Im Angesicht des demografischen Wandels in Deutschland verstärken sich personalwirtschaftliche Risiken von Unternehmen zunehmend. Die Altersstruktur befindet sich im Wandel und auch die Ansprüche und Vorstellungen neuer Generationen von Arbeitnehmern gegenüber ihren Arbeitgebern verändern sich. Eine Generation, die dabei aktuell in den Fokus rückt, ist die Generation Z. Denn während Unternehmen sich häufig noch mit den Erwartungen der vorherigen Generation beschäftigen, steht die nachfolgende Generation Z bereits vor der Berufs- und Arbeitgeberwahl. Die neuen Arbeitnehmergenerationen werden in wenigen Jahren die Mehrheit des Arbeitsmarkts ausmachen und ihren Wertvorstellungen werden damit die zukünftige Arbeitswelt gestalten. Die Erforschung der neuen Generation Z ist deshalb von besonderer Aktualität und Interesse.
Neben der Beschreibung ihrer Charakteristika und ihren Ansprüchen an ihren Arbeitgeber stellt sich unweigerlich die Frage nach Maßnahmen zur Rekrutierung dieser Generation. Unternehmen müssen sich zukünftig im "War for Talent" beweisen und proaktiv auf die potenziellen neuen Arbeitnehmer zugehen. Deshalb ist es besonders wichtig erfolgreiche Strategien und geeigneten Instrumenten zu haben, um neue Arbeitnehmer für sich zu begeistern. Eine Möglichkeit, die in Betracht gezogen werden kann, ist der immer häufiger fallende Begriff „Employer Branding". Um was es sich dabei handelt und ob dies eine geeignete Maßnahme zur Rekrutierung von der neuen Generation Z ist, soll deshalb untersucht werden. Die Forschungsfrage, nach den geeigneten Maßnahmen zur Bindung der Generation soll beantwortet und die Wichtigkeit herausgearbeitet werden.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Veränderung in der Arbeitswelt
2.1 Demografischer Wandel
2.2 Generationenwechsel
3 Employer Branding
3.1 Abgrenzung und Funktion
3.2 Maßnahmen
3.3 Recruiting
4 Handlungsempfehlungen für die Rekrutierung von Generation Z
5 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht, wie deutsche Unternehmen die Generation Z im Kontext des demografischen Wandels erfolgreich als Arbeitgeber gewinnen und binden können, indem sie die spezifischen Bedürfnisse dieser Generation analysiert und die Rolle des Employer Brandings evaluiert.
- Demografischer Wandel und seine Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt
- Charakterisierung der Werte und des Arbeitsethos der Generation Z
- Abgrenzung von Employer Branding gegenüber klassischem Personalmarketing
- Strategische Maßnahmen und Kanäle zur zielgruppengerechten Rekrutierung
Auszug aus dem Buch
3 Employer Branding
Unternehmen müssen eine Strategie entwickeln, um in Zukunft qualifizierte Mitarbeiter zu finden und um diese auch an sich zu binden. Es herrscht ein Wettbewerb unter den Unternehmen und um dort der präferierte Arbeitgeber zu sein, muss sich extern und intern klar positioniert und von der Masse abgehoben werden. Das Thema „Marke“ hat hierbei eine hohe Bedeutung als entscheidender Differenzierungsfaktor zur Gewinnung eines Wettbewerbsvorteils erlangt. Unternehmen müssen sich selbst zu einer starken Arbeitgebermarke (Employer Brand) entwickeln. Die Employer Brand ist das Ziel eines Unternehmens von potenziellen und bestehenden Arbeitnehmern als attraktiver Arbeitgeber gesehen zu werden. Die Strategie und der Weg zu dieser Arbeitgebermarke nennt man „Employer Branding“ (vgl. Stotz & Wedel-Klein, 2013, S.2 und Gaßner, 2012, S. 11f).
In der Literatur finden sich diverse Definitionen für das „Employer Branding“. Die Deutsche Employer Branding Akademie legte 2006 die in Wissenschaft und Praxis am häufigsten referenzierte Definition wie folgt fest: „Employer Branding ist die identitätsbasierte, intern wie extern wirksame Positionierung eines Unternehmens als glaubwürdiger und attraktiver Arbeitgeber.“ Außerdem ist für sie das Ziel der Employer Branding Strategie, dass die Mitarbeitergewinnung, die Mitarbeiterbindung, die Leistungsbereitschaft und die Unternehmenskultur sowie das Unternehmensimage nachhaltig optimiert werden (vgl. DEBA Deutsche Employer Branding Akademie GmbH, o.J. a).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung stellt die demografische Problematik dar und begründet die Relevanz der Untersuchung des Employer Brandings für die Generation Z.
2 Veränderung in der Arbeitswelt: Dieses Kapitel erläutert den demografischen Wandel und den spezifischen Generationswechsel, um die Ausgangslage für Unternehmen zu verdeutlichen.
3 Employer Branding: Hier wird der Begriff des Employer Branding definiert, seine Funktionen erläutert und die Abgrenzung zum klassischen Personalmarketing vorgenommen.
4 Handlungsempfehlungen für die Rekrutierung von Generation Z: Dieses Kapitel bietet konkrete Empfehlungen, wie Unternehmen ihre Strategien an die Bedürfnisse der Generation Z anpassen können.
5 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Bedeutung von authentischer Kommunikation und Digitalität für die Personalgewinnung.
Schlüsselwörter
Generation Z, Employer Branding, Demografischer Wandel, Personalmarketing, Arbeitgebermarke, Rekrutierung, Bindung, Arbeitgeberattraktivität, Digital Natives, Unternehmenskultur, War for Talents, Zielgruppenanalyse, Arbeitswelt, Fachkräftemangel, Wertevorstellungen
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit den Herausforderungen, die der demografische Wandel für deutsche Unternehmen mit sich bringt, und analysiert, wie diese Unternehmen die Generation Z als neue Arbeitnehmergeneration durch gezielte Maßnahmen gewinnen und binden können.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die zentralen Themen sind der demografische Wandel, der Generationenwechsel, die Definition und Funktion von Employer Branding sowie praktische Handlungsempfehlungen für das Recruiting der Generation Z.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?
Das Ziel ist es, geeignete Maßnahmen zur Bindung der Generation Z herauszuarbeiten und die Wichtigkeit einer starken Arbeitgebermarke innerhalb des aktuellen demografischen Kontextes zu begründen.
Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, in der aktuelle Studien und Fachliteratur zum Generationenmanagement und Employer Branding ausgewertet werden, um Merkmale der Generation Z und Strategien zu ihrer Rekrutierung abzuleiten.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine Analyse der Arbeitswelt (demografischer Wandel, Generationenzugehörigkeit), eine theoretische Betrachtung des Employer Brandings (Abgrenzung, Funktionen, Maßnahmen) sowie konkrete Handlungsempfehlungen für die Praxis.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Generation Z, Employer Branding, Demografischer Wandel, Arbeitgebermarke, Rekrutierung, Digital Natives und Mitarbeiterbindung.
Warum ist das "Sich-Abheben" von der Masse für Unternehmen so wichtig?
Aufgrund des zunehmenden Wettbewerbs um qualifizierte Fachkräfte („War for Talents“) müssen Unternehmen intern und extern klar positioniert sein, um als attraktiver „Employer-of-Choice“ wahrgenommen zu werden.
Welche Rolle spielt die Digitalität bei der Rekrutierung der Generation Z?
Da die Generation Z als „Digital Natives“ aufgewachsen ist, sind soziale Medien und visuelle Plattformen wie Instagram und TikTok essenzielle Kanäle, um authentischen Content zu vermitteln und die Zielgruppe effektiv anzusprechen.
- Citar trabajo
- Anonym (Autor), 2022, Generation Z als Arbeitnehmer. Mit welchen Maßnahmen können deutsche Unternehmen sie an sich binden und wie wichtig ist dies in Zeiten des demografischen Wandels?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1239141