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Johann Joseph Fux: Vom Bauernsohn zum Hofkomponisten

Título: Johann Joseph Fux: Vom Bauernsohn zum Hofkomponisten

Trabajo Escrito , 2006 , 17 Páginas , Calificación: Sehr Gut

Autor:in: MMag. Silvia Kornberger (Autor)

Musicología - Otras
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Die Karriere des Komponisten Johann Joseph Fux – vom steirischen Bauernsohn zum Hofkapellmeister in Wien – erscheint noch heute erstaunlich, wirkt aber in Anbetracht der gesellschaftlichen und sozialen Rahmenbedingungen des 17. Jahrhunderts geradezu märchenhaft. Obwohl die Oper am Wiener Kaiserhof eindeutig vom italienischen, insbesondere venezianischen Stil geprägt war, schaffte es Fux als Österreicher, sich gegen die scheinbar übermächtige Konkurrenz durchzusetzen und mit seinen Opern zu reüssieren. Weltruhm erlangte er überdies mit seinem Kontrapunktlehrbuch „Gradus ad Passum“ als Musiktheoretiker und Lehrer, womit er die Entwicklung der Musik nachhaltig beeinflusste.
In der vorliegenden Arbeit möchte ich den Spuren seines persönlichen Entwicklungsprozesses – unter besonderer Berücksichtigung seines Opernschaffens – folgen. Grundsätzlich stellt sich hierbei die Frage, wie es Johann Joseph Fux schaffte, aus seiner kleinbäuerlichen Umgebung zu „entkommen“. Welche Faktoren halfen dem Bauernsohn, neue Ufer zu ergründen? Dab es für den talentierten Jungen Hilfe seitens der Familie oder des dörflichen Umfeldes? Ebenso interessant ist, ob er es vielleicht sogar aus eigener Kraft schaffte, die damaligen Standesfesseln abzuwerfen, um sich ganz der Musik zu verschreiben. Aber was veranlasste schließlich einen deutschen Kaiser, ausgerechnet einen deutschen/österreichischen Musiker zum Hofcompositeur zu ernennen, obwohl man doch dem italienischen Stil nacheiferte? Wann wandte sich Johann Joseph Fux der Oper zu und welche Themen wurden in seinem Opernschaffen aufgearbeitet? Wer schrieb die Libretti? Besonders interessant wäre auch die Frage nach der praktischen Umsetzung der Opern: Wie sah eine Opernaufführung einer Fuxschen Oper am kaiserlichen Hof aus? Ebenso drängt sich eine Grundsätzliche Frage bezüglich des kaiserlichen Mäzenatentum auf, denn warum wurden überhaupt Opern bei Fux in Auftrag gegeben? Welche kaiserlichen Intentionen standen hinter einer Opernaufführung dieser Zeit und wie erfüllte der Hofcompositeur Fux diese speziellen Wünsche? Wie sah der Meister selbst sein Wirken im Bezug auf die Oper und welche Aspekte waren ihm dabei persönlich wichtig?
Die Arbeit basiert vor allem auf Biographien zu Johann Joseph Fux, Werken zur Operngeschichte und speziellen Websites. Aufgrund der Kürze der schriftlichen Darstellung kann natürlich nur ein kurzer Einblick in das Leben dieses faszinierenden Musikers gegeben werden.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Prolog

2. Johann Joseph Fux – von Hirtenfeld nach Wien

3. Johann Joseph Fuxens musikalisches Wirken als Spiegel seiner Zeit

3.2.1. Musiktheoretiker und Lehrmeister

3.2.2. Johann Joseph Fux: Opernschaffen in kaiserlichem Stil

4. Epilog

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht den persönlichen und beruflichen Werdegang des Komponisten Johann Joseph Fux vom steirischen Bauernsohn zum einflussreichen Hofkapellmeister in Wien, wobei ein besonderer Fokus auf der Analyse seines Opernschaffens im Kontext der kaiserlichen Repräsentation liegt.

  • Soziale Aufstiegsbedingungen im 17. Jahrhundert
  • Einfluss der Ausbildung und früher Förderer
  • Musiktheoretisches Wirken und das Werk "Gradus ad Parnassum"
  • Die Funktion der Oper als Instrument der kaiserlichen Machtdarstellung
  • Künstlerische und gesellschaftliche Bedingungen des Wiener Opernbetriebs

Auszug aus dem Buch

3.2.2. Johann Joseph Fux: Opernschaffen in kaiserlichem Stil

Die Oper war in Wien mehr als nur ein amüsantes Phänomen und erntete als bedeutendes künstlerisches Ereignis große Aufmerksamkeit. Die hohe Wertschätzung des Opernschaffens lag vielleicht auch daran, dass die Kaiser von Ferdinand III. (Thronbesteigung 1639) bis zu Karl VI. (gestorben 1740) selbst komponierten und sich mit innovativen Opern und Oratorien im Venezianischen Stil beschäftigten. In diesem Zusammenhang lagern wertvolle Partituren von Werken wie Monteverdis „Il Ritorno d’Ulisse“ (1641) oder Cavallis „Egisto“ (1643) in den kaiserlichen Archiven. Obwohl die Oper als regelmäßige Institution erst am Ende des Dreißigjährigen Krieges richtig Fuß fasste, wurden wahrscheinlich schon in den 1620er Jahren musikdramatische Werke hier aufgeführt.

Opern und Festkantaten nahmen allegorisierend auf Ereignisse der Politik (im Fall von Fux beispielsweise die musikalische Darstellung der Türkenschlacht) oder innerhalb der kaiserlichen Familie Bezug (Opern für Namenstage, Geburtstage, Inthronisationen). Die Oper, mehr oder weniger Kunst im Dienste der kaiserlichen Staatsidee („Kaiserstil“), erlebte in Wien ihren ersten pompösen Auftritt im Jahr 1666: Anlässlich der Hochzeit von Kaiser Leopold I. komponierte Antonio Cesti, Vizekapellmeister am Wiener Hof, die Oper „Il pomo d’oro“, die zu einem der größten Operspektakel Wiens werden sollte. Das Werk enthielt 62 Szenen sowie 24 verschiedene Bühnenbilder und wurde auf einer Bühne gezeigt, die zwei Elefanten tragen konnten. Die Oper musste die Zeitgenossen überaus beeindruckt haben, da Lodovico Burnancini eigens für die Opernaufführung auf kaiserlichem Besitz ein weitläufiges Theater mit rund 2000 Sitzplätzen erbaute.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Prolog: Einführung in das Leben des Johann Joseph Fux und Skizzierung der zentralen Forschungsfragen hinsichtlich seines sozialen Aufstiegs und künstlerischen Wirkens.

2. Johann Joseph Fux – von Hirtenfeld nach Wien: Darstellung der jugendlichen Prägung, der Ausbildung in Graz und Ingolstadt sowie des kometenhaften Aufstiegs zum Hofkapellmeister.

3. Johann Joseph Fuxens musikalisches Wirken als Spiegel seiner Zeit: Analyse der theoretischen Bedeutung Fuxens sowie seines umfangreichen Opernschaffens im Kontext höfischer Repräsentation.

3.2.1. Musiktheoretiker und Lehrmeister: Betrachtung der Rolle Fuxens als Pädagoge und Autor des einflussreichen Kontrapunktlehrbuchs "Gradus ad Parnassum".

3.2.2. Johann Joseph Fux: Opernschaffen in kaiserlichem Stil: Untersuchung der inszenierten Opernwerke unter Berücksichtigung politischer Allegorien und barocker Bühnentechnik.

4. Epilog: Resümee über die Karriere des Komponisten und die Synthese von Musik und Machtdarstellung im Absolutismus.

Schlüsselwörter

Johann Joseph Fux, Wiener Hofoper, Musikgeschichte, Kontrapunkt, Gradus ad Parnassum, Kaiser Leopold I., Barockmusik, Operninszenierung, Kaiserstil, Musiktheorie, Hofkapellmeister, Musikpädagogik, Barocktheater, Hofkomponist.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beleuchtet das Leben und Werk von Johann Joseph Fux, einem der bedeutendsten Musiker am Wiener Kaiserhof, der vom einfachen Bauernsohn zum Hofkapellmeister aufstieg.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Schwerpunkte liegen auf der biographischen Entwicklung, dem Wirken als Musiktheoretiker sowie der Funktion seines Opernschaffens als Ausdruck kaiserlicher Macht.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Untersuchung geht der Frage nach, wie Fux seine Herkunft überwinden konnte und welche Rolle sein musikalisches Schaffen innerhalb des repräsentativen Kontextes am kaiserlichen Hof spielte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer biographisch-historischen Analyse, die sich auf existierende Biographien, zeitgenössische Quellen sowie musikgeschichtliche Fachliteratur stützt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung des Lebenswegs, die Analyse des theoretischen Lehrwerks und eine eingehende Untersuchung des Opernschaffens inklusive der technischen Inszenierungsbedingungen am Hof.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Neben dem Namen des Künstlers sind Begriffe wie "Gradus ad Parnassum", "Wiener Hofoper", "Barockmusik" und "Kaiserstil" zentral für das Verständnis der Arbeit.

Welchen Einfluss hatte der "Gradus ad Parnassum" auf nachfolgende Generationen?

Das Werk gilt als fundamentales Lehrbuch des Kontrapunkts, dessen Bedeutung bis hin zu Mozart reicht und das Fux den Ruf als maßgeblichen Musiktheoretiker einbrachte.

Wie sah die Verbindung zwischen Politik und Oper bei Fux aus?

Fux' Opern dienten der Repräsentation der kaiserlichen Macht und Staatsidee, wobei Allegorien, Mythen und aufwendige Inszenierungen genutzt wurden, um den Herrscher zu glorifizieren.

Warum stand Fux in Wien teilweise unter Druck?

Er sah sich durch seine bäuerliche Herkunft mit Standesdünkel konfrontiert und musste sich gegenüber den etablierten italienischen Hofmusikern behaupten.

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Detalles

Título
Johann Joseph Fux: Vom Bauernsohn zum Hofkomponisten
Universidad
University of Vienna  (Theater,-Film und Medienwissenschaften)
Curso
Entstehung und Frühgeschichte der Oper III VL/UE
Calificación
Sehr Gut
Autor
MMag. Silvia Kornberger (Autor)
Año de publicación
2006
Páginas
17
No. de catálogo
V124428
ISBN (Ebook)
9783640296958
ISBN (Libro)
9783640302468
Idioma
Alemán
Etiqueta
Johann Joseph Bauernsohn Hofkomponisten Entstehung Frühgeschichte Oper VL/UE
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
MMag. Silvia Kornberger (Autor), 2006, Johann Joseph Fux: Vom Bauernsohn zum Hofkomponisten, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/124428
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