Sie beabsichtigen nach SIEVERS im Gegensatz zu traditionellen Fonds eine absolute Rendite zu erwirtschaften. Traditionelle Fonds hingegen versuchen lediglich besser als der Referenzindex abzuschneiden. Hedgefonds ist es, im Gegensatz zu traditionellen Fonds, erlaubt, Derivate wie z. B. Futures, CFD’s oder Optionen einzusetzen und Leerverkäufe von Aktien durchzuführen. Somit können sie vom Leverage-Effekt (Hebelwirkung durch Einsatz von Fremdkapital) der derivativen Instrumente profitieren (SIEVERS 2007, S. 38). Diese und weitere Charakteristika von Hedgefonds sind in Tabelle 1.1 dargestellt.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Hedgefonds im Portfoliokontext: Einführung in die Definition, die wesentlichen Merkmale und die historische Entwicklung von Hedgefonds.
1.1 Grundlagen zu Hedgefonds: Darstellung der begrifflichen Definition, der Unterscheidungsmerkmale zu traditionellen Fonds sowie der relevanten Marktteilnehmer.
1.2 Portfolio-Modelle: Erläuterung theoretischer Ansätze zur Portfolio-Optimierung nach Markowitz sowie dem Capital Asset Pricing Model (CAPM).
1.3 Hedgefonds-Strategien: Detaillierte Analyse verschiedener Handelsansätze, darunter Relative Value, Event-Driven, opportunistische Strategien und Managed Futures.
1.4 Chancen und Risiken von traditionellen Investments und Hedgefonds: Untersuchung der spezifischen Risikofaktoren von Hedgefonds sowie Einführung quantitativer Risikomaße und Chance-Risiko-Ratios.
1.5 Biases (Verzerrungen) durchschnittlicher Renditen von Indexfonds der Hedgefond-Datenbanken: Analyse der methodischen Verzerrungen, die bei der Auswertung von Performance-Daten aus Hedgefonds-Datenbanken entstehen können.
Schlüsselwörter
Hedgefonds, Portfoliomanagement, Markowitz, CAPM, Arbitrage, Long/Short Equity, Risiko-Rendite-Profil, Standardabweichung, Value at Risk, Sharperatio, Diversifikation, Absolute-Return, Survivorship Bias, Hebelwirkung, Anlagestrategien
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die Integration von Hedgefonds in traditionelle Portfolios und bewertet deren Beitrag zur Portfolio-Optimierung unter Berücksichtigung von Rendite- und Risikokennzahlen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Zu den zentralen Themen gehören die theoretischen Grundlagen der Portfoliotheorie, eine Klassifizierung diverser Hedgefonds-Handelsstrategien sowie eine kritische Betrachtung von Risikomessgrößen und statistischen Verzerrungen bei Performance-Daten.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Hedgefonds trotz ihrer Komplexität als Instrument zur Diversifikation eingesetzt werden können, um bei gegebenem Risiko die Rendite zu verbessern oder bei gleicher Rendite das Risiko zu reduzieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine fundierte Literaturanalyse und die Anwendung finanzmathematischer Modelle, wie sie im Portfoliomanagement (Markowitz, CAPM) üblich sind.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Portfolio-Konstruktion, die detaillierte Beschreibung spezifischer Hedgefonds-Strategien, eine Analyse der allgemeinen sowie spezifischen Risiken und eine statistische Auswertung von Kennzahlen und Datenverzerrungen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Hedgefonds, Diversifikation, Portfolio-Modelle, Risikomaße (Value at Risk, Standardabweichung), Arbitrage-Strategien und Datenbank-Biases.
Welche Bedeutung hat der "Leverage-Effekt" für Hedgefonds?
Der Leverage-Effekt ermöglicht Hedgefonds den Einsatz von Fremdkapital und derivativen Instrumenten, wodurch sowohl das Gewinnpotential als auch das Verlustpotential im Vergleich zu traditionellen Fonds deutlich erhöht werden.
Warum sind Hedgefonds-Datenbanken anfällig für Verzerrungen (Biases)?
Da das Reporting an Datenbanken auf freiwilliger Basis erfolgt, können durch Faktoren wie das Löschen gescheiterter Fonds (Survivorship Bias) oder die selektive Meldung erfolgreicher Fonds (Self-Selection Bias) die ausgewiesenen Durchschnittsrenditen positiv verzerrt sein.
- Arbeit zitieren
- Sebastian Richter (Autor:in), 2008, Hedgefonds im Portfoliokontext, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/123862