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Der Schatten der Guillotine während der Französischen Revolution und in Le rouge et le noir

Title: Der Schatten der Guillotine während der Französischen Revolution und in  Le rouge et le noir

Term Paper , 2003 , 15 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Andrea Staub (Author)

German Studies - Modern German Literature
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Ich möchte mich innerhalb dieser Hausarbeit mit dem Roman „Rot und Schwarz“ („Le Rouge et le Noir“) von Stendhal beschäftigen. Ich will versuchen nachzuweisen, dass die letztendliche Hinrichtung der Hauptfigur „Julien Sorel“ voraussehbar ist und näher auf den Gebrauch der Guillotine während der Französischen Revolution eingehen. Des Weiteren hoffe ich einen Überblick über den Roman, sowie die Verbrechensgeschichte der Hauptfigur geben zu können.

Ich habe diesen Roman gewählt, da er zu den bedeutendsten Werken der Literaturgeschichte zählt und die Ereignisse der Französischen Revolution widerspiegelt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Henri Beyle bzw. Stendhal

3. Die Guillotine

3.1. Die Entstehung der Guillotine

3.2. Der Gebrauch der Guillotine während der Französischen Revolution

3.3. Bekannte Opfer

4. « Le Rouge et le Noir »

4.1. Inhaltsangabe

4.2. Julien Sorel

4.3. Der Schatten der Guillotine

5. Vergleich der Gerichtsrede Sorels mit der von Danton

6. Schlusswort

7. Bibliographie

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die symbolische Bedeutung der Guillotine in der Französischen Revolution und ihre literarische Spiegelung in Stendhals Roman „Rot und Schwarz“. Ziel ist es aufzuzeigen, wie das Schicksal der Hauptfigur Julien Sorel durch das Fallbeil als Instrument gesellschaftlicher Ausgrenzung und unerbittlicher Machtstrukturen antizipiert wird.

  • Historische Entstehung und Bedeutung der Guillotine während der Revolutionszeit.
  • Analyse der Protagonistenfigur Julien Sorel und seines sozialen Aufstiegs.
  • Untersuchung literarischer Vorzeichen und Andeutungen auf Juliens Hinrichtung.
  • Vergleichende Betrachtung der Gerichtsprozesse von Julien Sorel und Danton hinsichtlich politischer Freiheit.
  • Reflektion über soziale Ungerechtigkeit und das Erbe der Französischen Revolution.

Auszug aus dem Buch

Der Schatten der Guillotine

Schon in den ersten Kapiteln des Werkes, wird das Schicksal des Julien Sorel erkennbar. Stendhal unternimmt immer wieder Andeutungen auf das Haupt sowie auf das Schicksal des jungen Revolutionärs. Einige sollen hier aufgeführt werden.

Im zweiten Kapitel des Romans ist beispielsweise die Rede von „prachtvollen Platanen“ die man „auf obrigkeitliche Anordnung“ „gewaltsam verschnitten und zugestutzt hat“.

War es nicht die „Obrigkeit“ des Revolutionstribunals oder die „Obrigkeit“ der kleinen Stadt Verrières, die die Hinrichtungen von Danton sowie Julien befohlen hat? Und wurden die Verurteilten nicht „gewaltsam verschnitten und zugestutzt“?

Nur wenige Seiten später findet Julien auf dem Pult der Kirche ein bedrucktes Papier. Auf diesem steht: [...] „Einzelheiten über das Ende und die letzten Augenblicke Louis Jenrels, hingerichtet in Besancon am...“ [...] Hier ist besonders auffällig, dass der Name „Jenrels“, dem Namen „Sorel“ sehr gleicht. Auch Julien wird am Ende des Romans in Besancon hingerichtet.

Im zehnten Kapitel beobachtet der junge Sorel, einen Raubvogel, der über seinem „Haupt“ fliegt. Auch dies erweckt den Anschein, dass die Hauptfigur zuletzt sterben muss. Allein das Wort „Haupt“ erinnert an die Enthauptung durch die Guillotine und scheint somit ein Zeichen der Vorhersehung zu sein. Auch der Raubvogel der über eben diesem Haupte fliegt, ist metaphorisch zu sehen und somit äquivalent mit dem Geier der sich seiner Beute nähert.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung skizziert das Ziel der Arbeit, die Unausweichlichkeit von Julien Sorels Hinrichtung in Stendhals Roman „Rot und Schwarz“ unter Berücksichtigung historischer Kontexte aufzuzeigen.

2. Henri Beyle bzw. Stendhal: Dieses Kapitel gibt einen biografischen Abriss über den Autor Stendhal, dessen Leben maßgeblich durch den Einfluss Napoleons und die Wirren der Restauration geprägt wurde.

3. Die Guillotine: Es wird die historische Einführung der Guillotine als vermeintlich humanitäres Instrument beschrieben, das in der Phase des Terrors jedoch seine ursprüngliche Intention verlor.

3.1. Die Entstehung der Guillotine: Die Entstehungsgeschichte beleuchtet den gesetzgeberischen Entwurf von Guillotin und die technische Umsetzung, die eine Standardisierung der Todesstrafe zum Ziel hatte.

3.2. Der Gebrauch der Guillotine während der Französischen Revolution: Hier wird der Wandel der Guillotine von einer „humanitären Errungenschaft“ zum zentralen Symbol der Schreckensherrschaft analysiert.

3.3. Bekannte Opfer: Das Kapitel widmet sich den prominentesten Opfern der Guillotine, darunter Ludwig XVI. und Danton, deren Exekutionen den Lauf der Geschichte nachhaltig beeinflussten.

4. « Le Rouge et le Noir »: Die Entstehungsgeschichte des Romans und seine Einbettung in die literarische Epoche des Realismus werden hier thematisiert.

4.1. Inhaltsangabe: Es folgt eine Zusammenfassung der Handlung des Romans, die den sozialen Aufstieg und den tragischen Fall des Protagonisten Julien Sorel nachzeichnet.

4.2. Julien Sorel: Die Analyse der Hauptfigur zeigt Julien als eine von Ehrgeiz getriebene Persönlichkeit, die innerhalb eines starren Ständesystems vergeblich nach Anerkennung sucht.

4.3. Der Schatten der Guillotine: Dieses Kapitel interpretiert subtile Andeutungen im Text, die das Ende von Julien Sorel bereits früh im Roman ankündigen.

5. Vergleich der Gerichtsrede Sorels mit der von Danton: Ein Vergleich zwischen der fiktiven Prozessführung Sorels und dem historischen Prozess Dantons hebt die Einschränkungen von Redefreiheit und Pressefreiheit im revolutionären Frankreich hervor.

6. Schlusswort: Das Fazit fasst die zeitlose Relevanz des Romans zusammen, der auch heute noch die soziale Ungleichheit und das Erbe der Revolution kritisch hinterfragt.

7. Bibliographie: Auflistung der verwendeten Literatur und Online-Quellen zur Erstellung der Seminararbeit.

Schlüsselwörter

Französische Revolution, Stendhal, Rot und Schwarz, Julien Sorel, Guillotine, Hinrichtung, Danton, Realismus, Restauration, soziale Ungleichheit, Todesstrafe, Machtstrukturen, Literaturgeschichte, Prozessführung, Schreckensherrschaft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit primär?

Die Arbeit analysiert die Verknüpfung historischer Ereignisse der Französischen Revolution mit den literarischen Motiven in Stendhals Roman „Rot und Schwarz“.

Welches sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Zentrum stehen die Geschichte und Symbolik der Guillotine sowie die psychologische und gesellschaftliche Entwicklung des Protagonisten Julien Sorel.

Was ist die zentrale Forschungsfrage oder das Ziel?

Ziel ist der Nachweis, dass Julien Sorels Hinrichtung durch den Autor Stendhal nicht überraschend erfolgt, sondern durch symbolische Andeutungen über den gesamten Romanverlauf hinweg vorbereitet wurde.

Welche wissenschaftliche Methodik wurde angewandt?

Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche Analyse, die den Roman im historischen Kontext der Revolutionsgeschichte betrachtet und einen direkten Vergleich zu historischen Persönlichkeiten wie Danton zieht.

Was bildet den Schwerpunkt des Hauptteils?

Der Hauptteil gliedert sich in die Aufarbeitung der Guillotine-Historik, die inhaltliche und charakterliche Analyse von Julien Sorel sowie den Vergleich der juristischen Prozesse Sorels und Dantons.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Kernbegriffe sind Guillotine, Revolution, Stendhal, Julien Sorel, Gerechtigkeit, soziale Stände und politische Unterdrückung.

Welche besondere Bedeutung hat der Raubvogel für den Protagonisten?

Der im zehnten Kapitel erscheinende Raubvogel dient als metaphorisches Zeichen der Vorhersehung, das den gewaltsamen Tod des Protagonisten ankündigt.

Inwiefern unterscheidet sich die Gerichtsrede Sorels von jener Dantons?

Während beide Revolutionäre vor Gericht kaum Gehör fanden, wird betont, dass Sorel im Vergleich zu Danton eine „eigene Bühne“ erhält, was die Inszenierung seines Schicksals als individuelle Tragödie unterstreicht.

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Details

Title
Der Schatten der Guillotine während der Französischen Revolution und in Le rouge et le noir
College
University of Erfurt  (Literaturwissenschaften)
Grade
2,3
Author
Andrea Staub (Author)
Publication Year
2003
Pages
15
Catalog Number
V12413
ISBN (eBook)
9783638183024
Language
German
Tags
Guillotine Französische Revolution Stendhal Henri Beyle Köpfen Enthauptung Todesstrafe Rot und Schwarz Le rouge et le noir
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Andrea Staub (Author), 2003, Der Schatten der Guillotine während der Französischen Revolution und in Le rouge et le noir, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/12413
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