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Erdölpolitik der USA im Nahen Osten unter besonderer Berücksichtigung des Dritten Golfkrieges

Título: Erdölpolitik der USA im Nahen Osten unter besonderer Berücksichtigung des Dritten Golfkrieges

Trabajo , 2006 , 27 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Jürgen Menze (Autor)

Política - Región: Oriente Medio
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Die vorliegende Arbeit stellt es sich zur Aufgabe, das Bemühen der einzig verbliebenen Supermacht um die Sicherung ihres Zugriffs auf das Gut, mit welchem weltweit am meisten Geld umgesetzt wird, in der Region, in der zwei Drittel der weltweiten Ölreserven zu finden sind, zu beleuchten. Um einer ahistorischen Sicht vorzubeugen werden zunächst die Anfänge der US-Erdölpolitik im Nahen Osten und die amerikanische Einflussnahme in der Region nach dem Zweiten Weltkrieg dargestellt. Es folgt der Blick auf aktuelle Positionen in der Energie- und Außenpolitik der Regierung unter US-Präsident George W. Bush. Der Schwerpunkt im letzten Teil stellt die Auseinandersetzung mit Genese des im Jahr 2003 entfesselten Golfkriegs, seiner zugrunde liegenden Motive und die sich aus ihm ergebenden Konsequenzen dar.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. US-Erdölpolitik im Nahen Osten im 20. Jahrhundert

2.1. Entwicklung zwischen den Weltkriegen

2.2. Amerikanischer Einfluss nach 1945

2.2.1. Stützung des Schah-Regimes im Iran

2.2.2. Ölkrisen in den 1970er Jahren

2.2.3. Erster Golfkrieg

2.2.4. Zweiter Golfkrieg

3. Aktuelle Situation

3.1. Grundlinien amerikanischer Energiepolitik

3.1.1. Verflechtung von Ölindustrie und US-Regierung

3.1.2. Abhängigkeit von importiertem Öl

3.1.3. Stellung des Nahen Ostens

3.2. Außenpolitik der Bush-Administration

3.2.1. Krieg um Öl

3.2.2. Krieg gegen Afghanistan

4. Dritter Golfkrieg

4.1. USA, Irak und seine Nachbarn nach dem Zweiten Golfkrieg

4.1.1. Dreiteilung und Sanktionsregime

4.1.2. Neubewertung der Rolle Saudi-Arabiens

4.2. Motive der US-Invasion des Irak

4.2.1. Politisch-ökonomische Ebene

4.2.2. Politisch-strategische Ebene

4.3. Konsequenzen

4.3.1. Verbesserung der geostrategischen Position der USA

4.3.2. Kontrolle des irakischen Öls

5. Schlussbetrachtung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht das anhaltende Bestreben der USA, ihren Zugriff auf die strategischen Erdölreserven im Nahen Osten – insbesondere im Kontext des Irak-Krieges von 2003 – zu sichern. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert darauf, wie die US-Energiepolitik unter der Bush-Administration geostrategische Ziele mit der Invasion des Irak verknüpfte, um eine dauerhafte Kontrolle über die Ölressourcen zu erlangen und die regionale Vorherrschaft zu festigen.

  • Historische Entwicklung der anglo-amerikanischen Erdölpolitik im 20. Jahrhundert.
  • Analyse der energetischen Abhängigkeiten der USA und der Verflechtung von Ölindustrie und US-Regierung.
  • Instrumentalisierung des "Krieges gegen den Terror" zur Verfolgung geostrategischer Interessen.
  • Untersuchung der Motive und Folgen der US-Invasion des Irak im Jahr 2003.
  • Kritische Bewertung der Privatisierungstendenzen des irakischen Ölsektors durch internationale Investoren.

Auszug aus dem Buch

2.2. Amerikanischer Einfluss nach 1945

Mitte der 1940er Jahre entdeckten amerikanische und britische Ölkonzerne weitere gigantische Ölvorkommen in Saudi-Arabien, Kuwait, Bahrain und im Iran. Die Gründung des Konsortiums Arabian-American Oil Company (Aramco) im Jahr 1947 von Socal, Texaco, Standard Oil of New Jersey und Socony-Vacuum zur Ausbeutung der Ölquellen in Saudi-Arabien bedeutete eine Wende der US-Erdölpolitik im Nahen Osten. Der britische Öl-Imperialismus der 1920er Jahre war zum anglo-amerikanischen Öl-Imperialismus geworden, in dem die USA fortan die Vormachtstellung innehatten (Pawelka 1993: 39). Um die Beziehung zu Saudi-Arabien zu festigen, forderte die US-Regierung die Aramco auf, dem saudischen Königshaus einen größeren Anteil an den Einnahmen aus der Ölförderung zukommen zu lassen. Die dadurch entstehenden Einnahmenverluste für die Aramco wurden von den in den USA zu zahlenden Steuern des Konsortiums abgezogen (Gause 2003: 361).

Da keiner der Ölstaaten im Nahen Osten über die zur Erschließung ihrer Ölreichtümer notwendigen Fertigkeiten, Technologien und Vermarktungsstrukturen verfügte, gerieten die Länder in Abhängigkeit zu den Ölkonzernen des industrialisierten Westens. Die zwischen den Regierungen im Nahen Osten und den Ölfirmen geschlossenen Verträge traten die Rechte zur Erschließung und Ausbeutung der Ölreserven in jeweils festgelegten Gebieten exklusiv für mehrere Jahrzehnte an die westlichen Konzerne bzw. Konsortien ab. Diese zahlten Steuern oder lediglich fixe Abgaben (royalties) an die Ölstaaten, deren Budgets in der Folgezeit primär durch die Erdölunternehmen finanziert wurden (Rose 2004: 430).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung skizziert das zentrale Interesse der USA an der Sicherung strategischer Erdölressourcen im Nahen Osten und führt in die Fragestellung nach den Motiven und Konsequenzen der US-Politik, insbesondere im Kontext des Irak-Krieges, ein.

2. US-Erdölpolitik im Nahen Osten im 20. Jahrhundert: Das Kapitel zeichnet die historische Genese des anglo-amerikanischen Einflusses nach, beginnend mit der Sicherung von Konzessionen zwischen den Weltkriegen bis hin zur Etablierung des Dual-Systems und dessen Störungen durch die Ölkrisen und die Golfkriege.

3. Aktuelle Situation: Hier werden die Grundlinien der US-Energiepolitik unter George W. Bush beleuchtet, die durch eine starke Verflechtung mit der Ölindustrie, die steigende Importabhängigkeit und die Neuausrichtung unter der Bush-Doktrin geprägt sind.

4. Dritter Golfkrieg: Dieser Abschnitt analysiert die Instrumentalisierung des Terrorismus zur Rechtfertigung der Invasion des Irak sowie die ökonomischen und strategischen Motive, die auf eine direkte Kontrolle der irakischen Reserven abzielten.

5. Schlussbetrachtung: Das Resümee stellt fest, dass die US-Kriege im Nahen Osten Teil einer unilateralen Weltordnung sind, die durch die faktische Privatisierung des irakischen Ölsektors eine neue Qualität der Hegemonie erreicht.

Schlüsselwörter

USA, Erdölpolitik, Naher Osten, Irak-Krieg, Bush-Administration, Energiepolitik, Ölabhängigkeit, Geostrategie, Golfkrieg, Dual-System, Saudi-Arabien, Terrorismusbekämpfung, Ölkonzerne, Hegemonie, Erdölreserven.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die historische und aktuelle Ausrichtung der US-Erdölpolitik im Nahen Osten mit einem speziellen Fokus auf die Gründe und Folgen des Dritten Golfkrieges.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Kernbereichen gehören die Historie des amerikanischen Öleinflusses, die Energiepolitik der Bush-Administration, die geostrategische Bedeutung des Nahen Ostens sowie die ökonomischen Motive hinter der Irak-Invasion.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Verknüpfung zwischen der Sicherung des US-Zugangs zu Erdölreserven und der militärischen Außenpolitik der USA zu beleuchten und kritisch zu hinterfragen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer politikwissenschaftlichen Analyse, die historische Zusammenhänge sowie aktuelle außen- und energiepolitische Entwicklungen durch den Rückgriff auf Fachliteratur und Berichte aufarbeitet.

Was wird im Hauptteil schwerpunktmäßig behandelt?

Der Hauptteil konzentriert sich auf die Analyse der US-Energiepolitik unter George W. Bush, die geostrategische Instrumentalisierung der Terrorismusbekämpfung sowie die Auswirkungen der Invasion auf den irakischen Ölsektor.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Hegemonie, Dual-System, unilaterale Weltordnung, Energieversorgungssicherheit und Privatisierung von Ölressourcen.

Wie bewertet die Arbeit die Rolle Saudi-Arabiens?

Die Arbeit konstatiert einen Bedeutungswandel Saudi-Arabiens, das aufgrund zunehmender innenpolitischer Unsicherheit und Skepsis der USA gegenüber dem Königshaus als weniger verlässlicher Partner für die Sicherung der Ölversorgung wahrgenommen wird.

Welche Rolle spielen die "Production Sharing Agreements" (PSAs)?

Diese Verträge dienen laut der Arbeit als Instrument, um ausländischen Ölkonzernen über Jahrzehnte den Zugriff auf irakische Ölfelder zu sichern und das Land faktisch von einer demokratischen Kontrolle über seine wichtigsten Ressourcen zu entkoppeln.

Final del extracto de 27 páginas  - subir

Detalles

Título
Erdölpolitik der USA im Nahen Osten unter besonderer Berücksichtigung des Dritten Golfkrieges
Universidad
University of Hannover  (Institut für Politische Wissenschaft)
Curso
Die Region Naher Osten unter besonderer Berücksichtigung der US-Politik
Calificación
1,0
Autor
Jürgen Menze (Autor)
Año de publicación
2006
Páginas
27
No. de catálogo
V123895
ISBN (Ebook)
9783640288328
ISBN (Libro)
9783640288540
Idioma
Alemán
Etiqueta
Vereinigte Staaten USA Amerika Naher Osten Irak Iran Saudi-Arabien arabisch Erdöl Politik politisch Ölindustrie Bush Präsident Afghanistan Geopolitik Pipeline Taliban Nordallianz Saddam Hussein Islam islamisch muslimisch Internationale Beziehungen Öl Iraq Terrorismus Terror Golfkrieg
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Jürgen Menze (Autor), 2006, Erdölpolitik der USA im Nahen Osten unter besonderer Berücksichtigung des Dritten Golfkrieges, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/123895
Leer eBook
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