In dieser Hausarbeit geht es um die Frage, ob die Jugendorganisation der AfD, die "Junge Alternative" (JA), im Jahr 2019 eher als Unterbau der Gesamt-AfD oder aber als Jugendorganisation des "Flügel(s)" anzusehen ist. Dabei geht es nach einer kurzen Vorstellung der JA und der (für die Entwicklung der Gesamtpartei) bedeutenden "Erfurter Resolution" v.a. um inhaltliche und personelle Verknüpfungen zwischen der JA und dem "Flügel".
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Die „Alternative für Deutschland“
2.1. Entstehung und Entwicklung
2.2. Die Erfurter Resolution
3. Die Junge Alternative für Deutschland (JA)
3.1. Anfänge und Ausrichtung
3.2. Markus Frohnmaier
4. Fazit und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit analysiert die ideologische und personelle Ausrichtung der Jugendorganisation „Junge Alternative für Deutschland“ (JA) im Spannungsfeld zwischen der Mutterpartei AfD und der rechtsextremen Strömung des sogenannten „Flügels“. Ziel ist es, die zunehmende Radikalisierung der Jugendorganisation und ihre Verzahnung mit dem rechten Parteiflügel kritisch zu untersuchen.
- Entwicklung und Richtungsstreitigkeiten innerhalb der AfD
- Die Bedeutung der Erfurter Resolution als Gründungsdokument des „Flügels“
- Anfänge, Polarisierung und Radikalisierung der Jungen Alternative
- Die Rolle zentraler Akteure wie Markus Frohnmaier bei der ideologischen Neuausrichtung
- Wechselwirkungen und Machtstrukturen zwischen Jugendorganisation und Gesamtpartei
Auszug aus dem Buch
3.1. Anfänge und Ausrichtung
Die im Juni 2013 gegründete Junge Alternative für Deutschland fand keine direkte Anerkennung der Mutterpartei AfD, sondern suchte zunächst über die Landesparteitage Anschluss an die jeweiligen Landesverbände. Nachdem der AfD-Landesverband Nordrhein-Westfalen im Juni 2014 den Anfang in Bezug auf die Anerkennung der JA als Jugendorganisation machte, kamen im Laufe des Jahres 2015 neun weitere Landesverbände hinzu (Häusler/Roeser, 2015, S. 133).
Das zunächst zögerliche Bekenntnis bzw. eine anfängliche Distanzierung zur JA sind eng mit dem damaligen Führungspersonal der AfD verknüpft: als die JA durch eine Veranstaltung im März 2014 mit dem UKIP-Vorsitzenden Nigel Farage große Aufmerksamkeit für sich generierte, verstieß sie gegen die Linie der Mutterpartei im EU-Wahlkampf, in dem Bernd Lucke sich klar von der UKIP distanziert hatte (Herkenhoff, 2016, S. 203).
Die auch bei anderen Jugendorganisationen (z.B. bei den Jusos) durchaus zu beobachtende stärkere Polarisierung bzw. Neigung zu ‚extremeren‘ Positionen und Haltungen war dabei von Beginn an ein identitätsstiftendes Charakteristikum der JA. So forderte diese schon 2014 „eine demokratische Auflösung der Europäischen Union“ (Herkenhoff, 2016, S. 203).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung führt in die aktuelle politische Relevanz der AfD und ihrer Jugendorganisation ein und definiert die zentrale Forschungsfrage nach der Nähe der JA zum „Flügel“.
2. Die „Alternative für Deutschland“: Dieses Kapitel skizziert die Gründung der AfD sowie die Entstehung der drei Hauptströmungen innerhalb der Partei und analysiert die Erfurter Resolution als entscheidendes Dokument für die rechte Ausrichtung.
3. Die Junge Alternative für Deutschland (JA): Das Kapitel behandelt die Gründungsgeschichte, die zunehmende Radikalisierung der JA sowie die Rolle von Markus Frohnmaier im Kontext der personellen und ideologischen Verflechtungen.
4. Fazit und Ausblick: Der abschließende Teil fasst die wechselseitige Beeinflussung von JA und dem rechtsextremen Flügel zusammen und wagt eine Prognose über die zukünftige Entwicklung und den innerparteilichen Machtstatus.
Schlüsselwörter
Alternative für Deutschland, Junge Alternative, Flügel, Erfurter Resolution, Rechtsextremismus, Radikalisierung, Jugendorganisation, Markus Frohnmaier, Björn Höcke, Politische Strömungen, Identitäre Bewegung, Parteipolitik, Ideologische Neuausrichtung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?
Die Arbeit untersucht die ideologische und personelle Ausrichtung der Jugendorganisation „Junge Alternative“ (JA) der Partei Alternative für Deutschland (AfD).
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Im Zentrum stehen die Entwicklung der Mutterpartei AfD, die Entstehung rechtsextremer Strömungen wie des „Flügels“ und die Rolle der JA als Radikalisierungsbeschleuniger innerhalb dieses Gefüges.
Was ist die zentrale Fragestellung?
Die Arbeit fragt, inwiefern die Junge Alternative seit der Erfurter Resolution eher als Jugendorganisation des „Flügels“ denn als Jugendorganisation der Gesamtpartei AfD zu betrachten ist.
Welche wissenschaftliche Methode wird angewandt?
Die Analyse nutzt diskursanalytische Elemente sowie qualitative Inhaltsanalysen, um Strategien, Rhetorik und personelle Verbindungen innerhalb der untersuchten Gruppierungen offenzulegen.
Was behandelt der Hauptteil der Arbeit?
Der Hauptteil beleuchtet die Geschichte der AfD, die Bedeutung der Erfurter Resolution, die Anfänge und Radikalisierung der Jungen Alternative sowie die politische Karriere von Markus Frohnmaier als Symbolfigur für die rechte Ausrichtung.
Wodurch lässt sich die Arbeit inhaltlich charakterisieren?
Sie ist durch die Untersuchung von Machtkämpfen zwischen liberal-konservativen und rechtsnationalen Kräften innerhalb der AfD und ihrer Jugendorganisation gekennzeichnet.
Welche Rolle spielt die „Erfurter Resolution“ für die JA?
Die Erfurter Resolution fungiert als ideologisches Fundament, an dem sich Akteure der Jungen Alternative orientierten, um sich vom gemäßigten Flügel der Partei abzugrenzen.
Welche Bedeutung hat Markus Frohnmaier für die Analyse?
Er dient als Fallbeispiel, anhand dessen die personelle Verzahnung der Jungen Alternative mit rechtsextremen Milieus und einflussreichen Akteuren des „Flügels“ verdeutlicht wird.
- Citation du texte
- André Markmann (Auteur), 2019, Die "Höcke-Jugend"?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1243583