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Chancenungleichheiten im deutschen Bildungssystem:

Warum haben Schüler mit Migrationshintergrund die schlechteren Bildungschancen?

Title: Chancenungleichheiten im deutschen Bildungssystem:

Term Paper (Advanced seminar) , 2007 , 19 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Beate Jaschik (Author)

Sociology - Individual, Groups, Society
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Das Ziel dieser Arbeit ist es mögliche Gründe für die gravierenden Leistungsunterschiede der Jugendlichen mit Migrationshintergrund im Vergleich zu einheimischen Jugendlichen zu beleuchten. Es soll auf strukturelle Probleme des Bildungssystems hingewiesen werden, sowie bestehende kulturelle Schwierigkeiten und Vorurteile aufgezeigt werden. Es soll versucht werden, die aktuellen Reformen der Bundesregierung auf ihre Wirksamkeit hin zu überprüfen und gegebenenfalls neue Lösungsansätze und Vorschläge darzustellen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. EINFÜHRUNG

2. HINTERGRUNDINFORMATIONEN

2.1 DEMOGRAPHISCH

2.2 SCHULEMPFEHLUNGEN UND SCHULABSCHLÜSSE VON JUGENDLICHEN MIT MIGRATIONSHINTERGRUND

2.3 BEGRIFFSERLÄUTERUNGEN ZU MIGRANT UND MIGRATION

2.4 RECHTLICH

3. PISA - STUDIE

3.1 DIE PISA – STUDIE IN DER BUNDESREPUBLIK

3.2 LEISTUNG UND ENGAGEMENT BEI PISA: WO HABEN SCHÜLER MIT MIGRATIONSHINTERGRUND DIE GRÖßTEN ERFOLGSCHANCEN?

3.2.1 ERGEBNISSE

4. INSTITUTIONALISIERUNG DER CHANCENUNGLEICHHEIT

4.1 UNGLEICHHEIT DURCH STRUKTUR

4.2 UNGLEICHHEIT DURCH VORURTEILE

4.3 UNGLEICHHEIT DURCH KULTUR

4.4 UNGLEICHHEIT DURCH KAPITAL

5. PERSPEKTIVEN UND KONSEQUENZEN FÜR BILDUNGSPOLITIK UND BILDUNGSFORSCHUNG

6.FAZIT

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die Ursachen für die gravierenden Leistungsunterschiede von Jugendlichen mit Migrationshintergrund im Vergleich zu einheimischen Schülern im deutschen Bildungssystem, beleuchtet strukturelle Probleme sowie kulturelle Barrieren und prüft aktuelle bildungspolitische Reformansätze.

  • Analyse der demographischen und rechtlichen Rahmenbedingungen der Migration in Deutschland
  • Untersuchung der PISA-Studienergebnisse bezüglich Migrantenkindern
  • Identifikation struktureller und institutioneller Mechanismen von Benachteiligung
  • Diskussion des Einflusses sozioökonomischer Faktoren und des kulturellen Kapitals
  • Ableitung von Perspektiven und Handlungsbedarfen für die zukünftige Bildungspolitik

Auszug aus dem Buch

4.2 Ungleichheit durch Vorurteile

In einer Studie untersuchten Gomolla und Radtke 2002 das Konzept der „institutionellen Diskriminierung“. Hierzu untersuchten sie mithilfe von Interviews und Gutachten der Schulleiter, Lehrer und Repräsentanten der Schulbehörde Schulen in Bielefeld. Sie fanden heraus, dass Vorurteile und bürokratische Denkschemata das denken und Handeln der Entscheidungsträger überlagern. So gehen Lehrer zum Beispiel in ihrem Denken und der Bewertung von Schülern von einer so genannten „Institutionellen Normalbiographie“ aus. Diese beginnt mit dem Besuch des Kindergartens. Probleme beim Kind entstünden dann wenn ein solcher Kindergartenbesuch nicht stattgefunden hätte: das Kind „ das keine Arbeitshaltung entwickeln konnte, im Kindergarten. Nicht zuhören, all diese Dinge, mit anderen spielen, [...] sich ein Spiel aufteilen, zusammen irgendetwas konstruieren, machen. Das sind alles solche Dinge, die man in der Schule voraussetzt. Und wenn ein Kind das also nie gemacht hat, bringt es das nicht mit. Das hat es dann unheimlich schwer.“

Zudem wird als zweiter Aspekt einer institutionellen Normalbiographie ein unterstützendes und aufgeschlossenes Elternhaus vorausgesetzt, da dies über den Erfolg beziehungsweise Misserfolg eines Jugendlichen im Schulsystem entscheide. Des Weiteren wird die Einteilung eines Schülers mit Migrationshintergrund durch den Bildungsgrad der Eltern, sowie frühere schulische Probleme (zumeist negativ) beeinflusst.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINFÜHRUNG: Diese Einleitung führt in die Problematik der Bildungsungleichheit von Schülern mit Migrationshintergrund in Deutschland ein und verortet das Thema im Kontext der PISA-Studien.

2. HINTERGRUNDINFORMATIONEN: Das Kapitel beleuchtet die demographische Entwicklung, schulische Startbedingungen von Migrantenkindern und definiert den Migrationsbegriff im wissenschaftlichen sowie rechtlichen Kontext.

3. PISA - STUDIE: Es wird der Stellenwert der PISA-Studie für das deutsche Schulsystem erläutert und die spezifische Situation der Leistungsunterschiede von Jugendlichen mit Migrationshintergrund dargestellt.

4. INSTITUTIONALISIERUNG DER CHANCENUNGLEICHHEIT: Das Kapitel analysiert verschiedene Formen der Benachteiligung, unterteilt in strukturelle Probleme, Vorurteile, kulturelle Aspekte und den Einfluss von Kapital.

5. PERSPEKTIVEN UND KONSEQUENZEN FÜR BILDUNGSPOLITIK UND BILDUNGSFORSCHUNG: Hier werden bildungspolitische Maßnahmen kritisch reflektiert und zukünftige Forschungsbedarfe für eine wirksame Bildungspolitik formuliert.

6.FAZIT: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und fordert einen Perspektivenwechsel hin zur Betrachtung von Migranten als Ressource anstatt als Problem.

Schlüsselwörter

Bildungsungleichheit, Migrationshintergrund, PISA-Studie, Bildungssystem, Chancengleichheit, institutionelle Diskriminierung, Schulerfolg, Bildungsförderung, Humankapital, Sozialer Status, Integration, Schulstruktur, Bildungsforschung, Sprachförderung, Migrationsbiographie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Ursachen für die schlechteren Bildungschancen von Schülern mit Migrationshintergrund innerhalb des deutschen Bildungssystems.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Schwerpunkte liegen auf der demographischen Entwicklung, den PISA-Ergebnissen, strukturellen Barrieren im Schulwesen sowie kulturellen und sozioökonomischen Faktoren.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die Gründe für die gravierenden Leistungsunterschiede aufzudecken und Vorschläge für eine wirksamere Bildungs- und Integrationspolitik zu entwickeln.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin stützt sich auf eine Literaturanalyse bestehender Studien (u.a. PISA, Gomolla/Radtke) sowie eine theoretische Reflexion bildungspolitischer Ansätze.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Institutionalisierung von Ungleichheit durch schulische Strukturen, Vorurteile, kulturelle Zuschreibungen und das Humankapital von Familien.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Bildungsungleichheit, Migrationshintergrund, PISA-Studie, institutionelle Diskriminierung und Chancengleichheit.

Wie bewertet die Autorin die Rolle von Vorurteilen im Schulalltag?

Vorurteile werden als Teil einer „institutionellen Normalbiographie“ gesehen, die dazu führt, dass Kinder, die nicht den schulischen Idealen entsprechen, systematisch benachteiligt werden.

Warum wird der Begriff des "Humankapitals" kritisch betrachtet?

Obwohl er oft zur Erklärung herangezogen wird, zeigt die Arbeit, dass der Einfluss des sozioökonomischen Status bei Migrantenkindern komplexer wirkt als bei einheimischen Schülern und nicht allein ausschlaggebend für den Schulerfolg ist.

Was fordert die Autorin als notwendigen Perspektivenwechsel?

Sie fordert ein Ende der defizitorientierten Betrachtungsweise und plädiert dafür, Migration als Ressource für die Gesellschaft wahrzunehmen.

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Details

Title
Chancenungleichheiten im deutschen Bildungssystem:
Subtitle
Warum haben Schüler mit Migrationshintergrund die schlechteren Bildungschancen?
College
University of Potsdam
Course
Seminar
Grade
1,3
Author
Beate Jaschik (Author)
Publication Year
2007
Pages
19
Catalog Number
V124197
ISBN (eBook)
9783640290581
ISBN (Book)
9783640290765
Language
German
Tags
Chancenungleichheiten Bildungssystem Seminar
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Beate Jaschik (Author), 2007, Chancenungleichheiten im deutschen Bildungssystem: , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/124197
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