Im Rahmen dieser Hausarbeit soll die sozialpädagogische Betreuung von demenziell erkrankten Menschen dargestellt werden. Hierbei wird auf folgende Fragen eingegangen: Wie werden Demenzerkrankte sozialpädagogisch betreut? Mit wem kooperiert die Soziale Arbeit? Welche Kompetenzen sind in diesem Bereich unabdingbar? Welchen Herausforderungen stehen die Sozialarbeiter gegenüber? Die Fragestellung lautet folgend: "Wie stellt sich die sozialpädagogische Betreuung von demenziell erkranktem Menschen dar?". Hierfür wird zunächst kurz die Demenz aus medizinischer Sicht beschrieben, zum Verständnis der Arbeit.
Im Anschluss wird das Handlungsfeld der Altenhilfe mit Demenzerkrankten beschrieben, hierbei wird auf die Aufgaben, Ziele und Arbeitsbereichen der Sozialpädagogen eingegangen. Folgend werden die verschiedenen notwendigen Kompetenzen, welche für den Umgang mit demenziell erkrankten Menschen von Bedeutung sind, dargestellt. Im weiteren Verlauf der Arbeit wird auf die aktuellen Herausforderungen des Handlungsfeldes eingegangen sowie auf die Praxispartner, mit denen der Sozialpädagoge kooperiert. Den Schlussteil dieser Arbeit bildet das Fazit. In dieser Arbeit wird bewusst nur das Handlungsfeld der Altenhilfe mit Demenzerkrankten thematisiert. Wohl wissend, dass ein kleiner Teil (rund 25.000) der an Demenz erkrankten Menschen, unter 65 Jahren sind.
Inhaltsverzeichnis
1. EINLEITUNG
2. DEMENZ AUS MEDIZINISCHER SICHT
2.1 DEFINITION
2.2 URSACHEN
2.2.1 PRIMÄRE DEMENZ
2.2.2 SEKUNDÄRE DEMENZ
2.3 SYMPTOME
2.4 VERLAUF
3. ARBEITSFELD DER ALTENHILFE MIT DEMENZERKRANKTEN
4. NOTWENDIGE KOMPETENZEN
4.1 FACHKOMPETENZEN
4.2 PERSONALE KOMPETENZEN
4.3 SOZIALE KOMPETENZEN
4.4 METHODENKOMPETENZEN
4.4.1 EINZELFALLHILFE (FALLMANAGEMENT)
4.4.2 CASE-MANAGEMENT
4.4.3 BIOGRAFIE ARBEIT
4.4.4 SELBSTERHALTUNGSTHERAPIE
4.4.5 VALIDATION
4.4.6 REALITÄTSORIENTIERUNG
5. HERAUSFORDERUNGEN
5.1 UMGANG MIT DEMENZERKRANKTEN MENSCHEN
5.2 BETREUUNGSSITUATION
5.3 DEMOGRAFISCHER WANDEL
6. PRAXISPARTNER
7. FAZIT
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die sozialpädagogische Betreuung demenziell erkrankter Menschen in Deutschland mit dem primären Ziel, die Handlungsfelder, notwendigen Kompetenzen und zentrale Herausforderungen der Sozialen Arbeit in diesem Kontext darzustellen und die Kernfrage nach der Gestaltung dieser Betreuung zu beantworten.
- Sozialpädagogische Rolle und Handlungsfelder in der Altenhilfe
- Medizinische Grundlagen der Demenz
- Erforderliche Fach-, Personal-, Sozial- und Methodenkompetenzen
- Umgang mit strukturellen Herausforderungen und Individualität
- Multiprofessionelle Kooperation und Praxispartner
Auszug aus dem Buch
4.4.2 Case-Management
Soziale Arbeiter können die Aufgabe des Case-Managers ausführen, wenn sie notwendige Weiterbildungen absolviert haben. Das Verfahren des Case Managements bzw. Fallmanagements basiert auf der Koordination von informellen und formellen Dienstleitungen in Zusammenarbeit mit dem Betroffenen und deren Angehörigen. Es soll ein Versorgungsangebot geschaffen werden, welches einerseits flexibel und an die aktuellen Anforderungen und Bedürfnisse des Demenzerkrankten angepasst ist und andererseits die Finanzierung sicherstellt.
Der Case Manager agiert multiprofessionell mit dem ambulanten Dienst, den Nachbarn, der stationären Altenpflege, den Behörden, dem Krankhaus und weiteren. Das Ziel dieser Methodik ist dass „(...) trotz psychosozialer und körperlicher Beeinträchtigung und Hilfebedarf demenzkranke Menschen so lange wie möglich in ihrer häuslichen Umgebung bleiben können.“ (Falk 2011, S. 366)
Die Arbeitsweise erfolgt in drei aufeinanderfolgenden Phasen. Zu Beginn das Assessement, dann die Hilfeplanung und Koordination und als letzte Phase die Kontrolle und Evaluation. (ebd., S. 366f.)
Zusammenfassung der Kapitel
1. EINLEITUNG: Einführung in die Relevanz des Themas Demenz, Problemstellung sowie die Zielsetzung und Struktur der Arbeit.
2. DEMENZ AUS MEDIZINISCHER SICHT: Erläuterung der Definition, Ursachen, Symptome und Krankheitsstadien zur Vorbereitung auf die sozialpädagogische Betrachtung.
3. ARBEITSFELD DER ALTENHILFE MIT DEMENZERKRANKTEN: Darstellung des Handlungsfeldes der Sozialen Arbeit bei der Versorgung von Demenzerkrankten, inklusive Zielsetzungen der Betreuung.
4. NOTWENDIGE KOMPETENZEN: Analyse der erforderlichen Fach-, Personal-, Sozial- und Methodenkompetenzen für eine professionelle sozialpädagogische Unterstützung.
5. HERAUSFORDERUNGEN: Erörterung der Schwierigkeiten im Umgang, der aktuellen Betreuungssituation und der Auswirkungen des demografischen Wandels auf die Soziale Arbeit.
6. PRAXISPARTNER: Untersuchung der notwendigen interprofessionellen Kooperation mit verschiedenen Akteuren zur ganzheitlichen Patientenversorgung.
7. FAZIT: Zusammenfassung der Ergebnisse, Reflexion der Rolle der UN-Behindertenrechtskonvention und Ausblick auf weiterführende Fragestellungen.
Schlüsselwörter
Soziale Arbeit, Demenz, Altenhilfe, sozialpädagogische Betreuung, Lebensweltorientierung, Kompetenzen, Fallmanagement, Inklusion, demografischer Wandel, Interprofessionalität, Krankheitsverlauf, Angehörigenarbeit, Selbstbestimmung, Autonomie.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit befasst sich mit der sozialpädagogischen Betreuung von demenziell erkrankten Menschen in deutschen Altenhilfestrukturen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die medizinischen Grundlagen der Demenz, die Anforderungen an Sozialpädagogen, spezifische Methoden wie Case-Management oder Validation sowie die Herausforderungen durch den demografischen Wandel.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, die Art und Weise der sozialpädagogischen Betreuung darzustellen und zu klären, wie Sozialarbeiter auf die komplexen Bedürfnisse Demenzerkrankter und deren Umfeld reagieren können.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Es handelt sich um eine Literaturarbeit, die auf Basis aktueller Fachliteratur und Sekundärquellen die Anforderungen und Konzepte für die Soziale Arbeit bei Demenz systematisch zusammenfasst.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die medizinische Basis, das Arbeitsfeld der Altenhilfe, notwendige Kompetenzprofile sowie aktuelle strukturelle Herausforderungen und Kooperationspartner der Sozialen Arbeit.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Soziale Arbeit, Demenz, Altenhilfe, Lebensweltorientierung, Inklusion und Interprofessionalität.
Welche Rolle spielt das Case-Management in der Betreuung?
Das Case-Management koordiniert formelle und informelle Hilfen multiprofessionell, um dem erkrankten Menschen ein möglichst langes Verbleiben in der häuslichen Umgebung zu ermöglichen.
Wie bewertet die Autorin die UN-Behindertenrechtskonvention?
Sie wird als wichtige theoretische Grundlage für die Inklusion Demenzerkrankter angesehen, deren praktische Umsetzung aktuell noch als große Herausforderung beziehungsweise Utopie betrachtet wird.
Warum ist die Unterscheidung zwischen primärer und sekundärer Demenz wichtig?
Diese medizinische Differenzierung ist relevant für das Verständnis der Reversibilität und der individuellen Krankheitsverläufe, was wiederum die therapeutische Vorgehensweise beeinflusst.
Welches Ziel verfolgt die Validation?
Ziel der Validation ist nicht die Heilung, sondern die Wertschätzung des subjektiven Empfindens der Betroffenen auf einer Beziehungsebene.
- Citar trabajo
- Julia Faack (Autor), 2021, Sozialpädagogische Betreuung von demenzerkrankten Menschen in Deutschland, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1243989