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Astrid Lindgrens "Die Kinder aus Bullerbü". Ein Werk, das im Zuge von Nostalgie, Eskapismus und Weltschmerz geboren ist?

Eine historisch-biografische Analyse der Astrid Lindgren

Titel: Astrid Lindgrens "Die Kinder aus Bullerbü". Ein Werk, das im Zuge von Nostalgie, Eskapismus und Weltschmerz geboren ist?

Hausarbeit , 2021 , 23 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Emma Rothenpieler (Autor:in)

Pädagogik - Medienpädagogik
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Hausarbeit werde ich Astrid Lindgrens Äußerungen über ihrer Kindheit untersuchen. Nostalgie, Eskapismus und Weltschmerz werden dabei eine wichtige Rolle spielen. Die Basis der Hausarbeit wird eine historisch-biografische Analyse bilden. Ich werde ihr Werk "Die Kinder aus Bullerbü" stets einbeziehen, denn mit diesen Geschichten scheint sie sehr verbunden. Dahingehend möchte ich herausfinden, ob die Bullerbü-Geschichten einen nostalgischen und/oder eskapistischen Inhalt bieten, beziehungsweise ob sie eine Grundlage für die Phänomene darstellen.

Den Büchern nach zu urteilen bedeutet ein Leben in Bullerbü das Paradies, umgeben von malerischer Natur. Es scheint, als gäbe es dort wenige Regeln — dafür aber umso mehr Freiheit, Spiel und Spaß. Schon in der Vergangenheit habe ich immer wieder davon gehört, dass Astrid Lindgren eine Kindheit erlebt haben muss, von der ein jeder träumt. Aber war das wirklich so? Oder versuchte die berühmte Autorin, den Schein in der Öffentlichkeit zu wahren, gar irgendetwas zu verdrängen? Denn bei genauerer Recherche wird deutlich, dass Lindgren in ihrem Leben einige Brüche erlebt. Ist es möglich, dass genau diese Zäsuren es sind, die in ihrem Kopf ein verklärtes Bild ihrer Kindheit entstehen lassen haben? Ich möchte mir im Vorfeld gar nicht anmaßen, zu behaupten, dass es eine solche Kindheit, wie Lindgren sie erfahren haben will, nicht gibt. Aber ich möchte sie immerhin in Frage stellen — und vor allem: Mehr über die Biografie der Schwedin und über die Zeit, in der sie aufgewachsen ist, erfahren.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Elementare Schlagwörter

2.1 Nostalgie

2.2 Eskapismus

2.3 Weltschmerz

2.4 Bullerbü

3. Das Leben der Astrid Lindgren

3.1 Biografische Daten im Überblick

3.2 Kindheit

3.3 Jugend

3.4 Frühes Erwachsenenalter

3.5 Die politische Astrid Lindgren

4. Eine spezifischere Sichtweise

4.1 Die überwältigende Pubertät

4.2 Das uneheliche Kind

4.3 Vom Land in die Stadt

4.4 Der 2. Weltkrieg

4.5 Eine Zeit der Umbrüche

4.6 Die Kinder aus Bullerbü

5. Fazit

Zielsetzung & Forschungsthemen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Leben und Werk von Astrid Lindgren unter der zentralen Forschungsfrage, ob ihre berühmten Bullerbü-Geschichten als Produkt von Nostalgie, Eskapismus und Weltschmerz gewertet werden können, die in ihrer eigenen Biografie begründet liegen.

  • Analyse der Begriffe Nostalgie, Eskapismus und Weltschmerz
  • Biografische Untersuchung prägender Lebensphasen von Astrid Lindgren
  • Untersuchung von sozialen und historischen Umbrüchen im frühen 20. Jahrhundert
  • Verbindung zwischen persönlichen Lebenserfahrungen und literarischer Themenwahl
  • Analyse der Bullerbü-Geschichten hinsichtlich eskapistischer und nostalgischer Züge

Auszug aus dem Buch

4.2 Das uneheliche Kind

Als Astrid Lindgren ein uneheliches Kind erwartet, erfährt sie weder sozialen noch finanziellen Halt. Von jetzt auf gleich ist sie gezwungen, erwachsen zu werden. Rückhalt findet sie in ihrer Familie und in ihrem Heimatort Vimmerby nicht. Lindgren flieht nach Stockholm, ist auf sich alleingestellt. In der Gesellschaft wurden uneheliche Kinder — und dazu noch mit einem verheirateten Mann — zu Astrid Lindgrens Jugendzeiten nicht sonderlich akzeptiert. Vor allem nicht auf dem Land. Die Trennung von ihrem Sohn Lars bereitet der späteren Schriftstellerin seelischen Schmerz. Sie fühlt sich einsam, verspürt eine tiefe Sehnsucht und Schuldgefühle. Und genau solche Gefühlslagen fördern beziehungsweise steigern nostalgisches und eskapistisches Verhalten. Es ist durchaus möglich, dass sich Astrid Lindgrens Blick auf ihre Kindheit in dieser belastenden Zeit verfestigt hat. Und damit geht wiederum einher, dass dieser Blick möglicherweise (eminent) verklärt und idealisiert ist. Denn wie bereits ermittelt entsteht Nostalgie vor allem bei jenen, die psychisch leiden. Nostalgie gilt als eine vorübergehende Fluchtreaktion auf psychisch belastende Ereignisse.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Forschungsfrage ein und stellt die Vermutung auf, dass Astrid Lindgrens Werk möglicherweise ein idealisiertes Bild ihrer eigenen Kindheit widerspiegelt.

2. Elementare Schlagwörter: Dieses Kapitel definiert theoretisch die zentralen Begriffe Nostalgie, Eskapismus, Weltschmerz und den Ort Bullerbü als Basis für die weitere Analyse.

3. Das Leben der Astrid Lindgren: Hier werden die wichtigsten biografischen Stationen der Autorin, von ihrer Kindheit bis zu ihrem Wirken während des Zweiten Weltkriegs, historisch rekonstruiert.

4. Eine spezifischere Sichtweise: In diesem Hauptteil werden spezifische Lebensumbrüche Lindgrens mit den zuvor definierten Phänomenen verknüpft und auf das Werk "Die Kinder aus Bullerbü" angewendet.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt die These, dass Nostalgie, Eskapismus und Weltschmerz das Fundament für Lindgrens schriftstellerischen Erfolg bildeten.

Schlüsselwörter

Astrid Lindgren, Bullerbü, Nostalgie, Eskapismus, Weltschmerz, Biografie, historisch-biografische Analyse, Kindheit, Realitätsflucht, psychische Bewältigung, Literatur, 20. Jahrhundert, Medienwirkung, soziale Umbrüche.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, inwiefern die berühmten Bullerbü-Geschichten von Astrid Lindgren als nostalgische oder eskapistische Flucht vor einer schwierigen Realität, geprägt durch Weltschmerz, interpretiert werden können.

Was sind die zentralen Themenfelder der Studie?

Die zentralen Felder umfassen die Definition von Nostalgie und Eskapismus, die Biografie Astrid Lindgrens unter dem Aspekt sozialer Umbrüche und die Analyse ihres Werkes vor diesem Hintergrund.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Kernfrage lautet: „Die Kinder aus Bullerbü — ein Werk, das im Zuge von Nostalgie, Eskapismus und Weltschmerz geboren ist?“

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine historisch-biografische Analyse angewandt, um Zusammenhänge zwischen den Lebenserfahrungen der Autorin und ihren literarischen Inhalten darzustellen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine umfassende biografische Übersicht und eine spezifische Analyse von Lebensabschnitten und Krisen, die Lindgren mit den gewählten Phänomenen verbindet.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Wichtige Begriffe sind Nostalgie, Eskapismus, Weltschmerz, Biografie, Bullerbü und psychische Bewältigungsstrategien.

Wie beeinflusste Lindgrens Mutterrolle ihr schriftstellerisches Schaffen?

Die Trennung von ihrem Sohn Lars und die psychische Belastung durch diese Lebenssituation werden als mögliche Ursprungsmomente für ihre nostalgische Verklärung der Kindheit in späteren Werken identifiziert.

Spielte der Zweite Weltkrieg eine Rolle für diese Analyse?

Ja, Lindgrens Kriegstagebücher dokumentieren einen tief empfundenen Weltschmerz, der als wesentlicher Impuls für ihr Mitgefühl und ihren Wunsch nach einer friedlichen, heilen Welt in ihren Büchern gewertet wird.

Warum wird Bullerbü als "eskapistisches" Werk bezeichnet?

Weil es eine Gegenwelt zur Realität bietet, die frei von Leid und Bösem ist, und den Rezipienten einen risikofreien Raum zur Entspannung und zum Träumen bereitstellt.

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Details

Titel
Astrid Lindgrens "Die Kinder aus Bullerbü". Ein Werk, das im Zuge von Nostalgie, Eskapismus und Weltschmerz geboren ist?
Untertitel
Eine historisch-biografische Analyse der Astrid Lindgren
Hochschule
Universität Siegen
Note
1,7
Autor
Emma Rothenpieler (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
23
Katalognummer
V1242975
ISBN (PDF)
9783346690012
ISBN (Buch)
9783346690029
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Astrid Lindgren Nostalgie Eskapismus Weltschmerz Biografie Bullerbü Analyse
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Emma Rothenpieler (Autor:in), 2021, Astrid Lindgrens "Die Kinder aus Bullerbü". Ein Werk, das im Zuge von Nostalgie, Eskapismus und Weltschmerz geboren ist?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1242975
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Leseprobe aus  23  Seiten
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