Anhand welcher Erfahrungen im häuslichen Umfeld zeigt sich der Einfluss der Kita-Schließungen und Einschränkungen der Betreuungszeiten während der COVID-19-Pandemie auf das psychische Wohl, insbesondere auf die Schutz- und Risikofaktoren der Resilienzentwicklung der Kindergartenkinder?
Ziel der Arbeit ist es, am Beispiel von fünf Kindertagesstätten die Auswirkungen auf das psychische Wohl und die Resilienz-Entwicklung von Kindergartenkindern bedingt durch die Schließung von Kindertageseinrichtungen und die Einschränkung der Betreuungszeiten zu analysieren.
Als im Dezember 2019 die ersten Nachrichten zum Thema COVID-19 zu hören waren, war sich sicherlich niemand bewusst, in welchem Ausmaß uns dieses Virus treffen würde. Die COVID-19-Pandemie stellte uns vor neue Herausforderungen. War es für die Erwachsenen schon eine große Umstellung, so traf es die Kinder noch viel mehr. Isolation und Abstandhalten dominierten den Alltag und die Kindertagesstätten mussten schließen. In kurzer Zeit gab es viele Veränderungen, die ständig überholt und angepasst wurden.
Die Kinder mussten sich auf ständig wechselnde Gegebenheiten einstellen. Nach langen Phasen, in denen sie nicht in die Kindertagesstätte durften und sich an die häusliche Betreuung gewöhnt hatten, durften sie die Einrichtung plötzlich unter ganz neuen Umständen wieder besuchen und den Kindern wurde ein hohes Maß an Disziplin abverlangt. Vor diesem Hintergrund ist es plausibel, dass auch die kindliche Entwicklung durch diese Phase mitgeprägt wird.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. COVID-19
2.1 Pandemie
2.2 Situation im Oberbergischen Kreis/ XX
2.3 Maßnahmen in Nordrhein-Westfalen
2.4 Folgen für die Kita-Kinder
3. Kindliche Entwicklung
3.1 Psychische Entwicklung
3.2 Sozial-emotionale Entwicklung
3.3 Bindungen
3.4 Bedeutsamkeit von Freundschaften
4. Resilienz
4.1 Definition
4.2 Risikofaktoren/Vulnerabilitätsfaktoren
4.3 Schutzfaktoren
4.3.1. Personale Ressourcen
4.3.2 Schutzfaktoren innerhalb der Familie
4.3.3.Schutzfaktoren im sozialen Umfeld
4.4 Zusammenwirken von Risiko- und Schutzfaktoren
4.4.1 Das Modell der Kompensation
4.5 Protektive Faktoren in der COVID- 19 Pandemie
4.6 Resilienzfaktoren
4.7 Shortlist
4.8 Mögliche Resilienz-Entwicklung während der COVID-19-Pandemie
5. Begründung der Forschungsfrage
6. Methodik
6.1 Methode und Vorgehensweise
6.2 Untersuchungsdesign
6.3 Gestaltung der Umfrage
6.4 Datenerhebung
6.5 Gütekriterien quantitativer Forschung
7. Ergebnisse
7.1 Aufbereitung der Daten
7.2 Soziodemographische Daten
7.3 Betreuungssituation der Kinder während der Pandemie
7.4 Umgang mit der Pandemie und Schließungen
7.5 Spielgewohnheiten
7.6 Tagesstruktur
7.7 Wünsche
7.8 Frage an die Kinder
8. Diskussion
9. Fazit
9.1 Kritische Querschau
9.2 Ausblick
9.3 Handlungsempfehlung
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht anhand einer Online-Umfrage unter Eltern von fünf Kindertagesstätten in einer Gemeinde im Oberbergischen Kreis, wie sich die während der COVID-19-Pandemie erfolgten Kita-Schließungen und Betreuungseinschränkungen auf das psychische Wohlbefinden sowie die Resilienzentwicklung von Kindergartenkindern im häuslichen Umfeld ausgewirkt haben.
- Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf das psychische Wohlbefinden von Kindern.
- Analyse von Risiko- und Schutzfaktoren bei der Resilienzentwicklung im Kindesalter.
- Die Rolle der Familie und von sozialen Kontakten als Resilienzfaktoren während der Isolation.
- Methodische Vorgehensweise einer quantitativen Studie in einem begrenzten lokalen Umfeld.
Auszug aus dem Buch
1. Einleitung
Als im Dezember 2019 die ersten Nachrichten zum Thema COVID-19 zu hören waren, war sich sicherlich niemand bewusst, in welchem Ausmaß uns dieses Virus treffen würde. Ausgelassen wurde im Februar 2020 noch Karneval gefeiert. Danach war plötzlich nichts mehr wie vorher und Alltagsroutinen mussten aufgegeben werden. Die COVID-19-Pandemie stellte uns vor neue Herausforderungen. Dinge wie PCR-Testungen, Quarantänen und medizinischer Mund-Nasen-Schutz begleiten seitdem unseren Alltag. War es für die Erwachsenen schon eine große Umstellung, so traf es die Kinder noch viel mehr. Isolation und Abstandhalten dominierten den Alltag und schon die Kleinsten wurden im ersten Lockdown hart auf die Probe gestellt. Die Kindertagesstätten mussten schließen. Lediglich die Betreuung der Kinder, deren Eltern in systemrelevanten Berufen arbeiten wurde aufrecht erhalten. Es folgten weitere Beschlüsse und in kurzer Zeit gab es viele Veränderungen, die ständig überholt und angepasst wurden. Durch das Wegfallen von Alltagsroutinen und Tagesstrukturen, wie zum Beispiel der Besuch der Kindertagesstätte, wurden die Kinder unsicher und ängstlich (Cionek-Szpak, Stippel & Banaschewski, 2021, S. 59).
Die Kinder mussten sich auf ständig wechselnde Gegebenheiten einstellen. Nach langen Phasen, in denen sie nicht in die Kindertagesstätte durften und sich an die häusliche Betreuung gewöhnt hatten, durften sie die Einrichtung plötzlich unter ganz neuen Umständen wieder besuchen: Sie mussten sich an der Eingangstür von ihren Eltern verabschieden und wurden auch dort wieder abgeholt, das Händewaschen hatte oberste Priorität und es war kein gruppenübergreifendes Spiel mehr möglich. Die Außengelände wurden mit Flatterband aufgeteilt und den Kindern wurde ein hohes Maß an Disziplin abverlangt.
Vor diesem Hintergrund ist es plausibel, dass auch die kindliche Entwicklung durch diese Phase mitgeprägt wird.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Herausforderungen der COVID-19-Pandemie für Kinder und Familien und führt in die Thematik der Kita-Schließungen ein.
2. COVID-19: Dieses Kapitel beschreibt den Werdegang der globalen Pandemie, die spezifische Situation in der Gemeinde XX sowie die staatlichen Maßnahmen und deren Folgen für die Kinder.
3. Kindliche Entwicklung: Das Kapitel thematisiert die psychische und sozial-emotionale Entwicklung von Kindern und unterstreicht die Bedeutung von Bindungen und Freundschaften.
4. Resilienz: Hier werden Definitionen und Konzepte der Resilienz sowie Einflussfaktoren wie Risiko-, Schutz- und Resilienzfaktoren im Familienalltag erläutert.
5. Begründung der Forschungsfrage: Die Forschungsfrage wird hergeleitet und vor dem Hintergrund aktueller Studien und Erkenntnisse zur Pandemie begründet.
6. Methodik: Es wird die Vorgehensweise der empirischen Sozialforschung beschrieben, insbesondere das Untersuchungsdesign der Online-Umfrage und die Gütekriterien der Studie.
7. Ergebnisse: Die erhobenen Daten werden dargestellt, aufbereitet und nach Schwerpunkten wie Soziodemographie, Betreuung und Spielgewohnheiten ausgewertet.
8. Diskussion: Die Ergebnisse werden interpretiert, in den theoretischen Kontext eingeordnet und methodische Limitationen kritisch reflektiert.
9. Fazit: Das Fazit fasst die Kernergebnisse zusammen, zieht eine kritische bilanzierende Querschau und gibt Handlungsempfehlungen für die Praxis.
Schlüsselwörter
COVID-19-Pandemie, Kindergartenkinder, Kita-Schließungen, psychische Gesundheit, Resilienz, Resilienzentwicklung, Bindungsverhalten, soziale Kontakte, Schutzfaktoren, Risikofaktoren, frühkindliche Entwicklung, pädagogische Fachkräfte, Krisenmanagement, empirische Sozialforschung, Online-Umfrage.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die Auswirkungen der pandemiebedingten Kita-Schließungen auf das psychische Wohl und die Resilienz von Kindergartenkindern in der Gemeinde XX.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder sind die kindliche Entwicklung, das Konzept der Resilienz sowie die Auswirkungen von Kontaktbeschränkungen und fehlenden Alltagsstrukturen.
Was ist das Ziel der Forschungsarbeit?
Das Ziel ist es, den Einfluss von Kita-Schließungen auf Resilienzfaktoren im häuslichen Umfeld aufzuzeigen und daraus Handlungsempfehlungen für die frühpädagogische Praxis abzuleiten.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Es wurde eine quantitative Online-Umfrage unter Eltern durchgeführt und zusätzlich durch einige qualitative, offene Fragen in der Gestaltung ergänzt.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte Theorie zu Resilienz und kindlicher Entwicklung sowie einen empirischen Teil mit der Analyse von Kita-Daten und Elterneinschätzungen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den Schlüsselwörtern zählen Resilienz, COVID-19-Pandemie, Frühpädagogik, Kita-Schließungen und die psychische Entwicklung von Kindergartenkindern.
Welche spezifischen Auswirkungen berichten die Eltern in der Umfrage?
Viele Eltern berichten von Traurigkeit, Wutausbrüchen, sozialen Auffälligkeiten und dem schmerzlichen Vermissen von Spielkameraden und Erzieher*innen bei ihren Kindern.
Was ist die zentrale Handlungsempfehlung der Autorin?
Die Autorin empfiehlt, das Thema Resilienz fester in die Konzeptionen von Kindertagesstätten zu integrieren und Resilienzfaktoren durch gezielte Rituale und Strukturen zu fördern.
- Arbeit zitieren
- Hannah Daschke (Autor:in), 2021, Schließung von Kindertageseinrichtungen und Einschränkung der Betreuungszeiten im Zuge der Covid-19-Pandemie, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1243424