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Beziehungskrise? Der Einfluss von Organisationskrisen auf das Verhältnis zwischen Public Relations und Journalismus

Título: Beziehungskrise? Der Einfluss von Organisationskrisen auf das Verhältnis zwischen Public Relations und Journalismus

Trabajo Escrito , 2018 , 24 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Anonym (Autor)

Medios / Comunicación - Relaciones públicas, publicidad, marketing, medios de Comunicación Social
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Das Verhältnis zwischen Public Relations und Journalismus in Normalzeiten, wenn keine Krise vorliegt, wurde bereits vielseitig untersucht. „Siamesische Zwillinge“, „symbiotische Beziehung“ oder „Junkies und Dealer“ sind nur einige der Metaphern, die das Verhältnis dieser beiden Disziplinen beschreiben sollen, welches ein komplexes und kein einfaches ist. Das Verhältnis einer gegenseitigen Abhängigkeit und Beeinflussung auf verschiedenen Ebenen wird vor allem im sogenannten Intereffikationsmodell beschrieben. Doch wie steht es um ebendieses Verhältnis in Zeiten von Krisen, die eine Ausnahmesituation darstellen und neue Rahmenbedingungen mit sich bringen? Bisher mangelt es noch an empirischen Untersuchungen zur Beziehung zwischen PR und Journalismus in Krisenfällen. Aus diesem Grund widmet sich die vorliegende Arbeit der Frage, welchen Einfluss Krisen auf das Verhältnis zwischen PR und Journalismus haben.

Schadensereignisse wie Flugzeugabstürze oder Fabrikunfälle, wirtschaftliche Schieflagen, böswillige Gerüchte, Schmiergeldskandale, Umweltsünden oder Produktprobleme – Organisationskrisen haben viele Gesichter. Durch die zunehmende Exponiertheit von Unternehmen in der Gesellschaft ereignen sie sich scheinbar schneller und häufiger als noch vor wenigen Jahrzehnten. Infolgedessen hat Krisenkommunikation enorm an Nachfrage und Bedeutung gewonnen. Denn bricht eine Krise in einer Organisation aus, so zieht sie die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit, insbesondere die der Medien, auf sich – die Organisation gerät in Zugzwang. Das Schlüsselkriterium für die Wahrnehmung der Organisationsreputation durch die Öffentlichkeit ist somit die Krisenberichterstattung der Journalisten. Medien bzw. Journalisten zählen demnach zu den wichtigsten Anspruchsgruppen der Krisen-PR. Sie sind direkt am öffentlichen Krisendiskurs und damit auch am Krisenfall selbst beteiligt, weshalb die Beziehung zwischen der Öffentlichkeitsarbeit der betroffenen Organisation und dem Journalismus von großer Bedeutung ist.

Extracto


Kapitelübersicht

1 Kommunikatoren in Krisen – eine schwierige Beziehung?

2 Organisationskrisen und Krisenkommunikation

3 Das Verhältnis von Public Relations und Journalismus

4 Befunde zum Verhältnis von Public Relations und Journalismus in Krisen

5 Ein komplexes Verhältnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss von Organisationskrisen auf die Beziehung zwischen Public Relations (PR) und Journalismus. Dabei wird analysiert, wie sich in einer durch Zeitdruck und Informationsmangel geprägten Krisensituation die Interdependenz und die Machtdynamik zwischen PR-Akteuren und Journalisten verändern und ob die PR an Einfluss auf die Medienberichterstattung verliert.

  • Theoretische Fundierung durch das Intereffikationsmodell
  • Charakterisierung von Organisationskrisen und deren Anforderungen an Kommunikation
  • Analyse der Machtverhältnisse und Rollenverteilung zwischen PR und Journalismus
  • Untersuchung von Induktions- und Adaptionsprozessen in Krisenzeiten
  • Diskussion über die Relevanz der Eigenrecherche von Journalisten in Krisen

Auszug aus dem Buch

Das Intereffikationsmodell

Der Ansatz begreift die Beziehung von Journalismus und PR „als komplexes Verhältnis eines gegenseitig vorhandenen Einflusses, einer gegenseitigen Orientierung und einer gegenseitigen Abhängigkeit zwischen zwei relativ autonomen Systemen“ (Bentele & Fechner, 2015, S. 321). Der Terminus Intereffikation wurde vom lateinischen Verb „efficare = etwas ermöglichen“ bzw. „efficere = hervorbringen“ abgeleitet. Demnach ermöglichen sich Public Relations und Journalismus gegenseitig. So kann die PR ihre Kommunikationsziele nur mithilfe von Journalisten und dem Mediensystem erreichen, während die Existenz des Journalismus von den Inhalten und der Kommunikation der PR abhängig ist (ebd.). Das Intereffikationsmodell (vgl. Abb. 1) soll die wechselseitigen Beziehungen auf der Makroebene als Beziehung zwischen den Teilsystemen Journalismus und Public Relations, auf der Mesoebene als Beziehungen zwischen Redaktionen und PR-Abteilungen und auf der Mikroebene als Beziehung zwischen Journalisten und PR-Schaffenden abbilden (Schwarz, 2016, S. 625; Bentele et al., 1997, S. 240).

Innerhalb der Intereffikationsbeziehung lassen sich zwei Beziehungstypen unterscheiden: Induktionen und Adaptionen. Kommunikative Induktionen sind gerichtete, beabsichtigte Kommunikationsanregungen bzw. -einflüsse, die von einer Seite ausgehen und zu beobachtbaren Wirkungen auf der jeweils anderen Seite führen. Seitens der PR finden Induktionen in Form PR-Aktivitäten wie etwa Pressemeldungen oder -konferenzen statt, durch die Themen in der journalistischen Berichterstattung gesetzt bzw. generiert werden (Bentele & Nothhaft, 2007, S. 64; Weber, 1999, S. 269-270).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Kommunikatoren in Krisen – eine schwierige Beziehung?: Dieses Kapitel führt in die Problematik der PR-Journalismus-Beziehung in Krisenzeiten ein und erläutert die Bedeutung der Medien für die Krisenwahrnehmung.

2 Organisationskrisen und Krisenkommunikation: Hier werden unterschiedliche Definitionen von Organisationskrisen diskutiert und die zentrale Rolle der Krisenkommunikation für den Schutz der Organisation und deren Reputation hervorgehoben.

3 Das Verhältnis von Public Relations und Journalismus: Dieser Abschnitt erläutert die theoretischen Grundlagen des Verhältnisses, insbesondere unter Verwendung des Intereffikationsmodells und der Unterscheidung zwischen Induktionen und Adaptionen.

4 Befunde zum Verhältnis von Public Relations und Journalismus in Krisen: Das Kapitel trägt empirische Studien zusammen, die darauf hindeuten, dass Journalisten in Krisen aktiver recherchieren und die PR häufig in eine defensive Rolle drängen.

5 Ein komplexes Verhältnis: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und diskutiert die Grenzen der aktuellen Forschung sowie den Bedarf für künftige Untersuchungen im Kontext der Digitalisierung.

Schlüsselwörter

Organisationskrise, Krisenkommunikation, Public Relations, Journalismus, Intereffikationsmodell, Induktion, Adaption, Krisenberichterstattung, Reputationsmanagement, Medienlogik, Interdependenz, Stakeholder, Krisenmanagement, Kommunikation, Eigenrecherche.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie sich das ohnehin komplexe Verhältnis zwischen Public Relations und Journalismus verändert, wenn eine Organisation in eine Krise gerät.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Untersuchung deckt die theoretischen Konzepte von Krisen und Krisenkommunikation ab, analysiert die Mechanismen der Zusammenarbeit zwischen PR und Journalismus und wertet empirische Befunde zur Rollenverteilung in Extremsituationen aus.

Was ist das primäre Forschungsziel?

Ziel ist es zu klären, welchen konkreten Einfluss Krisensituationen auf das Machtgefüge und die wechselseitige Abhängigkeit zwischen PR und Journalismus haben.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse sowie der Auswertung bestehender empirischer Forschungsergebnisse zum Verhältnis von PR und Journalismus in Krisenfällen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Definition von Organisationskrisen, dem Intereffikationsmodell als theoretischem Rahmen und der Gegenüberstellung von PR-Induktionen und journalistischen Adaptionsleistungen während akuter Krisen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Krisenkommunikation, Intereffikationsmodell, Induktion, Adaption, Machtdynamik und journalistische Eigenrecherche.

Wie genau wirkt sich eine Krise auf die Arbeit eines Journalisten aus?

Studien zeigen, dass Journalisten im Krisenfall deutlich aktiver agieren, der PR weniger vertrauen und vermehrt eigene Recherchen anstellen, statt sich auf bereitgestellte PR-Unterlagen zu verlassen.

Wird die PR in Krisenzeiten komplett machtlos?

Nein. Zwar verschiebt sich die Dominanz in Richtung des Journalismus, jedoch bleibt die PR ein wichtiger Akteur, der Informationen steuern kann, wenngleich der Einfluss auf das Timing der Berichterstattung häufiger an das Mediensystem übergeht.

Final del extracto de 24 páginas  - subir

Detalles

Título
Beziehungskrise? Der Einfluss von Organisationskrisen auf das Verhältnis zwischen Public Relations und Journalismus
Universidad
Johannes Gutenberg University Mainz  (Institut für Publizistik)
Curso
Media Relations
Calificación
1,3
Autor
Anonym (Autor)
Año de publicación
2018
Páginas
24
No. de catálogo
V1240232
ISBN (PDF)
9783346663986
ISBN (Libro)
9783346663993
Idioma
Alemán
Etiqueta
Journalismus Public Relations Pressearbeit Krisenkommunikation Verhältnis Beziehung Unternehmenskommunikation Organisationskrise Intereffikationsmodell Krisen-PR Krise
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Anonym (Autor), 2018, Beziehungskrise? Der Einfluss von Organisationskrisen auf das Verhältnis zwischen Public Relations und Journalismus, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1240232
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