Heutzutage existiert eine Vielzahl an verschiedensten Communitytypen, es gibt jedoch kaum Empfehlungen für die Gestaltung der unterschiedlichen Communities.
Das Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, Erfolgsfaktoren der einzelnen Communities zu erarbeiten, gemeinsame Aspekte und Unterschiede aufzuzeigen. Im Zuge unserer Arbeit klären wir mittels Literaturrecherche
sowie einer Online-Umfrage, welche Erfolgsfaktoren eine Wissens-, Interessens-, Phantasy Community oder aber auch ein soziales Netzwerk ausmachen.
Der Leser erhält einen Einblick, in welchen Erfolgsfaktoren die Communities sich unterscheiden bzw. welche Erfolgsfaktoren für alle Communities
gleichermaßen wichtig sind.
Im Zuge der Beantwortung dieser Fragestellungen wird in den nachfolgenden Kapiteln auf den Begriff der Community genauso eingegangen wie auf die Klärung, welche verschiedenen Communitytypen es gibt und
welche davon wir in unserer Arbeit behandeln. Ein kurzer Geschichtsrückblick ist ebenso enthalten wie eine genaue Beschreibung unserer Online-Befragung sowie deren Auswertungen.
Abschließend soll der Leser ein Gefühl für Online Communities entwickelt haben und eine Idee bekommen, welche Erfolgsfaktoren für welche Communities wichtig bzw. weniger wichtig sind.
Keywords:
Online Community, Erfolgsfaktoren, Community-Typen, Social Network,
Community of Interest, Community of Phantasy, Knowledge Community
Inhaltsverzeichnis
1 EINLEITUNG
2 BEGRIFFSDEFINITION
2.1 WAS VERSTEHT MAN UNTER COMMUNITIES?
2.2 COMMUNITIES IN DER REALEN UND VIRTUELLEN WELT
2.3 KURZER GESCHICHTSRÜCKBLICK
3 ARTEN VON VIRTUELLEN COMMUNITIES
3.1 KLASSIFIKATION NACH INHALT UND ZWECK
3.1.1 COMMUNITY OF INTEREST
3.1.2 BUSINESS COMMUNITY
3.1.3 COMMUNITY OF PHANTASY
3.1.4 COMMUNITY OF PRACTICE
3.1.5 KNOWLEDGE COMMUNITY
3.2 KLASSIFIKATION NACH EIGENSCHAFTEN
4 ALLGEMEINE ERFOLGSFAKTOREN
4.1 DEFINITION
4.2 ERFOLGSFAKTOREN ZUR MITGLIEDERENTWICKLUNG
4.2.1 BESUCHER ANLOCKEN
4.2.2 VOM BESUCHER ZUM MITGLIED
4.2.3 ÜBERSICHT DER ERFOLGSFAKTOREN ZUR MITGLIEDERENTWICKLUNG
4.3 INHALTSBEZOGENE ERFOLGSFAKTOREN
4.3.1 ANHÄUFUNG VON UNGENUTZTEM WISSEN
4.3.2 NEGATIVES KOSTEN-NUTZEN-VERHÄLTNIS
4.3.3 ZUVERLÄSSIGKEIT UND KONTEXT DER AUSSAGEN
4.3.4 ÜBERSICHT DER ERFOLGSFAKTOREN ZUM INHALT
4.4 TECHNISCHE ERFOLGSFAKTOREN UND SERVICES
4.4.1 ÜBERSICHT DER TECHNISCHEN ERFOLGSFAKTOREN
5 EMPIRISCHE UNTERSUCHUNG
5.1 METHODE
5.1.1 ERSTELLUNG DES FRAGEBOGENS
5.1.2 OFFENE VS. GESCHLOSSENE FRAGEN
5.1.3 TECHNISCHE UMSETZUNG
5.2 DURCHFÜHRUNG DER UNTERSUCHUNG
6 ERGEBNISSE UND INTERPRETATION
6.1 BESCHREIBUNG DER SOZIODEMOGRAFISCHEN ASPEKTE
6.1.1 GESCHLECHT
6.1.2 ALTER
6.1.3 AUSBILDUNG
6.2 BEWERBUNG VON COMMUNITIES
6.3 TECHNISCHE UND DESIGNBEZOGENER ERFOLGSFAKTOREN
6.3.1 SCHNELLER SEITENAUFBAU
6.3.2 STABILITÄT DER SEITE
6.3.3 SUPPORT DURCH ONLINE HILFEN
6.3.4 SUPPORT DURCH EMAIL
6.3.5 TELEFONSUPPORT
6.3.6 SUPPORT DURCH FOREN
6.3.7 AUTOMATISCHE BENACHRICHTIGUNGEN ÜBER NEUIGKEITEN
6.3.8 FEHLERFREIHEIT
6.3.9 SUCHFUNKTION
6.4 AKTIVITÄTEN DER COMMUNITYMITGLIEDER
6.4.1 HÄUFIGKEIT DER AKTIVITÄT
6.4.2 FEATURES
6.4.3 INTERAKTIONSMÖGLICHKEITEN ZWISCHEN DEN MITGLIEDERN
6.5 DESIGN
6.5.1 AUFFÄLLIGKEIT DES DESIGNS
6.5.2 ZIELGRUPPENSPEZIFISCHES DESIGN
6.5.3 THEMENSPEZIFISCHES DESIGN
6.5.4 ORIENTIERUNGSHILFEN
6.5.5 KLARHEIT/ÜBERSICHTLICHKEIT
6.5.6 GESTALTUNG DER EIGENEN PROFILSEITE
6.6 MOTIVATION DER MITGLIEDER
6.6.1 COMMUNITY OF INTEREST
6.6.2 KNOWLEDGE COMMUNITY
6.6.3 COMMUNITY OF PHANTASY
6.7 SOCIAL NETWORKS
6.8 STÖRFAKTOREN
7 ERFOLGSFAKTOREN VERSCHIEDENER COMMUNITY-TYPEN
7.1 ERFOLGSFAKTOREN ALLER VIER COMMUNITYTYPEN:
7.2 KNOWLEDGE COMMUNITIES
7.3 COMMUNITIES OF INTEREST
7.4 COMMUNITY OF PHANTASY
7.5 SOCIAL NETWORKS
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit identifiziert und untersucht Erfolgsfaktoren für verschiedene Arten virtueller Communities, um deren Bedeutung für den Erfolg einer Gemeinschaft zu analysieren. Dabei wird der Fokus auf Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen verschiedenen Community-Typen gelegt, um Gestaltungsempfehlungen für Betreiber abzuleiten.
- Identifikation allgemeiner und spezifischer Erfolgsfaktoren virtueller Communities.
- Untersuchung der Bedeutung von technischem Design und Benutzerführung.
- Analyse von Nutzeraktivitäten und Motivationsgründen.
- Vergleich verschiedener Community-Typen (Wissen, Interesse, Phantasie, soziale Netzwerke).
- Empirische Validierung der Ergebnisse durch eine Online-Umfrage.
Auszug aus dem Buch
2.1 Was versteht man unter Communities?
Wenn man von Communities spricht, muss es sich nicht zwangsläufig um Communities im virtuellen Raum handeln. Dieser Begriff existiert schon sehr viel länger als das Internet. Was bedeutet nun eigentlich Community? Man kann den Begriff mit dem Wort „Gemeinschaft“ ins Deutsche übersetzen. Die Merkmale einer Community bzw. Gemeinschaft sind in sehr vielen Bereichen mit denen einer Online Community ident. Es existieren sehr viele Definitionen für diesen Begriff.
Das Webster Dictionary beschreibt Community folgendermaßen:
„A group of people with a common characteristic or interest living together within a larger society“
Laut dem Webster Student Dictionary ist der Begriff wie folgt definiert:
„The people who reside in one locality and are subject to the same laws, have the same interests, etc.“
Die Onlinewissensdatenbank Wikipedia definiert den Begriff Community über die Generierung von Wissen:
„Eine Community ist eine Gruppe von Personen, die gemeinsames Wissen entwickeln, Erfahrungen teilen und dabei eine eigene Identität aufbauen. Communities profitieren von dem Grundsatz, dass alle Teilnehmer zum Erfolg beitragen, indem sie ihr Wissen einbringen.“
In diesem Zusammenhang ist unseres Erachtens noch eine Begriffsdefinition nicht uninteressant. Die „Wissensgemeinschaft“ stellt eine für uns interessante Unterart von Communities dar:
“Wissensgemeinschaften sind über einen längeren Zeitraum bestehende Personengruppen, die Interesse an einem gemeinsamen Thema haben und Wissen gemeinsam aufbauen und austauschen wollen. Die Teilnahme ist freiwillig und persönlich. Wissensgemeinschaften sind um spezifische Inhalte gruppiert.“ [North et al. (2000)]
Zusammenfassung der Kapitel
1 EINLEITUNG: Das Kapitel führt in die Thematik der virtuellen Communities ein und definiert das Ziel der Arbeit, Erfolgsfaktoren für unterschiedliche Community-Typen mittels Literaturrecherche und Umfragen zu erarbeiten.
2 BEGRIFFSDEFINITION: Hier wird der Begriff der Community allgemein und im Kontext der virtuellen Welt beleuchtet und von traditionellen Gemeinschaften abgegrenzt.
3 ARTEN VON VIRTUELLEN COMMUNITIES: Dieses Kapitel klassifiziert Communities nach Inhalt, Zweck und Eigenschaften, wobei unter anderem Wissens- und Interessensgemeinschaften detailliert betrachtet werden.
4 ALLGEMEINE ERFOLGSFAKTOREN: Es werden zentrale Erfolgsfaktoren wie Mitgliederentwicklung, Inhaltsqualität und technische Aspekte theoretisch definiert und in Kategorien unterteilt.
5 EMPIRISCHE UNTERSUCHUNG: Die Methodik der eigenen Online-Befragung zur Validierung der Erfolgsfaktoren wird beschrieben, inklusive der technischen Umsetzung und der Durchführung.
6 ERGEBNISSE UND INTERPRETATION: Die Ergebnisse der Umfrage werden detailliert ausgewertet, wobei sozio-demografische Aspekte, Design, Technik und die Motivation der Mitglieder in den verschiedenen Community-Typen analysiert werden.
7 ERFOLGSFAKTOREN VERSCHIEDENER COMMUNITY-TYPEN: Abschließend werden die identifizierten Erfolgsfaktoren zusammengefasst und spezifisch nach Community-Typen strukturiert dargestellt.
Schlüsselwörter
Online Community, Erfolgsfaktoren, Community-Typen, Social Network, Community of Interest, Community of Phantasy, Knowledge Community, Wissensmanagement, Mitgliederentwicklung, Benutzerführung, Umfrage, Online-Befragung, Design, Interaktion, Technik.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Identifikation und Analyse von Erfolgsfaktoren, die für das Wachstum und den Bestand verschiedener Typen virtueller Communities entscheidend sind.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die zentralen Felder umfassen die Mitgliederentwicklung, die inhaltliche Gestaltung, technische Anforderungen sowie die psychologische Motivation der Nutzer.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das primäre Ziel ist es, Gemeinsamkeiten und Unterschiede bei den Erfolgsfaktoren zwischen verschiedenen Community-Typen aufzuzeigen und daraus praktische Empfehlungen für Betreiber abzuleiten.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Autoren kombinieren eine fundierte Literaturrecherche mit einer empirischen Online-Umfrage, die bei Nutzern verschiedener Communities durchgeführt wurde.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden sowohl theoretische Definitionen als auch eine detaillierte quantitative Auswertung von Nutzerdaten zu Themen wie Design, Support, Technik und Motivationsfaktoren präsentiert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Begriffe sind Online Community, Erfolgsfaktoren, Community-Typen, Social Network, Wissensmanagement und Benutzerführung.
Welchen Einfluss hat das Design auf den Community-Erfolg laut Umfrage?
Die Umfrage zeigt, dass Nutzer besonders Wert auf Klarheit und Übersichtlichkeit legen, während die Notwendigkeit von „auffälligem Design“ je nach Community-Typ variiert.
Warum sind Serverstabilität und Fehlerfreiheit laut den Autoren so kritisch?
Die Autoren führen aus, dass Nutzer bei instabilen Seiten oder technischen Fehlern frustriert sind und eine hohe Ausfallsicherheit als Grundvoraussetzung für die Akzeptanz einer Plattform betrachten.
- Quote paper
- Daniela Mellacher (Author), Claus Bürbaumer (Author), 2009, Erfolgsfaktoren virtueller Communities, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/123863