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Das Doppelweg-Erzählschema im Vergleich

Titel: Das Doppelweg-Erzählschema im Vergleich

Hausarbeit , 2022 , 13 Seiten , Note: 2,7

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Germanistik - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die folgende Hausarbeit beschäftigt sich mit der Analyse auf das Erzählschema des Doppelwegs bezogen auf die Artusromane "Erec" und "Erec et Enide". Sind die beiden Romane in ihrem Schema komplett identisch oder gibt es Unterschiede, die vom stereotypen Doppelweg abweichen? Erec, geschrieben von Hartmann von Aue, ist wohl einer der bekanntesten Artusromane, angelehnt an den Roman "Erec et Enide" von Chretien de Troyes.

Zu Beginn wird der Begriff Erzählschema definiert und Bezug auf die Romane von Chretien und Hartmann genommen. Dabei steht der Doppelweg als Erzählschema im Fokus. Dazu werde ich kurz die Thesen von Kuhn, Fromm und Haug aufzeigen und eventuelle Unterschiede und Gemeinsamkeiten herausarbeiten. Um das Erzählschema der beiden Romane zu vergleichen, betrachte ich die die Szenen des Verligens und die Königskrönung am Artushof, also Anfang und Ende des zweiten Handlungszyklus. Dabei wird der Versuch unternommen Unterschiede und Gemeinsamkeiten zum Thema Erzählschema herauszuarbeiten. Zusätzlich wird darauf eingegangen, ob die Szenen in ein typisches Erzählschema passen oder ob es Unstimmigkeiten gibt. Zum Schluss werde ich meine Ergebnisse noch einmal kurz zusammenfassen und mit einem Fazit abschließen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definition Erzählschema

3. Der Doppelweg

3.1 verligen

3.2 Königskrönung

4. Fazit

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit analysiert das Erzählschema des sogenannten Doppelwegs in den Artusromanen „Erec“ von Hartmann von Aue und dessen Vorlage „Erec et Enide“ von Chretien de Troyes, um Gemeinsamkeiten und strukturelle Abweichungen herauszuarbeiten.

  • Definition des Begriffs Erzählschema in der narratologischen Forschung.
  • Erläuterung des Modells des „Doppelwegs“ nach Hans Fromm und Hugo Kuhn.
  • Vergleich der Szene des „verligens“ als Beginn des zweiten Handlungszyklus.
  • Analyse der Königskrönung hinsichtlich Zeit, Ort und politisch-gesellschaftlicher Bedeutung.
  • Bewertung der literarischen Eigenständigkeit Hartmanns gegenüber der französischen Vorlage.

Auszug aus dem Buch

3. Der Doppelweg

Der Begriff „Doppelweg“ wurde erstmals 1969 von Hans Fromm, in Anlehnung an den „doppelten Cursus“ von Hugo Kuhn benutzt. Der Doppelweg ist ein wichtiger Bestandteil der Gattung Artusroman im Hinblick auf das Erzählschema. Hugo Kuhn hat sich mit den Möglichkeiten befasst, Erec als Erzählschema zu konstruieren. Kuhn hat den Erec Roman von Chretien als Prototyp ausgewählt. Dadurch lassen sich die Texte von Hartmann und Chretien sehr gut auf Unterschiede und Gemeinsamkeiten unterscheiden.

„Im Mittelpunkt steht ein allein ausziehender Held, der eine nach dem Prinzip von Steigerung und Korrektur angelegte zweifache Reihe von Aventiuren (DOPPELWEG, DOPPELTER CURSUS) zu durchlaufen hat, in der er sich als Individuum und am Ende als Glied der Gesellschaft erfährt. Ausgangspunkt ist eine als Aventiure erscheinende Provokation der Idealität des Artushofes, die durch den Ritter bewältigt wird, was zu einer nur scheinhaften Harmonie führt. Auf einer zweiten Aventiure-Fahrt wird in gestufter Form die endgültige Integration des Helden erreicht.“

Kapitelzusammenfassung

1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Fragestellung ein, ob Hartmann von Aue dem stereotypen Erzählschema von Chretien de Troyes exakt folgt oder eigenständige Abweichungen vornimmt.

2. Definition Erzählschema: Dieses Kapitel erläutert den narratologischen Begriff des Erzählschemas und diskutiert verschiedene idealtypische Wege der Rekonstruktion von Handlungsmustern.

3. Der Doppelweg: Hier wird das theoretische Konstrukt des Doppelwegs als zentraler Bestandteil des Artusromans vorgestellt und auf die Struktur der Erec-Romane angewendet.

3.1 verligen: Der Abschnitt vergleicht die Krisensituation am Anfang des zweiten Handlungszyklus, in der Erec seine ritterliche Identität zugunsten privater Bindungen vernachlässigt.

3.2 Königskrönung: Dieses Kapitel untersucht die Darstellung der finalen Krönung bei Chretien und Hartmann und analysiert die Bedeutung von Orts- und Zeitveränderungen.

4. Fazit: Die Arbeit resümiert, dass Hartmann zwar grundlegend dem Doppelweg-Schema folgt, durch gezielte Weglassungen und Umgestaltungen jedoch eine eigenständige literarische Vorlage schafft.

Schlüsselwörter

Erzählschema, Doppelweg, Hartmann von Aue, Chretien de Troyes, Artusroman, verligen, Königskrönung, doppelter Cursus, narrative Struktur, mittelhochdeutsche Literatur, Aventiure, Erec, Enite, Literaturwissenschaft, Narratologie

Häufig gestellte Fragen

Was ist das grundlegende Thema der Arbeit?

Es geht um den Vergleich der narrativen Struktur, insbesondere des „Doppelwegs“, zwischen Hartmann von Aues Erec und seiner französischen Vorlage Erec et Enide von Chretien de Troyes.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Fokus?

Zentrale Themen sind die Definition des Erzählschemas, das Konzept des Doppelwegs nach Kuhn und Fromm sowie die Analyse spezifischer Schlüsselszenen wie dem „verligen“ und der „Königskrönung“.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es herauszuarbeiten, ob Hartmann von Aue strikt dem stereotypen Handlungsmuster seines Vorgängers Chretien folgt oder ob er durch bewusste Änderungen eine eigene Interpretation innerhalb der Gattung Artusroman etabliert.

Welche wissenschaftliche Methode wird angewendet?

Die Arbeit nutzt einen komparativen literaturwissenschaftlichen Ansatz, bei dem die erzähltheoretische Definition von Schemata auf die beiden Texte angewandt und deren strukturelle Ausgestaltung verglichen wird.

Welche Aspekte werden im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert theoretische Grundlagen des Erzählschemas sowie die spezifische Umsetzung des Doppelweg-Modells, unterteilt in die Problematik des „verligens“ und die finale „Königskrönung“.

Was charakterisiert die Arbeit inhaltlich?

Die Arbeit ist durch eine enge Textnähe zu beiden Romanen einerseits und die Einbettung in die literaturwissenschaftliche Diskussion zu den arthurischen Strukturmodellen andererseits gekennzeichnet.

Warum spielt die Ortswahl der Königskrönung bei Hartmann eine zentrale Rolle?

Die Verlegung der Krönung von Nantes nach Karnant durch Hartmann wird als bewusste Abkehr von der Idealität des Artushofs gedeutet, um Erecs eigenständige Herrschaft zu betonen.

Wie unterscheidet sich die Darstellung des „verligens“ zwischen den Autoren?

Hartmann erweitert das Problem des „verligens“ über das ritterliche Versagen hinaus und lässt bestimmte Szenen, wie den Auftritt der Geistlichkeit, weg, um die Krise individueller zu gestalten.

Welche Bedeutung kommt der Rolle des Königs Artus zu?

Hartmann lässt Artus in der Schlussszene bewusst wegfallen, wodurch Erec nicht mehr auf Artus als Belohnungsinstanz angewiesen ist, was den Weg zum Königtum unabhängig vom Artushof markiert.

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Das Doppelweg-Erzählschema im Vergleich
Hochschule
Universität Münster
Note
2,7
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2022
Seiten
13
Katalognummer
V1239231
ISBN (PDF)
9783346659347
ISBN (Buch)
9783346659354
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Erec Chretien de Troyes Doppelweg
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2022, Das Doppelweg-Erzählschema im Vergleich, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1239231
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