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Social Media. Das Panoptikum des 21. Jahrhunderts

Title: Social Media. Das Panoptikum des 21. Jahrhunderts

Seminar Paper , 2020 , 15 Pages , Grade: 1.0

Autor:in: Anonym (Author)

Communications - Public Relations, Advertising, Marketing, Social Media
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In dieser Arbeit wird die Rolle von Social-Media hinsichtlich seines Potentials als Panoptikums einer kritischen Reflexion unterzogen. Ziel soll es sein zu ergründen, warum Menschen sich den Sozialen Medien hingeben und einen Großteil ihres Lebens ohne Repression exponieren und für andere dokumentieren. Ebenfalls soll die Frage ergründet werden, in welcher Relation dabei die einzelnen Faktoren Soziale-Medien, die Gesellschaft (die Nutzer), ökonomische und politische Interessen stehen und welche Folgen daraus entstehen können.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffsdefinition

3. Aktuelle technische Situation

4. Die neue Transparenz

5. Das Panoptikum als Auslaufmodell

6. Sozialkredit-System als mögliche Zukunft

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Potenzial von Social Media als modernes Panoptikum, das zu einer totalen Überwachung der Gesellschaft führt. Ziel ist es, die Beweggründe der Nutzer für ihre freiwillige Selbstpreisgabe zu ergründen sowie das Zusammenspiel von Technologie, Gesellschaft, Ökonomie und Politik kritisch zu beleuchten.

  • Evolution der Überwachungstechniken von der Antike bis zur digitalen Ära
  • Die Rolle des Smartphones als omnipräsentes Instrument der Steuerung und Datenbeschaffung
  • Transformation der Gesellschaft nach Byung-Chul Han (Leistungs- und Transparenzgesellschaft)
  • Kritische Analyse der freiwilligen Selbstausbeutung im virtuellen Raum
  • Vergleich der westlichen Überwachungsstrukturen mit dem chinesischen Sozialkredit-System

Auszug aus dem Buch

3. Aktuelle technische Situation

Um die folgenden Ausführung in seinem Kontext zu verstehen, bedarf zuerst einer Darstellung der aktuellen technischen Mittel die wir mit Stichtag 20.05.2020 haben. Hierbei wird vor allem der Status im Westen beleuchtet, ehe das Beispiel China dargestellt wird. Das Internet hat in nahezu alle Haushalte des Westens Einzug gehalten. Fast alle Bürger besitzen ein Smartphone. Bei Kindern im Alter von 6 – 7 Jahre sind es 6%, bei den 8-9 Jährigen springt die Prozentzahl auf 33%, bei den 10-11 Jährigen bereits auf 75% und bei den 14-19 Jährigen auf 99 %.

Ab hier hält sich die Statistik konstant im Bereich von 98 bis 99% und flacht erst ab dem sechzigsten Lebensjahr ab auf 89% und steht aktuell bei den über siebzigjährigen bei 75 %. Man darf also behaupten, dass das Smartphone ein omnipräsentes Medium ist. Spricht man von Kontrolle, so assoziiert man meist Kameras, Abhörwanzen und Personen die einen Verfolgen, den Müll durchwühlen oder Daten ablesen können. Übersetzt in unsere Realität ist das die 3 fache Kamera am Handy, das Mikrofon im Handy, diverse Apps die alles machen wie z.B. die BinCam, bei der man den offen Müll fotografiert und eine Rückmeldung über die Datenanalyse von Amazon direkt an das Facebook Profil geleitet bekommt. Von hier gehen die Daten nun zum Austausch mit anderen Usern und ein Score über das Weckwerfverhalten kann erstellt werden. Was wie ein Kampf gegen Verschwendung anmutet hat den Haken, dass hier zwei Schwergewichte des Silicon Valley mitspielen, Amazon und Facebook, beides Sinnbilder für Social Media.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung beleuchtet die historische Entwicklung von der Spionage als Machtinstrument hin zur modernen Überwachung durch Geheimdienste und Medien unter Anwendung massenpsychologischer Erkenntnisse.

2. Begriffsdefinition: Das Kapitel definiert den Begriff des Panoptikums nach Jeremy Bentham als theoretisches Überwachungsmodell und führt die theoretische Grundlage für die weitere Analyse ein.

3. Aktuelle technische Situation: Hier wird der Status quo der digitalen Durchdringung im Westen und die Rolle des Smartphones als zentrales Mittel zur permanenten Überwachung und Selbstoptimierung dargelegt.

4. Die neue Transparenz: Basierend auf Byung-Chul Han beschreibt dieses Kapitel den Übergang zur Leistungs- und Transparenzgesellschaft, in der sich Individuen zunehmend selbst disziplinieren.

5. Das Panoptikum als Auslaufmodell: Das Kapitel argumentiert, dass das klassische Panoptikum veraltet ist und durch komplexere, nicht zentrale Überwachungsstrukturen der "Assemblage" ersetzt wurde.

6. Sozialkredit-System als mögliche Zukunft: Hier wird das Sozialkredit-System der Volksrepublik China als reale Form eines totalen Überwachungssystems diskutiert, das westliche Ansätze zur Integration von Daten zusammenführt.

7. Fazit: Das Fazit fasst die Gefahren für die persönliche Freiheit zusammen und kritisiert die Rolle der Nutzer, die durch ihre bereitwillige Datenpreisgabe die Überwachung stützen.

Schlüsselwörter

Social Media, Panoptikum, Überwachung, Datenschutz, Big Data, Smartphone, Transparenzgesellschaft, Selbstoptimierung, Sozialkredit-System, Psychopolitik, Privatsphäre, Kontrolle, Massenpsychologie, Digitalisierung, Freiheit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Hausarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Rolle von Social Media als Instrument moderner Überwachung und hinterfragt, warum Menschen ihre Privatsphäre freiwillig für digitale Dienste opfern.

Welches zentrale theoretische Modell steht im Fokus?

Das primäre Modell ist das Panoptikum nach Jeremy Bentham, das im Kontext der digitalen Welt als Kontrollinstrument betrachtet wird.

Was ist das Ziel der vorliegenden Forschungsarbeit?

Es soll ergründet werden, wie soziale Netzwerke, ökonomische Interessen und individuelles Nutzerverhalten ineinandergreifen, um eine neue Form der gesellschaftlichen Überwachung zu etablieren.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?

Die Autorin/der Autor nutzt eine theoretische Reflexion unter Einbeziehung von Literatur von Michel Foucault und Byung-Chul Han, ergänzt durch aktuelle Statistiken und Beispiele aus der IT-Welt.

Welche Themen werden im Hauptteil schwerpunktmäßig behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der technischen Verfügbarkeit von Überwachungsinstrumenten, der psychologischen Komponente hinter dem Exhibitionismus der Nutzer und dem Vergleich von westlichen Modellen mit dem Sozialkredit-System in China.

Durch welche Schlüsselbegriffe ist die Arbeit definiert?

Zentrale Begriffe sind Big Data, Transparenzgesellschaft, Überwachung, Freiheit und Selbstoptimierung.

Wie unterscheidet sich die heutige Überwachung vom klassischen Panoptikum?

Heute gibt es keinen zentralen Wächter mehr im klassischen Sinne; stattdessen bilden Datenströme, Unternehmen und die Nutzer selbst eine komplexe, dezentrale "Assemblage" der Überwachung.

Warum betonen die Autoren das Verhalten der Nutzer so stark?

Die Arbeit betont, dass ohne die freiwillige Teilnahme der Nutzer an sozialen Netzwerken und deren Wunsch nach Selbstinszenierung die heutige Form der totalen Datenüberwachung in diesem Ausmaß nicht möglich wäre.

Welche Schlussfolgerung zieht die Arbeit über die Freiheit im digitalen Zeitalter?

Das Fazit warnt, dass Freiheit durch die Kombination aus staatlichem Opportunismus und technischer Überwachung in Gefahr ist und der Nutzer Gefahr läuft, sowohl Sicherheit als auch Freiheit zu verlieren.

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Details

Title
Social Media. Das Panoptikum des 21. Jahrhunderts
College
University of Cologne
Grade
1.0
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2020
Pages
15
Catalog Number
V1243649
ISBN (PDF)
9783346668400
ISBN (Book)
9783346668417
Language
German
Tags
social media panoptikum jahrhunderts
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2020, Social Media. Das Panoptikum des 21. Jahrhunderts, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1243649
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