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Das Dionysische und seine Gegenspieler in Nietzsches "Geburt der Tragödie aus dem Geiste der Musik"

Title: Das Dionysische und seine Gegenspieler in Nietzsches "Geburt der Tragödie aus dem Geiste der Musik"

Term Paper , 2008 , 18 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Frank Mages (Author)

German Studies - Miscellaneous
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Summary Excerpt Details

[...]

Der erste Teil der Arbeit geht der Frage nach wer Dionysos ist. Da nicht alle Aspekte hier
berücksichtigt werden können – ist er doch dafür eine zu vielgestaltige und vielschichtige
Figur der antiken Mythologie – werde ich mich darauf beschränken den Gott vorzustellen,
den Nietzsche in ihm gesehen hat. Der zweite Teil behandelt dann die Interpretation des
Dionysos in Nietzsches Frühwerk „Die Geburt der Tragödie aus dem Geiste der Musik“ als
natürlichen Kunsttrieb und Weltprinzip. Sich ausschließlich auf die Rolle des Dionysos bei
Nietzsche zu konzentrieren würde allerdings nicht ihrem Verständnis dienen. Apoll und
Sokrates, die zwei großen Antagonisten des Dionysos, spielen eine ebenfalls erhebliche Rolle
in Nietzsches Tragödienbuch, einerseits für das Kunst- und Weltverständnis Nietzsches,
andererseits helfen sie dabei das Wesen des Dionysischen einzugrenzen und zu bestimmen.
Sie beantworten die Frage, wer Dionysos nicht ist, was ihm nützt und schadet. In einer
Schlussbemerkung will ich kurz die Bedeutung des Dionysischen für die spätere Philosophie
Nietzsches an einem Bild aus Nietzsches „Also sprach Zarathustra“ veranschaulichen.

[...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung – Dionysos spielt im Bordell plötzlich Klavier

2. Dionysos

2.1 Vorbemerkungen

2.2 Herkunft

2.3 Auftreten, Erscheinung

2.4 Wahnsinn, Musik, Wein

2.5 Der Feuergeborene und der Dionysos-Zagreus Nietzsches

3. Die Geburt der Tragödie aus dem Geiste der Musik

3.1 Dionysos und Apoll

3.1.1 Dionysischer Wille und apollinische Individuation

3.1.2 Traum und Rausch

3.1.3 Die Kunst

3.1.4 Die Tragödie

3.2 Dionysos und Sokrates

3.2.1 Tod der Tragödie und des Dionysos

3.2.2 Wiedergeburt der Tragödie

4. Schlussbemerkung – Selbstkritik und das spielende Kind

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht das Wesen des Dionysos in der antiken Mythologie und analysiert dessen zentrale Rolle in Friedrich Nietzsches Frühwerk "Die Geburt der Tragödie aus dem Geiste der Musik". Dabei wird aufgezeigt, wie Nietzsche durch die Gegenüberstellung von Dionysos und Apoll sowie Sokrates die Entstehung und den Untergang der griechischen Tragödie als Ausdruck metaphysischer Kunsttriebe deutet.

  • Mythologische Charakterisierung des Gottes Dionysos
  • Wechselspiel zwischen dionysischem Rausch und apollinischem Schein
  • Nietzsches Rezeption der Schopenhauer'schen Willensmetaphysik
  • Konflikt zwischen dionysischer Tragödie und sokratischem Optimismus
  • Transformation des dionysischen Gedankens in Nietzsches Spätwerk

Auszug aus dem Buch

3.1.2 Traum und Rausch

Die unvermittelten physiologischen Zustände des Apollinischen und des Dionysischen betritt der Menschen im Traum und im Rausch. In der „schönen“ Traumwelt, deren Schöpfer der Mensch selbst ist, wird die Realität des Scheins wiederum zum Schein erhoben. Der Traum ist daher der „Schein des Scheins“ und damit vollkommenster Ausdruck des apollinischen Triebes und der Ur-Begierde nach dem schönen Schein. Der Träumer erzeugt seine eigene Scheinwelt. In ihr ist er ganz Künstler. Im Traum zeigt sich die „bildschöpferische Kraft des Menschen“, die Traumwelt ist daher für ihn in allen Einzelheiten verständlich und klar strukturiert geformt. Gleichgültiges, Unnötiges und Überflüssiges findet sich hier nicht. Ohne die Komplexität und die daraus resultierende Erklärungsnot des Alltags übernimmt der Traum die Aufgabe einer vereinfachten Deutungsfunktion. Der wahrsagende Gott Apoll symbolisiert zusätzlich die im Traum zu Tage tretende innere Phantasie des Menschen. Ruhe ausstrahlend sorgt er gleichzeitig auch für das Maßvolle im Schein, wie im Traum. Dass der Schein nicht die Grenze hin zum Betrug überschreitet, liegt im Interesse des Gottes der wahren Erkenntnis Apoll. Schlaf und seine heilende Wirkung sowie der Traum und seine Macht des Scheins schützen den Menschen von den Leiden des Daseins, wird doch die Realität mit einem weiteren schönen Schleier apollinischen Scheins verdeckt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung – Dionysos spielt im Bordell plötzlich Klavier: Die Einleitung nutzt eine Anekdote über Nietzsche als Ausgangspunkt, um die fremdartige, plötzliche Natur des Dionysos-Mythos einzuführen.

2. Dionysos: Dieses Kapitel definiert die vielschichtigen Attribute des Gottes und beleuchtet die historische Debatte um seine widersprüchliche Herkunft sowie sein Wesen als Gott des Wahnsinns und Rausches.

3. Die Geburt der Tragödie aus dem Geiste der Musik: Hier wird Nietzsches philosophische Interpretation des tragischen Kunstwerkes dargelegt, wobei die Interaktion der Triebkräfte von Dionysos, Apoll und Sokrates analysiert wird.

4. Schlussbemerkung – Selbstkritik und das spielende Kind: Der Abschluss reflektiert Nietzsches spätere Distanzierung von seinem Erstlingswerk und verknüpft das dionysische Prinzip mit dem Symbol des „spielenden Kindes“ aus seinem späteren Werk.

Schlüsselwörter

Dionysos, Apoll, Friedrich Nietzsche, Die Geburt der Tragödie, Schopenhauer, Wille, Vorstellung, Tragödie, Rausch, Traum, Sokratismus, Individuation, Zagreus, Kunsttriebe, Griechentum

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die mythologische Figur des Dionysos und ihre fundamentale Bedeutung als Kunsttrieb in Nietzsches Interpretation der griechischen Tragödie.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Metaphysik der Kunst, dem Gegensatz zwischen dionysischem Rausch und apollinischer Ordnung sowie dem historischen Wandel vom tragischen zum sokratischen Weltbild.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, Nietzsches Verständnis des "Dionysischen" als Weltprinzip herauszuarbeiten und dessen Rolle im Entstehen und Sterben der attischen Tragödie zu erklären.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine geisteswissenschaftliche Textanalyse, die Nietzsches Frühwerk unter Einbeziehung von Schopenhauers Philosophie und antiken Quellen interpretiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Charakterisierung des Gottes Dionysos und die detaillierte Untersuchung seines Zusammenwirkens mit Apoll sowie seines Gegenspielers Sokrates in Nietzsches "Geburt der Tragödie".

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Dionysos, Apoll, Rausch, Wille, Tragödie, Individuation und Sokratismus.

Welche Rolle spielt Schopenhauer in Nietzsches Frühwerk?

Schopenhauers Unterscheidung von Wille und Vorstellung dient Nietzsche als theoretisches Fundament, um das Dionysische als "Welt als Wille" und das Apollinische als "Welt als Vorstellung" zu definieren.

Wie ist der "Mythos des Dionysos-Zagreus" für Nietzsche relevant?

Nietzsche betrachtet den Mythos der Zerstückelung des Dionysos als Schlüssel zur Mysterienlehre der Tragödie, in der die Individuation als Grund allen Leidens dargestellt wird.

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Details

Title
Das Dionysische und seine Gegenspieler in Nietzsches "Geburt der Tragödie aus dem Geiste der Musik"
College
University of Würzburg
Course
Pan, Satyr, Dionysos
Grade
1,0
Author
Frank Mages (Author)
Publication Year
2008
Pages
18
Catalog Number
V124214
ISBN (eBook)
9783640290994
ISBN (Book)
9783640291229
Language
German
Tags
Dionysische Gegenspieler Nietzsches Geburt Tragödie Geiste Musik Satyr Dionysos
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Frank Mages (Author), 2008, Das Dionysische und seine Gegenspieler in Nietzsches "Geburt der Tragödie aus dem Geiste der Musik", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/124214
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