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Überwachung der Arbeitnehmer am Arbeitsplatz. Grenzen und Möglichkeiten

Título: Überwachung der Arbeitnehmer am Arbeitsplatz. Grenzen und Möglichkeiten

Tesis (Bachelor) , 2021 , 36 Páginas , Calificación: 2.0

Autor:in: Sahra Gayib (Autor)

Derecho - Civil / Derecho laboral
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Die vorliegende Thesis beschäftigt sich mit dem Thema „Überwachung der Arbeitnehmer am Arbeitsplatz – Grenzen und Möglichkeiten“ und der dazugehörigen Forschungsfrage „Inwieweit greift die Arbeitnehmerüberwachung in das Persönlichkeitsrecht ein?“.

Die Arbeitnehmerüberwachung ist aufgrund der technischen Möglichkeiten aktuell wie nie zuvor. Die heutige Arbeitswelt ist geprägt von einer zunehmend globalisierten Welt, sowie auch von rapiden Veränderungen der technischen und gesellschaftlichen Entwicklung. An diesem Punkt soll der Leser einen möglichst genauen und übersichtlichen Eindruck davon erhalten, was der Zweck der Arbeitnehmerüberwachung ist und welche Möglichkeiten zur Arbeitnehmerüberwachung existieren, mit den dazugehörigen rechtlichen Vorschriften. Auch im Zuge des vermehrten Homeoffice gewinnt das Thema zunehmend an Relevanz. Die Corona-Pandemie zwingt aktuell eine Vielzahl von Arbeitnehmern ihre Tätigkeit von zu Hause aus zu erbringen. Sofern die Tätigkeit es erlaubt, weisen Unternehmen flächendeckend ihre Mitarbeiter an, bis auf weiteres im Home-Office zu arbeiten. Hier stellt sich die Frage, inwieweit der Arbeitgeber seine Arbeitnehmer überwachen darf und wo die Grenzen und Möglichkeiten im Hinblick auf das Persönlichkeitsrechtes liegen.

Die Möglichkeiten der Arbeitnehmerüberwachung umfassen zum einen nicht technische Einrichtungen wie z. B. das Beobachten, Befragen oder Durchsuchen des Beschäftigten. Auf der anderen Seite gibt es auch eine Vielzahl von technischen Möglichkeiten der Überwachung, wie die elektronische Zeiterfassung, Zugangskontrollsysteme, Telefonüberwachung, Computerüberwachung und Videoüberwachung. Technische Überwachungseinrichtungen haben den Vorteil, dass sie ohne Zeitdruck eingesetzt werden können und kostengünstiger sind als der Einsatz von Detektiven oder Sicherheitspersonal.
Es gibt verschiedene Gründe für die Überwachung von Arbeitnehmern. Einer davon ist z.B. die Sicherheit der Mitarbeiter zu gewährleisten. Ein weiterer Grund kann darin liegen, Produkte vor potenziellen Diebstählen oder Angriffen zu schützen.
Fraglich ist, ob es rechtlich gesehen legitime Gründe dafür gibt, dass Arbeitnehmer ständig überwacht werden dürfen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1. Problemstellung und Zielsetzung

1.2. Aufbau und Vorgehensweise

2. Zweck der Arbeitnehmerüberwachung

2.1 Leistungs- und Verhaltenskontrolle

2.2 Gestiegene Herausforderungen durch mobiles Arbeiten und Home-Office

3. Möglichkeiten der Arbeitnehmerüberwachung

3.1. Videoüberwachung

3.2. E-Mail- und Telekommunikationsüberwachung

3.3. Online-Recherche zu aktuellen und potentiellen Mitarbeitern/ der Gläserne Bewerber

4. Persönlichkeitsrecht des Arbeitnehmers

4.1. Grundlagen und Bedeutung

4.1.1. Der Schutz durch das allgemeine Persönlichkeitsrecht

4.2. Drittwirkung des allgemeinen Persönlichkeitsrechts im Arbeitsverhältnis

4.3. Das Persönlichkeitsrecht im Arbeitsverhältnis

4.4. Beispiele zum Persönlichkeitsschutz des Arbeitnehmers

4.4.1. Außerdienstliches Verhalten

4.4.2. Ehrenschutz

4.4.3. Überwachung

4.4.4. Datenschutz

5. Der Datenschutz

5.1. Arbeitswelt 4.0

5.2. Notwendigkeit und Entwicklung des Datenschutzes

5.3. Datenschutz in der EU

5.3.1. Die Regelungsrahmen der Art. 7- und Art. 8 EUGRC

5.3.2 Öffnungsklausel

5.4. Umsetzung der DSGVO in Deutschland

5.5. Arbeitnehmerdatenschutz

6. Rechte des Betriebsrates

6.1. Überwachungsaufgabe des Betriebsrates

6.2. Technische Einrichtung

6.3. Datenverarbeitungssysteme als Mitbestimmungstatbestand

6.4. Tarifverträge und Betriebsvereinbarungen

7. Zulässigkeit der Überwachung vorm Gericht als Beweisstück mit Fallbeispiel

8. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Möglichkeiten und rechtlichen Grenzen der Arbeitnehmerüberwachung am Arbeitsplatz, insbesondere vor dem Hintergrund zunehmend digitalisierter Arbeitswelten wie dem Home-Office, und analysiert, inwieweit diese Überwachung in das durch das Grundgesetz geschützte Persönlichkeitsrecht eingreift.

  • Grundlagen und rechtliche Einordnung der Arbeitnehmerüberwachung
  • Technologische Herausforderungen durch mobile Arbeit und Home-Office
  • Persönlichkeitsrechtsschutz und informationelle Selbstbestimmung
  • Umsetzung der DSGVO und des BDSG im betrieblichen Arbeitsverhältnis
  • Mitbestimmungsrechte des Betriebsrates bei technischer Überwachung
  • Rechtliche Zulässigkeit von Überwachungsmaßnahmen als Beweismittel vor Gericht

Auszug aus dem Buch

3.1. Videoüberwachung

Über die Zulässigkeit von Videoüberwachung am Arbeitsplatz wurde in den letzten Jahren kontrovers in der Öffentlichkeit diskutiert. Nicht zuletzt die Vorfälle rund um den Einsatz von Videokameras bei Lidl können wohl als Auslöser für die intensive Diskussion über den gesamten Arbeitnehmerdatenschutz angesehen werden. Die Arbeitswelt ist durch verschiedenste Entwicklungen geprägt, nicht zuletzt auch durch technische Entwicklungen. Infolge dieser rapiden technischen Entwicklung ist es möglich für Kleinunternehmen, Einzelhändler oder Industrieanlagen, passende Kameras, Zubehör und Aufzeichnungslösungen – ein ausbalanciertes Gesamtportfolio für Videoüberwachung und Sicherheitstechnik – individuell zu erstellen. Die Möglichkeiten sind divers, die Videokameras verfügen über zahlreiche Funktionen.

Der Einsatz von moderner Videoüberwachungstechnik in Unternehmen aller Art (Produktion, Dienstleistung, Verwaltung) ist heute kostengünstiger und einfacher denn je: Die Technik, wie drahtlose Kameras, ggf. Aufzeichnungsgeräte und entsprechende Software ist schnell installiert. Die Digitaltechnik moderner Kameraüberwachungsanlagen hat dafür gesorgt, dass die Installation, Bedienung und Wartung heutzutage von jedermann durchgeführt werden kann. IP (Internet Protokoll) -Kameras, die WLAN-fähig sind, können kurzfristig installiert und per Knopfdruck oder Mausklick sofort verwendet werden.

Eventuell eingesetzte Videorecorder zum Mitschnitt der Kamera-Streams vollziehen ihren Dienst nahezu vollautomatisch – sei es im Dauereinsatz oder auch nur dann, sobald sich im zu beobachtenden Bereich etwas bewegt. Langwierige Einarbeitung in technische Belange ist somit nicht notwendig, das häufig gepriesene "Plug and Play" ist bei Überwachungskameras Normalität und gelebte Praxis.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung definiert das Thema der Arbeitnehmerüberwachung, leitet die Forschungsfrage bezüglich des Eingriffs in das Persönlichkeitsrecht ab und erläutert den Aufbau der Thesis.

2. Zweck der Arbeitnehmerüberwachung: Dieses Kapitel erläutert die Beweggründe der Arbeitgeber für Überwachungsmaßnahmen, wie Leistungs- und Verhaltenskontrolle sowie Herausforderungen durch Home-Office.

3. Möglichkeiten der Arbeitnehmerüberwachung: Hier werden unterschiedliche technische und nicht-technische Methoden der Überwachung, wie Videoüberwachung, E-Mail-Kontrolle und Online-Recherchen, detailliert beschrieben.

4. Persönlichkeitsrecht des Arbeitnehmers: Das Kapitel befasst sich mit den Grundlagen des Persönlichkeitsrechts im Arbeitsumfeld, beleuchtet seine Drittwirkung und nennt Beispiele für den Schutz der betroffenen Arbeitnehmer.

5. Der Datenschutz: Dieses Kapitel thematisiert die Relevanz des Datenschutzes in der „Arbeitswelt 4.0“ sowie die gesetzliche Umsetzung durch DSGVO und BDSG.

6. Rechte des Betriebsrates: Hier wird die Rolle des Betriebsrates bei der Kontrolle von Arbeitsabläufen und der technischen Überwachung sowie dessen Mitbestimmungsrechte dargestellt.

7. Zulässigkeit der Überwachung vorm Gericht als Beweisstück mit Fallbeispiel: Das Kapitel analysiert anhand eines konkreten Gerichtsfalls die Beweisverwertbarkeit von erhobenen Daten aus Überwachungsmaßnahmen.

8. Fazit und Ausblick: Das Fazit stellt zusammenfassend dar, dass Überwachung nur bei konkreten Anhaltspunkten rechtmäßig ist und betont die Notwendigkeit der Einhaltung des Verhältnismäßigkeitsprinzips.

Schlüsselwörter

Arbeitnehmerüberwachung, Persönlichkeitsrecht, Datenschutz, DSGVO, BDSG, Betriebsrat, Leistungs- und Verhaltenskontrolle, Home-Office, Videoüberwachung, Informationelle Selbstbestimmung, Arbeitsverhältnis, Arbeitnehmerdatenschutz, Verhältnismäßigkeit, Beweisverwertung, Arbeitswelt 4.0

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Möglichkeiten und Grenzen der Überwachung von Arbeitnehmern durch Arbeitgeber am Arbeitsplatz unter besonderer Berücksichtigung rechtlicher Rahmenbedingungen.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentrale Felder sind technische Überwachungsmethoden, das Spannungsfeld zwischen Arbeitgeberinteresse und Arbeitnehmerpersönlichkeitsrecht sowie der betriebliche Datenschutz.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage lautet: „Inwieweit greift die Arbeitnehmerüberwachung in das Persönlichkeitsrecht ein?“ Ziel ist es, die Grenzen des rechtlich Zulässigen aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?

Die Arbeit basiert auf einer interdisziplinären Literaturrecherche, der Analyse gesetzlicher Vorschriften und der Auswertung relevanter arbeitsgerichtlicher Rechtsprechung inklusive Fallbeispielen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Überwachungstechniken, die rechtliche Verankerung des Persönlichkeitsrechts, die Rolle der DSGVO und die Mitbestimmungsrechte des Betriebsrates.

Welche Schlagworte charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit fokussiert auf Begriffe wie Arbeitnehmerüberwachung, Persönlichkeitsrecht, Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO), Mitbestimmung und Verhältnismäßigkeitsgrundsatz.

Warum ist das Thema "Home-Office" für die Überwachung relevant?

Das Home-Office führt zur Entgrenzung der Arbeit, was oft zu verstärkten Bedürfnissen des Arbeitgebers führt, die Tätigkeit der Mitarbeiter technisch aus der Ferne zu kontrollieren.

Gilt das Persönlichkeitsrecht auch im Arbeitsverhältnis?

Ja, das allgemeine Persönlichkeitsrecht ist auch im Arbeitsrecht zu beachten, schützt den Arbeitnehmer vor unzulässiger Kontrolle und unterliegt der Wahrung des Verhältnismäßigkeitsprinzips.

Welche Rolle spielt der Betriebsrat bei der Überwachung?

Der Betriebsrat hat gemäß § 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG ein obligatorisches Mitbestimmungsrecht bei der Einführung und Anwendung technischer Einrichtungen, die das Verhalten oder die Leistung der Arbeitnehmer überwachen können.

Dürfen heimlich aufgezeichnete Videobeweise vor Gericht verwendet werden?

Heimliche Videoüberwachungen sind grundsätzlich illegal und als Beweise unzulässig, es sei denn, es liegen konkrete Anhaltspunkte für schwerwiegende Pflichtverletzungen vor, die eine solche Maßnahme als letztes Mittel rechtfertigen.

Final del extracto de 36 páginas  - subir

Detalles

Título
Überwachung der Arbeitnehmer am Arbeitsplatz. Grenzen und Möglichkeiten
Universidad
University of Applied Sciences Bremen
Calificación
2.0
Autor
Sahra Gayib (Autor)
Año de publicación
2021
Páginas
36
No. de catálogo
V1243372
ISBN (PDF)
9783346666901
ISBN (Libro)
9783346666918
Idioma
Alemán
Etiqueta
überwachung arbeitnehmer arbeitsplatz grenzen möglichkeiten
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Sahra Gayib (Autor), 2021, Überwachung der Arbeitnehmer am Arbeitsplatz. Grenzen und Möglichkeiten, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1243372
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Extracto de  36  Páginas
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