Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Social Work

Offene Kinder- und Jugendarbeit im Spannungsfeld. Digitale Lebenswelten und Sozialraumorientierung

Title: Offene Kinder- und Jugendarbeit im Spannungsfeld. Digitale Lebenswelten und Sozialraumorientierung

Bachelor Thesis , 2022 , 80 Pages

Autor:in: Julia Walter (Author)

Social Work
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Die Offene Kinder- und Jugendarbeit ist ein Arbeitsfeld der Sozialen Arbeit. Sie ist von Freiwilligkeit und Offenheit geprägt. Zudem orientiert sich die Offene Kinder- und Jugendarbeit an den Lebenswelten, Interessen sowie Themen der jungen Menschen und kann Partizipation ermöglichen. Deinet et al. zufolge hat das Arbeitsfeld in den letzten 15 Jahren große Umbrüche erfahren. Die Lebenswelten der Adressaten und Adressatinnen der Offenen Kinder- und Jugendarbeit werden immer digitaler. Instagram, WhatsApp, Spiele, Netflix, etc. sind aus der Lebenswelt der meisten Kinder und Jugendlichen nicht mehr wegzudenken.

Zugleich wird die Gesellschaft auch immer digitaler und Sozialräume verschieben sich. Die Offene Kinder- und Jugendarbeit muss sich dem Wandel der Gesellschaft anpassen. Durch digitale Angebote, Informationen und durch die Nutzung der sozialen Medien kann es gelingen, die Lebenswelt der Zielgruppe zu begreifen.
Die Sozialraumorientierung ist ein Bestandteil der Offenen Kinder- und Jugendarbeit. Deinet und Krisch zufolge ist die sozialräumliche Jugendarbeit als Grundverständnis zu begreifen. Weiter geht das Grundverständnis von den Sozialräumen und Lebenswelten der jungen Menschen aus und wird von den Fachkräften außerhalb der Sozialräume und Lebenswelten entwickelt. Ein weiterer zentraler Punkt des sozialräumlichen Grundverständnis der Offenen Kinder- und Jugendarbeit ist die nicht nur einrichtungsbezogene Arbeit, sondern auch das Interesse für die Räume der Zielgruppe ihrer ganzen Lebenswelten.

Vor diesem Hintergrund könnte sich folgende Frage stellen: Wie kann die Digitalisierung in der Offenen Kinder- und Jugendarbeit sinnvoll und gewinnbringend eingesetzt werden und wie kann sich die klassische Offene Kinder- und Jugendarbeit mit einer Komm-Struktur durch sozialräumliche Ansätze verändern?

Die Arbeit beginnt mit einer Begriffserklärung der wichtigsten Begriffe. Im Folgenden möchte ich mich zunächst den Grundlagen der Offenen Kinder- und Jugendarbeit widmen. Dabei werden zunächst der geschichtlichen Rahmen und die rechtlichen Grundlagen auf Bundes- und Landesebene skizziert. Anschließend geht es um die Zielgruppen des Arbeitsfeldes der Offener Kinder- und Jugendarbeit sowie um die theoretischen Ansätzen der Praxis. Zudem werden im Anschluss einige Handlungskonzepte sowie Methoden der Offenen Kinder- und Jugendarbeit skizzieren.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffserklärung

2.1 Offene Kinder- und Jugendarbeit

2.2 Lebenswelt

2.3 Sozialraum

I Grundlagen

3. Offene Kinder- und Jugendarbeit

3.1 Geschichtlicher Rahmen

3.2 Rechtliche Grundlagen

3.3 Zielgruppe

3.4 Theoretische Ansätze

3.5 Handlungskonzepte

3.6 Methoden der OKJA

4. Medienpädagogik

4.1 Grundbegriffe der Medienpädagogik

4.1.1 Medienbildung

4.1.2 Medienkompetenz

4.2 Handlungskonzepte

4.2.1 Außerschulische Medienarbeit

4.2.2 Handlungsorientierte Medienpädagogik

4.3 Theoretische Ansätze

4.3.1 Aktive Medienarbeit

4.3.2 Rezeptive Medienarbeit

4.4 Mediennutzung von Kindern und Jugendlichen

4.4.1 KIM-Studie

4.4.2 JIM-Studie

5. Sozialraumorientierung

5.1 Geschichtlicher Rahmen

5.2 Theoretische Grundlagen

5.3 Fachliche Prinzipien

II Forschungsstand

6. Medien in der Offenen Kinder- und Jugendarbeit

6.1 Digitalisierung in der Offenen Kinder- und Jugendarbeit

6.2 Angebote mit digitalen Medien

6.3 Digitale Jugendarbeit

7. Jugendliche im Sozialraum

7.1 Offene Kinder- und Jugendarbeit im Sozialraum

7.2 Sozialräumliche Jugendarbeit

III Ergebnisse

8. Digitale Medien in der Offenen Kinder und Jugendarbeit

9. Sozialraumorientierte Offenen Kinder- und Jugendarbeit

10. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Bachelorarbeit untersucht, wie die zunehmende Digitalisierung der Lebenswelten sinnvoll in die Offene Kinder- und Jugendarbeit integriert werden kann, um in Verbindung mit sozialraumorientierten Ansätzen die pädagogische Arbeit an die sich verändernden Bedürfnisse junger Menschen anzupassen.

  • Digitalisierung als Herausforderung und Chance für die OKJA
  • Sozialraumorientierung als grundlegendes Handlungsprinzip
  • Mediennutzungsverhalten von Kindern und Jugendlichen (KIM/JIM-Studien)
  • Verbindung von medienpädagogischen Methoden mit dem Sozialraum
  • Förderung von Partizipation und Medienkompetenz im digitalen Wandel

Auszug aus dem Buch

3.1 Geschichtlicher Rahmen

Die Offene Kinder- und Jugendarbeit entstand am Anfang des 20. Jahrhunderts in Deutschland (Hafeneger 2021: 95). Hafeneger (ebd.: 96) zählt acht verschiedene epochale Veränderungen der offenen Jugendarbeit in Deutschland auf, welche sich über einen Zeitraum von 1948 bis in die 2000er Jahre erstrecken und laufend verändern. Die historischen Entwicklungen sind alle lokal zu verorten, zudem sind die Angebote der gängigen Prinzipen, wie Freiwilligkeit der Offenen Kinder- und Jugendarbeit geprägt.

Zuerst nennt Hafeneger (ebd.: 97) die German Youth Activities (GYA) der Nachkriegszeit. Diese Form der Jugendarbeit war in den westlichen Zonen Deutschlands zu finden. Initiator dahinter war die amerikanische Militärregierung (ebd.: 97). In der ehemaligen DDR wurden Jugendclubs gegründet. Nach Hafeneger (ebd.) waren Jugendclubstrukturen dort flächendeckend zu finden. Sie fanden in parteistaatlicher Jugendpolitik wie der FDJ und SED Anklang. In den 1950er Jahren wurden die GYA- Einrichtungen in deutsche Verantwortung übergeben. Die Heime der Offenen Tür (HOT) wurden von Behörden und Jugendverbänden kritisch beobachtet und zunächst abgelehnt (ebd.: 98). 1973 gab es 1148 Jugendheime in Deutschland (Hafeneger 2021: 100, nach Grauer/Lüdtke 1973). Zunächst lag der Fokus auf Kleingruppenarbeit. In den 1960er Jahren war die Jugendpädagogik durch die Veränderung der Gesellschaft gezwungen sich selbst zu verändern.

Eine Gründungswelle von Initiativen und Jugendzentrumsbewegungen in den 1970er Jahren regte die Modernisierung der Jugendarbeit an. Die Freizeitsituation wurde laut Hafeneger (2021: 100 - 101) von den Jugendlichen auf dem Land und den Studierenden der Pädagogik in Universitätsstädten bemängelt. Die Offene Kinder- und Jugendarbeit in den 1980er Jahren war Hafeneger (2021: 102 - 103) zufolge von Jugendprotesten und neuen Jugendproblemen geprägt. Dazu gehörten Jugendarbeitslosigkeit und Drogenkonsum.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Digitalisierung der Lebenswelten und deren Einfluss auf die Offene Kinder- und Jugendarbeit sowie das Ziel, eine Verbindung zu sozialräumlichen Ansätzen herzustellen.

2. Begriffserklärung: Dieses Kapitel definiert die zentralen Fachbegriffe wie Offene Kinder- und Jugendarbeit (OKJA), Lebenswelt und Sozialraum als Basis für die weitere Untersuchung.

3. Offene Kinder- und Jugendarbeit: Hier werden die geschichtliche Entwicklung, rechtliche Rahmenbedingungen, Zielgruppen sowie theoretische Ansätze und Konzepte der OKJA umfassend dargestellt.

4. Medienpädagogik: Dieses Kapitel erläutert medienpädagogische Grundbegriffe, Handlungskonzepte und theoretische Ansätze sowie empirische Studien zur Mediennutzung von Kindern und Jugendlichen.

5. Sozialraumorientierung: Die Grundlagen der Sozialraumorientierung, von historischen Wurzeln bis hin zu theoretischen Modellen und fachlichen Prinzipien, werden hier detailliert erörtert.

6. Medien in der Offenen Kinder- und Jugendarbeit: Fokus liegt auf dem Einfluss der Digitalisierung auf das Arbeitsfeld, digitalen Angeboten und der neuen digitalen Jugendarbeit.

7. Jugendliche im Sozialraum: Dieses Kapitel verknüpft die sozialräumliche Jugendarbeit mit den tatsächlichen Aufenthaltsorten und Aneignungsstrategien junger Menschen.

8. Digitale Medien in der Offenen Kinder und Jugendarbeit: Die Ergebnisse zeigen die Notwendigkeit, Medienkompetenz und digitale Angebote in den pädagogischen Alltag zu integrieren.

9. Sozialraumorientierte Offenen Kinder- und Jugendarbeit: Die Ergebnisse verdeutlichen, wie die Verknüpfung von Sozialraumorientierung und OKJA die Partizipation und Lebensweltnähe stärken kann.

10. Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und gibt Ausblicke auf die zukünftige Gestaltung einer digitalen und sozialraumorientierten Kinder- und Jugendarbeit.

Schlüsselwörter

Offene Kinder- und Jugendarbeit, Digitalisierung, Sozialraumorientierung, Medienpädagogik, Lebenswelt, Medienkompetenz, Partizipation, Jugendarbeit, Digitale Medien, Sozialraum, Jugendhilfe, Mediennutzung, Handlungskonzepte, Inklusion, Demokratiebildung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das Spannungsfeld, in dem sich die Offene Kinder- und Jugendarbeit durch die Digitalisierung der Lebenswelt und die Grundprinzipien der Sozialraumorientierung befindet.

Welche Themenfelder stehen im Zentrum?

Zentral sind die Themenbereiche Medienpädagogik, sozialräumliche Jugendarbeit, Digitalisierung von Angeboten und die Förderung von Medienkompetenz bei Jugendlichen.

Was ist die zentrale Forschungsfrage?

Die Autorin untersucht, wie Digitalisierung sinnvoll in die klassische Offene Kinder- und Jugendarbeit integriert werden kann und wie sich das Arbeitsfeld durch sozialräumliche Ansätze verändern lässt.

Welche wissenschaftlichen Methoden kommen zum Einsatz?

Die Arbeit basiert primär auf einer Literaturanalyse sowie der Auswertung bestehender Studien (insb. KIM- und JIM-Studien) und Forschungsprojekte zum Stand der Offenen Kinder- und Jugendarbeit.

Welche Schwerpunkte hat der Hauptteil?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen der OKJA, Medienpädagogik und Sozialraumorientierung sowie die Analyse des aktuellen Forschungsstandes und die Anwendung dieser Erkenntnisse.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Besonders prägend sind die Begriffe Offene Kinder- und Jugendarbeit (OKJA), Sozialraumorientierung, Medienkompetenz, Partizipation und die Lebensweltorientierung junger Menschen.

Wie beeinflusste die Covid-19-Pandemie die Arbeit der OKJA?

Die Pandemie zwang Einrichtungen zu einer schnellen Umstellung auf digitale Formate, verdeutlichte aber gleichzeitig die technische Ausstattungslücke und die Wichtigkeit analoger Kontakte.

Bieten digitale Medien neue Chancen für die OKJA?

Ja, digitale Medien werden als wichtige Bildungsgelegenheit und Werkzeug zur Partizipation gesehen, sofern die pädagogischen Fachkräfte eine kompetente und reflektierte Haltung einnehmen.

Excerpt out of 80 pages  - scroll top

Details

Title
Offene Kinder- und Jugendarbeit im Spannungsfeld. Digitale Lebenswelten und Sozialraumorientierung
Author
Julia Walter (Author)
Publication Year
2022
Pages
80
Catalog Number
V1244332
ISBN (PDF)
9783346671974
ISBN (Book)
9783346671981
Language
German
Tags
offene kinder- jugendarbeit spannungsfeld digitaler lebenswelten sozialraumorientierung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Julia Walter (Author), 2022, Offene Kinder- und Jugendarbeit im Spannungsfeld. Digitale Lebenswelten und Sozialraumorientierung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1244332
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  80  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint