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Philosophie versus Sophistik

Wahrheitsfindung contra Rhetorik und die Bedeutung des Dialoges

Title: Philosophie versus Sophistik

Term Paper (Advanced seminar) , 2009 , 18 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: J. Kulewatz (Author)

Philosophy - Theoretical (Realisation, Science, Logic, Language)
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Die kunstreiche Rede ist unter anderem Vermächtnis der Attischen Demokratie. Setzt man die heutige Demokratie in Bezug zur Rhetorik, so stellt am unweigerlich fest, dass diese eine Renaissance erlebt und wieder modern wird. Demokratie und ebenso Diktaturen haben eine ganz eigene Rhetorik hervorgebracht, deren Ursprünge sie der Antike verdanken. Dennoch: Die heutige Rhetorik ist weder apodiktisch noch überredend sondern emotional. Sie ist dazu angelegt im Menschen die vom Rhetor gewünschten Emotionen zu wecken, eine sophistische Rhetorik. Doch wozu Rhetorik? Sind es nicht diejenigen Rhetoren mit den besseren Argumenten, der moralischeren Sichtweise, die uns als Auditorium überzeugen? Ganz sicher nicht. Die Überzeugung des Auditoriums liegt allein bei dem besseren Rhetor, dem mit der ausgefeilteren rhetorischen „technae“, dem der Emotionen hervorrufen kann. Ein sophisti-scher Redner macht sich damals wie heute die menschliche Emotionsbereitschaft zu nutzte. Was erneut die Frage aufwirft: Ist die Rhetorik Fähigkeit, Kunst, Wissenschaft oder üble Wortfechterei ohne moralische Grenzen? Fragen mit denen sich bereits die Antike ausei-nandersetzte. Natürlich ist die Rhetorik heute wichtiges Instrumentarium der Philosophie, doch was war sie zu Zeiten ihrer Entstehung und wem hat sie Macht verliehen? Gründe warum sich meine Ausarbeitungen mit der Sophistik und ihrem Verhältnis zur Rhetorik und der Philosophie befassen sollen. In der folgenden Hausarbeit wird es mir um die Annährung und die vergleichende Betrachtung von Sophistik und Philosophie gehen, dafür wird die antike Rhetorik von prioritärer Bedeutung sein, sie steht im Zentrum meiner Ausführungen.

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Inhaltsverzeichnis

Prolog

Vom Mythos zum Logos:

1. Über die Philosophie (des 4. Und 5. Jahrhunderts vor Christus)

1.1 Sprachliche Voraussetzungen für Philosophie und Rhetorik

1.2 Bedeutung der Rhetorik für die Philosophie

1.3 Die Dialogform

1.3.1 Der sokratische Dialog

1.3.2 Der platonische Dialog

2. Über die Sophistik

2.1 Wechselwirkungen zwischen Philosophie und Sophistik

2.2 Die Bedeutung der Rhetorik für die Sophistik

3. Vergleichende Betrachtungen

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen antiker Philosophie und Sophistik, wobei der Fokus auf der Rolle der Rhetorik und der Bedeutung des Dialogs zur Wahrheitsfindung liegt. Ziel ist es, das gegensätzliche Verständnis von Rede und Erkenntnis beider Strömungen sowie deren Einfluss auf die griechische Antike kritisch zu beleuchten.

  • Verhältnis von Philosophie, Mythos und Logos
  • Entwicklung und Funktion der antiken Rhetorik
  • Struktur und Bedeutung des sokratischen sowie platonischen Dialogs
  • Methoden der Sophistik und ihr Einfluss auf die Philosophie
  • Vergleich der Wissens- und Wahrheitsbegriffe

Auszug aus dem Buch

1. Über die Philosophie (des 4. und 5. Jahrhunderts vor Christus)

Die antike griechische Philosophie ist weder was ihren Gegenstandsbereich, noch was ihre Methodik angeht als Lehre oder Theorie eindeutig zu definieren. Der Versuch die Philosophie begrifflich zu fassen würde unausweichlich im Selbstbezug enden. Denn wie etwas zu fassen ist (Methode) und was eigentlich zu fassen ist (Gegenstand), sind selbst wieder philosophische Fragen. Verschiedenste philosophische Richtungen bieten jeweils eigene Bestimmungen und Anschauungen für das, was die Philosophie zu dieser Zeit war und was diese zu leisten hatte. Die Auseinandersetzung und Kritik von philosophischen Annahmen stand im Zentrum, jedoch ohne dass ein Wahrheitsanspruch erhoben werden konnte. Philosophie lässt sich also als eine methodisch ausgearbeitete Weltanschauung verstehen die ursprünglich dazu diente die Welt zu erklären. Das wichtigste Organon der Philosophie ist bis heute die Logik als Lehre vom richtigen Denken, Argumentieren und Schließen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Über die Philosophie (des 4. Und 5. Jahrhunderts vor Christus): Dieses Kapitel definiert die Philosophie der Antike als methodisch ausgearbeitete Weltanschauung und untersucht deren sprachliche Voraussetzungen sowie die zentrale Bedeutung der Dialogform.

2. Über die Sophistik: Hier wird die Entstehung der Sophistik als Reaktion auf das Bedürfnis nach rhetorischer Bildung erläutert und die spezifische, emotionsbasierte Rhetorik der Sophisten analysiert.

3. Vergleichende Betrachtungen: Das Kapitel fasst die Gegensätze zwischen der aufklärerischen Sophistik und der traditionsverhafteten Philosophie zusammen und beleuchtet deren gemeinsames Ziel, dem Menschen zu einem effizienteren Leben zu verhelfen.

Schlüsselwörter

Philosophie, Sophistik, Rhetorik, Dialogform, Sokrates, Platon, Wahrheitsfindung, Logos, Mythos, Überzeugung, Dialektik, Erkenntnis, Isokrates, antike Bildung, Rhetorik-Kritik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert das historische und philosophische Spannungsfeld zwischen der antiken Philosophie und der Sophistik mit einem besonderen Fokus auf die rhetorischen Praktiken.

Welche Themenfelder stehen im Zentrum der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die Entwicklung des Logos aus dem Mythos, die Funktion der Rhetorik als Werkzeug der Überzeugung sowie die Bedeutung des Dialogs als philosophisches Instrument.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Die Autorin geht der Frage nach, wie sich Philosophie und Sophistik in ihrem Verständnis von Wahrheitsfindung und Rhetorik unterscheiden und welche Rolle der Dialog dabei einnimmt.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine geisteswissenschaftliche Analyse, die auf der kritischen Auseinandersetzung mit antiken Quellen und philosophischer Fachliteratur basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Betrachtung der Philosophie, der Sophistik und deren Wechselwirkungen, insbesondere in Bezug auf die rhetorischen Mittel und den Wahrheitsbegriff.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die vorliegende Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Philosophie, Sophistik, Rhetorik, Dialog, Wahrheitsfindung, Logos und Antike.

Warum wird Platon in der Arbeit eine so zentrale Rolle beigemessen?

Platon gilt als der maßgebliche Kritiker der Sophistik, dessen Dialoge – etwa der „Gorgias“ – die Auseinandersetzung zwischen philosophischer Wahrheitssuche und sophistischer Rhetorik am deutlichsten aufzeigen.

Wie unterscheidet sich die Auffassung von "Wahrheit" zwischen Sophisten und Philosophen laut der Autorin?

Während Philosophen nach einer logisch begründbaren, objektiven Wahrheit strebten, nutzten Sophisten die Rhetorik pragmatisch, um Überzeugung zu schaffen, wobei sie die Wahrheit oft dem menschlichen Ermessen unterordneten.

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Details

Title
Philosophie versus Sophistik
Subtitle
Wahrheitsfindung contra Rhetorik und die Bedeutung des Dialoges
College
University of Erfurt
Course
Rhetorik in der Praxis
Grade
1,0
Author
J. Kulewatz (Author)
Publication Year
2009
Pages
18
Catalog Number
V123966
ISBN (eBook)
9783640296026
ISBN (Book)
9783640301799
Language
German
Tags
Philosophie Sophistik Rhetorik Praxis
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
J. Kulewatz (Author), 2009, Philosophie versus Sophistik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/123966
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