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Wie lenken Präferenzen bei Spotify den Musikkonsum? Bedeutung für Hörer:innen, Künstler:innen und Labels

Título: Wie lenken Präferenzen bei Spotify den Musikkonsum? Bedeutung für Hörer:innen, Künstler:innen und Labels

Tesis de Máster , 2018 , 105 Páginas , Calificación: 1,8

Autor:in: Maleen Junge (Autor)

Ciencias Culturales - Otros
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In dieser Arbeit soll die Fragestellung beantwortet werden, welche Präferenzen bei dem Musikstreamingdienst Spotify gebildet werden und welche Bedeutung diese für den Spotify-Hörer, Musiklabels, Musiker und Bands und für den Musikmarkt allgemein haben. Hinzu kommt die Frage nach Spotifys eigenen Beweggründen, die die Bildung der Präferenzen ebenfalls beeinflussen. Genauer bedeutet dies, dass betrachtet werden soll, was dem Nutzer beispielsweise auf seiner Startseite angezeigt und welche Musik und Rubriken ihm an welcher Stelle vorgeschlagen werden – welche Playlisten stehen im Vordergrund? Welche Genres, Sektionen und Stimmungen werden präferiert angezeigt?

Wo genau liegen die Präferenzen von Spotify bei der Navigation des Nutzers durch den Service? Als Forschungsmethode wird hierfür das Experteninterview mit zwei Experten aus der Musikbranche herangezogen. Das Experteninterview stellt eine Art empirischer Datenerhebung dar und zählt zu den qualitativen Interviews. Die Auswertung der Interviews erfolgt durch die von Philipp Mayring geprägte zusammenfassenden, qualitativen Inhaltsanalyse. Musikstreaming hat auf dem Musikmarkt eine sehr bedeutende Rolle eingenommen. Einen der erfolgreichsten und marktführenden Streamingservices stellt der schwedische Streamingdienst Spotify dar, welcher durch das Wachstum des Streaminganteils am Gesamtmarkt ebenfalls in den letzten Jahren einen Aufschwung erlebte.

Er hat sich zu dem erfolgreichsten Musikstreamingdienst weltweit entwickelt und stellt damit einen wichtigen Teil der heutigen Musiklandschaft dar. In Deutschland kann man den Service seit 2012 nutzen. Mit weltweit 60 Millionen zahlenden Abonnenten, einem Jahresumsatz von 1,95 Milliarden Euro und fast 2000 Mitarbeitern ist Spotify der mit Abstand erfolgreichste Streamingdienst der Welt. Aktuell können Nutzer dort auf einen Musikkatalog von 30 Millionen Songs zugreifen. Der große Erfolg von Musikstreaming im Allgemeinen und Spotify im Besonderen hat zur Folge, dass die Präferenzen, die dort gesetzt werden, Einfluss auf alle Beteiligten der Musikbranche, wie z.B. Musiklabels, Musiker und Digitalvertriebe, nehmen können.


Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

2 GRUNDLAGEN

2.1 Zum Begriff Präferenz und Musikpräferenz

2.1.1 Etymologische Ableitung des Begriffs Präferenz

2.1.2 Präferenz vs. Geschmack

2.1.3 Musikpräferenzen

2.2 Entwicklung des digitalen Musikmarkts in Deutschland

2.2.1 Digitale Erlösmodelle - Streaming vs. Download

2.2.2 Der deutsche Musikmarkt – Streaming auf dem Vormarsch

2.2.3 Digitaler und physischer Markt im Einklang

2.2.4 Ausblick

2.3 Der Musikstreamingdienst Spotify

2.3.1 Spotify Premium und Spotify Free

2.3.2 Service Funktionen

2.3.3 Soziale Funktionen

2.3.4 Für Künstler

2.4 Präferenzen bei Spotify

2.4.1 Startseite

2.4.2 Genres und Stimmungen

2.4.3 Personalisierte Playlisten

2.4.4 Neuerscheinungen

2.4.5 Künstlerseiten

2.4.6 Zwischenfazit

3 EXPERTENINTERVIEWS

3.1 Datenerhebungsmethode

3.2 Interview-Leitfaden

3.3 Auswahl der Experten

3.4 Analyse

4 ERGEBNISSE

4.1 Die Bedeutung Spotifys für den Musikmarkt

4.2 Die Bedeutung der Präferenzen Spotifys für den Hörer

4.3 Die Bedeutung der Präferenzen Spotifys für Künstler und Labels

4.4 Die Bedeutung der Präferenzen für Spotify selbst

4.5 Ausblick

5 FAZIT

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Rolle des Musikstreamingdienstes Spotify als marktführende Plattform und analysiert, welche Präferenzen durch das System gebildet werden. Ziel ist die Beantwortung der Forschungsfrage, wie sich diese Präferenzen auf das Hörverhalten, die Vermarktungsstrategien von Künstlern und Labels sowie auf den Musikmarkt allgemein auswirken, wobei auch Spotifys eigene strategische Beweggründe beleuchtet werden.

  • Der Wandel des deutschen Musikmarkts durch den Aufstieg von Streaming-Diensten.
  • Die algorithmische und redaktionelle Bildung von Musikpräferenzen bei Spotify.
  • Die Auswirkungen der Plattform-Navigation auf das Konsumverhalten der Hörer.
  • Herausforderungen und Chancen für Künstler und Independent-Labels in der "Playlist-Ökonomie".
  • Die strategische Bedeutung von Nutzerdaten für das Geschäftsmodell von Spotify.

Auszug aus dem Buch

2.4.3 Personalisierte Playlisten

Das Herzstück der Algorithmus-basierten Playlisten, die individuell auf den jeweiligen Nutzer zugeschnitten sind, bildet die wöchentliche Playlist Discover Weekly oder auch Dein Mix der Woche. Um die Datenerfassung über einen Nutzer und die Mechanismen der Algorithmen bei Spotify zu verstehen, lohnt sich daher ein näherer Blick auf diese wöchentliche Playlist.

Spotify beschreibt den Mix der Woche als eine „wöchentliche Playlist mit Songs, von denen wir hoffen, dass sie dir gefallen. Die Zusammenstellung basiert auf den Songs, die du und andere Spotify Fans, die einen ähnlichen Geschmack haben, gehört haben. Je mehr Musik du hörst, desto besser wird ‚Dein Mix der Woche’.“ Die Dein Mix der Woche Playlist ist automatisch und für jeden Nutzer in der Musiksammlung auffindbar und wird jeden Montag mit 30 neuen Titeln bestückt. Mit dieser 2014 eingeführten, personalisierten Playlist versucht Spotify dem Nutzer eine wöchentliche Playlist zusammenzustellen, die neue Tracks beinhaltet, die seinem Geschmack und seiner Vorliebe entsprechen könnten. Diese Art personalisierter Playlisten stellt einen großen Vorteil gegenüber anderen Streamingplattformen wie Apple und Google dar, die bislang noch keine personalisierten Playlisten anbieten.

Die Basis der empfohlenen Tracks in der Discover Weekly-Playlist sind die Musikbibliotheken anderer Nutzer, die einen ähnlichen Musikgeschmack haben. Hierbei wertet Spotify alle von Nutzern erstellten Playlisten aus, von denen jede einzelne den Musikgeschmack und die Vorlieben des jeweiligen Spotify-Nutzers reflektiert. Von größeren, professionell kuratierten Playlisten bis zur privaten Playlist des Einzelnutzers vergleicht Spotify alle Geschmäcker und Sammlungen mit dem individuellen Geschmack des Nutzers und füllt seine Discover Weekly-Playlist dann mit Tracks, die von Nutzern mit einem ähnlichen Musikgeschmack bereits gehört wurden und von denen Spotifys Algorithmus annimmt, dass sie dem jeweiligen Geschmack des Nutzers entsprechen könnten. Wenn also zwei Lieblingslieder eines Nutzers oft mit einem dritten Track, den er noch nicht kennt, in anderen Playlisten kombiniert werden, wird er ihm höchstwahrscheinlich in der Discover Weekly-Playlist vorgeschlagen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Einführung in die wachsende Bedeutung des Musikstreamings und die zentrale Rolle von Spotify im deutschen Musikmarkt bei gleichzeitiger Formulierung der Fragestellung.

2 GRUNDLAGEN: Theoretische Definition der Begriffe Präferenz und Geschmack sowie eine Analyse des digitalen Musikmarkts, Spotifys Geschäftsmodell und dessen Navigationsstruktur.

3 EXPERTENINTERVIEWS: Erläuterung der gewählten qualitativen Forschungsmethode und Vorstellung der befragten Branchenexperten.

4 ERGEBNISSE: Auswertung der Interviews hinsichtlich der Bedeutung Spotifys für den gesamten Musikmarkt, die Hörerschaft, Musiker und Labels sowie für die Plattform selbst.

5 FAZIT: Zusammenfassung der Kernergebnisse und ein Ausblick auf die zukünftige Marktentwicklung sowie kritische Reflexion des Einflusses von Spotify.

Schlüsselwörter

Musikstreaming, Spotify, Präferenzforschung, Musikpräferenzen, Algorithmen, Playlist, Musikmarkt, Digitalvertrieb, Künstleraufbau, Hörerverhalten, Streaming-Ökonomie, Datenanalyse, Musikgenuss, Redaktionelle Kuratierung, Marktmacht.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert, wie der Musikstreamingdienst Spotify durch algorithmische und redaktionelle Prozesse Nutzerpräferenzen bildet und welche Auswirkungen dies auf die gesamte Musikbranche hat.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Mittelpunkt?

Zu den Schwerpunkten gehören der Wandel des Musikmarkts durch Streaming, die Funktionsweise von Spotifys Empfehlungsalgorithmen und die Abhängigkeit von Künstlern sowie Labels von der redaktionellen Gestaltung der Plattform.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit untersucht, welche spezifischen Präferenzen bei Spotify gebildet werden und welche Bedeutung diese für den Hörer, für Musikschaffende (Künstler/Bands) und den Musikmarkt insgesamt haben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine qualitative Studie, die auf Experteninterviews mit Branchenkennern basiert, deren Aussagen mittels der zusammenfassenden qualitativen Inhaltsanalyse nach Philipp Mayring ausgewertet wurden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Analyse des Musikmarkts und von Spotifys Funktionen sowie in die detaillierte Auswertung der geführten Experteninterviews zu verschiedenen Kategorien wie Marktbedeutung und Künstlerförderung.

Welche Schlagworte charakterisieren diese Arbeit?

Kernelemente sind Musikstreaming, Spotify, Algorithmen, Präferenzbildung, Playlist-Ökonomie und die Veränderung von Marketingstrategien im Musikgeschäft.

Welche kritische Rolle spielen Playlisten laut den Experten?

Playlisten werden als "neue Alben" identifiziert, die zwar eine enorme Reichweite bieten, aber das Künstlerimage und das Albumkonstrukt schwächen können, da Songs funktioneller und generischer angepasst werden müssen.

Wie bewerten die Experten das Risiko einer "Spotify-Blase"?

Die Experten sehen zwar das Potenzial für eine inhaltliche Einseitigkeit durch Algorithmen, halten diese jedoch für handhabbar, solange Nutzer aktiv bleiben und auch andere Informationsquellen für neue Musik nutzen.

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Detalles

Título
Wie lenken Präferenzen bei Spotify den Musikkonsum? Bedeutung für Hörer:innen, Künstler:innen und Labels
Universidad
Leuphana Universität Lüneburg  (Kulturwissenschaften)
Calificación
1,8
Autor
Maleen Junge (Autor)
Año de publicación
2018
Páginas
105
No. de catálogo
V1242479
ISBN (Ebook)
9783346669377
ISBN (Libro)
9783346669384
Idioma
Alemán
Etiqueta
Spotify Streaming Musik Musikgeschmack Musikstreaming Musikmarkt Musikvertrieb Musikwirtschaft Musikkonsum Streamingdienste Masterarbeit Musikpräferenzen Playlists Playlistmarketing Musikmarketing Musiklabels Digitalisierung Musiker Labels Musikbranche Experteninterviews Tastemaker MajesticCasual Musikbusiness Streamingzahlen Streamingmarkt Streamingservices Streamingplattformen Kulturwissenschaften Leuphana Geschmack Präferenz Musikkonsument Bands Musikschaffende DigitaleMusik Musikkultur Erlösmodelle AppleMusic iTunes Deezer Musikverkäufe Digitalvertrieb Musikstreamingdienste Genres Musikgenre Musikbrand Stimmungsplaylisten Moodplaylisten Musikalbum Single Tracks Releaseradar discoverweekly albumverkäufe algorithmen algorithmus machinelearning mixtape neuerscheinungen neuemusik sänger recordlabel
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Maleen Junge (Autor), 2018, Wie lenken Präferenzen bei Spotify den Musikkonsum? Bedeutung für Hörer:innen, Künstler:innen und Labels, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1242479
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