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Zur philosophischen Begründung der Kinderrechte als Menschenrechte

Eine von der UNESCO herausgegebene Aufsatzsammlung

Titel: Zur philosophischen Begründung der Kinderrechte als Menschenrechte

Seminararbeit , 2004 , 13 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Magister (Mag. phil.) Ivo Marinsek (Autor:in)

Philosophie - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Seminararbeit beginnt mit einer Besprechung mehrerer Aufsätze in einem Sammelband der UNESCO. Man merkt in den erörterten Texten unterschiedliche Auffassungen von den Menschenrechten. Charles Taylor argumentierte im Sinne persönlicher und unveräußerlicher Rechte, wobei er in der Tradition der englischen Aufklärung stand. Meine humanistischen Kommentare zu diesem Text bringen ein persönliches Engagement für Kinderrechte zum Ausdruck. Es folgt eine Besprechung der Meinungen von John Humphrey und Richard Tuck über die UN-Charta der Menschenrechte, wobei die Texte dieser beiden Autoren einander ergänzen. Außerdem wird ein Text von V. N. Kudryatsev zusammengefasst, der als Kontrast zu den anderen Texten die problematische sowjetische Menschenrechtsauffassung darstellt. Die UN-Kinderrechtskonvention von 1989 wird erwähnt. Anschließend werden soziale Menschenrechte und das Recht auf Freiheit von Zwang von mir gegenübergestellt, Fragen des Kulturrelativismus angeschnitten und das Naturrecht sowie der Utilitarismus als Menschenrechtsbegründungen angeführt. Auch wird kurz auf Fachliteratur Bezug genommen, etwa auf "Eine Philosophie der Menschenrechte" von Heiner Bielefeldt. Den Abschluss bildet eine Fallstudie über Menschenrechtsverletzungen in der Dritten Welt, basierend auf den Berichten von Amnesty International.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Besprechung der Aufsätze im Sammelband der UNESCO aus der Perspektive eines Kinderrechtlers

2. Zentrale Aspekte des Diskurses über Menschen- und Kinderrechte (Zusammenfassung)

3. Eine Philosophie der Menschenrechte

4. Menschenrechtsverletzungen in der Dritten Welt von heute - Eine Fallstudie

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die philosophische Begründung der Kinderrechte als integraler Bestandteil der Menschenrechte unter Einbeziehung einer von der UNESCO herausgegebenen Aufsatzsammlung sowie weiterer juristischer und philosophischer Perspektiven.

  • Philosophische Fundierung von Kinderrechten im Kontext der Menschenrechte
  • Gegenüberstellung westlicher und sozialistischer Menschenrechtsauffassungen
  • Die Spannung zwischen individuellen Freiheitsrechten und dem staatlichen Schutzauftrag
  • Kulturelle Relativität versus Universalität von Menschenrechtsnormen
  • Analyse aktueller Menschenrechtsverletzungen am Beispiel repressiver Strukturen und mangelnder Kinderschutzmechanismen

Auszug aus dem Buch

1. Besprechung der Aufsätze im Sammelband der UNESCO aus der Perspektive eines Kinderrechtlers

Autoren verschiedener Denkströmungen sollten den im Kernzeitalter wichtigen Diskurs über die Menschenrechte kurz darstellen. Bei der Förderung der Menschenrechte, einem erklärten Ziel der UNESCO, können die Kinderrechte in einer hoch entwickelten Gemeinschaft nicht vernachlässigt werden, es sei denn man spricht unter Umgehung aller Konventionen von sprechenden Tieren. Da das soziale Recht auf Chancengleichheit in der Erziehung im Vorwort explizit erwähnt wird, ergibt sich aus der Erweiterung der Menschenrechte auf das kulturelle und wirtschaftliche Zusammenleben eine hohe Verantwortung der Erwachsenen gegenüber den Kindern. Die positiven und negativen Verpflichtungen der staatlichen Obrigkeit können auch ohne Bezug auf das neuzeitliche Abendland formuliert werden. Vieles musste strittig bleiben, weil ethisches Denken Unzufriedenheit mit der Politik ausdrückt und weil die weltweite Gleichschaltung utopisch ist.

Die Staatenvielfalt führt zu unterschiedlichen Menschenrechtsauffassungen in diesen Texten, obwohl jeder Autor ein Lippenbekenntnis zur Menschenrechtserklärung von 1948 und zum Abkommen über soziale Rechte von 1966 ablegte. Der Gelehrte Charles Taylor sah in den Menschenrechten den Ausdruck einer Gesetzeskultur, die dem Einzelnen Priorität gegenüber der Macht einräumt. Vor 1945 waren die Menschenrechte in das Völkerrecht noch nicht aufgenommen worden, während die genannten UN-Dokumente Menschenrechte für alle forderten. Es geht um individuelle Rechte, die nur durch die Erfordernisse des Gemeinwohls einer demokratischen Gesellschaft eingeschränkt werden dürfen. Wie man aber ein ganzes Volk wegen Kindermord anklagen kann, ist mir unbekannt. Obwohl die Begrifflichkeit der Menschenrechte aus der Naturrechtslehre des Barock stammt, kann sie auf alle Kulturen übertragen werden, wobei die Bedeutung neue Konnotationen gewinnt. Vorausgesetzt bleibt ein hoher Wert jedes menschlichen Wesens. (1)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Besprechung der Aufsätze im Sammelband der UNESCO aus der Perspektive eines Kinderrechtlers: Hier wird die Relevanz der Kinderrechte im Kontext der UNESCO-Zielsetzungen sowie die Problematik unterschiedlicher philosophischer Interpretationen von Menschenrechten bei verschiedenen Autoren erörtert.

2. Zentrale Aspekte des Diskurses über Menschen- und Kinderrechte (Zusammenfassung): Dieser Abschnitt fasst die theoretischen Diskrepanzen zwischen westlichen Konzepten individueller Freiheit und sozialistischen Modellen zusammen, die soziale Sicherheit priorisieren.

3. Eine Philosophie der Menschenrechte: Das Kapitel hinterfragt die universelle Gültigkeit staatlicher Souveränität gegenüber internationalen Menschenrechtsnormen und diskutiert ethisch-anthropologische Begründungsansätze.

4. Menschenrechtsverletzungen in der Dritten Welt von heute - Eine Fallstudie: Anhand lebensnaher Beispiele werden reale Diskrepanzen zwischen proklamierten Menschenrechten und der tatsächlichen, oftmals prekären Lage von Kindern unter repressiven oder instabilen politischen Bedingungen aufgezeigt.

Schlüsselwörter

Menschenrechte, Kinderrechte, UNESCO, Naturrecht, Rechtsphilosophie, Charles Taylor, Individuelle Freiheit, Soziale Rechte, Völkerrecht, Kinderschutz, Humanismus, Rechtskultur, Politische Philosophie, Menschenrechtsverletzungen, Universalität

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die philosophische Fundierung von Kinderrechten als Menschenrechte und reflektiert deren Interpretation in verschiedenen politischen Systemen sowie einer UNESCO-Aufsatzsammlung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Schwerpunkten zählen die Naturrechtslehre, der Konflikt zwischen individuellen Freiheiten und Gemeinwohl sowie der Schutz von Kindern in globalen Menschenrechtsdiskursen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Es soll begründet werden, dass Kinderrechte einen essenziellen und nicht verhandelbaren Teil der universellen Menschenrechte darstellen müssen, trotz kultureller oder politischer Unterschiede.

Welche methodische Vorgehensweise wird gewählt?

Die Untersuchung basiert auf der systematischen Auswertung und philosophischen Einordnung von Texten im Rahmen eines UNESCO-Sammelbandes und ergänzender juristischer Literatur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine kritische Besprechung philosophischer Grundpositionen (u.a. von Charles Taylor), eine Zusammenfassung zentraler Diskurse und eine Fallstudie über die Realität von Menschenrechtsverletzungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Dokument?

Begriffe wie Menschenwürde, Unveräußerlichkeit von Rechten, soziale Verantwortung gegenüber Kindern und der Schutz vor staatlicher Willkür stehen im Mittelpunkt.

Wie unterscheidet sich die sowjetische Auffassung von der westlichen Perspektive?

Während westliche Modelle primär auf individuelle Abwehrrechte setzen, legte die sowjetische Auffassung einen stärkeren Fokus auf materielle Sicherheit und soziale Rechte als Voraussetzung für menschliches Leben.

Warum ist das Fallbeispiel über Kinderschutz in Entwicklungsländern wichtig?

Es verdeutlicht die Kluft zwischen theoretisch existierenden Menschenrechtsnormen und der täglichen Praxis, in der Kinder oft als schwächste Glieder gesellschaftlicher Willkür schutzlos ausgeliefert sind.

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Details

Titel
Zur philosophischen Begründung der Kinderrechte als Menschenrechte
Untertitel
Eine von der UNESCO herausgegebene Aufsatzsammlung
Hochschule
Karl-Franzens-Universität Graz  (Philosophie)
Veranstaltung
Seminar
Note
2,0
Autor
Magister (Mag. phil.) Ivo Marinsek (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2004
Seiten
13
Katalognummer
V1243839
ISBN (PDF)
9783346669049
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Kinderrechte; Menschenrechte; Philosophiegeschichte; Vereinte Nationen; Rechtsphilosophie; Theorie der Gerechtigkeit;
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Magister (Mag. phil.) Ivo Marinsek (Autor:in), 2004, Zur philosophischen Begründung der Kinderrechte als Menschenrechte, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1243839
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Leseprobe aus  13  Seiten
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