Change Prozesse im Unternehmen. Erfolgsfaktoren und Risiken aus wissenschaftlicher Sicht


Hausarbeit, 2021

20 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Theoretische Grundlagen
2.1 Change-Management
2.2 Change-Management-Prozess

3 Change-Management-Prozesse anhand von Modellen
3.1 Drei-Phasen-Modell nach Kurt Lewin
3.2 Acht-Stufen-Prozess nach John P. Kotter
3.3 Erfolgsfaktoren
3.4 Risikofaktoren

4 Wissenschaftliche Bewertung
4.1 Drei-Phasen-Modell
4.2 Acht-Stufen-Prozess

5 Fazit

6 Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1 : Inhalte des Change-Managements

Abbildung 2 : Phasen des Change-Management-Prozesses

Abbildung 3 : Phasen nach Kurt Lewin

Abbildung 4 : Acht-Stufen-Prozess nach John P. Kotter

Abbildung 5 : Vier Aspekte der Veranderung

Abbildung 6 : Faktoren zur wissenschaftlichen Bewertung

Abbildung 7 : Wissenschaftliche Bewertung Lewin 1

Abbildung 8 : Wissenschaftliche Bewertung Kotter 1

1 Einleitung

Die Fahigkeit sich erfolgreich an Veranderungen anpassen zu konnen gewinnt zuneh- mend, sowohl in privater als auch in beruflicher Hinsicht, an Bedeutung. Die taglich fort- schreitende Digitalisierung, der Klimawandel und der demografische Wandel zusammen mit der daraus resultierenden Knappheit an Fachpersonal, sowie viele weitere Verande- rungen stellen jeden vor die Herausforderung sich den neuen Gegebenheiten anzupas- sen. Besonders fur Unternehmen ist diese Anpassungsfahigkeit von zentraler Bedeu- tung, um im Wettbewerb zu anderen Unternehmen nicht unterzugehen. Im Rahmen die- ser Hausarbeit wird daher mit Hilfe von etablierten Modellen erortert, wie Veranderungs- prozesse aus unternehmerischer Sicht erfolgreich gestaltet werden konnen. Hierzu wer- den in Kapitel 2 zunachst die theoretischen Grundlagen erlautert. Zuerst wird das Change-Management im Allgemeinen definiert und anschlieBend der diesem innewoh- nende Prozess vorgestellt. Dieser Change-Management-Prozess wird in Kapitel 3 mit Hilfe des Drei-Phasen-Modells nach Kurt Lewin und des Acht-Stufen-Prozess‘ von John P. Kotter tiefergehend beleuchtet. Das Modell von Kurt Lewin ist eines der in der Literatur am weitesten verbreiteten Modelle fur Change-Management-Prozesse. Das Modell von John P. Kotter baut auf dem Modell von Lewin auf und stellt eine Weiterentwicklung dessen dar und wird folglich ebenfalls im Rahmen dieser Hausarbeit berucksichtigt. Da- ran anschlieBend werden grundlegende in der Literatur herausgearbeitete Erfolgs- und Risikofaktoren dargestellt, die zum Erfolg oder Misserfolg eines Change-Prozesses bei- tragen. Basierend auf den bisherigen Inhalten werden in Kombination mit empirischen Studien zu Change-Prozessen wissenschaftliche Kriterien anhand von Erfolgs- und Ri- sikofaktoren, zur Bewertung der vorgestellten Modelle, herausgearbeitet.

AbschlieBend wird in Kapitel 5 ein Fazit daruber gezogen, inwiefern sich die vorgestell- ten Modelle zur erfolgreichen Etablierung von Veranderungen innerhalb einer Organisa­tion eignen und welche Faktoren aus wissenschaftlicher Sicht bedeutend fur den Erfolg eines Change-Prozesses sind.

2 Theoretische Grundlagen

Zu Beginn dieser Hausarbeit werden zunachst die wichtigsten theoretischen Grundlagen erlautert, um im weiteren Verlauf zu einem besseren Verstandnis des Sachverhalts bei- zutragen.

2.1 Change-Management

Im Change-Management geht es grundsatzlich darum, dass Veranderungen innerhalb einer Organisation geplant, koordiniert und durchgefuhrt werden mussen. Ob eine kom- mende Veranderung einer solchen Planung, Koordination und Durchfuhrung bedarf hangt oft maBgeblich von dem AusmaB der Veranderung ab (vgl. Stolzenberg & Heberle, 2021, S.7). Das Change-Management kommt aber auch haufig bei kleineren kontinuier- lichen Veranderungsprozessen zum Einsatz (vgl. Spiegel, 2020, S.15).

Fur den Einsatz von Change-Management-MaBnahmen lassen sich grundsatzlich die folgenden Inhalte des Change-Managements festhalten:

Abbildung 1 : Inhalte des Change-Managements

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Eigene Darstellung in Anlehnung an Stolzenberg & Heberle, 2021, S.8

Im Change-Management geht es somit darum, dass neben der fachlichen Komponente, die fur die Veranderung von Bedeutung ist, auch die uberfachliche Komponente bedacht wird, welche die beteiligten Personen in den Prozess integriert. Hierzu gilt es zunachst die Vision bzw. das Leitbild der Veranderung zu entwickeln und bereits vor der Umset- zung an die beteiligten Personen zu kommunizieren (vgl. Stolzenberg & Heberle, 2021, S.8). Dies soll dazu beitragen die betroffene Belegschaft innerhalb der Organisation optimal auf die Veranderungen vorzubereiten und somit auch dem Erfolg der Verande- rungsmaBnahmen dienen (vgl. Stolzenberg & Heberle, 2021, S.8).

2.2 Change-Management-Prozess

Grundsatzlich hat jeder Change-Management-Prozess individuelle Hintergrunde und verlauft somit auch individuell. Es lassen sich jedoch einige Gemeinsamkeiten heraus- stellen, die fur alle Change-Management-Prozesse gelten. Eine der Gemeinsamkeiten ist die, dass ein solcher Prozess immer Veranderungen in mindestes einem der folgen- den drei Bereiche zuzuordnen ist: Aufbauorganisation, Ablauforganisation und/ oder Zu- sammenarbeit und personliches Arbeitsverhalten. Meist betreffen diese Prozesse je- doch nicht nur einen Bereich, sondern wirken in unterschiedlichen AusmaBen auf alle Bereiche ein (vgl. Stolzenberg & Heberle, 2021, S.2f.). Auch hinsichtlich des Ablaufs eines solchen Prozesses lassen sich grundlegende Phasen unterscheiden:

Abbildung 2: Phasen des Change-Management-Prozesses

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle : Eigene Darstellung in Anlehnung an Adlmaier-Herbst et al., 2018, S.17

Unabhangig von den InhaltenteilenAdlmaier-Herbst et al.einen Change-Prozess in funf Phasenauf. All diese Phasen seien darauf ausgelegt die betroffenen Beschaftigten in- sofern auf die Veranderung vorzubereiten, dass sie diese zum einen selbst wollen und zum anderen auch in der Lage dazu sind diese mitzutragen(vgl. Adlmaier-Herbst et al., 2018, S.17). Folglich verlauft ein solcher Prozess laut Adlmaier-Herbst et al. grundsatz- lich analog zu systematischen Prozessen, die die vier Schritte Analyse, Planung, Um- setzung und Kontrolle beinhalten. Erganzt wurden Change-Prozesse jedoch um den Punkt der Bereitschaft und Fahigkeit, wie in der obigen Abbildung dargestellt. Dies sei einerseits entscheidend fur den Erfolg eines solchen Prozesses, da die beteiligten Per- sonen zunachst die Veranderung mittragen wollen mussten und anschlieBend auch kon- nen mussten. Das bedeutet, dass im Anschluss an das Vorhandensein der Verande- rungsbereitschaft die notwendige Befahigung der beteiligten Personen erfolgen muss. Andererseits zeige dies noch einmal deutlich, dass sich das Change-Management nicht der fachlichen Komponente, sondern der uberfachlichen Komponente, namlich den be- teiligten Personen, widmet (vgl. Adlmaier-Herbst et al., 2018, S.17).

3 Change-Management-Prozesse anhand von Modellen

Nachdem im vorherigen Kapitel die theoretischen Grundlagen aufgearbeitet worden sind, erfolgt in diesem Kapitel ein tieferer Blick in die Inhalte von Change-Prozessen. Hierzu wird zunachst das Drei-Phasen-Modell von Kurt Lewin herangezogen. Anschlie- Bend wird der Acht-Stufen-Prozess von John P. Kotter vorgestellt. Zuletzt werden allge- meingultige Erfolgs- und Risikofaktoren beleuchtet.

3.1 Drei-Phasen-Modell nach Kurt Lewin

Ein sehr grundlegendes Modell, welches den Veranderungsprozess innerhalb von Or- ganisationen veranschaulicht ist das 3-Phasen-Modell von Kurt Lewin. Er unterscheidet drei Phasen fur Veranderungsprozesse: unfreezing, moving, refreezing (vgl. Schuler, 2004, S.46). Seinem Modell zur Folge ist die erste Phase des „unfreezing“ dazu gedacht bestehende Einstellungen und Verhaltensweisen zu lockern, was den Veranderungspro- zess einleiten wurde. Die daran anschlieBende Phase des „moving“ beinhaltet die Etab­lierung der neuen Verhaltensweisen und Einstellungen bevor diese in der letzten Phase, dem „refreezing“, wieder gefestigt werden (vgl. Schuler, 2004, S.46).

Der Ausgangspunkt fur diesen Veranderungsprozess ist Kurt Lewin zur Folge das Ent- gegenwirken zweier Krafte. Zum einen gibt es fur ihn die „moving forces", worunter er vorwartstreibende Krafte versteht. Zum anderen unterscheidet er die ..restraining forces", welche er als zuruckhaltende Krafte deklariert (Schuler, 2004, S.46). Der Einfluss dieser Krafte ist zur Veranschaulichung in der nachfolgenden Abbildung dargestellt.

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Ende der Leseprobe aus 20 Seiten

Details

Titel
Change Prozesse im Unternehmen. Erfolgsfaktoren und Risiken aus wissenschaftlicher Sicht
Note
1,0
Autor
Jahr
2021
Seiten
20
Katalognummer
V1243015
ISBN (Buch)
9783346672933
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Change-Prozesse, Erfolgsfaktoren, Risiken, Change-Management, Drei-Phasen-Modell, Kurt Lewin, Acht-Stufen-Prozess, John P. Kotter
Arbeit zitieren
Jessika Sprenkelder (Autor:in), 2021, Change Prozesse im Unternehmen. Erfolgsfaktoren und Risiken aus wissenschaftlicher Sicht, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1243015

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