Meine Facharbeit besteht aus einem theoretischen und praktischen Teil, indem ich am Ende meine Ergebnisse auswerte und auf meine These übertrage. Anschließend folgt der Anhang mit meinen genutzten Quellen, den Erklärungen, Bildmaterial, den Angeboten und Auswertungen der liseb Bögen.
Als Fundament meiner Arbeit erkläre ich was Sprache ist. Ebenso gehe ich auf die Spracherwerbstheorien und die vier Bereiche des Erwerbs ein. Hier beziehe ich mich vor allem auf die semantisch-lexikalische Ebene. Ebenso erkläre ich, warum Sprache so bedeutend für die menschliche Entwicklung ist.
Um zu verstehen, worauf sich im Genauen meine Facharbeit bezieht, definiere ich die Begriffe Sprachförderung und Sprachkompetenz und beschreibe, wie Krippenkinder im Alter von zwei bis drei Jahren sprechen und verstehen sollten. Folgend informiere über Literacy und warum das Vorlesen von so großer Bedeutung ist. Außerdem zeige ich auf, was Bilderbücher definiert und welche Arten es gibt. Um pädagogisch wertvoll damit arbeiten zu können, gebe ich am Ende Hinweise zur Auswahl und dem Umgang während der Angebote.
Im Praktischen Teil meiner Facharbeit berichte ich über meine Praktikumseinrichtung, die drei ausgewählten Kinder und meine Rahmenbedingungen zur Durchführung des Buchclubs.
Anschließend berichte ich, wie ich das Ganze geplant und durchgeführt habe, werte die Ergebnisse aus uns ziehe eine Schlussfolgerung für meine in 1.2 gestellte Überlegung. Als Letztes beschreibe ich wie sich meine eigenen Handlungskompetenzen in der Erarbeitungszeit verstärkt wurden.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Themenbegründung
1.2 These /Fragestellung
1.3 Vorgehensweise/ Methoden
2. Theoretische Grundlagen
2.1 Was ist Sprache?
2.1.1 Spracherwerbstheorien
2.1.2 Die vier Bereiche des Spracherwerbs
2.2 Die Bedeutung von Sprache als Handlungskompetenz
2.3 Begriffsklärung Sprachförderung
2.4 Begriffsklärung Sprachkompetenz
2.5 Die Sprachentwicklung von zwei- bis dreijährigen Kindern
2.6 Begriffsklärung Literacy
2.6.1 Bedeutsamkeit des Vorlesens
2.7 Definition Bilderbücher
2.7.1 Arten von Bilderbücher
2.7.2 Kriterien pädagogisch sprachförderlicher Bilderbücher
2.7.3 Die pädagogische Bedeutung von Bilderbüchern
3. Praktische Umsetzung
3.1 Bedingungsanalyse Kita XY
3.2 Situationsanalyse
3.3 Rahmenbedingungen der Angebotsreihe
3.4 Vorgehensweise
3.4.1 Auswahl der Bücher
3.4.2 Vorbereitung Buchclub
3.4.3 Durchführung Buchclub
3.5 Angebote mit Bilderbüchern
3.5.1 Angebot 1 „Auf der Baustelle“ (Magnetbuch)
3.5.2 Angebot 2 „Die kleine Raupe Nimmersatt kommt zu Besuch“
3.5.3 Angebot 3
4. Auswertung
4.1 Zusammenfassung der Ergebnisse
4.2 Fazit
Zielsetzung & Themen
Diese Facharbeit untersucht, ob die Sprachkompetenz von zwei- bis dreijährigen Kindern in einer Krippengruppe durch gezielte, regelmäßig begleitete Angebote mit Bilderbüchern lexikalisch gefördert werden kann. Das Ziel ist es, durch die Etablierung eines "Buchclubs" die Sprachfreude zu steigern und einen aktiven Beitrag zur Sprachentwicklung im Krippenalltag zu leisten.
- Spracherwerbstheorien und die Bedeutung von Sprache als Handlungskompetenz
- Methoden der frühen Sprachförderung und das Konzept "Early Literacy"
- Kriterien für die Auswahl pädagogisch wertvoller Bilderbücher
- Praktische Umsetzung von Bilderbuchangeboten in der Krippe
- Evaluation des individuellen Lernfortschritts durch standardisierte Beobachtungsverfahren
Auszug aus dem Buch
1.1 Themenbegründung
„Ein Bilderbuch ist für eine Kinderstube ein eben so wesentliches und noch unentbehrlicheres Meuble als die Wiege, die Puppe, oder das Steckenpferd.“ Mit diesen Worten erfasste Friedrich Justin Bertuch schon im Jahre 1790 die erzieherische Bedeutsamkeit von Bilderbüchern in der privaten Umgebung. Ebenso führt er fort, es: „[…] empfiehlt jeder vernünftige Pädagog, den frühesten Unterricht des Kindes durchs Auge anzufangen, und ihm so viel gute und richtige Bilder und Figuren, als man nur kann, vor das Gesicht zu bringen.“1
Bereits im 18. Jahrhundert war klar, wie bedeutsam Bilderbücher für die Förderung und Unterhaltung von Kindern sind. Sie bringen auf einfache Weise Kindern ihre Lebensumwelt näher, verbinden das Bild mit dem Wort und bieten den besten Einstieg in die Lesewelt.
Warum wählte ich also dieses Thema? Mein letztes Wahlpraktikum absolvierte ich sechs Monate lang im Krippenbereich einer Kita in Berlin XY. 15 Mädchen und Jungen zwischen einem und drei Jahren besuchten meine Gruppe, der Sprachstand könnte unterschiedlicher kaum sein. Einige Wochen nach Beginn meiner Arbeit stellte ich fest, dass den Kindern nur sehr selten vorgelesen wurde. Zentral im Gruppenraum befand sich zwar ein prall gefülltes Bücherregal, dieses wurde jedoch nur gelegentlich von den Kindern genutzt. Ebenso besuchten wir nie die kitaeigene Bibliothek, welche nur zwei Räume entfernt lag. Wenn sie sich ein Buch nahmen, dann jedes Kind für sich, um die Zeit am Tisch ruhiger zu überbrücken. Hier stellte ich fest, dass fast allen Kindern scheinbar der Sinn eines Buches nicht klar war. Sie bissen in die Seiten, rissen sie heraus oder blätterten nur wie wild darin umher, ohne sich auch nur eine davon genau angesehen zu haben. Dieser Zustand machte mich traurig, immerhin habe ich in meiner bisherigen Arbeit mit Bilderbüchern viele strahlende Kinderaugen zustande gebracht. Auf der anderen Seite setzte ich mich täglich mit einem Buch vor das Regal und die Kinder nahmen dieses Angebot durchweg begeistert an.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Stellt die Motivation für die Arbeit dar und formuliert die Forschungsfrage zur Förderung der Sprachkompetenz von Kleinkindern durch Bilderbücher.
2. Theoretische Grundlagen: Vermittelt essenzielles Wissen über Spracherwerbstheorien, die Bedeutung von Sprachentwicklung und Literacy, sowie Kriterien zur Auswahl geeigneter Bilderbücher.
3. Praktische Umsetzung: Dokumentiert detailliert die Analyse der Kita-Bedingungen, die Zielgruppe und die Durchführung der einzelnen Angebote im "Buchclub".
4. Auswertung: Fasst die erzielten Fortschritte der Kinder auf Basis der Beobachtungsbögen zusammen und zieht ein Fazit bezüglich der Wirksamkeit der gewählten Methode.
Schlüsselwörter
Sprachförderung, Bilderbücher, Krippenkinder, Sprachkompetenz, Literacy, Spracherwerb, Vorlesen, Wortschatz, Kleinkindpädagogik, Buchclub, Kommunikation, Sprachstand, Bildungsauftrag, Sprachvermittlung, Sprachstufen.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Facharbeit grundlegend?
Die Arbeit untersucht, wie durch gezielte, begleitete Angebote mit Bilderbüchern die Sprachkompetenz von Kindern im Alter von zwei bis drei Jahren in einer Krippeneinrichtung gefördert werden kann.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Neben theoretischen Grundlagen zum Spracherwerb und zur Bedeutung von Bilderbüchern für die kindliche Entwicklung umfasst die Arbeit die praktische Implementierung eines Buchclubs und die individuelle Auswertung der Sprachentwicklung der teilnehmenden Kinder.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das primäre Ziel ist die Klärung der Frage, ob mittels gezielter Bilderbuchangebote eine messbare lexikalische Förderung bei Kindern im Krippenalter erreicht werden kann.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Autorin nutzt zur Analyse des Sprachstands und der Entwicklung standardisierte Beobachtungsverfahren (liseb-Bögen) und eine handlungsorientierte, pädagogische Vorgehensweise in Form von regelmäßigen Kleingruppenangeboten.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine Bedingungs- und Situationsanalyse der gewählten Kita-Gruppe sowie die detaillierte Planung, Durchführung und Reflexion der drei spezifischen Angebotsreihen (Baustelle, Raupe Nimmersatt, Grüffelo).
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die wesentlichen Begriffe sind Sprachförderung, Bilderbücher, Literacy, Wortschatzerweiterung und Krippenpädagogik.
Wie haben die Kinder auf die Angebote reagiert?
Die Kinder zeigten sich durchweg begeistert und motiviert. Besonders der "Überraschungsmoment" bei der Grüffelo-Geschichte und die Möglichkeit, selbst aktiv mit Material zu gestalten, steigerten ihre Konzentrationsspanne und Sprechfreude deutlich.
Welche Rolle spielt die Einbeziehung der Eltern?
Die Autorin hebt hervor, dass die Kooperation mit den Eltern essenziell ist. Durch Kaufempfehlungen für Bilderbücher und den Austausch über die Themen der Angebote im Buchclub wird die Sprachförderung nachhaltig in den Familienalltag getragen.
- Citar trabajo
- Anonym (Autor), 2022, Förderung der Sprachkompetenz von 2-3 jährigen Krippenkindern durch Angebote mit Bilderbüchern, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1243588