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Paulus und das Judentum

Titre: Paulus und das Judentum

Dossier / Travail de Séminaire , 2007 , 21 Pages , Note: 1,5

Autor:in: David Liebelt (Auteur)

Théologie - Théologie systématique
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Zwischen Judentum und Christentum liegt eine unüberbrückbare Scheidelinie – wo aber liegt sie genau? Bei den Judenpogromen des Mittelalters, im Holocaust – oder doch in der Antike bei Paulus, dem Völkerapostel und „ersten Christen“ , der, um den Neuen Glauben vom Alten zu trennen, manch harsche Formulierung verwendete und möglicherweise das einleitete, was sich in der Synode von Jabne, der Enterbungslehre und dem „Oremus et pro perfidis Judaeis“ konsequent fortsetzte? Dabei sah Paulus sich selber als Judenchristen, Vollender des jüdischen Glaubens und keineswegs als Apostat, und er hat auch nicht – wie die evangelische Theologie ihn nach wie vor hauptsächlich deutet – durch den Gegensatz von „Gesetz“ und „Evangelium“ die Tora diskreditiert. Denn von vielen Gedankenkonstrukten - etwa die Logos-Vorstellung oder das Menschensohn-Konzept - hat sich das rabbinische Judentum erst abgesondert, als das Christentum darauf souveräne Identität gründete.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Biographisches

III. Christenverfolger

IV. Missionsreisen

V. Römerbrief

VI. „Zweifrontenkrieg“

VII. Resümee

Zielsetzung & Themen

Diese Seminararbeit untersucht das komplexe und spannungsreiche Verhältnis des Apostels Paulus zum Judentum vor dem Hintergrund seiner Entwicklung vom Verfolger zur zentralen Figur des frühen Christentums.

  • Biographische Hintergründe von Paulus in der antiken Welt
  • Die Rolle des Paulus als „Christenverfolger“ aus jüdisch-pharisäischer Tradition
  • Strategien und Herausforderungen der paulinischen Heidenmission
  • Der Römerbrief als theologisches Herzstück zur Beziehung zwischen Israel und der Kirche
  • Paulus im „Zweifrontenkrieg“ zwischen jüdischer Herkunft und christlicher Identität

Auszug aus dem Buch

VI. Verfolgter im ‚Zweifrontenkrieg‘

„Und damit ich mich der außerordentlichen Offenbarungen nicht überhebe, wurde mir ein Pfahl fürs Fleisch gegeben, ein Engel Satans, daß er mich mit Fäusten schlage, damit ich mich nicht überhebe.“ Über den Pfahl des Paulus zu rätseln ist sicherlich nicht sonderlich neu und es wurde schon unendlich viel spekuliert, denn mit dem Engel Satans, der ihn mit Fäusten schlägt kann vieles gemeint sein. Manche Bibelausleger glauben, dass Paulus hier von schmerzhaften Erinnerungen aus seiner Christenverfolgerzeit spricht. Der Pfahl im Fleisch kann natürlich auch eine sexuelle Konnotation haben, da Paulus zölibatär lebte. Eine andere Theorie dagegen geht von der Plage der Epilepsie aus. Eine weitere, dass Paulus wegen seinen mangelnden Predigtfähigkeiten Minderwertigkeitskomplexe hatte. Für die Seminararbeit aber soll die schon von Luther präferierte Verfolgungstheorie angesetzt werden, denn, selbst wenn Paulus mit dem Pfahl nicht dezidiert den Hass der orthodoxen Pharisäer auf den Renegaten meinte, so werden die unermüdliche und leidenschaftliche Verfolgung und die vielfachen Gefängnisaufenthalte den ehemaligen Christenhäscher doch allmählich zermürbt haben.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Die Arbeit beleuchtet die schwierige Trennung des frühen Christentums vom Judentum und hinterfragt die Rolle des Paulus als Völkerapostel in diesem Prozess.

II. Biographisches: Dieses Kapitel zeichnet die Lebensgeschichte des Paulus nach, von seiner Herkunft in Tarsus bis zu seiner dramatischen Bekehrung und dem Apostelkonzil.

III. Christenverfolger: Hier wird analysiert, dass Paulus’ früheres Vorgehen gegen Judenchristen als Eifer für das jüdische Gesetz nach pharisäischer Tradition zu verstehen ist.

IV. Missionsreisen: Das Kapitel behandelt die Effizienz der Heidenmission und die soziologische Zusammensetzung der frühen Christengemeinden.

V. Römerbrief: Der Römerbrief wird als zentrales theologisches Dokument analysiert, das die heilsgeschichtliche Beziehung zwischen Israel und der Kirche neu definiert.

VI. „Zweifrontenkrieg“: Paulus wird als gespaltene Persönlichkeit dargestellt, die sich sowohl gegenüber jüdischen Gegnern als auch gegenüber den Zwölfaposteln legitimieren musste.

VII. Resümee: Die Arbeit schließt mit dem Fazit, dass Paulus trotz seines Bruchs mit dem Gesetz zeitlebens tief mit seiner jüdischen Identität verbunden blieb.

Schlüsselwörter

Paulus, Judentum, Christentum, Völkerapostel, Heidenmission, Römerbrief, Gesetzesfreiheit, Pharisäer, Identität, Christologie, Apostelkonzil, Urgemeinde, Israel, Rechtfertigungslehre, Theologie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Seminararbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der ambivalenten Beziehung des Apostels Paulus zum Judentum und hinterfragt, wie er als ehemaliger Pharisäer den Übergang vom Judentum zum Christentum gestaltete.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind die Paulusbiographie, die Spannungen bei der Mission unter Heiden, der Römerbrief als theologischer Grundlagentext und die innere Zerrissenheit des Apostels zwischen zwei Welten.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist es, aus der Perspektive des Paulus zu erörtern, inwieweit er sich als Jude oder als Christ verstand und wie seine Polemik gegen das Gesetz zu interpretieren ist.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt historisch-kritische Exegese und wertet sowohl paulinische Briefe als auch die Apostelgeschichte unter Einbeziehung theologischer Sekundärliteratur aus.

Was wird im Hauptteil der Untersuchung behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung seiner Herkunft, seine Tätigkeit als Missionar, den intellektuellen Kern des Römerbriefs und seine persönlichen Kämpfe als „Außenseiter“ in der Urgemeinde.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die wichtigsten Begriffe sind das „Gesetz“, die „Rechtfertigung“, die „Heidenmission“, der „Völkerapostel“ und die „Kontinuität zwischen Israel und Kirche“.

Wie ist die Einstellung des Paulus zur Tora zu verstehen?

Die Arbeit zeigt, dass Paulus das Gesetz zwar kritisch gegenüber Heidenchristen diskutiert, es aber in seinem Selbstverständnis nie gänzlich ablehnt, was sich besonders in seinen späteren Briefen widerspiegelt.

Warum stand Paulus in der Urgemeinde unter Druck?

Da er Jesus nicht persönlich kannte, musste er seine apostolische Autorität durch sein Damaskuserlebnis und eine überlegene rhetorische Ausbildung legitimieren, was bei den ursprünglichen Jüngern auf Widerstand stieß.

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Résumé des informations

Titre
Paulus und das Judentum
Université
University of Freiburg  (Seminar für Alte Kirchengeschichte)
Cours
Hauptseminar: Neutestamentliche Exegese
Note
1,5
Auteur
David Liebelt (Auteur)
Année de publication
2007
Pages
21
N° de catalogue
V124389
ISBN (ebook)
9783640294701
ISBN (Livre)
9783640294893
Langue
allemand
mots-clé
Paulus Judentum Hauptseminar Neutestamentliche Exegese
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
David Liebelt (Auteur), 2007, Paulus und das Judentum, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/124389
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