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Erlebnispädagogische Maßnahmen als Beitrag zur Bewältigung von Gewalt und Aggressionen bei Jugendlichen?

Exemplarische Antworten am Beispiel der Jugendhilfeeinrichtung „Durchboxen im Leben“ in Diemelstadt-Rhoden

Title: Erlebnispädagogische Maßnahmen als Beitrag zur Bewältigung von Gewalt und Aggressionen bei Jugendlichen?

Diploma Thesis , 2009 , 85 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Imke Sievers (Author)

Social Work
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Vorwort***

Während ich mich in das Thema der Diplomarbeit einarbeitete, stellte sich für mich die Frage, was ausschlaggebend dafür ist, dass Jugendliche in Situationen kommen, in denen sie erzieherische Maßnahmen wie erlebnispädagogische Projekte benötigen, was Aggression eigentlich ist und warum Jugendliche delinquent werden. Daher hielt ich es für sinnvoll und notwendig auf die Begriffe des abweichenden Verhaltens, welches Gewalt und Aggressionen beinhaltet, einzugehen. Da Aggressionen und Gewalt häufig in Verbindung mit delinquentem Verhalten stehen, weist das Kapitel der Jugendkriminalität viele juristische Bezüge auf, die aber aus dem Grunde unumgänglich sind, weil erlebnispädagogische Maßnahmen Inhalt einer richterlichen Anordnung sein können. Auch die Jugendlichen, die in der Jugendhilfeeinrichtung „Durchboxen“ leben, sind auf richterlicher Anordnung dort.
Ich habe mich für diese Jugendhilfeeinrichtung entschieden, weil sie durch eine Fernsehsoap in die Medien kam und bekannt wurde. Da dies eine Einrichtung für straffällige Jungen ist und auf ihrer Internetseite steht, dass sie mit der Erlebnispädagogik arbeiten, hielt ich sie für sehr geeignet, mich im Rahmen meiner Diplomarbeit näher damit zu beschäftigen.
Mir ist bewusst, dass die Aufmerksamkeit nicht nur auf die Täter, sondern insbesondere auch auf die Opfer gerichtet sein sollte. Da dies aber nicht Gegenstand meiner Diplomarbeit ist, werden die Opfer hier, ohne sie vergessen zu wollen, außer Acht gelassen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Abweichendes Verhalten

2.1 Gewalt und Aggressionen

2.2 Entstehung von Aggressionen

2.3 Umgang mit Aggression

3. Jugendkriminalität

3.1 Entwicklung der letzten Jahre

3.2 Strafrechtliche Sanktionen im Jugendstrafrecht

3.2.1 Erziehungsmaßregeln

3.2.1.1 Erteilung von Weisungen

3.2.1.2 Hilfe zur Erziehung

3.2.2 Zuchtmittel

3.2.2.1 Die Verwarnung

3.2.2.2 Auflagen

3.2.2.3 Jugendarrest

3.2.3 Die Jugendstrafe

4. Erlebnispädagogik

4.1 Begriffliche Annäherung

4.2 Die Geschichte der Erlebnispädagogik

4.3 Refelxionsmodelle der Erlebnispädagogik

4.3.1 The Mountains Speak for Themselves

4.3.2 Outward Bound

4.3.3 Das metaphorische Modell

4.3.4 Weitere Lernmodelle

4.3.5 Vergleich der Modelle

4.4 Wirksamkeit

4.5 Ziele der Erlebnispädagogik

4.6 Kritik an der Erlebnispädagogik

4.7 Erlebnispädagogik in der Jugend- und Straffälligenhilfe

4.8 Exkurs in den Strafvollzug

5. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, ob und wie erlebnispädagogische Maßnahmen einen wirksamen Beitrag zur Bewältigung von Gewalt und Aggression bei straffälligen männlichen Jugendlichen leisten können. Dabei wird insbesondere der Transfer der gewonnenen Erfahrungen in den Alltag beleuchtet, wobei die Jugendhilfeeinrichtung „Durchboxen im Leben“ als exemplarisches Fallbeispiel dient, um theoretische Konzepte in der Praxis zu prüfen.

  • Analyse der Entstehung von Gewalt und Aggression bei Jugendlichen
  • Rechtliche Grundlagen und Sanktionsmöglichkeiten im Jugendstrafrecht
  • Entwicklung und methodische Ansätze der Erlebnispädagogik
  • Bedeutung von Reflexion und Transfer in erlebnispädagogischen Modellen
  • Wirksamkeit und pädagogische Ziele von erlebnispädagogischen Projekten in der Straffälligenhilfe

Auszug aus dem Buch

3.2.1.1 Erteilung von Weisungen

Die häufigste Art Erziehungsmaßregeln anzuordnen ist die Erteilung von Weisungen (98%-99%).67 Weisungen sind laut § 10 Abs 1 S 1 JGG „Gebote und Verbote, welche die Lebensführung des Jugendlichen regeln und dadurch seine Erziehung fördern und sichern sollen.“ Die Art und Weise dieser Weisungen hängt u. a. vom Entwicklungsstand des Beschuldigten ab. Dafür ist eine gründliche Untersuchung der individual- und sozialstrukturellen Gegebenheiten von Nöten. Mögliche Weisungen, die der Richter dem Jugendlichen auferlegen kann, sind u. a. Heimunterbringungen, Annahme einer Ausbildungs- oder Arbeitsstelle, Erbringung von Arbeitsleistungen, Teilnahme an einem Trainingskurs oder ein Täter-Opfer-Ausgleich.68 Die Dauer der Weisungen darf generell nicht länger als zwei Jahre sein. Bei einzelnen Weisungen aus § 10 Abs 1 Nr 1-9 werden spezielle Zeitangaben gemacht. Sollte aus erzieherischen Gründen eine Verlängerung oder Abbrechung der Weisung nötig sein, kann dies der Richter im Nachhinein verordnen. Im Fall, dass der Jugendliche, trotz Belehrung aus eigenen Gründen der auferlegten Weisung nicht nachkommt, wird Jugendarrest gegen ihn verhängt, der nicht länger als vier Wochen sein darf. Nur wenn der Jugendliche nach dieser Verhängung des Arrestes seiner Weisung nachkommt, kann der Richter von der Vollstreckung absehen. 69

Hier wird deutlich, dass den Jugendlichen mehrere Chancen ermöglicht werden, den Jugendarrest zu umgehen. Das Ziel, den Jugendlichen in die Gesellschaft einzubinden und ihm einen rechtschaffenen und verantwortungsbewussten Lebenswandel zu ermöglichen, wird nicht nur in diesem Paragrafen deutlich. Zudem ermöglichen besondere Weisungen dem Jugendrichter ein individuelles Eingehen auf die Situation des einzelnen Jugendlichen, da die im Gesetz erwähnten Weisungen nicht abschließend geregelt sind („[...] kann insbesondere auferlegen“70). Ob die Chancen genutzt werden, ist die Sache des Jugendlichen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung thematisiert den Wandel des Freizeitverhaltens und führt in die erlebnispädagogische Fragestellung bei delinquenten Jugendlichen ein.

2. Abweichendes Verhalten: Dieses Kapitel erläutert die Begriffe des abweichenden Verhaltens, der Aggression und der Gewalt sowie deren Entstehung und den Umgang damit.

3. Jugendkriminalität: Hier werden die juristischen Rahmenbedingungen des Jugendstrafrechts und die verschiedenen Sanktionsmöglichkeiten wie Erziehungsmaßregeln, Zuchtmittel und Jugendstrafe detailliert dargestellt.

4. Erlebnispädagogik: Dieses Hauptkapitel beleuchtet die Definition, Geschichte, Reflexionsmodelle, Wirksamkeit und Einsatzmöglichkeiten der Erlebnispädagogik in der Straffälligenhilfe.

5. Schluss: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Rolle der Erlebnispädagogik als Beitrag zur Resozialisierung straffälliger Jugendlicher.

Schlüsselwörter

Erlebnispädagogik, Jugendkriminalität, Gewalt, Aggression, Resozialisierung, Delinquenz, Erziehungsmaßregeln, Jugendstrafrecht, Reflexion, Transfer, Durchboxen, Selbsterfahrung, Sozialpädagogik, Persönlichkeitsentwicklung, Jugendliche

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Diplomarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, inwieweit erlebnispädagogische Maßnahmen einen sinnvollen Beitrag zur Bewältigung von Gewalt und Aggression bei delinquenten Jugendlichen leisten können.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind die psychologischen Grundlagen von Aggression, die rechtlichen Rahmenbedingungen der Jugendkriminalität in Deutschland sowie die methodischen Ansätze und Wirkungsweisen der Erlebnispädagogik.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es zu klären, ob erlebnispädagogische Programme in der Jugendhilfe delinquenten Jugendlichen Wege in ein straffreies Leben ebnen können und wie der Transfer des Gelernten in den Alltag sichergestellt wird.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse sowie der exemplarischen Betrachtung der Jugendhilfeeinrichtung „Durchboxen im Leben“ als Fallbeispiel.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden das abweichende Verhalten, die Grundlagen des Jugendstrafrechts mit seinen Sanktionen sowie eine tiefgehende Analyse der Erlebnispädagogik, inklusive ihrer Reflexionsmodelle und Anwendungsbereiche, behandelt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Erlebnispädagogik, Jugendkriminalität, Resozialisierung, Gewaltprävention, Reflexion und Jugendstrafrecht charakterisiert.

Wie wird das Konzept der Jugendhilfeeinrichtung „Durchboxen“ bewertet?

Das Konzept wird positiv hervorgehoben, da es neben erlebnispädagogischen Aktivitäten viel Wert auf Nachbetreuung legt und rund 80% der Jugendlichen hilft, ein straffreies Leben zu führen.

Warum ist Reflexion laut der Arbeit für die Erlebnispädagogik wichtig?

Reflexion ist essenziell, um das in der Aktion Erlebte zu verarbeiten, kognitiv zu verstehen und den Transfer der gelernten Verhaltensweisen in den Alltag zu ermöglichen.

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Details

Title
Erlebnispädagogische Maßnahmen als Beitrag zur Bewältigung von Gewalt und Aggressionen bei Jugendlichen?
Subtitle
Exemplarische Antworten am Beispiel der Jugendhilfeeinrichtung „Durchboxen im Leben“ in Diemelstadt-Rhoden
College
University of Applied Sciences Düsseldorf
Grade
2,3
Author
Imke Sievers (Author)
Publication Year
2009
Pages
85
Catalog Number
V124138
ISBN (eBook)
9783640287796
Language
German
Tags
Erlebnispädagogische Maßnahmen Beitrag Bewältigung Gewalt Aggressionen Jugendlichen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Imke Sievers (Author), 2009, Erlebnispädagogische Maßnahmen als Beitrag zur Bewältigung von Gewalt und Aggressionen bei Jugendlichen?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/124138
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