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(Kriegs-)Propaganda und Unterhaltung: Die NS-Filme "Wunschkonzert" und "Die große Liebe"

Title: (Kriegs-)Propaganda und Unterhaltung: Die NS-Filme "Wunschkonzert" und "Die große Liebe"

Term Paper (Advanced seminar) , 2007 , 25 Pages , Grade: 1-

Autor:in: Jan Braunschweig (Author)

History of Germany - National Socialism, World War II
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Summary Excerpt Details

Die Arbeit untersucht die NS-Propaganda mittels Spielfilmen während des Krieges besonders an zwei Beispielen. Zuerst wird ein Überblick über verschiedene relevante Filmgenres und ihre propagandistische Funktion gegeben. Dann werden die Heimatfrontfilme "Wunschkonzert" (1940) und "Die große Liebe" (1942) näher betrachtet, die in besonderer Weise Propaganda und Unterhaltung miteinander verknüpfen, die einerseits eindeutig ideologische Botschaften enthalten und andererseits zweifellos Unterhaltungsfilme sind. Für beide wird dem historischen Kontext und der propagandistischen Funktion gefragt. Dazu wird in Umrissen die Handlung wiedergegeben und dann analysiert, wie und mit welchen Elementen die Filme propagandistische Botschaften vermitteln.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Propaganda und Unterhaltung im NS-Film

1.2 Fragestellung und Vorgehen

1.3 Zur Forschung

2 Genres der NS-Spielfilmpropaganda im Krieg

2.1 Komödien und Melodramen

2.2 Historische Filme und „Persönlichkeitsfilme“

2.3 „Zeitfilme“

2.3.1 Zeitnahe Filme im Allgemeinen

2.3.1 Kriegsfilme

2.3.3 Heimatfrontfilme

3 „Wunschkonzert“ (1940)

3.1 Historischer Hintergrund und Eckdaten zum Film

3.2 Inhalt

3.3 Propagandistische Elemente

4 „Die große Liebe“ (1942)

4.1 Historischer Hintergrund und Eckdaten zum Film

4.2 Inhalt

4.3 Propagandistische Elemente

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht, wie in nationalsozialistischen Spielfilmen während des Zweiten Weltkriegs propagandistische Botschaften geschickt in Unterhaltungsformate integriert wurden, um die Heimatfront zu stabilisieren und den Krieg im öffentlichen Bewusstsein zu verharmlosen oder positiv umzudeuten.

  • Analyse des Zusammenspiels von Unterhaltung und Ideologie im NS-Kino.
  • Untersuchung der spezifischen Funktion von "Heimatfrontfilmen".
  • Vergleichende Betrachtung der Propagandastrategien in den Filmen "Wunschkonzert" (1940) und "Die große Liebe" (1942).
  • Darstellung der Bedeutung von Identifikationsfiguren und emotionalen Narrativen für die Kriegsführung.
  • Erforschung der Anpassung der Propaganda an den Verlauf des Krieges.

Auszug aus dem Buch

3.3 Propagandistische Elemente

Die Radiosendung „Wunschkonzert“ treibt nicht nur an mehreren Stellen die Handlung voran und bietet Übergänge zwischen den verschiedenen Strängen, sondern führt auch eine gleichsam virtuelle Volksgemeinschaft vor: Soldaten wie Daheimgebliebene hören die gleiche Sendung, die sie wie eine Klammer verbindet. Inge hört Grüße von Herbert, der bei seiner Einheit ist, der Lehrer erfährt an der Front von der Geburt seines Kindes – das Radio hebt die Entfernung auf und zeigt Front und Heimatfront als Volksgemeinschaft. Die Heimatfront zeigt sich dabei in Gestalt der Arbeiter und der Soldatenfrauen, die, klaglos und tüchtig, die Betriebe ihrer Männer weiterführen.

Das Konzept der Volksgemeinschaft wird auch als Integration unterschiedlicher Menschen durch den Kriegsdienst propagiert. Mit dem Einrücken scheinen alle eventuell vorhandenen Bildungs- und Klassenunterschiede aufgehoben: Lehrer, Handwerker und Musikstudent dienen in der selben Einheit. Ein weiterer Aspekt ist die (sicher nicht zufällige) Auswahl von Charakteren verschiedener Dialekte: Der Bäcker ist Sachse, der Metzger Hesse, unter Herberts Flugzeugmechanikern finden sich ein Berliner und ein Hamburger, im Wunschkonzert-Programm tritt der Bayer Weiß Ferdl auf. Die Vielfalt von Charakteren bietet breite Identifikationsangebote an die Zuschauer.

Im Sinne der von Goebbels geforderten subtilen Propaganda treten nationalsozialistische Symbole und Rituale abgesehen von den allgegenwärtigen Uniformen und Abzeichen nur am Rande in Erscheinung: Zweimal Hitlergruß, ein Führer-Foto in Herberts Büro, Hakenkreuze auf den Flugzeugen.

Ein typisches Element des Films ist die Verwendung zweier Fliegeroffiziere als Hauptfiguren. Damit kann zum einen an ein das Bild vom ritterlichen Offizier; zum anderen an eine verbreitete Technikfaszination angeknüpft werden, die die Luftwaffe zu einem Objekt besonderen Interesses machte. Wohl nicht zuletzt deshalb spielen fast alle NS-Kriegsfilme in der Luftwaffe.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Rolle des Films als zentrales Propagandamedium im NS-Regime und führt in die Fragestellung zur Verknüpfung von Unterhaltung und Ideologie ein.

2 Genres der NS-Spielfilmpropaganda im Krieg: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über verschiedene Filmgenres wie Komödien, Melodramen und "Zeitfilme" und deren spezifische propagandistische Funktionen während des Kriegsverlaufs.

3 „Wunschkonzert“ (1940): Das Kapitel analysiert die Hintergründe, die Handlung und die propagandistischen Mechanismen dieses Films als Beispiel für einen frühen "Heimatfrontfilm" während der Blitzkriegsphase.

4 „Die große Liebe“ (1942): Hier wird untersucht, wie der Film auf den ernsteren Kriegsverlauf reagiert und durch die emotionale Zentrierung auf eine Liebesgeschichte subtile Propaganda vermittelt.

5 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die untersuchten Filme erfolgreich als Propagandainstrumente fungierten, indem sie Ideologie geschickt in Unterhaltung verpackten und so die Glaubwürdigkeit und Identifikation beim Publikum steigerten.

Schlüsselwörter

Nationalsozialismus, NS-Film, Propaganda, Unterhaltungsfilm, Heimatfront, Wunschkonzert, Die große Liebe, Volksgemeinschaft, Zweiter Weltkrieg, Goebbels, Filmanalyse, Zeitfilm, Melodram, Identifikation, Kriegsalltag.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die propagandistische Funktion von nationalsozialistischen Spielfilmen während des Zweiten Weltkriegs, insbesondere wie diese Filme Unterhaltung nutzten, um ideologische Ziele subtil zu vermitteln.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Schwerpunkte liegen auf der Integration von Politik in Unterhaltungsmedien, der Konstruktion der "Volksgemeinschaft" im Film und der strategischen Nutzung von Identifikationsfiguren vor dem Hintergrund des Kriegsverlaufs.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, am Beispiel der Filme "Wunschkonzert" und "Die große Liebe" zu analysieren, mit welchen Mitteln das NS-Regime versuchte, den Krieg im öffentlichen Bewusstsein durch Spielfilme zu verharmlosen oder zu rechtfertigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer filmwissenschaftlichen Analyse, kombiniert mit historischen Kontextualisierungen und der Auswertung zeitgenössischer Quellen und Forschungsliteratur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Übersicht der relevanten Filmgenres sowie eine detaillierte Einzelbetrachtung von "Wunschkonzert" und "Die große Liebe", wobei jeweils Hintergrund, Inhalt und Propagandatechniken beleuchtet werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Propaganda, NS-Spielfilm, Heimatfront, Volksgemeinschaft, Unterhaltung, Ideologie und Identifikation.

Wie unterscheidet sich die Propagandafunktion zwischen „Wunschkonzert“ und „Die große Liebe“?

Während „Wunschkonzert“ noch stark von der Euphorie der frühen Blitzkriegsphase geprägt ist, spiegelt „Die große Liebe“ eine ernstere Phase des Krieges wider, in der die emotionale Bindung und das Durchhalten an der Heimatfront in den Vordergrund rücken.

Welche Rolle spielt die „Volksgemeinschaft“ in den untersuchten Filmen?

Sie dient als integratives Konzept, das soziale und bildungsbedingte Unterschiede durch den gemeinsamen Kriegseinsatz als aufgehoben darstellt, um den Zusammenhalt der Bevölkerung zu stärken.

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Details

Title
(Kriegs-)Propaganda und Unterhaltung: Die NS-Filme "Wunschkonzert" und "Die große Liebe"
College
Justus-Liebig-University Giessen
Grade
1-
Author
Jan Braunschweig (Author)
Publication Year
2007
Pages
25
Catalog Number
V123878
ISBN (eBook)
9783640377220
Language
German
Tags
Unterhaltung NS-Filme Wunschkonzert Liebe
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jan Braunschweig (Author), 2007, (Kriegs-)Propaganda und Unterhaltung: Die NS-Filme "Wunschkonzert" und "Die große Liebe", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/123878
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